Mein Heimkinoprojekt – Dokumentation in Wort und Bild
  
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Di, 07. Februar 2012, 03:54
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Autor Thema: Mein Heimkinoprojekt – Dokumentation in Wort und Bild  (Gelesen 18658 mal)
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Barnie
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« am: Sa, 03. November 2007, 19:28 »

Hallo!

Bevor ich in meinen jetzigen Raum gezogen bin, hatte ich mein Heimkino lange Zeit in einem unsymmetrischen Raum. Die Linke Seite war offener als die rechte. Das führte dazu, dass das akustische Zentrum bei Stereo, nie genau in der Mitte sein wollte. Ich versuchte die Verhältnisse L/R mit dicken Vorhängen, Matratzen und ähnlichen "Hausmittelchen" zwinkern aneinander anzupassen, aber so richtig wollte das nie klappen, egal was ich tat. Bei Filmen ist das weniger aufgefallen, aber alleine schon zu wissen, dass das ganze nicht symmetrisch ist, hatte mich trotzdem immer gewurmt… So sehr, dass ich irgendwann mal in einen anderen, symmetrischen Raum gezogen bin. Da klappte es dann endlich mit der Mittendarstellung! Aber das nächste Problem liess nicht lange auf sich warten. Der neue Raum war zwar symmetrisch aber auch nahezu quadratisch, und jeder, der sich ein bisschen für Raumakstik interessiert, weiss was das ungefähr bedeutet... Die Basswiedergabe war unter aller Sau! Ich hatte Überhöhungen und Auslöschungen im Frequenzgang bis zu +/-30db! traurig So ging das einfach nicht...

Was dann folgte, war ein halbes Jahr Experimentieren mit dem Klang. Ich wollte an der Optik noch nichts tun bevor der Klang nicht ok war. (Der Fehler, den viele machen ist, dass sie ihre Heimkinos zuerst optisch vollenden und sich dann irgendwann mal anfangen Gedanken über die Raumakustik zu machen. Blöderweise ist es dann aber meist zu spät für wirklich effektive Massnahmen…) Jede freie Minute wurde also in Suche nach dem idealen Klang investiert. Alle möglichen Aufstellungen und Einstellungen wurden ausprobiert, Messungen gemacht und miteinander verglichen.


(Klickt am besten jeweils den darunter stehenden Link an, anstatt das Bild, dann kommt das ganze ohne den lästigen Werbekram...)

Viel Spass!   prost


Zuerst ging es ganz normal mit der üblichen 5.1-Aufstellung – fünf Boxen und ein "normaler" Subwoofer von der Stange (Heco Celan Sub 30A):

http://img215.imageshack.us/img215/3367/geburtstag004rb7.jpg


Schnell war klar, dass das Bassproblem mit der Aufstellung alleine nicht zu lösen war. Also mussten weitere Subwoofer her. Ich besorgte mir dann vier selbstgebaute Subwoofer (geschlossen mit je 30cm Visaton-Chassis) und versuchte diese dann in vielen weiteren Aufstellungen aus, u. A. auch mit anderen Boxen ( Adam P11A – aktiver Studiomonitor) wie man hier sehen kann:

http://img239.imageshack.us/img239/1995/alesis003ve9.jpg


Erst ein 2x2 DBA-Konzept brachte einen akzeptablen Frequenzgang:

Vorne:

http://img228.imageshack.us/img228/9402/messungen0071oy7.jpg
   
Hinten:

http://img228.imageshack.us/img228/7650/12bz8.jpg


Kurz darauf habe ich das System mit vier weiteren Subwoofern erweitert, so dass ein "echtes" 4x4 DBA realisiert werden konnte:

http://img337.imageshack.us/img337/4892/auto003vy8.jpg


Vorne stehen die Subs auf Ständern, die ich an die Wand angebracht habe. Von der Bausubstanz entkoppelt wird das ganze einerseits mit Teppich unter der Holzplatte und andererseits mit halbierten Tennisbällen:

http://img258.imageshack.us/img258/3636/regale011ep1.jpg


http://img90.imageshack.us/img90/1472/messungen008nv7.jpg


Hinten stehen die Subwoofer auf selbstgebauten Ständern:

http://img258.imageshack.us/img258/3889/regale008yk2.jpg


Hier werden die Ständer künftig stehen:

http://img228.imageshack.us/img228/4655/regale019xz4.jpg
« Letzte Änderung: Sa, 10. November 2007, 09:16 von Barnie » Gespeichert

