Stereo auf 12m² - zur Diskussion freigegeben.
  
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Di, 22. Mai 2012, 20:23
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Autor Thema: Stereo auf 12m² - zur Diskussion freigegeben.  (Gelesen 1838 mal)
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ferryman
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« am: So, 30. Mai 2010, 17:50 »

Hallo zusammen,

Durch leidige Umstände bin ich für mein Hobby auf nur 12m² beschränkt. Ich erinnere mich, beim Durchforsten des Forums auf einen ähnlichen Thread mit ähnlichen Veraussetzungen gestoßen zu sein. Dort wurden dem Hilfesuchenden schlicht Kopfhörer empfohlen.

Ich weiss, dass derart beschränkte Raumabmessungen denkbar ungünstig für optimale Musikwiedergabe sind. Trotz allem, vor allem angesichts der Tatsache, dass ich darüberhinaus gehen möchte, ein Paar Lautsprecher in den Raum zu pflanzen, möchte ich diesem Ziel ein Stückchen näher kommen.

Dabei zum Ersten: Die Lautsprecher für das Konzept werden individuell dafür gebaut. Dadurch ist eine beliebige Anpassung an den Hörraum mit all seinen Gegebenheiten möglich. Hier sollen keine Mühen gescheut werden.
Zum Zweiten: Digitale Filterung und Raumkorrektur. Ersteres findet bereits statt, FIR Trennung und Entzerrung sind kein Hexenwerk. Der nächste Schritt ist Raumkorrektur mit Acourate, welchen in demnächst angehen möchte.

Die Lautsprecher

Das ist er erste Punkt, der zur Diskussion steht. Ins Auge gefasst habe ich aufgrund der extremen Platzverhältnisse einen bündigen Eckeinbau auf der schmalen Raumseite. (vgl. Skizze, Lautsprecher grün). Auf den Seitenwänden würde ich den Schall so umleiten, dass keine frühe Reflexion direkt den Hörplatz erreichen kann.

Für die Lautsprecher ist auch eine stark bündelnde Auslegung mit Waveguides möglich, sollte die vermeidung früher Reflexionen bzw. deren Absorption nicht zum Ziel führen. Vorziehen würde ich ein breit, über den gesamten Frequenzbereich neutral abstrahlendes Konzept. Passender TT (ggf. Sub), 8"TMT, 2-3" Mitteltonkalotte, Hochtonmagnetostat, Bändchen oder 0,75-1" Kalotte.

Was haltet ihr davon?

Der Raum

Momentan kämpfe ich mit Reflexionen zwischen den kahlen Seitenwänden. Händeklatschen hat ein ekelhaftes "boiiiing" im Ohr zur Folge, auch sonst ist der Raum alles andere als angenehm (sogar beim Telefonieren fühlt man sich "unwohl"). Das Klavier freut sich über den Nachhall, der Mensch und Lautsprecherfreund nicht.

Absorption muss her. Von einer einwandfreien Basswiedergabe auf konventionelle Art und Weise hab ich mich verabschiedet, daher muss der Schwerpunkt bei der Raumoptimierung auf den größeren Problemen in Hoch- und Mittelton liegen. Hier sollte durch Absorption an den Wänden doch einiges zu machen sein.

Ins Auge gefasst hätte ich direkt neben den Lautsprechern auf der Türe und an der Wand direkt absorbierendes Material. Weiter oben an der Raumwand kann dickeres Material, auch mit Wandabstand montiert werden. An der Decke, am ort der ersten Reflexion einen Absorber - so dachte ich, zumindest das "Flatterecho" in den Griff zu bekommen.

Ist diese Herangehensweise überhaupt zielführend? Absorber hätte ich modular, also Holzrahmenbauweise mit Stoffbespannung, angefertigt.


Viele Grüße,
Julian
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #1 am: So, 30. Mai 2010, 18:12 »

Du wirst auch am Tisch? links und rechts Reflektionen bekommen. Ich würde keine 3" Kalotten nehmen, weil die breit strahlen. Ein 2-Weg-System, ev. D'appo mit HT im Waveguide kombiniert mit einem TMT ist geeigneter, dazu einen oder 2 Sub. 20 er TT reichen.
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Freundliche Grüße
Jürgen
HausL
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« Antworten #2 am: Mo, 31. Mai 2010, 11:01 »

Hallo Julian,

Willkommen hier im Forum.

