Das vernachlässigte Bassfundament
  
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Mi, 08. Februar 2012, 07:12
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Autor Thema: Das vernachlässigte Bassfundament  (Gelesen 1756 mal)
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asb
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« am: Sa, 04. Juli 2009, 01:01 »

"Zur Behandlung der tiefen Frequenzen beim Darbieten, Aufnehmen und Wiedergeben von Sprache und Musik."

P. K. Burkowitz und H. V. Fuchs


Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr.-Ing. Helmut V. Fuchs


PDF im Anhang.




Grüsse, Andy

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« Antworten #1 am: Sa, 04. Juli 2009, 16:08 »

Hallo Andy,

fein, dass es doch noch geklappt hat, die pdf.Datei hochzuladen.

Besonders interessant fand ich die Untersuchungen an Instrumenten, welche bei hohen Tönen angeschlagen werden und trotzdem tieffrequent schwingen:

" In Abb. 3 ist z.B. die zeitliche Entwicklung des Klangspektrums im Nahfeld, also ohne
starken Raumeinfluss, eines Klaviers dargestellt, wenn auf diesem der Ton cˆˆˆ angeschlagen
wird. Au‚er dem Hauptton bei 1047 Hz, der sich beim genauen Hinsehen bzw. Hinhren erst
allmƒhlich (nach ca. 50 ms) aus einem ziemlich breitbandigen gerƒuschƒhnlichen Spektrum
heraus entwickelt, sind noch einige, teils nur sehr schwach ausgeprƒgte, Obertne bei etwa
2094, 3141 und 4188 Hz zu erkennen. Unterhalb des Haupttones werden aber ebenso deutlich
lang anhaltende Klanganteile bis zu sehr tiefen Frequenzen erkennbar, die zwar wegen der
Empfindlichkeit des menschlichen Gehrs schwƒcher wahrgenommen werden, die aber in
einiger Entfernung von der Quelle mit Reflexionen aus einem hier meist ungedƒmpften Raum
stark interferieren und somit den Hreindruck beim Zuhrer wesentlich mit beeinflussen
knnen."

Leider kann ich aus dem PDF heraus nicht das Diagramm hier reinsetzen und Umlaute verschluckt mein Rechner auch...

Ciao

Uwe
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« Antworten #2 am: Sa, 04. Juli 2009, 16:34 »

Ich werde aus dem Artikel nicht schlau. Natuerlich kann eine reduzierte Nachhallzeit eine bessere Durchhoerbarkeit bieten, aber Musik und Auffuehrungsraum haben sich schon immer gegenseitig bedingt.
Eine sehr lesenswerte, interdisziplinaere Eroerterung des Themenkomplexes findet sich in "Spaces Speak" von Blesser.

Wir beschaeftigen uns in diesem Forum mit einem sehr viel kleineren Themengebiet, naemlich der Tonwiedergabe ueber Lautsprecher in akustisch kleinen Raeumen. Den Bassbereich einer Darbietung in einem grossen Konzertsaales mit der Lautsprecherwiedergabe in einem Wohnzimmers vergleichen zu wollen heisst Aepfel mit Birnen zu vergleichen.

Gruss, Markus
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« Antworten #3 am: So, 05. Juli 2009, 14:06 »

Hallo Markus,

ich finde den verlinkten Beitrag schon deswegen interessant, weil da eine ganze Reihe von Thesen drinstehen, welche mit den mir bislang bekannten Theorien/ praktischen Umsetzungen in Kollision stehen.

z.Bsp:

"Diese Erfahrungen weckten schon damals die Einsicht, dass die untersten Oktaven in vielen
Fäƒllen tatsƒchlich mehr zur Herstellung von Realitäƒtsnäƒhe beitragen als eine "mü„hsam herbei
gequäƒlte" Erweiterung des Hochton-Bereiches, den die meisten Menschen „über 50 ohnehin
nicht mehr wahrnehmen können".

und:

