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Mi, 08. Februar 2012, 07:01
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Equalizer/Raumkorrektursysteme
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Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme
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Thema: Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme (Gelesen 3366 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Hörbert
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Und was habt Ihr gegen Raummoden?
Re: Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme
«
Antworten #15 am:
Mi, 11. November 2009, 03:14 »
Wieder zum Thema:
Zitat
ein durchaus interessanter Test, der aber dem normalen Anwender gar nix hilft, da er in einem schon optimierten Hörraum stattfand.
Ich stimme dir insofern zu, als dass der normale Verbraucher üblicherweise nicht nur prinzipielles Theoriewissen braucht (zB: Raumkorrektursysteme können - wenn richtig angewendet - die Übertragungsqualität erheblich verbessern, wobei...), sondern konkrete Entscheidungshilfe oder Bestätigung sucht (zB. System1 -Name- war das beste im Test, System 3 -Name- hatte Stärken/Schwächen bei... usw.)
Aber prinzipiell halte ich diese Blindtest-Verfahren als enorm relevante Vergleichsmethoden, zumindest wenn die Anzahl der Testpersonen ausreichend hoch ist und die Auswahl ein breites Spektrum von mehr und ! weniger involvierten Testpersonen erfasst. (Das bedeutet praktisch leider oft sehr hohen Aufwand, bezüglich Planung und v.a. Auswertung, damit das Ergebnis klar genug aber nicht "tendenziell" in eine bestimmte Richtung ausfällt.)
Aber dann geben solche Blindtests nicht nur trockene Messkurven ab sondern schliessen die Hör-Bevorzugung des Faktors Mensch - einschliesslich dessen Spannbreite - mit ein. Das Hörempfinden (ähnlich empfundener Bildqualität bei Digitalkameras) ist eben zu einem nicht unerheblichen Teil auch subjektiv beeinflusst ("Linearität" usw.).
Bei ausreichend hoher statistischer Sicherheit kann man aber auch durchaus gut "objektive" Fakten erhalten (Mittelwert, Varianz etc.)
Aber trotzdem schade, dass man nicht leicht erkennen kann, welche Systeme hier eigentlich getestet wurden. Das hinterlässt dann sicher auch ein wenig "Skepsis" (das hatten wir ja schon mal...
), was die gewollte oder nicht gewollte Aussage anbelangt. Waren da vorrangig Harman-Entwicklungen im Einsatz, mit ein, zwei Referenzprodukten? Ich nehme es zumindest erst mal an.
Aber trotzdem, interessanter Test. Dass der Test in einem bereits "optimierten" Hörraum stattfand verändert das Ergebnis denke ich lediglich quantitativ, die Ergebnisse liegen eben etwas enger beieinander und es gibt weniger Ausreisser.
Gruss Jörg.
«
Letzte Änderung: Mi, 11. November 2009, 03:49 von Hörbert
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Und was habt Ihr gegen Raummoden?
Gewerblicher Teilnehmer
markus
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Re: Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme
«
Antworten #16 am:
Mi, 11. November 2009, 03:33 »
Zitat von: Hörbert am Mi, 11. November 2009, 03:14
Ich stimme dir insofern zu als dass der normale Verbraucher normalerweise nicht nur prinzipielles Theoriewissen braucht (zB: Raumkorrektursysteme können - wenn richtig angewendet - die Übertragungsqualität erheblich verbessern, wobei...), sondern konkrete Entscheidungshilfe (oder Bestätigung) sucht, wie zB. System1 (Name) war das beste, usw.
Soweit sind wir aber noch nicht. Bislang gibt es kein wirklich gesichertes Wissen, wie den die "richtige" Raumkorrektur aussehen sollte.
Zitat von: Hörbert am Mi, 11. November 2009, 03:14
Aber trotzdem schade, dass man nicht leicht erkennen kann, welche Systeme hier eigentlich getestet wurden. Das hinterlässt dann sicher auch automatisch "Skepsis", was die gewollte oder nicht gewollte Aussage (von Harman?) anbelangt.
