FG-Kuriosum
  
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Di, 22. Mai 2012, 21:06
Seiten: 1   Nach unten
Drucken
Autor Thema: FG-Kuriosum  (Gelesen 1170 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« am: Do, 20. Dezember 2007, 18:40 »

Hallo,


hat jemand eine Erklärung für folgenden Effekt....?



Grün und rot sind die LS einzeln gemessen, schwarz beide.

Bis 1kHz lässt sich der FG von den Solomessungen ja noch auf die Messung im Duett übertragen. Aber durch welchen Effekt kommt der Pegeleinbruch
zwischen 1-5 kHz zustande? Dabei hätte ich gedacht, dass es gerade im Hochtonbereich kaum zu Überlagerungen kommen kann, die dermassen beeinflussend sind.

Stereodreieck bei 1,6 m....



Grüsse Andy
Gespeichert
moby dick
Hero Member
*****
Offline Offline

Beiträge: 565

Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #1 am: Do, 20. Dezember 2007, 19:08 »

Bei einer Box sieht das so aus, wenn Mittel oder HT verpolt sind.....

Bei 2 Boxen wird es rätselhaft.

Mir fällt da nur noch Beugung an Gehäusekanten ein. Miss mal bei mehr Abstand......

Was sind das für Boxen?
Gespeichert

Freundliche Grüße
Jürgen
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #2 am: Do, 20. Dezember 2007, 19:13 »

Beugungseffekte müssten sich dann doch aber auch bei der Solomessung zeigen, oder?


K+H O300....(hier liegt der HT in einem WG, was Beugungseffekte an dem eigentlichen Gehäuse ja fast auschliesst) steht aber noch ein Sub drunter. Jetzt bin ich echt am Überlegen, ob ich sowas vor dem Einzug der Subs schon mal gemessen habe...  grübel


Grüsse Andy
Gespeichert
markus
Hero Member
*****
Offline Offline

Beiträge: 1471


« Antworten #3 am: Do, 20. Dezember 2007, 20:16 »

wo hat der herr denn gemessen? am hörplatz? verschiebe 'mal das mic um ca. 5 cm und messe nochmal die summe.

oder vielleicht weit ausserhalb des vertikalen sweetspots gemessen. die o300 sieht da nicht so gut aus:




« Letzte Änderung: Do, 20. Dezember 2007, 20:34 von markus » Gespeichert
Ydope
Team-Mitglied
*****
Offline Offline

Beiträge: 1133



« Antworten #4 am: Fr, 21. Dezember 2007, 00:30 »

Tatsächlich paradox.
Evtl. sind es Rundungsfehler, die durch die Glättung entstehen, in diesem Bereich würde ich den Einzelmessungen genauso wenig trauen wie der Summe, bzw. die tatsächliche Aussagekraft der drei Messungen per se als gering ansehen.
Erklären kann ichs nicht.  confused
Gespeichert

Dies ist keine Signatur
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #5 am: Fr, 21. Dezember 2007, 08:58 »

Hallo,


Zitat
wo hat der herr denn gemessen? am hörplatz?

Ja. Verschieben in der Vertikalen (nach oben und unten) hat sie Sache nur verschlimmert.
Wenn es ein Effekt der Bündlung wäre, müsste sich der doch auch bei einer Einezelmessung zeigen, oder?
Habe die Hummeln ja inzwischen sogar angewinkelt, damit ich in der Vertikalen genau auf Achse sitze.
Das mit der Bündelung ist ja durch den WG so gewollt, um die Reflexionen zB durchs Mischpult/Tisch zu minimieren.


Zitat
Evtl. sind es Rundungsfehler, die durch die Glättung entstehen, in diesem Bereich würde ich den Einzelmessungen genauso wenig trauen wie der Summe, bzw. die tatsächliche Aussagekraft der drei Messungen per se als gering ansehen.

Rundungsfehler? Das wäre mir neu, dass es sowas gibt. Den Messungen trau ich schon, habe das Setup mit einigen anderen verglichen.