Barnie
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« Antworten #1 am: Sa, 03. November 2007, 19:29 »

Das Bassproblem war nun also gelöst. Jetzt galt es den Raum für die restlichen Frequenzen fit zu machen. Wie in jedem Raum mit Betonwänden, war auch bei mir der Nachhall zu lang. Also mussten Absorber her. Hier war aber Vorsicht geboten, denn zu dünnes Material (z.B. Teppich oder Vorhänge) absorbiert zu einseitig bzw. nur die obersten Höhen und erzeugt somit ein unausgewogenes Klangbild. Ziel war es deshalb, möglichst alle Frequenzen gleichmässig zu absorbieren. Dafür braucht es eine Kombination aus einerseits möglichst viel dickem porösem Absorbermaterial (dick damit es in der Lage ist auch tiefere und nicht nur hohe Frequenzen zu absorbieren) und andererseits aus reflektierenden Oberflächen, damit die obersten Höhen nicht übermässig geschluckt werden, sondern zum Teil auch reflektiert werden. Die Frage war also: "Wo kann ich möglichst dickes und möglichst viel poröses Absorbermaterial anbringen?". Die Zimmerdecke stellte sich als der günstigste Ort in meinem Raum raus, wo dies praktisch möglich war.

Nach langer Recherche im Netz und etlichen Threads in Foren entschied ich mich für eine abgehängte Dämmwolldecke d.h. 12cm Dämmwolle (2x6cm so übereinander gestapelt dass keine Schallfugen entstehen) und dahinter 12cm Hohlraum. Ich entschied mich gegen irgendwelche Abdeckungen wie z.B. Gipskartonplatten da diese das Absorbtionsverhalten verschlechtern:

Löcher gebohrt, Abhänger und die Trägerlatten (5x5cm) sind angebracht:

http://img508.imageshack.us/img508/186/decke005cy8.jpg


So sehen die Abhänger aus: (Auf dem Foto erkennt man es nicht, aber zwischen dem Alu und der Decke ist noch eine Schicht Gummi, so dass der Abhänger die Decke nirgends berührt)

http://img292.imageshack.us/img292/6706/decke012sa1.jpg


Hier die "Spikes", die man nur in ein 5mm dickes und 2.5cm langes vorgebohrtes Loch (ohne Dübel!) normalerweise reinschiesst (mit einer speziellen Pistole). Ich habe sie mit einem Hammer reingeschlagen... Geht auch gut!

http://img512.imageshack.us/img512/397/decke058ti7.jpg


Nach langer Recherche und Suche im Internet habe ich mich für Homatherm Zellulosewolle entschieden. Sie hatte die besten Absorbtionseigenschaften, die ich finden konnte (besser als Basotect) und ausserdem ist sie gesundheitlich unbedenklich… Vom Preis her ist es auch kein grosser Unterschied zu Stein- oder Glaswolle mit ähnlich guten Schallabsorbtionswerten. Eine Palette bzw. vierzehn Pakete (52qm) Zellulosewolle:

http://img523.imageshack.us/img523/3389/decke011lp6.jpg


Dann ging es los mit dem Stopfen:

http://img505.imageshack.us/img505/4761/decke027te4.jpg


Langsam geht es voran...

http://img407.imageshack.us/img407/572/decke030jz0.jpg


Ich und mein Brotmesser gegen die Wolle zwinkern

http://img406.imageshack.us/img406/6827/decke038kh9.jpg


So sieht's unter der Wolle aus:

http://img123.imageshack.us/img123/1969/decke045by7.jpg


Hier sieht man den Abstand der Latten zu den Wänden (Die komplette Decke ist so abgehängt, dass sie das Mauerwerk nirgends berührt, im Gegensatz zur Wolle, die dicht an die Wände gepresst wurde.):

http://img102.imageshack.us/img102/3442/decke052ey8.jpg


Die erste Schicht Wolle ist oben! 