"UnabhĊngig von ihrer jeweiligen Realisierbarkeit in den nun einmal so bestehenden
RĊumen ist die Einsicht ganz wichtig, dass dem Tieftonbereich raumakustisch und
aufnahmetechnisch generell weit mehr Bedeutung beigemessen werden sollte, als das bis
heute allgemein ü„blich ist. Wirkungsvolle Verbesserungen sind auch unterhalb 63 Hz
jedenfalls von gr‚ößerer Bedeutung als oberhalb 8 kHz..."

oder:

"Leider sind die Hörgewohnheiten unkritischer Aufnahme-Konsumenten durch Millionen
unvern„ünftig bemessener, in Gehäƒusen unsachgemä߃‚ integrierter und in schlecht
konditionierten Umgebungen aufgestellter Lautsprecher inzwischen ziemlich verbogen und
nachhaltig ruiniert worden".


Ich finde solche Statements aus berufenem Munde schon bemerkenswert, weil sie mir zeigen, dass man sich in der Profiwelt durchaus auch Gedanken über die Situationen beim "Endverbraucher" macht...   



Ob sich dieses spezielle PDF jetzt unbedingt auf das " Kerngeschäft" unseres Forums runterbrechen lässt, ist mir eigentlich gleich.  Ich schaue gern über den Tellerand hinaus.

Das von Herrn Fuchs zur Verfügung gestellt PDF, versteht er als Einstiegsbeitrag in unser Forum. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, möchte er erst einmal nur mitlesen und sich eine aktive Beteiligung für später aufheben.


Ciao

Uwe
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« Antworten #4 am: So, 05. Juli 2009, 14:23 »

Das von Herrn Fuchs zur Verfügung gestellt PDF, versteht er als Einstiegsbeitrag in unser Forum. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, möchte er erst einmal nur mitlesen und sich eine aktive Beteiligung für später aufheben.


Ciao

Uwe


Und vielleicht die Reaktionen auf seine Statements abwarten um entscheiden zu können ob und in wie weit es sich für ihn "lohnt" sich hier einzubringen.


Stefan
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markus
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« Antworten #5 am: So, 05. Juli 2009, 16:15 »

Hallo Uwe,

ich sehe keine neuen Erkenntnisse. Aber wenn neu hinzugestossene Leser dadurch fuer die Grundlagen hochwertige Tonreproduktion sensibilisiert werden, dann soll mir das nur recht sein.
Allerdings wird im Artikel wild von aesthetischen Aspekten zu Aufnahmetechnik zu Wiedergabetechnik gesprungen, was den unbedarften Leser zu einer Menge von Fehlschluessen verleiten kann.
Genau diese "wilde" Mischung hat die Tonindustrie zu dem gemacht was im Artikel bemaengelt wird. Es gibt keine Normen, die eine sachliche Diskussion zulassen. Man moege sich die Haengepartie zu Mehrkanal-Musikformaten ansehen. Die Filmindustrie hat vorgemacht wie's geht und uebernimmt m.M. nach auch die Fuehrung fuer Musikwiedergabe. Es ist halt wie im richtigen Leben: wer nichts entscheidet, fuer den wird entschieden. Eine diesbzgl. interessante Entwicklung sollte nicht vergessen werden: Musik wird heute wahrscheinlich oefter ueber Kopfhoerer konsumiert, als ueber Lautsprecher.

Zurueck zur aktiven Beteiligung von Herrn Fuchs: Ich haette sehr viel mehr praxisorientierte Fragen, z.B. VPR: Wirksamkeit, Funktionsweise, Vergleich zum herkoemmlichen poroesen Kantenabsorber, struktureller Bassabsorber und vieles mehr.

Gruss, Marksu
« Letzte Änderung: So, 05. Juli 2009, 16:23 von markus » Gespeichert
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« Antworten #6 am: So, 05. Juli 2009, 18:08 »


Zurueck zur aktiven Beteiligung von Herrn Fuchs: Ich haette sehr viel mehr praxisorientierte Fragen, z.B. VPR: Wirksamkeit, Funktionsweise, Vergleich zum herkoemmlichen poroesen Kantenabsorber, struktureller Bassabsorber und vieles mehr.

Hallo Markus,

das kommt schon noch.  Ich weiß auch schon ein bißchen mehr ( zum VPR) , respektiere aber seine Bitte, noch nichts davon zu veröffentlichen oder zu zitieren.