Aber Auslöschungen durch irgendwelche Summierungseffekte?!  nixweiss
Dachte früher, dass wären vielleicht Reflexionen von der Verkleidung des Absorbers hinter dem Hörplatz. Aber da dort inzwischen noch 8 cm Schaum
drann pappt, kann man das für den Frequenzbereich wohl ausschliessen.


Grüsse Andy
Gespeichert
moby dick
Hero Member
*****
Offline Offline

Beiträge: 565

Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #6 am: Fr, 21. Dezember 2007, 11:47 »

Hier ist die Lösung:

http://www.visaton.de/vb/showthread.php?s=&threadid=16715

Anmerkung: Uwe G ist der Entwickler der Software Boxsim, der muss es wissen!
Gespeichert

Freundliche Grüße
Jürgen
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #7 am: Fr, 21. Dezember 2007, 12:01 »

Danke für deine Bemühungen Jürgen  prost

Wenn es wirklich Laufzeitdifferenzen sein sollten (eigentlich schwer vorstellbar, da die LS ziemlich exakt symmetrisch im Raum stehen, lässt sich das sicher leicht überprüfen.
Komischerweise ist mir sowas bei anderen LS noch nie aufgefallen.
Das eine Entfernungsdifferenz von 6 cm für solch "drastischen" Effekte sorgen sollen, erstaunt mich auch ein wenig.

Werd es überprüfen....



Grüsse Andy
Gespeichert
markus
Hero Member
*****
Offline Offline

Beiträge: 1471


« Antworten #8 am: Fr, 21. Dezember 2007, 13:07 »

zudem ist noch nicht geklärt, mit welchem signal gemessen wurde und welche fensterung eingestellt ist. eine messung mit einem gleitsinus, ungefenstert, ohne glättung, in 85 cm abstand (bms4552 and rcf h100) sieht bei mir so aus:

Gespeichert
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #9 am: Fr, 21. Dezember 2007, 13:43 »

Messsignal war rosa Rauschen. Fensterung keine (wenn ich jetzt das Gleiche meine, wie du).
Glättung 1/3

Ich habe aber noch nie grossartige Unterschiede zwischen rosa Rauschen und einem Gleitsinus messen können.....


Grüsse Andy
Gespeichert
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #10 am: Fr, 21. Dezember 2007, 14:07 »

Bin ehrlich gesagt überrascht. Uwe hat recht.

Zum besseren Verständnis erlaube ich mir mal seinen Beitrag hierher zu kopieren

Uwe G schrieb im Visatonforum (Link oben)
Zitat
Eine Auslöschung der beiden Boxen gegenseitig passiert bei ca. 2,8kHz (Lambda=12cm) bei 6cm Entfernungsunterschied (180° Versatz) der beiden Boxen zum Mikro.
Schwächere Auslöschungen gibt es bei Lambda=4cm (8,4 kHz, 540° Versatz) und Lambda=2,4cm (14 kHz, 900° Versatz). Diese Auslölschungen sind auch gut erkennbar.


Den linken LS mal um besagte 6 cm nach hinten geschoben:
(zur besseren Übersicht nur der Bereich zwischen 500-20000 Hz, 1/48 Glättung, rosa Rauschen)


Schwarz ist die korregierte Messung.
Jetzt frage ich mich, warum diese Auslöschungen hier so extem zur Geltung kommen. Hatte ich bei keinem anderen LS bisher.
Liegts eventuell an der starken Bedämpfung hinter dem Hörplatz und der damit einhergehenden Minderung starker früher Reflexionen?



Grüsse Andy und Dank nochmal an Uwe
Gespeichert
Ydope
Team-Mitglied
*****
Offline Offline

Beiträge: 1133



« Antworten #11 am: Fr, 21. Dezember 2007, 14:39 »

Ist das rosa Rauschen denn eigentlich auf beiden Kanälen identisch, sprich mono?
Eine Auslöschung oder Verstärkung in der beobachteten Form kann ich mir nur vorstellen, wenn beide LS das identische Signal ausgeben. Was dann passiert, wenn man nicht genau identischen Abstand zu den Schallquellen hat, ist ja im Grunde nichts anderes als ein Kammfiltereffekt.

