Ich hab mal das Bild von Markus als Vorlage genommen und hab es mit der 8260a modifiziert:
Die 2,40m Breite wir hier schon bei 2m erzielt. Das deckt sich auch mit der Angabe von Genelec, die einen Hörabstand von 2m mit einer Tolleranz von +0,90/-1,30m empfehlen. Also alles zwischen 0,70 und 2,90m:

Event Opal:
Am Montag (07.12.) war ich arbeitstechnisch in Köln und da hat es sich gut ergeben doch mal beim Holger (aktivposten) vorbei zu schauen. Er hat sie frisch zugeschickt bekommen und war selbst ganz gespannt auf diese Lautsprecher.
Eins schon einmal vorweg...der Monitor kann brachiale Lautstärken produzieren. Sie dürften sogar Heimkinotauglich sein. Als Holger mal so richtig aufgedreht hat, wurde es mir definitiv zu laut.
Jetzt zu meinem subjektiven Eindruck:
Als erste Musik hab ich eine CD von Trentemöller abgespielt, da diese durch einen enormen Tiefgang und sehr komplexe Basssignale glänzt.
Ernüchterung. Wo ist der Tiefbass? irgendetwas fehlt da. Das kenne ich besser/anders/druckvoller. Ich war recht erstaunt, da die Lautsprecher mit einer unteren Grenzfrequenz von 35Hz angegeben werden.
Als nächstes hab ich eine Frauenstimme abgespielt (Ayo). Bei der Aufnahme weiß ich, dass sie ein wenig scharf geraten ist. Sie zischelt also leicht, was bei einem präsenten Hochton stören kann. Mit Kopfhörern bekomme ich nach einer Weile Kopfschmerzen

Die nächste Ernüchterung. Kein ausgeprägtes Zischeln? Schönt sie obenrum etwa ein wenig? Oder arbeitet der Hochtöner einfach nicht sauber genug?
Dafür klingt das Klavier sehr gut. Schön rund und sehr voll/voluminös/mächtig.
Um das mit dem Zischeln zu Verifizieren hab ich die aktuelle CD von Lily Allen abgespielt, welche sehr spitz aufgenommen ist. Mit Kopfhörern kaum zu ertragen, für das Radio sehr gut

Auch hier fehlte die Schärfe im Hochton. zwar nicht völlig, aber schon auffallend.
Der Bass kam sehr gut Rüber. Da es eine Mainstream-Produktion ist und entsprechend gut im Radio funktionieren muss, geht der Bass nicht sonderlich tief runter. der 80Hz Teil ist leicht geboostet, damit es punchiger wirkt, was der Monitor wirklich sehr gut darstellt.
Abgespielt hab ich dann noch "Jazz At The Pawn Shop", welches eine exellente Live-Aufnahme ist. Hier spielt ein Xylophon, welches über die gesamte Breite der Aufnahme gemischt ist. Links die hohen, rechts die tiefen Töne.
Das nachschwingen der einzenlen Töne empfand ich als exellent. Die Bühne ansich ist sehr aufgeräumt und klar sind die einzelnen Instrumente voneinander zu unterscheiden. Die Stimmung der Aufnahme wird sehr gut transportiert.
Hab noch 1, 2 andere Sachen abgespielt, die aber nicht so hängen geblieben sind. Jedenfalls hat Holger dann mal ein paar seiner CDs eingelegt, um sich ein Urteil zu bilden.
Ansich kann er am besten beschreiben, wie er es empfunden hat, hier nur kurz angerissen was mir in der nicht optimalen Hörposition aufgefallen ist:
Die unteren Mitten einer Gitarre werden Knallhart in den Raum gestellt. Gitarrenseiten sind unheimlich punchig und laden zum rocken ein

...hat mir sehr gut gefallen!
Zum Schluss haben wir mit KSTR seiner Test-CD versucht, ob die Opal wirklich bis 35Hz runter kommt. Holger hat einen Pegelmesser gezückt und ich hab die 35Hz angespielt...Der Pegel lag bei etwa 97dB was ich wirklich beachtlich finde. Das 8"-Chassi ist also wirklich sehr breitbandig.
Was erstaunlich ist, weil der Bass nicht so wirklich zufriedenstellen ist.
Nun aber zu meinem Erklärungsversuch, wieso Trentemöller zu "blutarm" ...also Bassarm wirkte:
Da das 8" Chassi stark auslenken muss um wirklich tiefe Frequenzen wieder zu geben, bleibt keine Reserve mehr um Mitten ordentlich zu reproduzieren. Bemerkt hat man es auch bei Stücken, wo eine tiefe Männerstimme singt. Sobald Bass und Tiefe Männerstimme gleichzeitig "gezeigt" werden mußten, wurde diese verdeckt/maskiert...ist also untergegangen.
Da Trentemöller sehr tief und basslastig ist, sind viele Details verloren gegangen... schade :-)
Kurzes Fazit:
Der Monitor macht für Pop/Rock wirklich spass, solange keine "ultratiefen" Frequenzen wiedergegeben werden müßen. Der Pegel ist beachtlich und ich könnte mir sie gut als Ersatz vorstellen. Mit einem Subwoofer für den Tiefton bekommt man mit sicherheit einen echten, Partytauglichen Monitor.
Holger wollte noch Messungen Anfertigen...bin gespannt

Gruß,
Moritz