Welches Material für Mauerwerk?
  
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Di, 22. Mai 2012, 19:40
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Autor Thema: Welches Material für Mauerwerk?  (Gelesen 1735 mal)
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Verrückter
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« am: Di, 21. Juli 2009, 21:48 »

Hallo,

nein, nein, ich will nicht ein neues Kino bauen! Aber mein Bekannter.

Er will ein Haus bauen, mit einem Flachdachanbau, wo ein Vorraum von etwa 4x3 Meter und anschließend ein Kino mit 4x6 Meter entstehen soll. Die Trennwand zwischen den beiden Räumen soll aus einer Leichtbauwand bestehen und die mittige Tür soll nur einen Durchbruch ohne Türblatt sein. Das Dach kann aus Beton oder Holz bestehen. In beiden Fällen kommt eine ca. 24cm dicke MiWo Dämmung rein. Darunter soll Gipskarton genagelt werden. Bei der Betonvariante kanns auch so sein, dass die Isolierung auf dem Beton kommt und nicht raumseitig. Die Außenwände können aus Kalksandstein oder Gasbeton gefertigt werden. Es kann aber auch sein (muss noch geklärt werden), dass die Innenwand und die Außenwände aus unterschiedlichen Steinmaterialien gemauert werden. Normalerweise wird auch verputzt. Der Fußboden ist schwimmender Estrich.

Ich würde ihm empfehlen, dass er

- die Holzdachvariante nimmt und unter der Lattung keine Gipskartonplatten macht, sondern nur eine Stofflage, damit hat er schon gewaltige Absorbtion. Kann der Schallschutz dann ein Problem werden?
- Alle Wände aus dem gleichen Steinmaterial mauert und das Verputzen gleich weg lässt, da er die Wände eh mit Stoff oder Teppich verkleidet. Ist Gasbetonstein besser? Hat der eine absorbierende Wirkung? Wahrscheinlich nicht, da die "Gasblasen" geschlossen sind, wie bei Styropor. Oder?

Was sagt ihr zu den beiden Punkten? Auf was soll er noch achten? Habt ihr Vorschläge?


Danke und Gruß

Stefan
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markus
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« Antworten #1 am: Di, 21. Juli 2009, 22:25 »

Die grundlegendste Frage ist: wieviel Daemmung nach aussen muss erreicht werden? Je weniger gedaemmt werden muss, umso weniger raumakustische Massnahmen muessen spaeter ergriffen werden.
Waende wuerde ich in Staenderbauweise ausfuehren. Eine sog. "Staggered Wall" ist schon 'mal ziemlich gut: http://www.greengluecompany.com/insulationCommonWall.php
Interessante Infos zum Absoptionsverhalten von derartigen Waenden: http://www.greengluecompany.com/soundAbsorption.php
Gemauerte – und damit schallharte – Waende sind akustisch die schlechteste Loesung.

Gruss, Markus
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« Antworten #2 am: Mi, 22. Juli 2009, 08:42 »

Hallo MArkus,

vielen Dank für die interessante Ausführung.

Leider ist das dort nicht umsetzbar, da in Deutschland so nicht gebaut wird und auch nicht ausnahmsweise soll.

Es bleiben schallharte Wände. Frage nur, ob Gasbeton oder Kalksandstein. Außerdem die Decke. Magst Du dazu noch was sagen?

Es sind übrigens alles, außer Eine und die Innenwand, Außenwände. Die eine Wand ist eine Wand zum Rest des Hauses.

Schallschutz nach außen ist so eine Sache. Er hat sicher keinen Bock auf Ärger mit den Nachbarn, die in deutschen Baugebieten ja nun recht dicht nebeneinander wohnen.

Gruß

Stefan
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« Antworten #3 am: Mi, 22. Juli 2009, 09:05 »

Die MiWo in der "offenen" Decke könnte auch Thermarock50 sein...
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focal 93
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« Antworten #4 am: Mi, 22. Juli 2009, 13:23 »

Hi Verrückter,

denkbar und empfehlenswert sind doppelt beplankte Gipskartonvorsatzschalen, frei stehend vor der Mauerwerkswand.

