Software zur Planung von Abhör/Regie Räumen
  
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Di, 07. Februar 2012, 04:19
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Autor Thema: Software zur Planung von Abhör/Regie Räumen  (Gelesen 2690 mal)
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ton-alex
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« am: Mi, 06. Januar 2010, 16:22 »

Hallo,
da es mein erster Beitrag ist möchte ich mich kurz vorstellen.
Mein Name ist Alex und ich arbeite als freiberuflicher Tontechniker mit dem Schwerpunkt als Systemtechniker für Beschallungsanlagen seit über 10 Jahren.
Das Einmessen von Tonanlagen gehört zu meinem täglich Brot genau wie die oft sehr schlecht klingenden Konzerthallen heul.
Deshalb nun mal meine Frage an die Planer und Akustiker und jeder da was dazu sagen kann und will.

Welche Software wird zur Planung von Akustisch verwendeten Räumen herangezogen?
Sind das die üblichen Verdächtigen wie Ease oder Catt?
Können diese Programme realistische Ergebnisse liefern in Sachen Nachhall, Direktschall Freuqenzgang (an beliebigen Positionen im Raum),STI usw. Sowie Aufspürung von den erzeugten Raummoden?
Ist es möglich solche Programme mit Messungen aus dem realen Raum zu füttern und durch Plazieren von z.B. Absorbern in der Simulation Verbesserung dieser vorschlagen zu können?

Ist ein neues Thema für mich, ich freue mich auf eure Meinungen zu diesem Thema.
Grüße Alex
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« Antworten #1 am: Mi, 06. Januar 2010, 17:51 »

Hallo Alex,


und herzlich willkommen hier.

Auch wenn hier meines Wissens kein professioneller Akustiker anwesend ist.....

Zitat
Welche Software wird zur Planung von Akustisch verwendeten Räumen herangezogen?
Sind das die üblichen Verdächtigen wie Ease oder Catt?

Sehr wahrscheinlich.
Ich vermute mal, hier hat noch keiner mit den besagten Programmen gearbeitet....kosten ja auch....
Ob die Simulationen realistisch sind, kann ich daher nicht sagen.
Aber ich gehe davon aus, dass man die Programmen auch mit Messergebnissen füttern kann. Das virtuelle Positionieren von Absorbern geht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch.

Hier die ausführliche Programmbeschreibung von Catt-Acoustic (englisch): http://www.catt.de/wave/cattfolder-v8.pdf



Grüsse, Andy

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ton-alex
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« Antworten #2 am: Mi, 06. Januar 2010, 18:44 »

Hallo Andy,
danke für deine Antwort, wie macht Ihr das denn wenn Ihr euch ein "Hörzimmer" baut?
Wenn man den "Ist Stand" ermittelt hat durch messen. Wie geht Ihr dann weiter vor?
Kauft oder baut Ihr einfach aus dem Bauch heraus Absorber und probiert dann passende Positionen?

Schöne Grüße
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« Antworten #3 am: Mi, 06. Januar 2010, 19:21 »

Hallo Alex,

auch von mir herzlich Willkommen.

Naja, zu Fuß, so wie früher halt. Einige Dinge kann man berechnen, einige Dinge einschätzen, einige Dinge probieren. Ist halt ein anderer Weg und hat auch ein wenig mit Erfahrung und bauchgefühlmäßiges Try and Error zu tun.

Gruß

Stefan
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« Antworten #4 am: Mi, 06. Januar 2010, 19:26 »

Hallo Andy,
danke für deine Antwort, wie macht Ihr das denn wenn Ihr euch ein "Hörzimmer" baut?
Wenn man den "Ist Stand" ermittelt hat durch messen. Wie geht Ihr dann weiter vor?
Kauft oder baut Ihr einfach aus dem Bauch heraus Absorber und probiert dann passende Positionen?

