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Aktive Bassfalle
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Autor
Thema: Aktive Bassfalle (Gelesen 1174 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
paschulke2
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Beiträge: 183
Aktive Bassfalle
«
am:
Sa, 15. August 2009, 11:38 »
Angeregt durch
http://www.zehner.ch/aktiveabsorber.htm
kann man ja mal über sog. aktive Bassfallen (ABF) diskutieren. Der Hersteller Bag End beschreibt seine Bass Trap hier:
http://www.bagend.com/bagend/ETrap.htm
Ich persönlich halte eine ABF für eine elektroakustische Übertragungsanlage (Studio, Heim, ...) für sinnlos. Warum?
Eine ABF besteht aus: Mikrofon, einstellbarem Resonanzkreis, Phasenschieber, Verstärker und Lautsprecher. Das Prinzip ist, dass bei einer (oder mehreren) einstellbaren Resonanzfrequenz gezielt Antischall erzeugt wird, der eine Schalldrucküberhöhung bei dieser Frequenz ausgleicht. So weit, so gut.
Es stellt sich aber die Frage, warum als Quelle für den Antischall ein Mikrofonsignal genommen werden soll, wo doch das anregende Signal bekannt ist (wie gesagt, wir reden hier von einer elektroakustischen Übertragungsanlage). Noch dazu ist das Signal aus der Anlage störungsfreier, mit weniger Verzögerung behaftet und es besteht auch nicht die Gefahr einer Rückkopplung wie bei Verwendung eines Mikrofons als Quelle für den Antischall. Die einfachste Verbesserung einer ABF wäre also, das Signal direkt aus der elektroakustischen Übertragungsanlage zu beziehen. Damit ist es aber keine ABF mehr, sondern eine Lösung mit mehr als einem (Sub-)Basslautsprecher.
Der nächste Schritt wäre dann, sich zu fragen, ob es sinnvoll ist, den zusätzlichen Basslautsprecher nur bei einer oder zwei Frequenzen als Antischallquelle einzusetzen.
1.) Die Wirkung ist die gleiche wie die eines
genau eingestellten
Equalizers (siehe:
http://www.casakustik.de/forum/index.php/topic,309.msg6388.html#msg6388
). Warum soll ich erst Schall erzeugen um dann den abgestrahlten Schall mit Anti-Schall zu kompensieren? Das ist m. E. Verschwendung von Material (Verstärker, Lautsprecher) und Leistung, vor allem weil ...
2.) ... genug andere Möglichkeiten bekannt sind, mit mehreren Basslautsprechern die Wiedergabe über eine elektroakustische Übertragungsanlage in einem (kleinen) Raum zu verbessern.
Nicht verschweigen möchte ich die m. E. sinnvolle Anwendung einer ABF (
Zitat von der o.g. Bag End Seite
):
"And, obviously it is impossible to "equalize" a room where there is no sound system present, such as a recording studio where acoustic instruments such as drums or piano are recorded."
Als Bassfalle in einem Aufnahmeraum (oder einem Raum, in dem einfach nur musiziert wird) halte ich die ABF durchaus für sinnvoll. Sie wird zwar teurer als eine passive Lösung sein, ist dafür aber kleiner und erheblich flexibler (weil einstellbar).
Gruß
Thomas
«
Letzte Änderung: Sa, 15. August 2009, 15:40 von paschulke2
»
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KSTR
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Beiträge: 93
Re: Aktive Bassfalle
«
Antworten #1 am:
Sa, 15. August 2009, 23:13 »
Sie sind klein, flexibel und funktionieren. Das reicht um sie als sinnvoll verkaufen zu dürfen. Natürlich geht es auch anders und einfacher/stabiler, wenn die Umstände fix und bekannt sind (Home-HiFi). Ansonsten ist die Variante schon einfach sehr praktikabel, besonders für kleine Beschaller/Bands/DJs etc.
Grüße, Klaus
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paschulke2
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Beiträge: 183
Re: Schulung: Raumakustik im Heimbereich
«
Antworten #2 am:
Mo, 17. August 2009, 09:21 »
----------- Beiträge hierhin überführt von
dort
. -Y-----------
Zitat von: Ydope am So, 16. August 2009, 21:39
Damit es funktioniert, muss die Einstellung des EQ so sein, dass sie Frequenz und Q der Resonanz sehr genau trifft. Wenn sich nun die Raumtemperatur ändert, ein neues Möbelstück im Raum ist, eine Tür oder ein Fenster geöffnet wird, mehr Menschen im Raum sind und dergleichen, ändert dies möglicherweise schon die Lage im Vergleich zur Messlage so stark, dass man wieder neu einstellen müsste. Und ist der EQ nicht exakt richtig eingestellt, kann er die Lage auch verschlechtern.
