Paravent als Absorber?!
  
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Di, 22. Mai 2012, 19:57
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Autor Thema: Paravent als Absorber?!  (Gelesen 2869 mal)
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« am: So, 07. Oktober 2007, 22:18 »

Hallo,

Julius hat in meinem Projektthreat http://www.casakustik.de/forum/index.php/topic,8.15.html gesagt, das ein Paravent als Absorber nicht viel bringen würde.

Nun meine Frage an euch, wie seht ihr das, bzw. hat jemand Erfahrungen mit solchen Paravents? Poison hat doch mal wa gebaut. Oder?

Gruß

Stefan
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« Antworten #1 am: So, 07. Oktober 2007, 23:24 »

Sag mir was du willst und dann lass uns rechnen. biggrinsen
Was sollte um wieviel absorbiert werden?
Paravent is ja dehnbar Begriff, könnte ja auch eine rollbare Wand mit verschiedenen Absorbern integriert sein. biggrinsen

Grüsse Gerd
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« Antworten #2 am: Mo, 08. Oktober 2007, 01:33 »

klar sollte das gehen.

den paravent entsprechend 1/4 lambda dick bauen und in die schnelle stellen  zustimm
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« Antworten #3 am: Mo, 08. Oktober 2007, 08:42 »

Hallo,

vielen Dank für eure Beteiligung.

In meinem Projektthread schrieb ich http://www.casakustik.de/forum/index.php/topic,8.msg431/topicseen.html#msg431 :

Zitat
Die einzelnen Ausreißer liegen bei etwa 18 Hz, 38 Hz, 56 Hz, 78 Hz und der Letzte kleinere Ausreißer bei 175 Hz.

Die Wellenlängen dazu sind 19 mtr, 9 mtr, 6,125 mtr, 4,397 mtr und 1,96 mtr.

Auffällig, es sind alles Vielfaches von 18 Hz, mit einer kleinen Ausnahme von dem letzten kleinen Ausreißer.

Der letzte kleine Ausreißer kann auch von der Strecke zwischen Rückwand und dem Versatz links kommen. Das sind 4,1 mtr. Vielleicht sollte ich an der Wand einen Plattenreso bauen.

Das längste Maß in meinem Raum ist 9 mtr. Mh, passt verdammt gut. Vielleicht sollte ich mal einen Paravent bauen, der hinter meinem Hörplatz aufgestellt wird. Also recht genau in der Mitte der 9 mtr. Das dürfte verflucht gut die Welle dämpfen, da es auch noch in der max. Schnelle liegt.

Was meint Ihr dazu? Und wie dick muss so ein Ding sein und welche höhe und breite sollte es haben?


Also mit 1/4 Lambda wird da nichts. In die Schnelle stellen schon.

Aber die Idee von Gerd

Zitat
Paravent is ja dehnbar Begriff, könnte ja auch eine rollbare Wand mit verschiedenen Absorbern integriert sein.

ist in etwa das, was ich mir vorstellte. Also irgendetwas rollbares, was ich hinter meinen Hörplatz stellen kann. Irgendwas bei 15cm dicke und vielleicht 2,5mtr breit und 2mtr hoch. Bitte die Maße als grobe Marschrichtung ansehen.

Ob das nun ein einfacher Absorber ist, oder ein Reso oder, oder, lass ich erst einmal völlig offen.

Gruß

Stefan
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« Antworten #4 am: Mo, 08. Oktober 2007, 09:24 »

Hallo Stefan,


dazu mal ein paar Gedanken.

Wenn du den/das (?) Paravent in die Raummitte stellst, befindet sich das Teil, wie schon angemerkt, in der Schallschnelle der ersten Mode (18Hz). Damit aber auch in dem Druckmaximum der zweiten (38 Hz), wiederum in der Schnelle der Dritten usw
Das heisst, du könntest in der Raummitte mit porösen Absorbern nur für die erste und dritte Mode arbeiten, für die zweite wäre ein Resonator sinnvoller.

