Optimierung Wohnraum (Nachhall 0,8s)
  
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Di, 22. Mai 2012, 20:39
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Autor Thema: Optimierung Wohnraum (Nachhall 0,8s)  (Gelesen 3612 mal)
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knork
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« am: So, 26. September 2010, 21:08 »

Hallo Forum,
ich möchte mich erst einmal ganz kurz vorstellen. Mein Name ist Jörg und ich habe 2006/2007 ein Haus gebaut. Hinterher ist man immer klüger trifft auch auf mich zu - vielleicht hätte ich mein Wohnzimmer etwas anders einrichten sollen ... wer weiß. Jedenfalls kamen Anfang 2009 die ersten selbstgebauten Lautsprecher in die Stube und die sind mir, glaube ich, dank Mithilfe aus dem Visatonforum sehr gut gelungen.
Naja, der Garten ist soweit fertig, mein bisher 5. Lautsprecherprojekt auch und so will ich mich nun endlich mal um die Optimierung des Hörraumes kümmern. Inzwischen ist auch Frauchen damit einverstanden, den einen oder anderen Absorber aufzuhängen, wenn es denn zum restlichen Stil passt.
Hier kommt erst einmal ein Grundriss:


Grundfläche: 9,5 x 4,75 - 5,3 m
Höhe: 2,5m
Decke: massiv Beton
Boden: Laminat mit einigen Teppichen
Wände: Porenbeton mit Gipsputz

Die Schrankwand rechts neben der großen Couch fliegt in der nächsten Zeit raus. Passt optisch nicht mehr und resoniert auch kräftig im Bassbereich.
Der Couchtisch war ein Geschenk meiner Schwiegereltern - der wird uns auch bald verlassen. Da kommt was ganz kleines hin - ich brauche nur Platz für ne Flasche Bier, die Fernbedienung und meine Füße.

Hier noch einige Fotos, damit man sich das besser vorstellen kann:


Da fällt mir auf... Ein Dreher der Einrichtung um 90° fällt weg, da - wie deutlich zu sehen - das Hifi-Rack sich dagegen sträubt. War als Maßnahme gegen den weiblichen Umräumwahn gedacht.

Hier sieht man die linke Box und im Hintergrund die halb ins Zimmer ragende halbhohe Trennwand (s. Grundriss)

Geplante Maßnahmen:
Als erstes möchte ich am Spiegelpunkt Decke einen großen Absorber anbringen (Steinwolle dicht gepresst - hab mich im Forum schon belesen). Größe ca. 2x2m oder etwas größer, weil ich dann nicht in der Wolle rumschneiden muss. Den hänge ich einfach etwas unter die Decke. Ich dachte daran, 4 Haken einzudübeln und den Absorber mit einem dünnen Drahtseil an je 2 Haken abzuängen. der Abstand zw. A u. W wird dann wohl etwa um die 5cm betragen.

Als nächstes möchte ich am HIFI-Rack nach oben einen Wandabsorber anbringen. Wandabstand ist auch hier möglich. Das jetzt vorhandene Panorama lasse ich auf Leinwand drucken und integriere es mit in die A-Fläche.

Als drittes muss ich wahrscheinlich was gegen rückwärtige Reflexionen tun - obwohl der Test mit dicken Kissen ergab, dass das wahrscheinlich viel weniger Wirkung haben wird, als die anderen beiden Sachen.

Als viertes kommt, wenn die Schrankwand gewichen ist, ein weiterer großer Absorber an den Spiegelpunkt an die Seitenwand (wieder in Fotoform).

Im Bassbereich muss ich mal schauen. Vielleicht probiere ich hier mal mit HHR rum - zumindest bei meinem 70Hz-Peak. die 37Hz habe ich schon etwas mir dem EQ von meinem AVR runter gezogen - wobei ich sagen muss, dass die Mode äußerst selten stört. Im Mitteltonbereich habe ich da größere Probleme.