Das alles gilt m. E. genauso für die aktive Bassfalle. Auch da muss f und Q genau getroffen werden und auch da wirken sich die von Dir beschriebenen Änderungen so aus. Sorry, aber für mich hat die aktive Bassfalle was von "umständliche EQ von hinten durch die Brust ins Auge".
Zitat von: Ydope am So, 16. August 2009, 21:39
Dies plus die schon öfter erwähnte Ortsabhängigkeit sind m.E. die Gründe, weswegen auch viele Fachleute, denen die theoretischen Konzepte bekannt sind, dazu neigen, EQ nur maßvoll anzuwenden.
Dann mögen diese Fachleute doch bitte richtige Begründungen verwenden, und nicht immer wieder die alte Leier von der zeitlich konstanten Wirkung eines EQ, mit der diese Fachleute den Eindruck von ihrer Kompetenz nicht gerade erhöhen.
Gruß
Thomas
«
Letzte Änderung: Mo, 17. August 2009, 18:14 von Ydope
»
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Ydope
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Beiträge: 1133
Re: Schulung: Raumakustik im Heimbereich
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Antworten #3 am:
Mo, 17. August 2009, 12:41 »
Thomas,
ich wollte die "aktiven Absorber" auch gar nicht in Schutz nehmen. Es ist ja auch keine neue Idee, sondern seit Jahren vieldiskutiert in den üblichen Online-Foren...
Gruß
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Dies ist keine Signatur
markus
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Beiträge: 1471
Re: Schulung: Raumakustik im Heimbereich
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Antworten #4 am:
Mo, 17. August 2009, 15:02 »
Zitat von: paschulke2 am Mo, 17. August 2009, 09:21
Sorry, aber für mich hat die aktive Bassfalle was von "umständliche EQ von hinten durch die Brust ins Auge".
Eine einzelne aktive Bassfalle vielleicht ja, aber mit mehreren sollten sich positive Einfluesse wie "Auffuellen von Dips" und "glatter Amplitudengang ueber eine groessere Hoerflaeche" erreichen lassen. Das kann kein EQ.
Gruss, Markus
«
Letzte Änderung: Mo, 17. August 2009, 16:45 von markus
»
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paschulke2
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Beiträge: 183
Re: Schulung: Raumakustik im Heimbereich
«
Antworten #5 am:
Mo, 17. August 2009, 17:55 »
Zitat von: markus am Mo, 17. August 2009, 15:02
Eine einzelne aktive Bassfalle vielleicht ja, aber mit mehreren sollten sich positive Einfluesse wie "Auffuellen von Dips" und "glatter Amplitudengang ueber eine groessere Hoerflaeche" erreichen lassen. Das kann kein EQ.
Sicher. Aber: Wenn ich schon mehrere Subwoofer aufstelle, dann kann ich doch damit mehr machen, als pro Woofer ein oder zwei Resonanzen zu bearbeiten, oder?
Was das "Auffüllen von Dips" angeht, frage ich mich, ob die Pegelanforderungen an die aktive Bassfalle dann nicht die gleichen sind wie an einen Woofer, der den Dip mit Pegelanhebung auffüllen soll. Das ist
keine
rhetorische Frage, sondern eine echte.
Eigentlich wollte ich das ja lieber in dem von mir begonnenen Thread "Aktive Bassfalle" diskutieren. Wenn vielleicht ein Admin ein wenig umräumen könnte ...?
edit: Danke!
Gruß
Thomas
«
Letzte Änderung: Mo, 17. August 2009, 18:22 von paschulke2
»
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markus
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Beiträge: 1471
Re: Schulung: Raumakustik im Heimbereich
«
Antworten #6 am:
Mo, 17. August 2009, 19:53 »
Zitat von: paschulke2 am Mo, 17. August 2009, 17:55
Wenn ich schon mehrere Subwoofer aufstelle, dann kann ich doch damit mehr machen, als pro Woofer ein oder zwei Resonanzen zu bearbeiten, oder?
Hoffentlich! Ansonsten reicht ein Anti-Mode 8033 vollkommen aus. Noch einfacher und billiger bekommt man derzeit Moden nicht bekaempft.
Zitat von: paschulke2 am Mo, 17. August 2009, 17:55
Was das "Auffüllen von Dips" angeht, frage ich mich, ob die Pegelanforderungen an die aktive Bassfalle dann nicht die gleichen sind wie an einen Woofer, der den Dip mit Pegelanhebung auffüllen soll. Das ist
keine
rhetorische Frage, sondern eine echte.
Ja, die Bassfalle ist nichts weiter als ein zusaetzlicher Sub.
Gruss Markus
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