Mineralwolle: Schimmel durch Kondenswasser?
  
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Di, 07. Februar 2012, 04:59
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Autor Thema: Mineralwolle: Schimmel durch Kondenswasser?  (Gelesen 1449 mal)
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fassungslos
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« am: Fr, 29. Januar 2010, 21:03 »

Hallo,

da ich mit der Suchoption keinen entsprechenden Thread finden konnte, eröffene ich einfach mal einen über das Thema.

Ich habe neulich bei meinen Recherchen einen Beitrag gefunden, indem auf Schimmelgefahr durch Mineralwolldämmung hingewiesen wurde. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich diesen gefunden habe. Sinngemäß stand etwa folgendes darin: Durch die wärmeisolierende Eigenschaft von MiWo könne sich bei Temperaturschwankungen zwischen Außen- und Innentemperatur Kondenswasser hinter den Absorbern bilden (dürfte ja eigentl. nur Basstraps betreffen), wodurch ein Schimmelrisiko besteht.

Könnt ihr das bestätigen oder haltet ihr die Aussage für Quatsch?

Gruß,
Ben
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Ydope
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« Antworten #1 am: Fr, 29. Januar 2010, 21:19 »

Denke mal, da wirst du bei Bauen/Ingenieurwesen eher fündig als hier bei den Akustikern. Ich habe noch nie von so einem Fall gehört, aber prinzipiell denkbar ist es sicherlich, wenn die Wand sehr kalt verglichen mit der Zimmertemperatur ist und eine gewisses Maß an Luftfeuchtkeit besteht.
MaW: Im Normalfall wohl kein Problem.

Gruß
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focal 93
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« Antworten #2 am: Sa, 30. Januar 2010, 19:03 »

Hi Freunde,

die Gefahr der Schimmelbildung hinter einer Dämmschicht ist sogar relativ hoch!

In einer Gebäudeaussenwand stellt sich immer ein Temperaturgefälle ein.

Als Beispiel:  ( die Zahlen sind nicht exakt, aber die Größenordnung stimmt!)

Lufttemperatur aussen : - 15°C
Aussenseite der Wand ( direkt auf dem Putz ): - 12°C
Mitten in der Wand: 0°C
Innenseite der Wand ( direkt auf der Tapete ): +12°C
Lufttemperatur innen : 21°C

Schon dieses Beispiel birgt die Gefahr der Wasserdampfkondensation und damit der Schimmelbildung.

Käme jetzt noch eine Dämmung auf die Innenseite der Wand, würde die Temperatur dort noch niedriger liegen....Die Kondensationsgefahr steigt an. Unterstützt wird die Problematik noch dadurch, dass Mineralwolle zwar wasserdampfdurchlässig ist, jedoch kaum Luftbewegung durchlässt: Ist die Feuchtigkeit erst einmal an/ in  der Wand, bekommt man sie nicht so schnell wieder weg.

Man sollte also im Hörraum:

- nicht baden/ duschen
- nicht kochen
- nicht schwitzen
 biggrinsen biggrinsen biggrinsen biggrinsen biggrinsen biggrinsen biggrinsen

In meinem Kellerhörraum kontrolliere ich regelmäßig hinter den Absorbern und habe ein passives Kondensationsgerät um die Luftfeuchtigkeit niedrig zu halten.

Ciao

Uwe

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gto
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« Antworten #3 am: Sa, 30. Januar 2010, 19:32 »

Mit Wandabstand steigt die Effizienz. Oben und unten etwas Abstand für Hinterlüftung.  zwinkern

Grüsse Gerd
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asb
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« Antworten #4 am: Mo, 08. Februar 2010, 14:36 »

Hallo,


es wurde ja eigentlich schon alles geschrieben, was es dazu zu schreiben gibt.

Anbei mal noch eine Tabelle mit den Taupunkttemperaturen in Abhängigkeit von Temperatur und Luftfeuchtigkeit (zum Vergrössern -> klick):





Grüsse, Andy


PS Wer es ganz genau wissen will....an der TU Dresden haben die Studenten ein Programm geschrieben, mit dem sich solche Sachen berechnen lassen. Eine Demoversion (eingeschränkte Nutzung) findet man dort: http://www.bauklimatik-dresden.de/cond/
« Letzte Änderung: Mo, 08. Februar 2010, 14:51 von asb » Gespeichert
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