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Mi, 08. Februar 2012, 07:13
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Nachhallzeit messen mit Schmalbandrauschen?
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Autor
Thema: Nachhallzeit messen mit Schmalbandrauschen? (Gelesen 1714 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
holodoc
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Nachhallzeit messen mit Schmalbandrauschen?
«
am:
Mi, 30. Juni 2010, 14:48 »
Hallo!
Ich habe vor mein Wohnzimmer akustisch zu optimieren hinsichtlich Nachhallzeit und Vermeidung stehender Wellen. Ich habe im Netz an verschiedensten Stellen geschaut, habe 2 Bücher ("Studio-Akustik" und "Schallabsorber und Schalldämpfer") gewälzt und mir etwas Messtechnik besorgt.
Ich messe mit einem Messmikrofon von Microtech Gefell und einem Frontend von heim Systems. Das ganze geht über USB an den PC.
Mein erster Schritt war erstmal die Wahrnehmung stehender Wellen mit dem Frequenzgenerator, das hat gut funktioniert (aural).
Nun habe ich im zweiten Schritt die Messtechnik aufgebaut um die Nachhallzeit in Abhängigkeit der Frequenz zu messen. Als Signal habe ich weißes Breitbandrauschen per SPDIF auf meine 5.0-Anlage gegeben (erstmal zum Testen Modus "7-Ch-Stereo" des Receivers, ich weiß, man misst alle Lautsprecher einzeln, aber es gings erstmal um den prinzipiellen Ablauf und die Analyse).
Hier der gemessene Pegel (linear, mit 20 Hz-Hochpass und interesse halber mal noch A-bewertet).
Die Auswertung habe ich mit Artemis gemacht und dabei ist folgendes rausgekommen bei T20, 48kHz Abtastrate, 1/6-Oktavauswertung und 20ms Zeitkonstante:
Sieht ja schonmal ganz gut aus, vielleicht bissl unnatürlich hoch die Spitzen da zwischendurch? Aber ich habe auch noch nichts gemittelt und Störgeräusche waren auch drin. Gemessen habe ich übrigens am Abhörplatz und ich saß danaben.
So, nun zu meiner Frage...
Ich habe gelesen, dass man die Nachhallzeit nicht mit Breitbandrauschen messen soll, sondern mit Schmalbandrauschen. Ist das korrekt? Wie "schmal" sollte das Rauschen sein? Hat jemand (kostenlose) Software parat, die mir das Rauschsignal erzeugen kann?
Grüße
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Ydope
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Re: Nachhallzeit messen mit Schmalbandrauschen?
«
Antworten #1 am:
Mi, 30. Juni 2010, 18:09 »
Hi,
du kannst diese Frage ignorieren und dir die komplizierte Methodik sparen, wenn du zu Room EQ Wizard (Freeware/PC) oder Fuzzmeasure (Mac) greifst. Sie können unter anderem die NHZ in Terzbändern ausgeben und nutzen einen Sinussweep als Mess-Signal. Daraus wird die Impulsantwort, der Frequenzgang, Wasserfalldiagramme und eben der NHZ-Graph generiert.
Du musst wissen, dass die Nachhallzeit in normalen (Wohn-)Räumen kein solides Kriterien darstellt.
Sie ist für wesentlich größere Raumvolumina entwickelt worden und in kleinen Räumen gibt es diesen gleichmäßigen "Nachhall" nicht wirklich. Die drei anderen erwähnten Graphen sagen hier mehr aus.
Gruß
http://www.casakustik.de/forum/index.php/topic,326.0.html
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holodoc
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Re: Nachhallzeit messen mit Schmalbandrauschen?
«
Antworten #2 am:
Mi, 30. Juni 2010, 20:54 »
So kompliziert war das jetzt nicht, ich drück ja nur auf den Auswerteknopf und stell die Parameter ein, Terz hätt ich natürlich auch machen können, aber die anderen Funktionen vom EQ Wizard hören sich gut an, die Artemis Software ist halt klassischerweise nicht auf Raumakustik ausgelegt, dafür allgemein sehr mächtig...
Mal sehn, wie dann der Vergleich der gemessenen NHZ aussieht aus rauschen und sweepen (in meinem Buch steht übrigens, man muss für jede Frequenzlinie einmal sweepen, das ist dann wohl analog zu der Aussage, dass man mehrere Schmalbandrauschen benutzen soll, manche benutzen nur ein Rauschen/Sweep, andere mehrere...)
Also den EQ Wizard werde ich probieren, zumindest gibt es dort schonmal eine Importfunktion, ich hoffe, ich bekomm meine Messungen da als wav oder so hinein.
Hehe und den Text hab ich schon gefunden und gleich ausgedruckt, jedoch noch nicht durchgearbeitet, werde ich tun
Danke erstemal :-)
«
Letzte Änderung: Mi, 30. Juni 2010, 20:56 von holodoc
»
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Ydope
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Re: Nachhallzeit messen mit Schmalbandrauschen?