http://img511.imageshack.us/img511/2593/decke057hx3.jpg


Die frisch geölten 60x20mm-Latten - gehobelt und mit gerundeten Kanten:

http://img62.imageshack.us/img62/5329/decke100fu5.jpg
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Barnie
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« Antworten #2 am: Sa, 03. November 2007, 19:30 »

Die zweite Schicht Wolle ist nun auch oben!

http://img118.imageshack.us/img118/9621/decke104ie6.jpg


Die erste Schicht Wolle wurde quer auf die Latten verlegt und die untere Schicht wurde längs zwischen die Latten gestopft (provisorisch von einer angetackerten Schnur gehalten). So entstehen kaum Fugen und somit auch keine Schallwege nach oben:

http://img409.imageshack.us/img409/8628/decke109nc3.jpg


Das schall- und luftdurchlässige Akustikvlies, das dank einer ganz feinen Schicht Härchen keinen Staub durchlässt und somit als Staubschutz dient:

http://img409.imageshack.us/img409/3654/decke111ce6.jpg


Latte für Latte nähern wir uns langsam aber sicher dem Ziel:

http://img409.imageshack.us/img409/3770/decke125il3.jpg


Es ist fast fertig:

http://img249.imageshack.us/img249/964/decke126ez9.jpg


Et voilà, so sieht es nun aus:

http://img258.imageshack.us/img258/9154/decke128to9.jpg


Man hört jetzt schon, dass die Decke sehr viel absorbiert, obwohl der Raum noch absolut leer ist… smile

Nun ging es weiter mit der Optik des Raumes. Als erstes kam die Leinwand an die Reihe. Ein Cinetec 1.30 Leinwandtuch wartete schon lange darauf, endlich mal auf die Spanplatte angetackert zu werden:

http://img145.imageshack.us/img145/8305/bilder052us8.jpg


Ich habe drei Reihen getackert damit es auch ja keine Falten gibt später:

http://img251.imageshack.us/img251/8626/bilder053rb2.jpg



Und hier das das Endergebnis!:

Wir fangen mal dezent an… zwinkern

http://img162.imageshack.us/img162/3043/bilder029od0.jpg


Hier die obligatorischen "Lizenzen": zwinkern

http://img440.imageshack.us/img440/1683/bilder030nc4.jpg
« Letzte Änderung: Sa, 24. November 2007, 10:15 von Barnie » Gespeichert

Barnie
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« Antworten #3 am: Sa, 03. November 2007, 19:31 »

Et voilà, die Front:

http://img232.imageshack.us/img232/4898/bilder048rg4.jpg


Noch eins:

http://img99.imageshack.us/img99/8454/bilder001lb9.jpg


Und noch ein Familienfoto:

http://img145.imageshack.us/img145/4956/bilder035ly5.jpg
(Das Rot schaut auf den Bildern knalliger aus als es in echt ist. In natura ist es eigentlich eher Weinrot als Knallrot... grübel )

Kurz bevor es losgeht, ist nur noch die Leinwandbeleuchtung eingeschaltet. Ein Fernbedienbarer Dimmer wartet noch darauf installiert zu werden...  zwinkern

http://img145.imageshack.us/img145/5598/bilder042ab0.jpg


Gleich geht’s los!

http://img145.imageshack.us/img145/7193/bilder112kw9.jpg


Die linke Seite etwas näher:

http://img223.imageshack.us/img223/2056/bilder033ui5.jpg


Der Sitzplatz:

http://img61.imageshack.us/img61/8075/bilder051gz8.jpg


Da der alte Teppich auch schon relativ dick und noch nicht wirklich zum Wegwerfen war, hab ich den neuen einfach oben draufgepackt. Da sie exakt die gleichen Masse haben, fällt das nicht weiter auf. Nur wenn man drauf steht merkt man, dass es angenehm weich ist. smile Und für die Dämpfung ist es eh besser wenn's a bisserl dicker ist... zwinkern