Das hatten wir ja schon mal.
Genau. Offenbarte Olive die Namen der Kandidaten, wuerde das Ganze nur als billige Marketingaktion abgetan werden. Olive bietet hier einige weitere interessante Einsichten:
http://www.avsforum.com/avs-vb/showthread.php?t=1192916
Zitat von: Hörbert am Mi, 11. November 2009, 03:14
Waren da vorrangig Harman-Entwicklungen im Einsatz, mit ein, zwei Referenzprodukten? Ich nehme es zumindest erst mal an.
Post #1, Link #1, Slide 7.
Viele Gruesse, Markus
«
Letzte Änderung: Mi, 11. November 2009, 03:38 von markus
»
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KlausR.
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Re: Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme
«
Antworten #17 am:
Mi, 11. November 2009, 11:36 »
Zitat von: Hörbert am Mi, 11. November 2009, 03:14
Aber trotzdem schade, dass man nicht leicht erkennen kann, welche Systeme hier eigentlich getestet wurden. Das hinterlässt dann sicher auch ein wenig "Skepsis" (das hatten wir ja schon mal...
), was die gewollte oder nicht gewollte Aussage anbelangt. Waren da vorrangig Harman-Entwicklungen im Einsatz, mit ein, zwei Referenzprodukten? Ich nehme es zumindest erst mal an.
Da es sich nicht um einen Testbericht im Stil von Audio-Zeitschriften handelt, wurde natürlich nicht offenbart, welches Gerät wie abgeschnitten hat.
Getestet wurden
Anthem Statement D2
Audyssey Room Equalizer
Harman (6 seat average)
Harman (optimized for primary seat)
Lyngdorf DPA-1
No Equalization
Aus den Kommentaren im paper lässt sich bzgl. des Lyngdorf ableiten, daß er zu den Guten gehört, die weiteren Kommentare erlauben unter Umständen eine Identifizierung weiterer Geräte.
Klaus
Bei Interesse am paper PN mit email-Addresse.
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Verrückter
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Re: Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme
«
Antworten #18 am:
Mi, 11. November 2009, 21:15 »
Zitat von: Hörbert am Mi, 11. November 2009, 02:35
Das mit dem Verlinken war mir nicht bewusst, dass es Euch stört, das weiss ich jetzt. Verlinken zu anderen Beiträgen nach dem Thema "das wurde HIER schon behandelt" ist aber doch schon in Ordnung? Zumindest in anderen Foren treffe ich das sehr häufig an und empfinde es eigentlich als äusserst hilfreich als Gelegenheits-Leser. Schliesslich hat nicht jeder die Zeit, jeden einzelnen neuen Beitrag täglich zu verfolgen.
??)
Du schließt aus der Meinung eines Mitglieds dieser Gemeinschaft, dass es allgemeingültig ist?
Gruß
Stefan
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Hörbert
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Und was habt Ihr gegen Raummoden?
Re: Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme
«
Antworten #19 am:
Do, 12. November 2009, 20:18 »
Zitat
Getestet wurden
Anthem Statement D2
Audyssey Room Equalizer
Harman (6 seat average)
Harman (optimized for primary seat)
Lyngdorf DPA-1
No Equalization
Danke Klaus.
Interessant, dass ein System durchweg deutlich schlechter abschnitt als "ohne Korrektur".
Das Lyngdorf war's laut Euren Kenntnissen wohl nicht. (?)
Harman war es vorraussichtlich auch nicht (wäre bei diesem Paper wohl unlogisch).
"No equalization" sollte normalerweise beim Doppelblindtest selbst für Laien im Schnitt keinen Unterschied ergeben.
Bleiben also Audyssey und Anthem. Hmmm....
(Übrigens hat Lyngdorf ein finnisches Entwicklungsbüro, 300m neben dem von DSPeaker, hier im Hermia Technologiepark in Tampere.)
An Stefan: Jep.
Aber ich geb schon zu, dass der Markus da auch irgendwo nen "Punkt" hatte.