Die vermindern nicht nur den Schalldurchtritt nach aussen, sondern wirken auch als sehr tieffrequente Absorber.  Auf Grund der großen Fläche auch sehr effektiv.


Siehe:

http://www.ibp.fraunhofer.de/akustik/ba/schallschutz/daga02.pdf


Ciao

Uwe
« Letzte Änderung: Mi, 22. Juli 2009, 13:29 von focal 93 » Gespeichert
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« Antworten #5 am: Mi, 22. Juli 2009, 13:29 »

Ja, das stimmt wohl.  Ist auch ne gute Idee. Daher sollte auch die Trennwand so ausgeführt werden.

Hat denn keiner zu meinen beiden Fragen eine Idee/Antwort?


Stefan

P.S: Letzlich ist es ja so ähnlich wie Markus seine Wand...
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markus
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« Antworten #6 am: Mi, 22. Juli 2009, 14:22 »

Leider ist das dort nicht umsetzbar, da in Deutschland so nicht gebaut wird und auch nicht ausnahmsweise soll.

Mittlerweile sollte man Betriebe finden, die das koennen. Es hat wie gesagt nur Vorteile. Wenn ich mir die weiter vorgeschlagenen Loesungen mit Vorsatzschale anschaue, dann wird die gesamte Konstruktion unnoetig aufwendig und damit teuer. Erstmal einen Betonbunker bauen und dann aufwendig wieder daempfen. Macht fuer mich keinen Sinn. "Haben wir immer schon so gemacht, machen wir auch weiterhin so." Schade. Wobei der Holzrahmenbau in Europa schon vor Massivbauweise Anwendung fand: http://de.wikipedia.org/wiki/Holzrahmenbau

Gruss, Markus

P.S. Die Decke offen zu lassen erhoeht die Daempfung natuerlich betraechtlich. Allerdings gibt es kaum mehr Daemmung nach aussen hin.
« Letzte Änderung: Mi, 22. Juli 2009, 14:25 von markus » Gespeichert
iceman
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« Antworten #7 am: Mi, 22. Juli 2009, 15:38 »

Ich hab irgendwo (vielleicht sogar hier im Forum) von Hartfaserplatten gelesen die im Zusammenspiel mit hinterliegender Dämmwolle und Wandabstand einen koeffizienten von fast 1 im gesamten FG hatten.

Vielleicht kann da jemand auf die sprünge helfen.

Wie wärs denn mit einem Partyzelt / Festzelt als HK. Wäre dann ja fast Freifeld.

Gruß
Stefan
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« Antworten #8 am: Mi, 22. Juli 2009, 15:58 »

Leute, da frag ich, welche Beschaffenheit die Decke und die Steine haben sollen und man emphielt mir Holzwände und Zelte schreck
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focal 93
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« Antworten #9 am: Mi, 22. Juli 2009, 16:25 »

Hi Verrückter,

ohne Garantie auf Praxistauglichkeit:

Hohlkammersteine auf die Seite legen.  Gibt ganze Wände voll mit prima Lambdaviertelresonatoren.

Im übrigen hat Markus nicht unrecht, Fachwerkbauten gibt es schon ewig, desgleichen die ganzen "in einer Woche fertig-Fertighäuser".

Die bestehen aus einer stabilen Holzpfostenkonstruktion, viel Mineralwolle in den Zwischenräumen, innen Gipskartonplatten, aussen OSB-Platten und noch eine wetterfeste Schicht drauf ( Holz, Schiefer, Eternit...)

Das alles sollte auch für den Garagenbau unkompliziert und kostengünsti(er!) zu realisieren sein.

Im Zweifel eine Fertigcarport kaufen und "aufhübschen" wie beschrieben.

Ciao

Uwe
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markus
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« Antworten #10 am: Mi, 22. Juli 2009, 16:37 »

Leute, da frag ich, welche Beschaffenheit die Decke und die Steine haben sollen und man emphielt mir Holzwände und Zelte schreck

Es soll doch fuer den Anwendungszweck (Heimkino) die beste Loesung sein, oder? Was bringt es da schallharte schmale oder schallharte breite Steine zu empfehlen? "Wuerde gerne Fussball spielen, habe aber kein Fussballfeld. Soll ich nun den gruenen oder den roten Ball nehmen? Welcher ist besser?"

