Schlitzabsorber, wie funzt das?
  
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Di, 22. Mai 2012, 19:56
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Autor Thema: Schlitzabsorber, wie funzt das?  (Gelesen 5531 mal)
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« am: So, 07. Oktober 2007, 17:49 »

Hallo ihr Lieben,

kann mir jemand etwas zu Schlitzabsorbern sagen? Wie funzen die? Wie setzt man die ein? Warum überhaupt Schlitz?

Fragen über Fragen.

Gruß

Stefan
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gto
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« Antworten #1 am: So, 07. Oktober 2007, 18:45 »

Gehört zur bekannten Gattung der Helmholtz Resonatoren. biggrinsen
http://www.saecollege.de/reference_material/pages/Low%20Mid%20Frequencies.htm
http://www.mhsoft.nl/Helmholtzabsorber.asp
noch ein paar links
http://fashionsound.ch/dwnl/absorption.pdf
und ein paar Blicke zu praktischen Anwendungen in denen auch klar wird, wie unterschiedlich auch die Geschmäcker in Sachen Optik sein können. biggrinsen
http://www.johnlsayers.com/Pages/Left_Bank.htm

Grüsse Gerd
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asb
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« Antworten #2 am: So, 07. Oktober 2007, 18:51 »

Hi Stefan,


meines Wissens sind das (wie auch Lochplattenresos) Breitband-Resonanzabsorber.
Vorzugsweise für den oberen Bassbereich-Mitteltonbereich.

Warum nun ausgerechnet Schlitze...ich würde auf Optik tippen. Denn im Grunde wäre es egal, ob Löcher oder Schlitze. Beide kann man auf bestimmte Frequenzbereiche abstimmen, dabei übermässige Hochtonabsorption vermeiden und durch geeignete Materialwahl eine bestimmte Optik erzielen.
Eine mit Holzlatten vertäfelte Wand sieht nett aus, ist relativ günstig und lässt reichlich Gestaltungsspielraum (Farben,Muster etc).

Kein wirklicher Schlitzabsorber (da hinten offen) aber in die Richtung gehend....Hinten noch eine Platte gegen, wäre es ein waschechter Schlitzabsorber zwinkern




Dabei sind in dem Fall die Abstände für den Einsatz direkt hinter dem Hörplatz ein bischen zu eng gewählt. Früher standen sie hinter den LS.



Grüsse Andy
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gto
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« Antworten #3 am: So, 07. Oktober 2007, 19:09 »

Je nach gewünschter Frequenz is halt ev. ein paar Latten auf einen Kasten zu nageln weniger Mühe als viele Löcher zu bohren.Siehe http://mb.abovenet.de/allabout-hifi/index.php/topic,302.msg3252.html#msg3252  biggrinsen
Auch eine Frage der Optik.
Hier ein Bsp. aus einem Studio, wie attraktiv auch Latten sein können. cool
http://www.nucleus.de/ts/gallery.htm
 

Grüsse Gerd
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« Antworten #4 am: Fr, 26. Oktober 2007, 19:18 »

HAllo,

ich mal wieder.

Sagt mal, wie berechnet man so einen Schlitzabsorber?

Gruß

Stefan
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asb
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« Antworten #5 am: Fr, 26. Oktober 2007, 19:33 »

Hi Stefan,

ich würd sagen, am besten auf mhsoft.nl

Jedenfalls waren die Berechnungen der Helmholtzresos immer recht genau.

Im Grunde ist der Schlitzabsorber ja nichts anderes, nur eben für einen anderen Frequenzbereich.


Grüsse Andy
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markus
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« Antworten #6 am: Di, 27. November 2007, 10:27 »

perforation = (schlitzbreite in mm / schlitzabstand in mm) * 100 %
resonanzfrequenz = 54,75 * rad((1000 * perforation) / (kastendicke in cm * effektive schlitztiefe in mm))

wobei die effektive schlitztiefe ca. das 1,2fache der holzstärke beträgt.

(aus friesecke, "studio akustik")
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #7 am: Fr, 14. Dezember 2007, 20:30 »

Jedenfalls wirken die Dinger wahre Wunder!


Wie zu sehen, ist über den LS eine Decke aus Holzbalken (Leimbinder), darüber Echtholzpaneele.
Die Decke wird 6 cm abgehängt, mit den gleichen Holzpaneelen, die Feder wurde entfernt, so daß ein Spalt von etwa 8mm entsteht.

Übrigens sind das 250 Bretter, 38 x 8 cm, das gab vieeeel Hobelspäne und Muckis im rechten Arm, da alles mit einer Gehrungssäge (so eine mit Führungsschienen) von Hand gesägt wurde, damit es glatte Kanten gibt.

Darüber kommt schalldurchlässiger Stoff in der Holzfarbe und 4 cm verdichtete Steinwolle (Heralan TS). Diese "Kasetten"" von 2 m Länge werden an die vorhandene Decke geschraubt. So bleibt die Optik erhalten und die Decke absorbiert. Und es passt nach wie vor zur Zimmerdecke.