Die Welt ist nur eben nicht schwarz-weiss, sondern mit vielen Grautönen. Oder anders: Nobody is perfect.
Gruss Jörg.
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Letzte Änderung: Do, 12. November 2009, 20:26 von Hörbert
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Und was habt Ihr gegen Raummoden?
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Barnie
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Re: Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme
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Antworten #20 am:
Fr, 13. November 2009, 22:39 »
Ich kenne unzählige Userberichte inkl. die von AREA wo berichtet wird, dass Stereo ohne Audyssey besser klingt.
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HausL
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Re: Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme
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Antworten #21 am:
Sa, 14. November 2009, 01:34 »
Und ich kenne einen anderen, das reicht mir
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http://www.aktivposten.net
http://www.aktivposten.net/audiovolver.html
Hörbert
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Und was habt Ihr gegen Raummoden?
Re: Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme
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Antworten #22 am:
Fr, 19. Februar 2010, 03:00 »
Zitat
Ich kenne unzählige Userberichte inkl. die von AREA wo berichtet wird, dass Stereo ohne Audyssey besser klingt.
Hier ist eine recht guter User-Vergleich aus einem anderen Forum. Vergleicht zwar "nur" Audissey und Antimode (in einem bereits voroptimiertem Raum), enthält aber zumindest sehr gut erklärte, nachvollziehbare Messungen.
http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&back=1&sort=lpost&forum_id=93&thread=6333
Gruss Jörg.
«
Letzte Änderung: Fr, 19. Februar 2010, 03:08 von Hörbert
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Und was habt Ihr gegen Raummoden?
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Sharangir
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Re: Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme
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Antworten #23 am:
Fr, 11. Juni 2010, 15:11 »
Schon nur die Messung mit Audyssey MultEQ liess mir das Herz stillstehen!
Ich habe mich schon gefragt, warum meine 2 Subwoofer im kleinen Raum vorher satte 100dB +/-3dB bis 10Hz runter geschafft haben.
Da hat Audyssey ja ganze Arbeit geleistet...
@Verrückter: beginne hier ja nicht wieder die Diskussion, von wegen "das schaffen 2 30er Chassis gar nicht"
Ich habe ja schon viel gutes über Antimode gelesen, aber nun bin ich sicher, dass das die bessere Wahl ist!!!
«
Letzte Änderung: Fr, 11. Juni 2010, 16:01 von Sharangir
»
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Sprudelt nur so von Ideen aber zumeist scheiterts an einem simplen, erneuerbaren Rohstoff: Baumwolle!
http://de.wikipedia.org/wiki/Banknote
Sharangir
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Beiträge: 37
Re: Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme
«
Antworten #24 am:
Fr, 11. Juni 2010, 16:41 »
Hier noch was leckeres von mir, bezüglich Audissey:
Habe das vorhin im Poisonnuke-Forum ausgegraben und gesehen, dass ich die Feststellungen des Typen ja alle schonmal gemacht habe...
Denon AVR-2808 (Audissey MultEQ-XT!)
2 x SVS PC12-plus
Allerdings recht eher willkürlich aufgestellt(siehe unten), sodass dieser Frequenzgang zustande kam:
blau ist hierbei mit Audissey OFF,
grün mit Audissey ON!
Beide Subwoofer waren geschlossen, um den Subsonic auf 12Hz absenken zu können!
Die Pegelangabe links ist kalibriert und stimmt soweit!
Anschliessend habe ich noch mit den PEQ's an den Subwoofern gespielt, die Trennfrequenz auf 120Hz gestellt und bekam das hier:
Die lila Kurve ist mit PEQ aktiv und blieb anschliessend auch ne Weile so, bis ich umgezogen bin.
Wenn man die obere Grafik anschaut, kann man feststellen, dass Audissey ganz und gar nicht zufrieden war, mit dem Abfall im Tiefbass, den meine beiden geschlossenen Monsterchen da erzeugten!
10dB Anhebung bei 15Hz...