Absorption an den Seitenwänden neben den LS halte ich auch für sinnvoll. Darüberhinaus die Standardfrage: Gibt es schon Messungen?  smile
Ohne Messungen kann man nur allgemeine Tipps geben.

Gruß
Holger
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Barnie
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« Antworten #3 am: Mo, 31. Mai 2010, 11:23 »

Von einer einwandfreien Basswiedergabe auf konventionelle Art und Weise hab ich mich verabschiedet, ...

Wieso verfrachtest du den Bass nicht einfach ins Nahfeld? Meinen OpenBaffle-Thread bei Poisonnuke kennst du bestimmt? Ist sicher nicht die eleganteste Lösung aber immer noch besser als die Flinte gleich ins Korn zu werfen.... Andererseits hättest du so dann einen wirklich "einwandfreien" Bass, ohne jeglichen Raumeinfluss.
« Letzte Änderung: Mo, 31. Mai 2010, 11:25 von Barnie » Gespeichert

ferryman
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« Antworten #4 am: Mo, 31. Mai 2010, 12:36 »

Hallo zusammen,

@moby: Die Reflexionen am Tisch kommen aber nicht direkt zum Hörplatz. Ich hatte überlegt, durch gezielte Absorption auch ein breit strahlendes Konzept in den Griff zu kriegen. Bündelnde Alternative, wobei ich pseudo-D'Appolito ablehne, wäre ein Waveguidekonstrukt. Also in Etwa 3" Kalotte im großen Waveguide + Pendant im Hochton. Darunter dann 12" TMT, die ich schon hier hätte.

@HausL: Danke!

Ich hab mich mit Messungen mal verscuht, um die Problematik zwischen den nackten Wänden über dem Bett mal nachzuvollziehen. Als Anregungssignal wurde einfach in die Hände geklatscht, was im Mittel-unteren Hochton auch zuverlässig zu funktionieren scheint. Die Ergebnisse sind durchaus reproduzierbar, nur die Ausprägung ist Pegel- und Einstellungsabhängig.


Uploaded with ImageShack.us

Anderes Programm, Tendenz ähnlich nur nicht ganz so schlimm:


Uploaded with ImageShack.us

@Barnie: Ich schrieb ja, von der konventionellen Art und Weise hätt ich mich verabschiedet. Deine viel Versprechenden Versuche mit dem Nahfeldsub sind überhaupt der Grund, ein ernsthaftes Projekt in Erwägung zu ziehen. Ich denke an zwei 18"er von Beyma als Nahkämpfer. Der Bass kommt aber zum Schluss.

Viele Grüße,
Julian

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HausL
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« Antworten #5 am: Mo, 31. Mai 2010, 12:41 »

Hi,

um zuverlässige Ergebnisse zu bekommen solltest du den Raum mit einem Sweep oder Rauschen anregen.

Gruß
Holger
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moby dick
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« Antworten #6 am: Mo, 31. Mai 2010, 12:49 »

http://www.baunetzwissen.de/standardartikel/Akustik_Faserfreie-Absorber_147737.html

So etwas wäre richtig für die Mittenabsorption. Den Bass wirst du mit Absorbern nicht zähmen, aber du hast ja alle el. Möglichkeiten.
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Jürgen
Barnie
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« Antworten #7 am: Mo, 31. Mai 2010, 13:49 »

@Barnie: Ich schrieb ja, von der konventionellen Art und Weise hätt ich mich verabschiedet. Deine viel Versprechenden Versuche mit dem Nahfeldsub sind überhaupt der Grund, ein ernsthaftes Projekt in Erwägung zu ziehen. Ich denke an zwei 18"er von Beyma als Nahkämpfer. Der Bass kommt aber zum Schluss.

Gleich solche Kaliber!  schreck Ich hätte dir jetzt eher zu zwei 12ern oder allerhöchstens 15ern in dem kleinen Raum geraten, aber gut, das musst natürlich du entscheiden. Bin gespannt!  daumenhoch Pegel und Tiefgang wirst du mit den 18ern garantiert nicht vermissen...  biggrinsen
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moby dick
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« Antworten #8 am: Mo, 31. Mai 2010, 14:55 »

Abgesehen vom overkill werden die im Übergangsbereich zur MT-Kalotte Probleme haben und bei großem Abstand zerfällt die "Abbildung".
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Freundliche Grüße
Jürgen
ferryman
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« Antworten #9 am: Mo, 31. Mai 2010, 15:03 »

@Barnie: Danke dir für den Input! Vor allem, da du das Thema Basswiedergabe ja nun wirklich vielschichtig durch hast (CB DBA, Multisub, OB, BR(?)...). Muss zugeben, dass du mich ziemlich inspiriert hast. Nicht zuletzt raumakustisch.