Und hier noch eine Messung vom Hörplatz:

Gefällt mir ganz gut für einen unbehandelten Raum.
Aber der Nachhall muss auf jeden Fall weg:


So, das war es erst einmal. Ich werde mich dann mal mit Foto und Messungen zurück melden, sobald das Teil an der Decke hängt.
Bis denne - Jörg
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moby dick
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« Antworten #1 am: Mo, 27. September 2010, 08:29 »

Willkommen, Jörg. Deine LS sehen auch hier gut aus. smile
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Freundliche Grüße
Jürgen
HausL
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« Antworten #2 am: Mo, 27. September 2010, 09:14 »

Hallo Jörg,

auch von mir ein Willkommen!
Deine Maßnahmen hören sich ganz gut an. Einen Absorber hinter dem Hörplatz halte ich bei dem geringen Wandabstand für sinnvoll.
Allerdings ist es immer problematisch, mit irgendwelchen Maßnahmen im Mittel- Hochtonbereich zu beginnen und den Bassbereich zu vernachlässigen. Der Raum wird dann leider sehr unausgewogen.

Gruß
Holger
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knork
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« Antworten #3 am: Mo, 27. September 2010, 09:37 »

Hallo Jörg,

auch von mir ein Willkommen!
danke.
Zitat
Deine Maßnahmen hören sich ganz gut an. Einen Absorber hinter dem Hörplatz halte ich bei dem geringen Wandabstand für sinnvoll.
Allerdings ist es immer problematisch, mit irgendwelchen Maßnahmen im Mittel- Hochtonbereich zu beginnen und den Bassbereich zu vernachlässigen. Der Raum wird dann leider sehr unausgewogen.

Gruß
Holger
ja - ich nehme an, dass man das dröhnen dann deutlicher hört. darauf wurde ich auch schon im visatonforum hingewiesen.
hab ja zwei möglichkeiten, das übergangsweise zu mildern. br-rohr stopfen und der eq von meinem verstärker. mit hhr will ich auf jeden fall probieren. es geht eben nur alles step by step...
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HausL
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« Antworten #4 am: Mo, 27. September 2010, 09:45 »

Na ja, so viele Moden hast du ja gar nicht, Dank' des großen Raumes und der L-Form.
Ich bin gespannt.

Gruß
Holger
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Ydope
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« Antworten #5 am: Mo, 27. September 2010, 15:53 »

Hi,

Als nächstes möchte ich am HIFI-Rack nach oben einen Wandabsorber anbringen. Wandabstand ist auch hier möglich. Das jetzt vorhandene Panorama lasse ich auf Leinwand drucken und integriere es mit in die A-Fläche.

Als drittes muss ich wahrscheinlich was gegen rückwärtige Reflexionen tun - obwohl der Test mit dicken Kissen ergab, dass das wahrscheinlich viel weniger Wirkung haben wird, als die anderen beiden Sachen.

Als viertes kommt, wenn die Schrankwand gewichen ist, ein weiterer großer Absorber an den Spiegelpunkt an die Seitenwand (wieder in Fotoform).

Schade, dass die 90° Drehung nicht möglich ist, dann hättest du sehr gute Voraussetzungen. Aber Kompromisse muss man immer eingehen zwinkern

Hoch-/Mittenabsorption an der Frontwand bringt meist recht wenig. Aufgrund der Richtcharakteristik der Lautsprecher kommt dort kaum Direktschall im Frequenzbereich an, der zu störenden frühen Reflexionen führen würde. Diesen Punkt kannst du daher als niedrige Priorität einstufen.
Absorption an der rechten Seiten wäre wichtig, um eine symmetrischere akustische Situation zu haben. Wie du sagst, großflächiger als nur die Spiegelpunkte.
Ebenso ist die Rückwand wichtiger als die Frontwand, gerade wenn der Hörort ihr so nah ist. Möglichst dick wäre hier sinnvoll, um möglichst tiefe Frequenzen noch zu erwischen.
Zusätzlich kannst du den Hörplatz auch ein paar Dezimeter nach vorne verlagern, um den Einfluss der Rückwand zu vermindern.