Gruss, Markus
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« Antworten #11 am: Mi, 22. Juli 2009, 16:56 »

Markus, entweder hast Du meine Frage nicht verstanden oder ich verstehe Deine Ausführung nicht. Meine Frage war nicht bzgl. der Form der Steine sondern dessen Materialien.

Stefan
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markus
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« Antworten #12 am: Mi, 22. Juli 2009, 17:46 »

 heul Grosse Steine oder kleine Stein, Kalksandstein oder Gasbeton, ich sehe keinen nennenswerten Unterschied.

Die letzten paar Diskussionen hier im Forum zeigen immer wieder das gleiche Muster: das Pferd wird von hinten aufgezaeumt. Der eine kann seine Stuehle und/oder Subs nicht so anordnen, dass es gut klingt, der andere will aus mir unbekannten Gruenden unbedingt die akustisch schlechteste Ausgangssituation schaffen - und das auch noch bei einem Neubau. Im Anschluss wird dann mit aufwendigsten Mitteln herumgedoktert, als ob sich die Physik austricksen liesse. Ich versteh's nicht. Ich Armer. Vielleicht ist's hier in USA auch einfach zu heiss fuer mich.

Gruss, Markus
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« Antworten #13 am: Mi, 22. Juli 2009, 19:07 »

heul G Kalksandstein oder Gasbeton, ich sehe keinen nennenswerten Unterschied.

Das ist mal ne Aussage, wie ich sie mir gewünscht hätte.

Erklär mal einer Baubehörde, dass die Garage aus Holzständerwerk gebaut werden soll. Außerdem war das doch auch nicht meine primäre Frage.

Zitat
Die letzten paar Diskussionen hier im Forum zeigen immer wieder das gleiche Muster: das Pferd wird von hinten aufgezaeumt. Der eine kann seine Stuehle und/oder Subs nicht so anordnen, dass es gut klingt, der andere will aus mir unbekannten Gruenden unbedingt die akustisch schlechteste Ausgangssituation schaffen - und das auch noch bei einem Neubau. Im Anschluss wird dann mit aufwendigsten Mitteln herumgedoktert, als ob sich die Physik austricksen liesse. Ich versteh's nicht. Ich Armer. Vielleicht ist's hier in USA auch einfach zu heiss fuer mich.

Gruss, Markus

Schlag doch mal konkret was vor. Und sag bitte nicht, das habe ich doch in meinem Post mit zwei Links.

Was heulst Du eigentlich wegen uns? Wir heulen doch stänig wegen Dir.

Ansonsten ist es auch nicht für mich...

Stefan

Stefan
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« Antworten #14 am: Mi, 22. Juli 2009, 21:42 »

Hallo Markus,

bestimmte Sachen sind in Deutschland halt schwieriger als in USA. ( Heiß ist es bei uns aber auch biggrinsen)

Wenn Stefans Kumpel um den Steinbau nicht herumkommt, weil es die Behörden anders nicht genehmigen würden, so müssen wir das akzeptieren.

Und darauf aufbauend konstruktive Hinweise geben:

Ich finde Betonbunker eigentlich gar nicht so schlimm, höre schließlich selber in einem.

Den wichtigsten Punkt für ein Heimkino erfüllt diese Konstruktionsweise nämlich:  Man kann ungestraft Mörderpegel fahren!

Mein Vorschlag mit der Gipskartonvorsatzschale ist auch nicht sooo teuer, im Selbstbau kommt man vielleicht auf 20,-/m² bei einer dreifachen Beplankung. ( Deren Eigenresonanz liegt ( wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt bei 35 Hz )).

Dann ev.noch ein DBA für den .1 Kanal und klassische Bedämpfung mit Kantenabsorbern usw. und schon ist ein feines Heimkino in Sicht.... lolwech

Ciao

Uwe
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