http://img220.imageshack.us/img220/4452/bilder105yf3.jpg


Die Bücher-/DVD-/CD-Regale auf den Seiten und hinter dem Hörplatz sollen die frühen Seiten- bzw. Rückreflexionen etwas zerstreuen. An der Rückwand hinter dem Vorhang stehen ausserdem noch die vier Subwoofer auf ihren Ständern, was für zusätzliche rückwärtige "Verwirbelung" sorgen sollte. Der rote Vorhang in der Mitte, sowie die zwei gelben in den Ecken absorbieren dazu auch noch a bisschen was… Ich habe es auch schon mit Absorbtion auf den Seiten versucht. Dazu hatte ich je zwei Basotectwürfel mit je 40cm Kantenlänge auf jeder Seite aufgestellt, aber das hat mir weniger gut gefallen. Die Rears sind „aufgebockt“ weil ich es mag wenn sie etwas höher stehen als die Fronts. Ausserdem reichen sie so gut übers Sofa...

http://img66.imageshack.us/img66/218/bilder012ct8.jpg
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« Antworten #4 am: Sa, 03. November 2007, 19:31 »

Die Notbeleuchtung während der Vorführung...

http://img145.imageshack.us/img145/8431/bilder066gk3.jpg


So sieht’s auf der anderen Seite aus. Eingang ins Zimmer und die Tür zum Klo...  biggrinsen

http://img145.imageshack.us/img145/2033/bilder082dn9.jpg


Hier der "Sklaventreiber" zwinkern , der das Ganze antreibt und mit den nötigen Watts versorgt: 

http://img145.imageshack.us/img145/5743/bilder016te6.jpg


Hier der Kabelsalat biggrinsen bzw. das was man davon NICHT mehr sieht! zwinkern

http://img146.imageshack.us/img146/460/bilder092me0.jpg


Unter der Leinwand bzw. hinter dem Center...

http://img146.imageshack.us/img146/497/bilder093ce9.jpg


Und so sieht’s aus wenn man den linken vorderen Vorhang wegzieht:   

http://img145.imageshack.us/img145/8708/bilder094bu1.jpg


Drei Basotectwürfel (Kantenlänge je 40cm) und ein übrig gebliebenes Paket Dämmwolle. Das ganze soll noch etwas an der Nachhallschraube in den Raumkanten drehen:

http://img145.imageshack.us/img145/1811/bilder095lz7.jpg
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« Antworten #5 am: Sa, 03. November 2007, 19:32 »

Ähnlich sieht es auch hinter dem rechten vorderen Vorhang aus, nur dass hier statt Basotectwürfel Wollreste in Abfallsäcken reingestopft ist. Da in den Ecken wegen der Subwoofer kein Platz für herkömmliche Kantenabsorber "von der Stange" war, habe ich einfach poröses Absorbermaterial in die Zwischenräume "reingestopft". Macht zwar keinen besonders ordentlichen Eindruck, aber das muss es auch nicht – hinter dem Vorhang sieht man es eh nicht und die Wirkung ist gleich ob ordentlich aufgestapelt oder einfach so reingestopft zwinkern :

http://img146.imageshack.us/img146/7175/bilder097ur5.jpg


Und so sieht’s hinter dem hinteren Vorhang aus - einer der vier hinteren Subwoofer...

http://img146.imageshack.us/img146/9053/bilder099hv6.jpg


Hier die vorderen Subs (darunter schimmert die Alesis Endstufe):

http://img146.imageshack.us/img146/676/bilder103vu7.jpg


Hier die andere Seite:

http://img145.imageshack.us/img145/2497/bilder104ff4.jpg


Gesteuert wird das ganze von einem Behringer DEQ 96/24:

http://img248.imageshack.us/img248/9455/bilder126le2.jpg

 
Zwei Alesis RA-500 sorgen "im dunklen Kämmerlein" versteckt für die nötige Basspower: 

http://img248.imageshack.us/img248/2029/bilder130qi0.jpg


Und hier das wichtigste Utensil meiner Frau wenn sie mal zu Besuch ist, die Popcornmaschine! biggrinsen

http://img146.imageshack.us/img146/9219/bilder102tg0.jpg
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Barnie
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« Antworten #6 am: Sa, 03. November 2007, 19:33 »

Sonstiges:
Die Aufstellung der Boxen ist genau so wie es die ITU-Norm bzw. Dolby empfiehlt:

http://radiomagonline.com/media/1105/511br_IBOC_Surround.jpg
http://www.dolby.de/consumer/home_entertainment/roomlayout_tb01.html

Die Entfernungen aller Boxen zum Hörplatz (bzw. das Stereodreieck) betragen 2.10m. Und auch wenn es auf den Bildern nicht so aussieht, ist zwischen dem Sofa und dem hinteren Regal fast ein Meter Abstand dazwischen, so dass die Rears problemlos daran vorbei strahlen können.


