Mein Heimkinoprojekt, welches ins Wohnzimmer integriert wird
  
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Di, 22. Mai 2012, 21:01
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Autor Thema: Mein Heimkinoprojekt, welches ins Wohnzimmer integriert wird  (Gelesen 24382 mal)
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asb
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« Antworten #15 am: Mi, 03. Oktober 2007, 21:04 »

Zitat
Meinst Du wirklich, dass hier ein Plattenresoeffekt ne Rolle spielt?

Recht unwahrscheinlich, bringt man einen Vorhang doch schlecht zum Schwingen. Auch fehlts an den Bedingungen für ein Feder-Masse-System.

Ehrlich gesagt: keine Ahnung. Aber schon erstaunlich.
In einem Tonstudio, in dem ich vor einiger Zeit war, wunderte mich die relativ niedrige Nachhallzeit im tieffrequenten Bereich auch sehr. Dort war auch fast ausschliesslich dicker Molton im Einsatz. Auch mit grossem Wandabstand.

 nixweiss


Grüsse Andy
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« Antworten #16 am: So, 07. Oktober 2007, 15:00 »

Hallo ihr Lieben,

ich habe mal wieder gemessen, der Grund war der, das es doch eine "hitzige" Diskussion mit Ydope und mir gab. Das Ergebnis der Diskussion war, das die Nachhallzeitmessung RT-60 nicht wirklich zur Beurteilung von Veränderungen durch akustische Maßnahmen dient. Dafür wohl ein Wassefall, welches nur die tiefen Frequenzen darstellt, besser geeignet ist, da es die Moden genauer darstellt.

Hier nun das Ergebnis, Sender und Empfänger wie beim letzten mal. Bei Arta habe ich den Startpunkt jeweils bei 0 dB gesetzt und den Endpunkt so weit wie möglich runter. Das erklärt den Unterschied zur letzten Messung. Die Room EQ Messungen entsprechen denen von Arta links daneben.




Man sieht wunderbar, das Julius und ich beide Recht haben.


Gruß

Stefan
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« Antworten #17 am: So, 07. Oktober 2007, 16:52 »

Mh, jetzt hab ich mal ein wenig Hirnschmalz investiert.

Hier noch einmal die erste Messung etwas schärfer:




Die einzelnen Ausreißer liegen bei etwa 18 Hz, 38 Hz, 56 Hz, 78 Hz und der Letzte kleinere Ausreißer bei 175 Hz.

Die Wellenlängen dazu sind 19 mtr, 9 mtr, 6,125 mtr, 4,397 mtr und 1,96 mtr.

Auffällig, es sind alles Vielfaches von 18 Hz, mit einer kleinen Ausnahme von dem letzten kleinen Ausreißer.

Der letzte kleine Ausreißer kann auch von der Strecke zwischen Rückwand und dem Versatz links kommen. Das sind 4,1 mtr. Vielleicht sollte ich an der Wand einen Plattenreso bauen.

Das längste Maß in meinem Raum ist 9 mtr. Mh, passt verdammt gut. Vielleicht sollte ich mal einen Paravent bauen, der hinter meinem Hörplatz aufgestellt wird. Also recht genau in der Mitte der 9 mtr. Das dürfte verflucht gut die Welle dämpfen, da es auch noch in der max. Schnelle liegt.

Was meint Ihr dazu? Und wie dick muss so ein Ding sein und welche höhe und breite sollte es haben?


Gruß

Stefan
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Ydope
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« Antworten #18 am: So, 07. Oktober 2007, 18:36 »

Hi Stefan,

erstmal prost, dazu dass es so wohldokumentiert weitergeht und dass du für Input offen bist.

Zum Wassfall:
Ist die Annahme richtig, dass die gewählte Position auch der Hörposition entsprechen wird? Punkt 9 auf der Skizze sieht recht weit hinten aus. Falls du bei vorne/hinten sitzen noch etwas variabel bist, würde ich auf dieser Achse noch ein paar Punkte ausprobieren, mit Fgang und WF. Mit der 38%-Regel käme man auf ca. 3,40 m Abstand von der Kopfwand als besten Ort.

