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Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
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Autor
Thema: Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung (Gelesen 968 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
markus
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Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
«
am:
Fr, 23. Oktober 2009, 18:45 »
Hallo,
basierend auf der "neuen" Norm fuer die Kurven gleicher Lautstaerke habe ich ein Bildchen erstellt, aus dem die ungefaehren EQ-Einstellungen fuer eine gehoerrichtige Lautstaerkeregelung zu ersehen sind. Da so etwas nur dann Sinn macht, wenn man auch die Referenzlautstaerke der Tonkonserve kennt, wurde 80dB SPL verwendet, da nahe des Referenzpegels fuer Filmtonmischung:
Wie man sieht, muss im Bassbereich schon bei Zimmerlautstaerke ordentlich Dampf gegeben werden. Dies mag erklaeren, weshalb basslastige Raumabstimmungen "richtiger" klingen.
Hier noch Details zur Norm:
http://www.nedo.go.jp/itd/grant-e/report/00pdf/is-01e.pdf
Gruss, Markus
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iceman
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Re: Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
«
Antworten #1 am:
Fr, 23. Oktober 2009, 19:49 »
Hallo Markus,
müssten über Referenzpegel doe Kennlinien Spiegel bildlich verlaufen. Also nicht mehr "Badewanne" sondern "bauchig"?
Gruß
Stefan
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markus
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Re: Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
«
Antworten #2 am:
Fr, 23. Oktober 2009, 20:01 »
Ja, fuer +20dB ueber Referenz ab etwa 500Hz gleichmaessig abfallend bis 20Hz (hier etwa 10dB weniger). Diese Einstellung sollte aber fuer die Praxis unerheblich sein, da man bereits einen Lautstaerkebereich erreicht hat, der fuer bleibende Gehoerschaeden sorgen kann. Damit sollte man nicht leichtfertig umgehen. Es gibt keine sozial ausgrenzendere Behinderung als Schwerhoerigkeit.
Gruss, Markus
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iceman
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Re: Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
«
Antworten #3 am:
Fr, 23. Oktober 2009, 21:03 »
Die frage hatte für mich auch keinen praktischen Hintergrund, war also nur aus Interesse gestellt. Mir ist lediglich bei vielen Veranstaltungen aufgefallen das kaum oder wenig Tiefbass vorhanden ist. Hab das bisher aber darauf geschoben, das man zugunsten des max. Pegels (bzw. des Materialeinsatzes) auf Tiefgang verzichtet. Ich vermute aber selbst nach der Info von Dir das die "Normgerechte" Wiedergabe selten der Grund ist den Tiefbass "weg zulassen".
Gruß
Stefan
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markus
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Re: Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
«
Antworten #4 am:
Fr, 23. Oktober 2009, 21:22 »
Zitat von: iceman am Fr, 23. Oktober 2009, 21:03
Mir ist lediglich bei vielen Veranstaltungen aufgefallen das kaum oder wenig Tiefbass vorhanden ist.
Ja, der Grund ist ganz simpel max. SPL. Wenn man sich die Kurven gleicher Lautstaerke anschaut, dann sieht man, wieviel mehr dB im Tiefbassbereich noetig waeren, um die gleich empfundene Lautstaerke wie bei 1kHz zu erzeugen. Da ist Leistung selbst im kW-Bereich schnell nicht mehr ausreichend.
Gruss, Markus
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Kingping
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Re: Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
«
Antworten #5 am:
Sa, 24. Oktober 2009, 18:47 »
Zitat von: markus am Fr, 23. Oktober 2009, 20:01
Ja, fuer +20dB ueber Referenz ab etwa 500Hz gleichmaessig abfallend bis 20Hz (hier etwa 10dB weniger).
lol, +20db... da braucht man sich über solche dinge nie mehr gedanken zu machen.
aber abgesehen davon: über referenzpegel bleibt der frequenzgang natürlich unangetastet/linear.
eine "bauchige" kurve ergibt überhaupt keinen sinn...
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markus
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Re: Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
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Antworten #6 am:
Sa, 24. Oktober 2009, 23:21 »
Zitat von: Kingping am Sa, 24. Oktober 2009, 18:47
über referenzpegel bleibt der frequenzgang natürlich unangetastet/linear.
eine "bauchige" kurve ergibt überhaupt keinen sinn...
Aber selbstverstaendlich. Schau Dir mal die Kurven gleicher Lautstaerke fuer 80 phon (hier angenommene Referenz) und die fuer 100 phon an. Bei 100 phon wird im Vergleich zu 80 phon bei 20Hz 10dB weniger Pegel benoetigt.
Gruss, Markus
«
Letzte Änderung: Sa, 24. Oktober 2009, 23:25 von markus
»
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Re: Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
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Antworten #7 am:
Sa, 24. Oktober 2009, 23:48 »
Zitat von: markus am Fr, 23. Oktober 2009, 20:01
Es gibt keine sozial ausgrenzendere Behinderung als Schwerhoerigkeit.