Ciao

Uwe
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markus
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« Antworten #7 am: So, 05. Juli 2009, 18:19 »

Ich weiß auch schon ein bißchen mehr ( zum VPR)

Darf der VPR nun frei aufgehangen werden oder ist die Montage vor einer schallharter Wand notwendig? Weshalb die Geheimniskraemerei? Patent?

Gruss, Markus
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« Antworten #8 am: So, 05. Juli 2009, 18:29 »

Ich weiß auch schon ein bißchen mehr ( zum VPR)

Darf der VPR nun frei aufgehangen werden oder ist die Montage vor einer schallharter Wand notwendig? Weshalb die Geheimniskraemerei? Patent?

Gruss, Markus

Hi Markus,

ich schreib Dir eine PM.

Ciao

Uwe

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« Antworten #9 am: So, 05. Juli 2009, 20:32 »

Darf der VPR nun frei aufgehangen werden oder ist die Montage vor einer schallharter Wand notwendig? Weshalb die Geheimniskraemerei? Patent?
Das wird auch von der Konstruktion abhängen. Wenn der Schaum hinter dem Blech sehr zäh ist (speziell ggü Biegung/Scherung), aso auch ohne Abstützung von hinten genug Energie verzehern kann, dann wird es auch mit weicher Rückwand oder mit Wandabsstand funzen. Jedoch, wenn ich mir z.B. die Variante von RPG anschaue (Modex dort genannt), läßt sich die optimale Kombinationswirkung nur mit direktem, planem Anschluss an eine harte Rückwand erzielen.

Grüße, Klaus
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« Antworten #10 am: So, 05. Juli 2009, 20:47 »

Ob sich dieses spezielle PDF jetzt unbedingt auf das " Kerngeschäft" unseres Forums runterbrechen lässt, ist mir eigentlich gleich.  Ich schaue gern über den Tellerand hinaus.
Sehe ich auch so. Ausserdem ist die Problematik doch letzlich die gleiche, halt ein paar Oktaven nach oben verschoben -- was die Sache ja eigentlich bloß noch schlimmer macht.

Grüße, Klaus
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markus
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« Antworten #11 am: So, 05. Juli 2009, 22:20 »

Ob sich dieses spezielle PDF jetzt unbedingt auf das " Kerngeschäft" unseres Forums runterbrechen lässt, ist mir eigentlich gleich.  Ich schaue gern über den Tellerand hinaus.
Sehe ich auch so. Ausserdem ist die Problematik doch letzlich die gleiche, halt ein paar Oktaven nach oben verschoben -- was die Sache ja eigentlich bloß noch schlimmer macht.

Grüße, Klaus

Nichts gegen aussertellerraendliche Blicke, aber das ist ja genau das was ich mit Aepfel und Birnen meinte: der Raum skaliert, aber die akustischen Parameter skalieren nicht mit. Die Standardeinfuehrung in die Thematik ist fuer mich nach wie vor http://www.aes.org/e-lib/download.cfm?ID=13686&name=harman

Gruss, Markus
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Ydope
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« Antworten #12 am: Mo, 06. Juli 2009, 10:13 »

Ausserdem ist die Problematik doch letzlich die gleiche, halt ein paar Oktaven nach oben verschoben -- was die Sache ja eigentlich bloß noch schlimmer macht.


Sehe ich anders. Nicht-modale akustische Interferenz spielt in sehr großen Räumen überhaupt keine Rolle, in sehr kleinen eine sehr große. Es gäbe noch andere Beispiele.

Gruß
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KlausR.
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« Antworten #13 am: Mo, 06. Juli 2009, 11:40 »

Nicht-modale akustische Interferenz spielt in sehr großen Räumen überhaupt keine Rolle, in sehr kleinen eine sehr große.

Was, bitte, wäre nicht-modale akustische Interferenz?

Klaus
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Ydope
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« Antworten #14 am: Mo, 06. Juli 2009, 19:12 »

Was, bitte, wäre nicht-modale akustische Interferenz?

Damit meine ich stehende Wellen, die keine Raummoden sind. Siehe http://www.casakustik.de/forum/index.php/topic,35.0.html
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