War denn die türkise Kurve jetzt eine neue Messung oder noch die alte? Woher wusstest du, welchen der beiden LS du nach hinten schieben musst?

Wirklich dramatisch/relevant ist es wohl in keinem Fall, denn man hat ja sowieso zwei Ohren, d.h. eine Laufwegdifferenz von mindestend 6 cm bei mindestens einem Ohr ist unvermeidlich und auf den mm genau kann man auch nicht über den Verlauf eines Musikstücks sitzen bleiben.

Zu meiner Theorie mit Rundungsfehlern:  lolwech
Gespeichert

Dies ist keine Signatur
markus
Hero Member
*****
Offline Offline

Beiträge: 1471


« Antworten #12 am: Fr, 21. Dezember 2007, 15:31 »

was lernt man daraus? nie mehr als einen lautsprecher gleichzeit am hörplatz messen, wenn man noch etwas aus dem fg lesen können will.
Gespeichert
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #13 am: Fr, 21. Dezember 2007, 17:15 »

Zitat
Ist das rosa Rauschen denn eigentlich auf beiden Kanälen identisch, sprich mono?

Ich gehe davon aus, weiss es aber nicht genau.


Zitat
War denn die türkise Kurve jetzt eine neue Messung oder noch die alte?

Eine neue. Ist aber relativ ident zur alten.


Zitat
Woher wusstest du, welchen der beiden LS du nach hinten schieben musst?

Hat mir der Zollstock (oder neudeutsch Gliedermaßstab) verraten zwinkern
Hätte nie gedacht, dass 4 cm Differenz in der Entfernung solch Auswirkungen haben können.


Zitat
Wirklich dramatisch/relevant ist es wohl in keinem Fall, denn man hat ja sowieso zwei Ohren, d.h. eine Laufwegdifferenz von mindestend 6 cm bei mindestens einem Ohr ist unvermeidlich und auf den mm genau kann man auch nicht über den Verlauf eines Musikstücks sitzen bleiben.

Sicher. Ich habe mich nur gewundert, da ich dieses Phänomen bisher nur mit den Hummeln messen konnte. Kann aber auch an dem Absorber hinter dem Hörplatz liegen, der in diesem Frequenzbereich sämtliche frühe Reflexionen von hinten unterbindet. Wäre gut möglich, dass sich dadurch der Effekt der durch die unteschiedlichen Laufzeit bedingten verschobenen Phasenlage so deutlich bemerkbar macht.


was lernt man daraus? nie mehr als einen lautsprecher gleichzeit am hörplatz messen, wenn man noch etwas aus dem fg lesen können will.

Hmm...naja, so drastisch würde ich es jetzt nicht sehen. Klar messe ich die LS immer einzeln, finde aber die Summe nicht minder interessant. Ergibt sich gerade im Bassbereich durchaus durch gleichzeitige Anregung an verschiedenen Punkten im Raum evtl eine Veränderung. Und da die meisten Tieftonsignale eh Mono daher kommen.....
Oder man findet seltsame Effekte durch 4 cm Differenz in der Aufstellung  biggrinsen



Grüsse Andy

Gespeichert
markus
Hero Member
*****
Offline Offline

Beiträge: 1471


« Antworten #14 am: So, 23. Dezember 2007, 11:39 »

Ergibt sich gerade im Bassbereich durchaus durch gleichzeitige Anregung an verschiedenen Punkten im Raum evtl eine Veränderung. Und da die meisten Tieftonsignale eh Mono daher kommen.....

absolut korrekt! ich ändere meine aussage in "für λ << hörabstand, nie mehr als einen lautsprecher gleichzeit am hörplatz messen, wenn man noch etwas aus dem fg lesen können will."
Gespeichert
Seiten: 1   Nach oben
Drucken
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.15 | SMF © 2006, Simple Machines | Elegant by sloopz
Seite erstellt in 0.094 Sekunden mit 19 Zugriffen.