Kleine Änderung: Die Kasetten liegen auf Nägeln, die in die Holzbalken eingeschlagen wurden.

Inzwischen habe ich 3 von 5 Elementen eingebaut. Schon das erste (wandnächste) brachte eine deutliche Verbesserung. Laut Berechnung wirkt es um 300 Hz sehr breitbandig. In jedem Fall senkt es den Nachhall im Bass und Grundton.

Es klingt sehr gut jetzt, die 100 Hz Resonanz höre ich nicht mehr. Bässe sind schön trocken und klar. Korrektur nach 2 Stunden hören, es klingt phantastisch!

Schmeißt alle Hi-End-Terminals, Weichen und Spikes weg und optimiert den Raum...

Anscheinend entstehen zwischen Decke und Fußboden einige Resonanzen, die sind nun geringer.

Die abgehängte Decke sieht auch gut aus, kaum ein Unterschied zu vorher.

Mal sehen, ob die beste aller Ehefrauen das merkt, die war nämlich 3 Tage auf Dienstreise, sowas muß man nutzen......

Muss mal Bilder einstellen und ev. Messungen machen.

Da diese Decke untypisch ist, empfiehlt sich bei normalen Decken ein Abhängung mit Akustikplatten zumindest über den Lautsprechern. Das kann man auch ansprechend gestalten, eventuell mit eingebauten Lampen.

Oder 8 cm dieses Produktes (oder eines anderen Herstellers, zB OWA).

http://www.rockfon.de/graphics/RFN-...Facett_A_24.pdf

Ohne Abhängung absorbiert das 45% bei 125 Hz, bei höheren Frequenzen mehr! Da die hohen Frequenzen so gut wie nicht nach oben abgestrahlt werden, ist das unproblematisch.

Also die Platten an die Decke kleben, wem die Optik nicht gefällt, kann Stoff darüber spannen oder Holzpaneele mit Schlitz.
« Letzte Änderung: Fr, 14. Dezember 2007, 20:32 von moby dick » Gespeichert

Freundliche Grüße
Jürgen
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« Antworten #8 am: Sa, 15. Dezember 2007, 12:52 »

Hallo,


schöner Bericht  danke und gute Idee.


Zitat
Muss mal Bilder einstellen und ev. Messungen machen.

Auf jeden Fall! Sowas interessiert hier immer.
Wird aber schwierig mit vorher/nachher Vergleichen, oder?

An meine Decke muss ich auch noch ran, werden aber Lochplatten....



Grüsse Andy
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #9 am: Sa, 15. Dezember 2007, 13:38 »

Lochplatten von Knauf oder Danoline mit Vlies und Steinwolle sind prima in der Wirkung. Passen bei mir leider nicht zum Rest des Raumes.
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Freundliche Grüße
Jürgen
Ydope
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« Antworten #10 am: Di, 18. Dezember 2007, 21:49 »

Hi,

sehr interessanter Bericht. Leider kapiere ich trotz der Beschreibung nicht so recht, was du da gemacht hast. Hast du evtl. noch eine Nahaufnahme? Und inwiefern hat die Konstruktion was mit Schlitzabsorbern zu tun?

Dank und Gruß
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« Antworten #11 am: Di, 18. Dezember 2007, 22:36 »

Wie zu sehen, ist über den LS eine Decke aus Holzbalken (Leimbinder), darüber Echtholzpaneele.
Die Decke wird 6 cm abgehängt, mit den gleichen Holzpaneelen, die Feder wurde entfernt, so daß ein Spalt von etwa 8mm entsteht.

Darüber kommt schalldurchlässiger Stoff in der Holzfarbe und 4 cm verdichtete Steinwolle (Heralan TS). Diese "Kasetten"" von 2 m Länge werden an die vorhandene Decke geschraubt. So bleibt die Optik erhalten und die Decke absorbiert. Und es passt nach wie vor zur Zimmerdecke.

Kleine Änderung: Die Kasetten liegen auf Nägeln, die in die Holzbalken eingeschlagen wurden.
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markus
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« Antworten #12 am: Di, 18. Dezember 2007, 23:17 »

bilder??
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Ydope
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« Antworten #13 am: Mi, 19. Dezember 2007, 10:40 »

Ja, ich habe die Beschreibung gelesen, bevor ich gepostet habe.

Ist der 8 mm Spalt waagerecht zwischen Panelen, die den unteren Abschluss bilden oder ist er vertikal zwischen Decke und Dämmplatten? Ich kenne den Begriff 'Feder' nicht.
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« Antworten #14 am: Mi, 19. Dezember 2007, 10:44 »

Eine Profilholzlatte bestet aus einer Nut und einer Feder. Die Feder wird in die Nut gesteckt. Wenn man nun die Feder abmacht, an einigen Stellen, dann stecken die beiden Bretter an den Stellen halt nicht mehr zusammen und Du kannst durchschauen. Ist also so, als ob Du eine Platte nimmst und Schlitze rein fräst. Diese sind offensichtlich 8mm breit und son Brett mag wohl 8-10mm stark sein.

Gut erklärt?

Stefan
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