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Antworten #3 am:
Do, 01. Juli 2010, 21:22 »
Zitat von: holodoc am Mi, 30. Juni 2010, 20:54
Also den EQ Wizard werde ich probieren, zumindest gibt es dort schonmal eine Importfunktion, ich hoffe, ich bekomm meine Messungen da als wav oder so hinein.
Voraussichtlich wirst du nochmal messen müssen, um die Software voll nutzen zu können. Sollte aber kein Problem sein, wenn du schon Erfahrung mit Messsoftware gesammelt hast...
Zitat von: holodoc am Mi, 30. Juni 2010, 20:54
Hehe und den Text hab ich schon gefunden und gleich ausgedruckt, jedoch noch nicht durchgearbeitet, werde ich tun
viel Spaß
.
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holodoc
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Re: Nachhallzeit messen mit Schmalbandrauschen?
«
Antworten #4 am:
Fr, 02. Juli 2010, 19:31 »
Verdammt, der EQ Wizard scheint ja nette Auswertungen parat zu haben, aber offensichtlich kann ihn nicht nutzen, da ich mit einem externen Programm aufzeichnen muss und die Zeitrohdaten nicht in den EQ Wizard importieren kann. Man kann nur eine Impulsantwort importieren, aber nicht den aufgezeichneten sweep :(
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Ydope
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Re: Nachhallzeit messen mit Schmalbandrauschen?
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Antworten #5 am:
So, 04. Juli 2010, 14:45 »
Wieso kannst du nicht normal die Software zum Messen nutzen?
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holodoc
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Re: Nachhallzeit messen mit Schmalbandrauschen?
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Antworten #6 am:
So, 04. Juli 2010, 23:15 »
Hi mal wieder!
Ich benutze ja dieses IPC-Messmikro, das an meinem Messverstärker hängt. Darin geschieht die Konditionierung des Signals und auch die A/D-Wandlung und ich bekomme die Messdaten dann per USB direkt in meine Aufnahmesoftware. Ich kann also nur mit Software aufzeichnen, die genau meine Messhardware (heim Systems DataREC4) unterstützt, und die lässt sich an einer Hand abzählen :>
Oder mit anderen Worten, ich habe kein Audiogerät, ich gehe über keine Soundkarte, weil das alles in der DataREC-Box geschieht.
Tja Vorteil ist normal dass das alles Top-Industrie-Hardware ist, störfrei, super linear etc. aber Nachteil ist eben, dass ich auf die Messhardware nicht mit Standardspielereisoftware :> zugreifen kann...
Bin gerade dabei, sonstige Software zu sondieren, die die Messsignale als wav importieren kann, schau mir grad WinMLS an...
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Ydope
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Re: Nachhallzeit messen mit Schmalbandrauschen?
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Antworten #7 am:
Mo, 05. Juli 2010, 09:43 »
Ok verstehe.
Mein Vorschlag wird dich nicht überraschen: Besorge eine Soundkarte mit Vorverstärker u. Phantomspeisung. Die Genauigkeit auch eines günstigen Modells ist locker ausreichend.
In der Summe von Hardware und Software kommst du so m.E. zu besseren Aussagen als mit dem Profi-Messsystem, vor allem zu welchen, die mit denen von anderen Leuten vergleichbar sind, z.B. Wasserfalldiagramme von REW. Andererseits kann ich verstehen, wenn du auf so ein Profispielzeug nicht einfach verzichgten willst
Gruß
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holodoc
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Re: Nachhallzeit messen mit Schmalbandrauschen?
«
Antworten #8 am:
Mo, 05. Juli 2010, 10:41 »
Ja...
Kennst Du Dich vielleicht mit Phantomspeisung aus? Ich habe wie gesagt ein ICP-Mikrofon (
http://www.microtechgefell.de/eng/prod/mess/sonder/m360/m360_0.htm
) und wollte es eigentlich auch urspünglich an einen vormalen Vorverstärker anschließen. Speisespannung steht im Datenblatt 24-30 V, das wäre ja okay, doch hat es mich stutzig gemacht, dass ich bei keinem der gefundenen Vorverstärker die Schlagwörter ICP oder DeltaTron lesen konnte und ich nicht wusste, ob das Mikro nun kompatibel ist? Und ich will es natürlich nicht beschädigen, da es nur geliehen ist
Ich konnte generell nicht rausfinden, ob ICP (wie Bruel&Kjaer die Stromspeisung ihrer Mikrofone nennt) bzw. DeltaTron (scheinbar nur anderer Name von PCB Electronics) dasselbe ist, wie Phantomspeisung!?
Grüße
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Ydope
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Re: Nachhallzeit messen mit Schmalbandrauschen?
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Antworten #9 am:
Di, 06. Juli 2010, 10:03 »
Hmm...
Also bei Electret Micros musst du m.W. tatsächlich sehr vorsichtig sein, weil man die tatsächlich zerstören kann. Normale Phantomspeisung ist ja 48 V, d.h. 24-30 V wäre wohl nicht passend.
Aber wirklich auskennen tue ich mich da nicht.
Vielleicht klinkt sich noch jemand mit mehr Ahnung ein.
Gruß
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Nachhallzeit messen mit Schmalbandrauschen?
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