Die Berge bei 70 und 85Hz wurden sauber geplättet und das Tal dazwischen füllte sich eventuell dadurch auf.. Oder auch durch Audissey
Naja, ich war zufrieden, -10dB (Ref.) brachte das System locker zustande und
Anschlagen
gab es nie!
Mit Anschlagen ist übrigens nicht gemeint, dass der Antrieb anschlägt, denn es klingt mehr nach Pochen auf Holz, habe bisher nicht genau erklären können, worum es sich handelt!
(ps: ich hatte 4 x 4 m Raummasse, ein Bett, Kleiderschrank und alles, Optimierte Aufstellung lag nicht drin!)
Sharan
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Sprudelt nur so von Ideen aber zumeist scheiterts an einem simplen, erneuerbaren Rohstoff: Baumwolle!
http://de.wikipedia.org/wiki/Banknote
paschulke2
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Re: Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme
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Antworten #25 am:
Do, 22. Juli 2010, 07:59 »
Zitat von: KlausR. am So, 08. November 2009, 09:19
Aus dem Abschnitt des papers, in dem die Resultate diskutiert werden, lässt sich ableiten, das der Lyngdorf zu denen gehört, die als positiv eingestuft wurden.
Hallo Klaus,
kannst Du mal sagen, woraus genau Du das ableitest? Aus der Zielkurve des Lyngdorf?
Hattest Du mal irgendwo das AES-Paper davon angeboten? Gibt's das noch?
Danke und Gruß
Thomas
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paschulke2
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Beiträge: 183
Re: Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme
«
Antworten #26 am:
Do, 22. Juli 2010, 16:25 »
Zitat von: KlausR. am Mi, 11. November 2009, 11:36
Anthem Statement D2
Audyssey Room Equalizer
Harman (6 seat average)
Harman (optimized for primary seat)
Lyngdorf DPA-1
No Equalization
Aus den Kommentaren im paper lässt sich bzgl. des Lyngdorf ableiten, daß er zu den Guten gehört, die weiteren Kommentare erlauben unter Umständen eine Identifizierung weiterer Geräte.
Ok, jetzt beantworte ich mir mal meine eigene Frage. Ich bin der Ansicht, dass man alle Geräte identifizieren kann. Die Systeme sind im Paper und im Vortrag mit RC1 bis RC6 bezeichnet, wobei RC1 das System mit dem besten Ergebnis und RC6 das mit dem schlechtesten ist. Zur Erinnerung: RC1-RC3 waren besser als nix (RC4), RC5 und RC6 schlechter.
RC1 und RC2 sind die beiden Harman Systeme; das sagt Sean Olive selbst
hier
:
Im Paper kann man lesen, das RC1 den glattesten Amplitudengang am Hörplatz (im Fokus) erreicht, während RC2 gemittelt über die 6 Plätze den besseren und im Fokus den schlechteren Amplitudengang hat. Daraus folgt:
RC1 -> Harman (optimized for primary seat)
RC2 -> Harman (6 seat average)
RC4 ist ohne Korrektur; das steht im Paper und im Vortrag.
Also:
RC1 -> Harman (optimized for primary seat)
RC2 -> Harman (6 seat average)
RC4 -> No Equalization
Bleibt also nur noch ein System, das besser als RC4 war. In der
Discussion
steht:
"The more preferred room corrections had smoother in-room frequency responses that were more extended at low frequencies. The two least preferred room corrections tended to produce in-room curves that had flat slopes, whereas the more preferred ones had a downward tilted response. [...] Pedersen et al [14], [15], have argued that all listening rooms naturally contain a certain amount of low frequency room gain that should not be removed during room correction in order to preserve natural timbre in sound reproduction. The results from this study support his argument that removing the room gain (i.e. flat target curve) produces lower preference and spectral balance ratings."
Wer ist Herr Pedersen? Richtig, er ist "Jan Abildgaard Pedersen, Chief Technology Officer of Lyngdorf".
Siehe z.B. hier
.
Und wie sieht die
target curve
von Lyngdorf aus? Das kann man
hier
nachsehen (Seite 5 oben): Flach bis 500Hz und danach abfallend. Aha.