Schöne Grüße

Hi,

Ich weiß das für professionelle Planung z.B. diese Software benutzt wird, auch wenn sie noch beta ist:
http://www.randteam.de/Abec/Index.html

Um deine Frage zu beantworten: Im Grunde ist die Lage in einem normalen Raum meist recht leicht abzuschätzen, konkrete Zahlen spielen dort auch keine so wichtige Rolle.

Man weiß, welchen Schall man absorbieren will und man weiß wo und wie man dies am effektivsten macht.

Gruß
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« Antworten #5 am: Mi, 06. Januar 2010, 19:27 »

Ach ja, Abec von Paul, äh Jörg Panzer, ja klar.

Stefan
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« Antworten #6 am: Mi, 06. Januar 2010, 20:03 »

@Verrükter:
Hallo Stefan, try and error ist gerade das was ich nicht umbedingt anstrebe da das doch ganz schön ins Geld geht vor allem wegen der Zeit die man dort investiert.
Natürlich sind viele Sachen klar und können mit Erfahrung und Bauchgefühl (dazu ein Sinusgenerator und ein Meterstab) ziemlich gut in griff zu kriegen sein aber viele Sachen haben doch sehr komplexe Zusammenhänge.
Als Bsp. ich habe einen Raum der im Frequenzbereich x eine Raummode aufweist die ich Reduzieren bzw. entfernen möchte. Wie man einen Resonator dafür ausrechnet ist ja bekannt auch mit der passenden Bandbreite aber um wie viel sich das ganze an position y verbessert kann man erst nach wiederholen der Messungen feststellen.
Das ganze ist für mich alles sehr wage und wenig aussagekräftig.

@Ydope
Die Software von Randteam werde ich mir natürlich gerne ankucken nachdem ich auch den Vwier bereits verwende.
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« Antworten #7 am: Do, 07. Januar 2010, 18:52 »

Als Bsp. ich habe einen Raum der im Frequenzbereich x eine Raummode aufweist die ich Reduzieren bzw. entfernen möchte. Wie man einen Resonator dafür ausrechnet ist ja bekannt auch mit der passenden Bandbreite aber um wie viel sich das ganze an position y verbessert kann man erst nach wiederholen der Messungen feststellen.
Das ganze ist für mich alles sehr wage und wenig aussagekräftig.

In kleinen Räumen, zu denen fast alle Räume zählen um die es hier geht, hat man im Bassbereich bis 300 Hz so viele Moden, dass es nicht lohnt oder zielführend ist, sie einzeln zu bekämpfen. Mit breitbandiger Bassabsorption kümmert man sich um alle auf einmal. Ganz unten kann man per EQ nachhelfen. Verbesserungen im Bassbereich lassen sich am Besten qualitativ im Wasserfalldiagramm bewerten, eher als über quantitative Kriterien wie NHZ usw.

Niemand kann i.A. genau vorhersagen wieviel eine Maßnahme bringen wird, aber man weiß: viel hilft viel und mehr hilft mehr.
Man kann also wenig falsch machen, solange man Bass absorbiert und höhere Frequenzen dabei nicht überdämpft.

Gruß
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ton-alex
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« Antworten #8 am: Fr, 08. Januar 2010, 07:54 »

Hallo,
was soll ich sagen, ich bin traurig.....
Ne jetzt im ernst ich hätte mir den Ablauf nur anders vorgestellt.
In etwa so:

1. Architekt (im Heimbereich die Frau) zeichnet den Raum
2. Der Akustiker wird gefragt und macht ein modell am PC und gibt Ratschläge beim Bau bzw. Einrichtung (dieser Schritt wird oft Ausgelassen)
3. Bau und Einrichtung des Raumes
4. Messen und zwar die Impulsantwort an markanten stellen (hier ist es wichtig Ordnung zu halten um nur Moden die in Einzeln vorhandenen Stellen im Raum sind gesondert zu behandeln)
5. Die Simulation mit der gemessenen Impulsantwort füttern (Klar das gilt immer nur für die gemessene Position)
6. Anhand der realen Impulsantwort in der Simulation Absorber im Modell plazieren und die optimale Menge und Position ermitteln.
7. Die errechneten maßnahmen im Raum installieren (Sich dabei aber den Segen von dem Architekten/Frau holen sonst hammeraufkopf)
8. Abschließend noch mal Messungen vornehmen und Entzerren (eqing)