Hier sieht man messtechnisch was der Umbau bzw. die Bedämpfung gebracht hat:

Vorher:

http://img513.imageshack.us/img513/4818/waterfallvorherva6.gif


Nachher:

http://img142.imageshack.us/img142/5826/waterfallnachherws6.gif


Besonders „stolz“ bin ich auf das bisschen Nachhall, dass mir im Hochton dank den Fliesen, den Deckenlatten und den Seitenwänden noch geblieben ist. Der Plan einer ausgewogenen Absorbtion ist aufgegangen!


Bis auf die zwei schmalbandigen Spitzen ergibt sich daraus auch tatsächlich ein ziemlich guter FG (ungeglättet!):

http://img236.imageshack.us/img236/8678/fg2ew8.gif



Der Nachhall ist trotz vollem Pegel bis 20Hz immer noch relativ kurz:

http://img100.imageshack.us/img100/5521/waterfalljetztex1.gif



Und wie klingt das Ganze jetzt?
Blitzeblank sauber und sehr gut durchhörbar trifft es ziemlich gut wie ich finde. Der Gesamteindruck geht jetzt deutlich mehr in Richtung Nahfeld als vorher. Die räumliche Bühnenstaffelung in die Tiefe sowie das Stereopanorama L/R sind besser. Zwar ist die Bühne nicht mehr ganz so gross wie vorher, aber die Instrumente sind besser ortbar und klarer voneinander getrennt. Die Stereomitte ist auf einen kleinen Punkt genau in der Mitte zwischen den Fronts geschrumpft. Da kann ich nur sagen -> L/R-Raumsymmetrie ist ein Segen! Wie anfangs erwähnt, hatte ich in meinem vorigen Raum immer das Problem, dass die Stereomitte durch die Unsymmetrie L/R, nie wirklich stabil in der Mitte sein wollte. In dem jetztigen Raum (symmetrisch) war sie dann vor dem "Umbau" zwar in der Mitte aber aufgrund der vielen kahlen Wände bzw. der daraus resultierenden Reflexionen etwas "verschmiert" bzw. der Punkt in der Mitte war grösser als er es jetzt ist.

Weiter ist mir aufgefallen, dass ich seit dem Umbau deutlich lauter höre als vorher, im Schnitt so ca. 3-5db (Tendenz nach oben). Als die Wände noch "kahl" waren, tat es bei gehobenen Lautstärken viel früher weh in den Ohren als jetzt.

Der Bass ist von der Bedämpfung relativ unbeeindruckt geblieben. Erwartungsgemäss gibt es im Frequenzgang nur leichte Veränderungen, während der Nachhall schon deutlicher geschrumpft ist. Klanglich macht er einen trockeneren aber auch etwas schlankeren Eindruck als vorher. Das habe ich mit +1db mehr Subwooferlevel wieder etwas auf meinen Geschmack angepasst.

In Surround geht es nun auch deutlich klarer und präziser zur Sache. Das ganze klingt aber nicht mehr ganz so gross bzw. so gewaltig und diffus wie vorher, dafür aber definierter und sauberer. Wenn z.B. etwas durch den Raum "wandert/fliegt", dann bekommt man manchmal fast schon das Gefühl als könnte man es anfassen. Besonders bei Horrorfilmen können solche Klangeffekte ganz lustig werden… biggrinsen

Fazit
Es war sehr viel Arbeit, viel Geld und vor allem viel Zeit und Nerven, aber es hat sich definitiv gelohnt! Ich würde es jederzeit wieder tun. Rückblickend muss ich sagen, dass es meiner Meinung nach nicht unbedingt so viel Absorbtion benötigt wie jetzt in meinem Fall, um gut Musik hören zu können. Im Normalfall reicht für die Decke imho auch ein Absorber an der Stelle der ersten Reflexion. Bei mir musste halt sowieso was an die Decke weil sie potthässlich war (Betonkellerdecke). Ausserdem sind meine Nachbarn, auch wenn sie erst zwei Stöcke über mir wohnen, sicher auch froh wenn sie noch weniger von mir mitbekommen als bisher.