Die Breite des Raums ist überall ca. die Hälfte der Raumlänge. Das natürlich moden-technisch nicht optimal. Gerade die unteren liegen daher fast übereinander, bei 40 Hz sieht es mir so aus als wären es eigentlich zwei.
Vielleicht kannst du noch einen Fgang vom Bass posten, anscheinend ist es unterhalb von 100Hz bis auf die Ausreißer vergleichsweise leise, kann aber auch sein, dass das vom Ort der Schallquelle kommt.

Die Frage ist dann erstmal, wieviel könnstest du an akustischen Maßnahemn im Raum unterbringen, ohne den Raum zu verschandeln. Es wird jedenfalls darauf hinauslaufen, dass du 'etwas' in/an die Ecken/Kanten/Wände bringen musst.
Ein Paravent, der nicht aus einem sehr dicken sehr massiven Material ist, wird von tiefen Frequenzen ziemlich unbeschadet passiert. Das wird garantiert nichts bringen. (Was eine Messung wohl auch schnell zeigen würde)

Gruß
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« Antworten #19 am: So, 07. Oktober 2007, 18:57 »

Hallo Stefan,


die Wasserfälle von RoomEQ sind wirklich gut zum detektieren von modalen "Ausreissern".
Bei solch tiefen Frequenzen ist mein Tip der klassische Helmholtzresonator. Die letzten, die ich gebaut habe, funktionieren super, verkürzen sogar das Ausschwingen der Resonanzen (was der erste Testdummy nicht machte).
Zum Testen sind sie schnell und kostengünstig zu bauen.


Grüsse Andy
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« Antworten #20 am: So, 07. Oktober 2007, 19:12 »

Hi Stefan,

erstmal prost, dazu dass es so wohldokumentiert weitergeht und dass du für Input offen bist.

 prost

Zum Wassfall:
Ist die Annahme richtig, dass die gewählte Position auch der Hörposition entsprechen wird? Punkt 9 auf der Skizze sieht recht weit hinten aus. Falls du bei vorne/hinten sitzen noch etwas variabel bist, würde ich auf dieser Achse noch ein paar Punkte ausprobieren, mit Fgang und WF. Mit der 38%-Regel käme man auf ca. 3,40 m Abstand von der Kopfwand als besten Ort.

Der Messpunkt liegt etwa 20cm hinter dem Hörplatz. Weiter vor oder zurück geht nicht. No Chance.

Die Breite des Raums ist überall ca. die Hälfte der Raumlänge. Das natürlich moden-technisch nicht optimal. Gerade die unteren liegen daher fast übereinander, bei 40 Hz sieht es mir so aus als wären es eigentlich zwei.
Vielleicht kannst du noch einen Fgang vom Bass posten, anscheinend ist es unterhalb von 100Hz bis auf die Ausreißer vergleichsweise leise, kann aber auch sein, dass das vom Ort der Schallquelle kommt.



Unlinearitäten entstehen hier durch den Raum. Im RAR gemessen, ist der Bass linear im entsprechenden Bereich:





Die Frage ist dann erstmal, wieviel könnstest du an akustischen Maßnahemn im Raum unterbringen, ohne den Raum zu verschandeln. Es wird jedenfalls darauf hinauslaufen, dass du 'etwas' in/an die Ecken/Kanten/Wände bringen musst.
Ein Paravent, der nicht aus einem sehr dicken sehr massiven Material ist, wird von tiefen Frequenzen ziemlich unbeschadet passiert. Das wird garantiert nichts bringen. (Was eine Messung wohl auch schnell zeigen würde)

Gruß

Naja, nicht viel, kann ich machen. Eine grobe Vorstellung habe ich schon. Dazu später mehr.

Gruß

Stefan
« Letzte Änderung: So, 07. Oktober 2007, 22:06 von Verrückter » Gespeichert
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« Antworten #21 am: So, 07. Oktober 2007, 20:25 »

Hallo,


hab die Beiträge,bezüglich der HR mal in die passende Ecke verschoben....der Übersicht halber.

http://www.casakustik.de/forum/index.php/topic,43.0.html



Grüsse Andy
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« Antworten #22 am: Mo, 08. Oktober 2007, 13:41 »