Wenn man die erste Mode unterdrückt/minimiert, gibt es keine zweite, dritte etc. Nun stelle ich es mir aber nicht wirklich einfach vor, eine Frequenz von 28 Hz mittels porösen Materialien auf den Pelz zu rücken. Wäre sicherlich mal ein interessanter Versuch (da man ja in die Schnelle kommt), aber ich wäre da nicht sehr optimistisch. Des Weiteren stellt sich mir auch die Frage der Schallbeugung. Die wird ja meist nur an schallharten Körpern definiert. Aber da ein poröser Stoff ja auch eine Art Hindernis darstellt, könnte ich mir vorstellen, dass es auch dort zu einem gewissen Grad zu einer Beugung kommt.
Nun ist die Frage, was am besten tun? Denkbar wäre auch eine Resonatorenwand im Druckmaximum der ersten Mode. Also an der rückwärtigen Wand grossflächige Platten,- oder Helmholtzresonatoren. Auch sehr interessant und optisch auch gut zu gestalten.
Mit Schlitzabsorbern komme ich schlecht unter 100 Hz. Selbst mit Brettern (200x20) und 5 mm Schlitzen werden es nur 100 Hz. Fällt also raus.

Ich glaube, ich würde vom Paravent abgehen und die Sache mit der Reso-Wand versuchen. Ist nur die Frage, ob sich das in deinem Raum machen lässt.




Grüsse Andy

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« Antworten #5 am: Mo, 08. Oktober 2007, 09:31 »

Hallo Andy,

klingt gut, was Du sagst.

Mit der Wand geht nicht, da da Fenster sind. Wie Julius auch schon bemerkte, ist die Raumbreite etwa die Hälfte der Raumlänge. Das bedeutet, es kann rein spielen. Da ich jedoch ein SBA plane, fallen in dem Bereich die Moden oben-unten und links-rechts raus. Ich muss also "nur" vorne hinten behandeln. Ich habe kaum eine andere Möglichkeit, als den Paravent. Vielleicht noch einen aktiven Absorber hinten in der Ecke.

Ich könnte in der Ecke neben der Doppeltür noch einen Kantenabsorber bauen und das wars schon fast.

Gruß

Stefan
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« Antworten #6 am: Mo, 08. Oktober 2007, 09:54 »

Hallo,


Zitat
Mit der Wand geht nicht, da da Fenster sind.

Stimmt...hätte mir vorher die Zeichnung noch mal ansehen sollen  hammeraufkopf

Wenns also ein Raumteiler werden soll, würde ich möglichst schwere Mineralwolle (Glas, Stein) verbauen. Lässt sich ja auch nett mit Stoffen verkleiden.
Wenn das Teil 30 cm dick wird, sind das auch immerhin 1,5 m³ Wolle. Und wenn das nichts wird, kann man ein Raumen immer noch umfunktionieren, um einen Resonator für die zweite Mode draus zu machen.

Hast du einen Pegelmesser? Dann könntest du doch mal testen, ob du an dem Punkt des Paravents wirklich bei 28 Hz ein Druckminimum und bei 38 Hz ein Druckmaximum hast. Danach kann man dann auch wirklich planen.



Grüsse Andy
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« Antworten #7 am: Mo, 08. Oktober 2007, 09:55 »

hallo stefan,

Die Wellenlängen dazu sind 19 mtr, 9 mtr, 6,125 mtr, 4,397 mtr und 1,96 mtr.

Auffällig, es sind alles Vielfaches von 18 Hz, mit einer kleinen Ausnahme von dem letzten kleinen Ausreißer.

-

Also mit 1/4 Lambda wird da nichts. In die Schnelle stellen schon.

ja ok ... aber: ich hole mal noch was andere aus dem hifi-forum rüber. klick

lambda/16 für 18 hz wären demnach rund 120 cm und die absorption zirka 60 %. theoretisch, nä! einen versuch zumindest wäre es doch wert.

gruß
oliver
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« Antworten #8 am: Mo, 08. Oktober 2007, 10:04 »

Hallo Oliver,

Lambda 1/4 als Optimum heisst doch aber nicht die Materialdicke, sondern der Ort der Positionierung, oder?