Gruß
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knork
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« Antworten #6 am: Mo, 27. September 2010, 16:38 »

Zusätzlich kannst du den Hörplatz auch ein paar Dezimeter nach vorne verlagern, um den Einfluss der Rückwand zu vermindern.
da bin ich stetig dabei. vor einem jahr stand das teil noch fast dirket an der wand - nun habe ich über ein jahr das sofa immer ein paar cm nach vorn gezogen, ohne dass es mein weibchen gemerkt hätte  biggrinsen
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Ydope
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« Antworten #7 am: Mo, 27. September 2010, 17:27 »

Klarer Fall von Guerilla-Hifi zwinkern
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moby dick
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« Antworten #8 am: Di, 28. September 2010, 06:44 »

Die 70 Hz stören sicher, die sollten gesenkt werden mit PEQ, dann den Tiefton ab 40 Hz anheben. Ich mache das ja mit dem DSP Modul in meinem Verstärker. Ob der AVR so was auch kann, weiß ich nicht.

Der Raum ist groß, wodurch auch mehr Nachhall erlaubt ist. Für die 70 Hz wäre ein Plattenschwinger passend. Zwischen den Boxen oder an der Schrankseite. Kann auch optisch ansprechend gestaltet sein. 5-10 cm Tiefe reichen für die 70 Hz, als Front Rigips, musst du mal nachsehen, wie die Masse/Fläche ist. Feinabstimmung mit Gewicht zuerst außen, wenn es passt, Platte wenden. zwinkern

Oder du nimmst weißes Acrylglas mit Beleuchtung, das hat der Chef dieses Forums gemacht. Schön mit LED, zum Takt der Musik schalten. biggrinsen
http://www.baunetzwissen.de/standardartikel/Akustik_Planung-von-Plattenabsorbern_147729.html
« Letzte Änderung: Di, 28. September 2010, 07:48 von moby dick » Gespeichert

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Jürgen
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« Antworten #9 am: Di, 28. September 2010, 09:33 »

tach walwal,
das t60 programm ist nicht schlecht. das zeigt die optimale nachhallzeit in abhängigkeit der raumdimension an. ich muss also auf jeden fall in den grünen bereich rein. man hört es auch.
die 70hz mache ich platt - versuchsweise mit eq, dann natürlich per schwinger oder hhr.
danke für den link - sehr interessant.
am wochenende gehts los. da ist frau für 10 tage im urlaub  biggrinsen
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knork
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« Antworten #10 am: Mi, 29. September 2010, 14:41 »

so - die decke ist fertig ... also zumindest bedämpft. auf stoff muss ich noch warten.



holzrahmen aus 22x70 fichte mit rohrclip-schellen an der decke befestigt. in den blauen säcken liegt eine lage 40er thermorock oder wie das zeug heißt. 40kg/m³.
die fläche ist 4x 200x62cm.

frau sitzt drunter und hört sehr laut musik. es klingt schon bässer. die Raummoden nehme ich nun deutlicher wahr. auch deutet es sich an, dass die lautsprecher gegen leidensfähigere ausgetauscht werden müssen, die sind nun an der leistungsgrenze.
ich werde dann gleich mal messen und das ergebnis posten.

bis gleich - jörg

hier die messungen - nix kalibriert usw. weil ich vom messen eh keinen plan habe...

nachhall vorher:

nachher:


f-gang hörplatz verglcih vorher-nachher:

« Letzte Änderung: Mi, 29. September 2010, 16:06 von knork » Gespeichert
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« Antworten #11 am: Mi, 29. September 2010, 16:15 »

Wirkung ist da, teste mal mit Deckenabstand. Müsste besser sein. Wenn ja, würde ich weiß verkleiden und mit LED eine Beleuchtung machen. Sternenhimmel z.B.
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Jürgen
knork
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« Antworten #12 am: Mi, 29. September 2010, 16:29 »

hallo jürgen,
über den matten habe ca. 5-6cm luft. über den aufrecht stehnden brettern sind 2cm luft. sollte reichen oder?
sind ja nur 5qm dämpfung ... bei über 40m² grundfläche.
was meinst du? würde zusätzliche bedämpfung gleicher art im vorderen bereich an der decke was bringen?
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #13 am: Mi, 29. September 2010, 16:37 »

OK, die Luft über der Matte war unsichtbar. biggrinsen

Mehr Fläche über den LS bringt nicht genug, da müssten Kantenabsorber hin, sieht aber nix aus.

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Jürgen
knork
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« Antworten #14 am: Mi, 29. September 2010, 16:45 »

ich meine den vorderen bereich des raumes. da ist die decke ja noch nackt. bringt sicher nichts für den f-gang auf achse aber vielleicht gegen den nachhall?
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