Hi Stefan,

ich bin deiner Meinung, dass die Unlinearitäten am Raum liegen.
Mit diesem Fgang hab ich das gleiche Problem wie ich mit deinen Nachhall hatte. Der Bass geht von 20 Hz bis 300 Hz. Das sind vier Oktaven. Bei 1/3-Oktavglättung, bleiben nur 12 Punkte die den Bass beschreiben.
Wenns um den Bass geht würde ich immer ungeglättete Graphen bevorzugen, die sich auch visuell auf den Bereich bis max. 500 Hz beschränken. Glättung ist gut, um weiter oben kein gezacktes Chaos zu sehen, aber weiter unten beschönigt es die Situation zu sehr.
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« Antworten #23 am: Mo, 08. Oktober 2007, 13:58 »

Hallo Julius,


das mit der Glättung ist ja auch immer so ein Thema zwinkern

Soooo drastisch ist der Unterschied m.E. auch nicht. Von vielen "Profis" wurde die 1/3 Glättung (bei raumakustischen Gesichtspunkten) empfohlen.
Vielleicht ist diese Glättung eher dem menschlichen Gehör angepasst....?

Mal ein Vergleich



Grüsse Andy
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« Antworten #24 am: Mo, 08. Oktober 2007, 14:40 »

Hallo zusammen,

Hallo Julius,
das mit der Glättung ist ja auch immer so ein Thema zwinkern
Grüsse Andy

so ,ist es  zustimm

Zur Beurteilung des FG reicht sicherlich 1/3 aus aber um z.B. einen HH oder ähnliches zu bauen benötigt man sicher die ungeglättete Variante.

Gruß
Holger
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Ydope
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« Antworten #25 am: Mo, 08. Oktober 2007, 14:44 »

Hi Andy,

vielleicht sollte man andersrum fragen: Welchen Vorteil bietet ein ungeglätteter Graph? Und was kann man auf einem geglätteten Graph sehen, das man auf einem echten GRaph nicht sieht?

Es ist nur eine optische Beschönigung der Lage.

z.B. siehst du so keine Null mehr bei 90 Hz, denkst evtl, es wäre sinnvoll den Bereich um 90 Hz mit EQ anzuheben und verschlechterst so die LAge, weil die Null ein Null bleibt und die beiden Berge links und rechts daneben noch verstärkt werden.

Eine Anpassung ans Gehör ist es sicher nicht, jeder kann mehr als insgesamt nur 12 verschiedene Tönhöhen in den 4 Bassoktaven hören.
Selbst 1/48-Glättung verbirgt noch Details:

http://www.gearslutz.com/board/884168-post60.html


Gruß
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« Antworten #26 am: Mo, 08. Oktober 2007, 15:02 »

Hi Julius,


Zitat
Und was kann man auf einem geglätteten Graph sehen, das man auf einem echten GRaph nicht sieht?

Das kann ich dir beantworten...nichts  biggrinsen


Beim Einsatz eines EQ kann ich mir vorstellen (wie gesagt, ich hab die 1/3 Glättung als Standard auch nur aufgeschnappt), dass es hier sinnvoller ist, Tendenzen auszugleichen, als schmalbandige Peaks und Überhöhungen zu beseitigen. Schmalbandige Eingriffe (hohes Q) verursachen "drastischere" Phasenfehler und höhere Gruppenlaufzeiten.
Und Tendenzen zu erkennen, fällt mir ungeglätteten Graphen ungemein schwerer, als bei gelätteten. Aber das ist eigentlich schon wieder ein neues Thema zwinkern Und kein uninteressantes.


Grüsse Andy
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« Antworten #27 am: Mo, 08. Oktober 2007, 15:59 »

Hallo,

ich ahbe mir zum Thema Glättung noch nicht so sehr viele Gedanken gemacht, aber generell hat Julius schon recht. Auf dem ungeglätteten sehe ich weniger. Kann aber auch vorteilhaft sein.

Hier ungeglättet:







Stefan
« Letzte Änderung: Mo, 08. Oktober 2007, 17:41 von Verrückter » Gespeichert
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« Antworten #28 am: Mo, 08. Oktober 2007, 16:08 »

Problem in Arta ist, dass man bei der ungeglätteten Ansicht keine Overlays setzten kann.

So geht dann maximal eine 1/12 Glättung.



Grüsse Andy
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« Antworten #29 am: Mo, 08. Oktober 2007, 16:12 »

Problem in Arta ist, dass man bei der ungeglätteten Ansicht keine Overlays setzten kann.

So geht dann maximal eine 1/12 Glättung.



Grüsse Andy

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