Gruss, Markus
Ich will ja gewiss nicht sagen, dass Schwerhörigkeit oder Gehörlosigkeit gut sind. Dementsprechend soll man selbstverständlich auch auf sein Gehör achten.
Aber in Deutschland sind Schwerhörige und Gehörlose recht gut integriert, im Gegensatz zu anderen Behinderten. Ist es in den USA anders? Oder was hat Dich zu dieser Aussage bewegt?
Gruß
Stefan
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Kingping
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Re: Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
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Antworten #8 am:
So, 25. Oktober 2009, 12:59 »
Zitat von: markus am Sa, 24. Oktober 2009, 23:21
Bei 100 phon wird im Vergleich zu 80 phon bei 20Hz 10dB weniger Pegel benoetigt.
und trotzdem ist die empfindlichkeit des gehörs bei 500hz viel höher. "bauchig" kann es bei keiner lautstärke werden.
wenn ich +2db bezogen auf referenz höre, dann hätte eine "softness" schaltung nichts anderes zu tun, als den kompletten frequenzgang 2db abzusenken um den richtigen klangeindruck herzustellen.
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markus
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Re: Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
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Antworten #9 am:
So, 25. Oktober 2009, 13:52 »
Das hat damit nichts zu tun, wenn man alle Kurven auf die 80 phon-Kurve als Referenz normalisiert.
Gruss, Markus
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Kingping
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Re: Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
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Antworten #10 am:
So, 25. Oktober 2009, 14:07 »
Zitat von: markus am So, 25. Oktober 2009, 13:52
Das hat damit nichts zu tun, wenn man alle Kurven auf die 80 phon-Kurve als Referenz normalisiert.
wozu soll denn das gut sein? eine referenzlautstärke ist keinen normalisierungsfunktion.
wenn ich +20db einstelle (was absurd ist, aber bitte...) dann klingt es "richtiger", wenn nur die 500hz 20db lauter werden (da wo das gehör sehr empfindlich ist) und 20hz sollten nur 10db lauter werden?
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markus
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Re: Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
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Antworten #11 am:
So, 25. Oktober 2009, 16:08 »
Mein Eingangspost war missverstaendlich, deshalb hier nochmals neue Bildchen. Fuer eine Pegelreduktion von 10 dB unter Referenzpegel muessen Signale einer bestimmten Lautstaerke (in phon), folgendermassen mit einem EQ bearbeitet werden, damit die tonale Balance beibehalten wird:
Pegelreduktion -20dB
Pegelreduktion -30dB
Pegelreduktion -40dB
Pegelreduktion -50dB
Pegelreduktion -60dB
Wie man sieht, sind die anzuwendenden EQ-Kurven nur von der absoluten Pegelreduktion abhaengig und nicht von der Lautstaerke des Signals.
Hier noch die zugrundeliegenden Rohdaten (aus Fig. 2,
http://www.nedo.go.jp/itd/grant-e/report/00pdf/is-01e.pdf
):
Viele Gruesse, Markus
«
Letzte Änderung: Mo, 26. Oktober 2009, 03:47 von markus
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markus
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Re: Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
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Antworten #12 am:
Mo, 26. Oktober 2009, 14:42 »
Und hier noch Bildchen, wie die Kurven zustande kamen. Ich habe fuer jede Lautstaerken-Stufe die zugehoerigen EQ-Kurven fuer Absenkungen um 10dB, 20db, usw. erstellt. Beispiel resultierende EQ-Kurven fuer 90 phon laute Signale bei Pegelreduktion um 10, 20, 30, 40, 50, 60, 70 dB:
Das Selbe fuer 80 phon laute Signale:
...und so weiter und so fort.
Am Schluss muss man fuer die jeweilig gewuenschte Pegelabsenkung einfach die entsprechenden Kurven aus den einzelnen Diagrammen heraussuchen.
Gruss, Markus
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Letzte Änderung: Mo, 26. Oktober 2009, 14:47 von markus
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asb
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Re: Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
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Antworten #13 am:
Mo, 26. Oktober 2009, 20:21 »
Hallo Markus,
so schön eine pegelbezogene Lautstärkeregelung auch wäre, scheitert sowas m.E. schon an der Tatsache, dass anscheinend selten auf einem normierten Referenzpegel gemischt wird.
Zumindest was Audio-CD`s angeht.
Ich könnte zumindest bei mir für jede CD eine seperate Einstellung vornehmen....
Grüsse, Andy
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markus
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Re: Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
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Antworten #14 am:
Mo, 26. Oktober 2009, 20:42 »
Das ist fuer Musikproduktion richtig (obwohl es auch hier Referenzpegel-Verfechter gibt - z.B. Bob Katz), aber keine Entschuldigung, um auf solch eine Regelung zu verzichten. Unterschiede von 10dB bedeuten doppelte oder halbe Lautstaerke. Zum Glueck gibt's im Filmbereich einen Referenzpegel.
Gruss, Markus
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Gehoerrichtige Lautstaerkeregelung
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