Wie gesagt Try and Error bzw. Gefühl sicher gut wenn man für Sich selber was macht und oftmals geht das wahrscheinlich sogar schneller und effizienter als meine "Traum reihenfolge". Aber was für Aussagen treffen den die Profi Akustiker wenn Sie zur Beratung hin zu gezogen wurden. Werden dort nur Erfahrungswerte weiter gegeben? Wenn ja gibts ein paar richtig gute typen und ein paar richtige härte fälle in diesem Beruf.

ich muss auch schon wieder los heute ist Day1 auf einer neuen Tour mit viel viel Messen auf dem Tagesplan.

Schöne Grüße

Alex
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« Antworten #9 am: Fr, 08. Januar 2010, 08:40 »

Hallo Alex,

so teuer kanns auch gehen.

Schau mal, allerdings in der Schweiz, aber in Deutschland geht das auch. Ich denke WVier macht so etwas, aber halt alles recht teuer imho.

http://www.beisammen.de/board/index.php?page=Thread&threadID=100037&pageNo=1


Stefan
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« Antworten #10 am: Fr, 08. Januar 2010, 10:06 »

Ich denke für die akustische Simulation in Studios oder Wohnzimmern wird nicht unbedingt EASE oder Ulysses verwendet, da es eher auf die Großbeschallungen und Installationen abzielt. Möglich ist es natürlich. K+H für ihre Studiolautsprecher auch entsprechende Datensätze zum downloaden.

Hier ist für die interessierten ein "kleines" Tutorial von EASE:
http://www.renkus-heinz.com/support/software-support/ease_support/tutorials/tutorials.html

Ich hab mich mal damit beschäftigt und werde (mich mit mehr Zeit) bestimmt noch einmal an diesen schweren Brocken ran wagen.
Möglich ist mit diesem Programm so gut wie alles. Es sollte nur gutes räumliches und ein bischen abstraktes Denken vorhanden sein. Erst einmal erscheint es sehr umständlich und man braucht eine Weile um ein wenig sicherer zu werden, weil man einfach ALLES einstellen kann  smile
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« Antworten #11 am: Fr, 08. Januar 2010, 10:36 »

Ich denke auch, dass Ease nicht richtig ist. Allein schon der Gedanke, dass bei 8 Meter Entfernung die boxen vermessen werden...

Stefan
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« Antworten #12 am: Fr, 08. Januar 2010, 11:17 »

Ich denke auch, dass Ease nicht richtig ist. Allein schon der Gedanke, dass bei 8 Meter Entfernung die boxen vermessen werden...

Stefan
Das trifft nicht auf alle zu...jeh nach Datensatz. Glaub Meyer-Sound hat die gll-Daten auf 1m gemessen...bin mir aber jetzt nicht ganz sicher.
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« Antworten #13 am: Fr, 08. Januar 2010, 12:34 »

Achso, ok, bei Goertz ist es so. Dementsprechend auch die Sennheiser Hummeln. Aber nach nochmaligem drüber denken, dürfte es aber auch nicht die größte Rolle spielen...

OT: Moritz, schon mal über Seeburg nachgedacht?


Gruß

Stefan
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« Antworten #14 am: Fr, 08. Januar 2010, 12:41 »


OT: Moritz, schon mal über Seeburg nachgedacht?


Gruß

Stefan

Wie meinst du das? Meinst du den Hersteller? Acoustic-Line Seeburg?
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