Also:
RC1 -> Harman (optimized for primary seat)
RC2 -> Harman (6 seat average)
RC3 -> Lyngdorf DPA-1
RC4 -> No Equalization
Bleiben noch 5 und 6.
RC 6 produziert eine -5dB Senke bei 2kHz. Das passt zu Audyssey, siehe
hier
: "Finally, the dip at 2 kHz is intentional. We call it Midrange Compensation and it is our version of what was studied in the 1960s by BBC engineers (Harbeth in particular). In our own, more recent research, we found this as a beneficial way to compensate for the huge changes in directivity that occur at the midrange-to-tweeter crossover frequency." Damit ist RC6 auch identifiziert und es bleibt nur noch RC5 übrig.
RC1 -> Harman (optimized for primary seat)
RC2 -> Harman (6 seat average)
RC3 -> Lyngdorf DPA-1
RC4 -> No Equalization
RC5 -> Anthem Statement D2
RC6 -> Audyssey Room Equalizer
Gruß
Thomas Holmes
«
Letzte Änderung: Do, 22. Juli 2010, 17:53 von paschulke2
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terrine
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Re: Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme
«
Antworten #27 am:
Fr, 23. Juli 2010, 12:30 »
Uh, Thomas... da hast du dir aber mühe gemacht. Danke dafür!
Mich würde noch interessieren, was es für ein Harman Gerät war. Nach dem Bild aus der Powerpoint zu urteilen ein BSS Soundweb London (
http://www.bssaudio.com/soundweb_london.php
)
Beteutet "Harman 1" uns "Harman 2" einfach nur, dass das Soundweb einmal für einen Platz und einmal für sechs Plätze optimiert wurde?
Wenn es im Bericht steht, entschuldige ich mich für diese Frage, würde mich aber trotzdem über eine entsprechende Antwort freuen
Soundweb wäre jedenfalls die komplizierteste Methode einen brauchbaren "klang" im Raum zu generieren. Es ist eine komplett offene Architektur, wo alles selbst gestrickt werden muss. Unheimlich "mächtig" vom Umfang her, aber wie gesagt sehr aufwendig zu programmieren.
Gruß,
Moritz
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paschulke2
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Re: Doppel-Blindtest-Ergebnisse verschiedener Raumkorrektursysteme
«
Antworten #28 am:
Fr, 23. Juli 2010, 13:03 »
Zitat von: terrine am Fr, 23. Juli 2010, 12:30
Mich würde noch interessieren, was es für ein Harman Gerät war. Nach dem Bild aus der Powerpoint zu urteilen ein BSS Soundweb London (
http://www.bssaudio.com/soundweb_london.php
)
Richtig. BSS BLU-80 (DSP) und BLU-32 (I/O)
Zitat von: terrine am Fr, 23. Juli 2010, 12:30
Beteutet "Harman 1" uns "Harman 2" einfach nur, dass das Soundweb einmal für einen Platz und einmal für sechs Plätze optimiert wurde?
Ja. Bei Interesse schick mir eine PN mit Deiner Email-Adresse. Ich könnte Dir das Paper schicken.
Zitat von: terrine am Fr, 23. Juli 2010, 12:30
Soundweb wäre jedenfalls die komplizierteste Methode einen brauchbaren "klang" im Raum zu generieren. Es ist eine komplett offene Architektur, wo alles selbst gestrickt werden muss. Unheimlich "mächtig" vom Umfang her, aber wie gesagt sehr aufwendig zu programmieren.
Aber halt universell. Hier ging es ja nur darum, den Korrekturalgorithmus zu testen. Als fertiges Gerät wird das so nicht verkauft, sondern landet eben dann mit einem DSP in Fertiggeräten. Irgendwo hat Olive auch ein Produkt (aus dem Pro Bereich von JBL) genannt, in dem die Korrektur verwendet wird.
Gruß
THomas
«
Letzte Änderung: Fr, 23. Juli 2010, 13:10 von paschulke2
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