Sprich, wenn im Hallraum ein Absorptionskoeffizient von meinetwegen 0,3 bei 125 Hz und 5 cm Dicke gemessen wurde, wird das ja auch nicht in der Schallschnelle gemessen, sondern plan am Boden liegend (oder mit ein wenig Abstand).
An der "richtigen" Stelle positioniert, sollte die Absorption noch besser sein.

Rein theoretisch sollten 30 cm Material in der Schallschnelle (0,25 Lambda) schon gut wirken.



Grüsse Andy
« Letzte Änderung: Mo, 08. Oktober 2007, 10:23 von asb » Gespeichert
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« Antworten #9 am: Mo, 08. Oktober 2007, 10:18 »

genau so  wink
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« Antworten #10 am: Mo, 08. Oktober 2007, 10:27 »

Ähhh...uups.

Nach nochmaligem Lesen deines Beitrages....  hammeraufkopf

 prost

Interessant wäre es dann, ob (so sich denn eine Beeinflussung der ersten Mode einstellt) sich auch die Vielfachen beeindrucken lassen. Für die 38 Hz würde der/das Paravent (verdammt, wie heisst das nun eigentlich?) ja genau im Druckmximum stehen. Also fehl am Platze.


@ Stefan


ich glaub, du musst basteln und einige Mutmaßungen beseitigen zwinkern



Grüsse Andy
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« Antworten #11 am: Mo, 08. Oktober 2007, 10:29 »

Ich glaube auch, das Oliver hier was zusammen wirft.

Die %Angaben beziehen auf den Abstand zur Wand und zur zweitrangig auf die Dicke des Materials. Am besten dürfte es sein, ein 1/4 Lambda dickes Material vor die Wand zu nageln. 1/4 Lambda deshalb, um in die Schallschnelle zu kommen. Wenn ich aber in der Schallschnelle im Raum einen Widerstand stelle, dann dürfte der auch dünner ausfallen dürfen. Das erklärt auch die Aussage von Andy, dass er in einem Studio nur Molton in großen Wandabständen hängen sehen hat und die Akustik gut war. Ähnliche Messungen bestätigen auch meinen Vorhang.

Ich denke schon, das ein solcher Paravent was bringen wird. Wie wäre es mit Thermarock 50? Und welche Vorschläge gibt es noch zur Dicke? Und ich würde bewusst mit Folie statt Flies arbeiten, denn ich denke es besteht die Gefahr der Überdämpfung im Mittel-Hochtonbereich.

Was meint ihr?

Gruß

Stefan
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« Antworten #12 am: Mo, 08. Oktober 2007, 10:40 »

Zitat
Am besten dürfte es sein, ein 1/4 Lambda dickes Material vor die Wand zu nageln.


Nein. Nach (unbewiesener) Aussage einiger Akustiker (ok,waren nur zwei) ist der Effekt der Absorption bei einem Wandabstand besser als die gleiche Stärke komplett mit Material zu füllen.
Wenn man aber als Beispiel die Schalldämmung heranzieht, ist auch dort ein Materialwechsel (Luft, Masse, Luft) besser als nur ein Medium.

In deinem Fall wäre also ein 2,2 m dicker Absorber 2,2 m vor der Wand zwinkern


Zitat
Wie wäre es mit Thermarock 50?

Barnie hatte doch ein sehr gutes Material entdeckt (Naturfaser, soweit ich mich erinnern kann....muss mal suchen).

Folie reflektiert ab 500-1000 Hz. Oder du kleidest die Sache mit ein paar Holzleisten ein.


Grüsse Andy

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« Antworten #13 am: Mo, 08. Oktober 2007, 10:48 »

Also doch Vlies.

Wie groß? Wie dick?

Stefan
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« Antworten #14 am: Mo, 08. Oktober 2007, 10:54 »

Dünne Folie zwinkern

Schau mal in dieses Board, da hab ich mal ein paar Folien "gemessen".

So, und hier mal das Material, welches Barnie verbaut hat.

Homatherm Flex CL

http://www.homatherm.com/fileadmin/media/downloads/produkte/flexcl/schallabsorptionsgrad_flexcl.pdf

War auch nicht teuerer, als vergleichbare Mineralwolle und ist durch Zellulose faserflugfrei.



Grüsse Andy
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