Ich hoffe euch hat mein Bericht gefallen und ihr könnt für euch evtl. das eine oder das andere mitnehmen….

Für Fragen und/oder Kommentare stehe ich gerne zur Verfügung.  smile


Es grüsst euch der
Barnie

 prost


P.S. hier noch die Equipmentliste:

Front 2 x Canton Ergo 900DC (Vorgänger der aktuellen Canton Ergo 609DC)
Rears 2 x Canton Ergo 700DC (Vorgänger der aktuellen Canton Ergo 607DC)
Center Canton Ergo 502 CM (Vorgänger des aktuellen Canton Ergo 605 CM)
Subwoofer 8 x selbstgebaute geschlossene Subs mit je einem 30cm Visaton Chassis)
AVR Onyko TX-SR702E
Subwooferverstärker 2 x Alesis RA-500
Controller EQ/Delay Behringer Ultracurve PRO DEQ 2496
DVD-/CD-Player Panasonic S97 (HDMI)
Beamer Toshiba MT-400 (Matterhorn)
Leinwandtuch Cinetec 1.30 16:9 200x113
« Letzte Änderung: Sa, 10. November 2007, 17:03 von Barnie » Gespeichert

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« Antworten #7 am: Sa, 03. November 2007, 20:09 »

Hallo Barnie,


auch hier nochmal mein  respect vor dieser Arbeit und vor allem aber vor dem Ergebnis.

Höchster "musshören(und sehen)Faktor"  daumenhoch Wenn ich mal Urlaub im Süden mache, bist vor mir nicht sicher  biggrinsen

Und vielen Dank für die ausführliche Doku  prost



Grüsse Andy
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Barnie
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« Antworten #8 am: So, 04. November 2007, 21:38 »

Gern geschehen! prost Hat Spass gemacht alles nochmal so auf einen Blick zu ordnen... Ist doch mehr geworden als ursprünglich gedacht...  rolleyes
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« Antworten #9 am: So, 04. November 2007, 21:50 »

Ist ja auch kein kleines Projekt zwinkern

So eine Zusammenfassung hat schon was. Vielleicht mach ich das auch mal....wenn sich mal Zeit findet.
Momentan ist die leider ein wenig beschränkt.


 wink
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HausL
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« Antworten #10 am: So, 04. November 2007, 23:00 »

Schleifst du noch oder hörst du schon?
 lolwech
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« Antworten #11 am: So, 04. November 2007, 23:15 »

Böse Zungen behaupten, wenn ich nicht schleife, messe ich  schreck biggrinsen

Im Grunde kann ich sagen, wenn ich am Rechner sitze, höre ich auch Musik. Das ist das gefährliche an einem Notebook...es gibt keinen Schreibtisch, der eine Alternative zu meinem Sessel und der dazugehörigen Umgebung wäre  smile

Aus dem Raum von Barnie (oder auch Robert) würde ich wohl auch schwer rauskommen. Das hat schon fast was von einer Schädigung der Gesellschaftsfähigkeit   smile



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HausL
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« Antworten #12 am: So, 04. November 2007, 23:27 »

 daumenhoch
Noch ein kleiner Tipp: http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/S19825290
So sitzt es sich mit Notebook bequemer.  zustimm
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« Antworten #13 am: So, 04. November 2007, 23:37 »

Wenn ich den noch dazu stelle, hätte ich ja nicht mal mehr einen Grund, das Bett aufzusuchen  biggrinsen

Wir verfallen dezent dem OT.... zwinkern
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« Antworten #14 am: So, 04. November 2007, 23:40 »

Wir verfallen dezent dem OT.... zwinkern
Yep, einen noch  biggrinsen

Wenn ich den noch dazu stelle, hätte ich ja nicht mal mehr einen Grund, das Bett aufzusuchen  biggrinsen
Gibt's da auch nen Sweet Spot  grübel engel
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