@HausL und alle: Neue Messung, Pinkes Rauschen mit Breitbänder in Eckaufstellung (also da, wo die Boxen hinsollen) und Mikro am Hörplatz. Ordentlich Pegel. Was da im Hochton passiert, ist mir schleierhaft. Verringere ich die Messtiefe allerdings auf 50db, zeigt sich in Etwa das, was JustT60 und die Messungen mit Händeklatschen ergeben haben. Hauptproblembereich 500-1000hz.





@moby: Ich hab nicht vor, Mitteltonkalotten an 18"er anzukoppeln.
Wann und warum zerfällt die (welche?) Abbildung?

Grüße,
Julian
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Barnie
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« Antworten #10 am: Mo, 31. Mai 2010, 15:20 »

Da fühle ich mich ja glatt geehrt.  engel So viel hab ich schon ausprobiert?!  schreck BR hatte ich auch schon hier  biggrinsen - drei verschiedene Modelle - zwei von Heco und einen von Nubert.

Ich würde es mal mit zwei Peerless SLS 12 versuchen. Die haben eine relativ hohe Gesamtgüte, was gut für OB funktioniert. Für Musik sollte das locker reichen, auch für gehobene Pegelansprüche!
« Letzte Änderung: Mo, 31. Mai 2010, 15:25 von Barnie » Gespeichert

HausL
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« Antworten #11 am: Mo, 31. Mai 2010, 15:35 »

Hauptproblembereich 500-1000hz.

Wo siehst du das?  nixweiss
Die Nachhallzeit ist im Bereich von 500 - 3000 Hz deutlich länger.

Gruß
Holger
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ferryman
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« Antworten #12 am: Mo, 31. Mai 2010, 15:41 »

Wie gesagt, Bass kommt zum Schluss. Ich hab einen Vierweger mit 0,75"-2"-6,5"-4x8" gehört, der mich mehr als schwer beeindruckt hat. Zudem bin ich darauf gekommen, per Wand/Eckeinbau gleichzeitig elementare Probleme zu beseitigen und extrem Platz zu sparen. Perfekte Tonalität und räumliche Wiedergabe ist das erste Ziel. Im Bass wird sich eine Lösung finden.

Bei den 18"ern ist die Hauptüberlegung nicht die des Maximalpegels, vielmehr die des akustischen Kurzschlusses.

Nen W400S hätt ich da, traurigerweise nur einen  heul

Aber erstmal muss die Akustik hier halbwegs stimmen. Dann wird mit dem, was eben da ist (vllt. hab ich bis dahin gute MT-Kalotten, die dann ab ins Waveguide) ein Eck-Prototyp gebaut, und mal geschaut, was prinzipiell möglich ist (ob ich mit Entzerrung und etwas Absorption überhaupt zurande komme).

Was meint ihr, wie soll ich jetzt vorgehen bei der Optimierung? In Sachen Bastelei solte erstmal nichts für unmöglich gelten. In Holz hab ich gute Möglichkeiten.
Ich wär froh um ein paar Vorschläge und Ansätze. Budget immer so gering wie möglich, ich steck lieber etwas Aufwand rein und mach bei Optik und Platzbedarf Kompromisse.

Viele Grüße,
Julian

PS @ HausL: sorry, vorschnell geschrieben. 500-3000hz stimmt.
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #13 am: Mo, 31. Mai 2010, 16:05 »

@ferryman
Wenn du die 18" als OB, Dipol oder Ripol baust, ist es ok.
Die Abbildung zerfällt bei viel Chassisabstand und naher Hörposition in der Art, dass die Höhen nach oben wandern. Das ist dann die von manchen gepriesene vertikale Abbildung der Bühne - in Wirklichkeit ein Boxenfehler.
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Freundliche Grüße
Jürgen
ferryman
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« Antworten #14 am: Mo, 31. Mai 2010, 16:35 »

Zum Thema Chassisabstand: Ich hatte vor, 2" MT und 1"HT mit <=7cm Schallzentrenabstand zu verbauen, und um 3Khz zu trennen.
Nun spricht aber doch einiges gegen ein derart breit abstrahlendes Konstrukt. So werd ich wohl auf Waveguides setzen müssen, was derart nahe Anordnungen verhindert. Werd mir was einfallen lassen  lolwech


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