Idealer Raum
  
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Di, 22. Mai 2012, 03:26
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Autor Thema: Idealer Raum  (Gelesen 4627 mal)
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Barnie
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« am: Mi, 20. Mai 2009, 09:39 »

Hallo!

Welche Raumform und mit welchen Dimensionen würdet ihr wählen, wenn ihr ein Haus bauen würdet und diesbezüglich freie Hand hättet und warum? Ob Stereo oder Mehrkanal könnt ihr selber entscheiden, interessant ist die Begründung. Weiter interessiert es mich wie ihr diesen Raum akustisch gestalten würdet - was für Absorber/Diffusoren? wo? wieviele? etc. Und als letzter Punkt, mit welchem Equipment - weniger die Marke und das Modell sondern eher welches System - Fullrangeboxen mit/ohne Subs, kleine Satelliten mit Subs, wieviele Subwoofer, welcher Grösse/Abstimmung, wie angesteuert etc... Tobt euch sozusagen aus! Das einzige was vielleicht bei der ganzen Sache etwas berücksichtigt werden sollte, ist, dass es irgendwo realisierbar und bezahlbar bleiben soll. Schön wäre es, wenn am Schluss dieses Threads ein oder mehrere Konzepte herauskämen, die in der Praxis machbar und auch für den Otto-Normalverbraucher bezahlbar sind - also keine Phantasiegebilde à la Wellenfeldsynthese o.Ä.   zwinkern

Dieses Forum beinhaltet eine unglaubliche Fülle an Informationen, Ideen und verschiedenen Meinungen zu diesem Thema. Hier soll jeder quasi seine "Vision" vorstellen.   

Bin gespannt was dabei rauskommt!  daumenhoch

Grüsse
Barnie
« Letzte Änderung: Mi, 20. Mai 2009, 15:44 von Barnie » Gespeichert

paschulke2
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« Antworten #1 am: Mi, 20. Mai 2009, 12:09 »

Welche Raumform und mit welchen Dimensionen würdet ihr wählen, wenn ihr ein Haus bauen würdet und diesbezüglich freie Hand hättet und warum?

Wenn wirklich das ganze Haus und nicht nur ein "Raum" geplant und gebaut wird, dann würde ich auf genau das achten, was nur in diesem Fall möglich ist: Keine parallelen Wände, idealerweise auch in der Höhe nicht.

Gruß
Thomas
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alex8529
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« Antworten #2 am: Mi, 20. Mai 2009, 12:13 »

Keine parallelen Wände, idealerweise auch in der Höhe nicht.

Gruß
Thomas

in etwa so.....

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Barnie
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« Antworten #3 am: Mi, 20. Mai 2009, 13:41 »

Da sind doch fast alle Wände trotzdem parallel!  biggrinsen

@Paschulke2 - du meinst sowas wie z.B. ein Pentagon mit einer abgeschrägten Decke oder?
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Ydope
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« Antworten #4 am: Mi, 20. Mai 2009, 14:02 »

http://www.gearslutz.com/board/photo-diaries-recording-studio-construction-projects/304215-amsterdam-mastering-construction-thread.html

Fertig auf Seite 9.

Oder ist das overkill? zwinkern
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Barnie
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« Antworten #5 am: Mi, 20. Mai 2009, 14:10 »

Schon ein wenig...  zwinkern Sowas in einer leicht abgeschwächten Form, wäre allerdings auch meine Vorstellung gewesen. Werde ich mal Posten wenn ich etwas Zeit finde.
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alex8529
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« Antworten #6 am: Mi, 20. Mai 2009, 14:42 »


Hi,

dazu las ich mal einen Baubericht vom Akustiker.

Bei der Abnahme wurde festgestellt, dass die NHZ-Kurve ein wenig (glaube so +/- 0,5 dB)
unterschiedlich ist, und es musste mit riesen Aufwand nachgebessert werden
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paschulke2
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« Antworten #7 am: Mi, 20. Mai 2009, 14:54 »

Fertig auf Seite 9.
Ja, sowas. Ein Raum wie ein kleiner, moderner Mini-Konzertsaal.
Oder ist das overkill? zwinkern
Mir ging es ja nur um die Form. Wenn man das im Haus gleich so plant, hält sich der Overkill für die Form doch in Grenzen.

Gruß
Thomas
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Ydope
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« Antworten #8 am: Mi, 20. Mai 2009, 15:01 »

dazu las ich mal einen Baubericht vom Akustiker.

Bei der Abnahme wurde festgestellt, dass die NHZ-Kurve ein wenig (glaube so +/- 0,5 dB)
unterschiedlich ist, und es musste mit riesen Aufwand nachgebessert werden

Nanu, wo hast du das denn gelesen? Oder hast du Zugang zu Geheiminformationen?  grübel
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Ydope
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« Antworten #9 am: Mi, 20. Mai 2009, 15:04 »

Mir ging es ja nur um die Form. Wenn man das im Haus gleich so plant, hält sich der Overkill für die Form doch in Grenzen.

Denke auch, dass so eine Form besser ist als z.B. ein regelmäßiges Pentagramm. Es ist sinnvoller, einen länglichen Grundriss zu haben.

Gruß
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Barnie
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« Antworten #10 am: Mi, 20. Mai 2009, 15:05 »

Meine "Vision", von einem akustisch sehr guten und finanziell sowie vom Aufwand her realisierbaren Heimkino-/Stereoraum sieht wie folgt aus:


Raum
Masse: 8m x 7m x 3m
Bauweise: Beton
Akustik: An allen Wänden 0.5m dick Steinwolle deckenhoch gestapelt und mit 0.5 Abstand/Luft zu den Wänden, so dass pro Wand eine Gesamtdicke von je einem Meter realisiert werden könnte. So würde ein Hörraum von 6m x 5m bzw. 30qm übrig bleiben. Decke wird auch 0.8m abgehängt mit 50cm Wolle allerdings mit "nur" 30cm Abstand/Luft dahinter. Das Ganze wird dann mit Lochrigips (http://ch.rigips.de/download/r_1_4301.pdf) verkleidet und dunkel angemalt. An die seitlichen und hinteren Reflexionspunkte würde ich noch ein paar Styrodurdiffusoren (http://forum.poisonnuke.de/index.php?action=ViewThread&TID=2653) kleben, um etwas "Lebendigkeit" in den Mitten-/Hochtonbereich zu bringen.

Ich denke die gelochte Rigipsverkleidung sowie das Styrodur wären für den Bass weitestgehend "unsichtbar", so dass die Wolle dahinter ihre volle absorbierende Wirkung im Bass entfalten kann. Andererseits sollte die Verkleidung für eine teilweise Reflexion der oberen Mitten/Höhen sorgen, was dem Raum die nötige "Luft/Frische" zurückgeben sollte. Falls nötig, könnte man auf den Boden und/oder an die Dekce noch einen dicken Teppich für den Hochton platzieren.

Boxen:
(Ich nenne hier gleich die Marke und das Modell weil die Box praktisch jeder kennt und sie genau das erfüllt, was ich für mein "Projekt" brauche) 5 / 6 oder 7 (je nach Klangeindruck und Budget) x Canton Ergo RC-A als 7.7 System. Die RC-A hat eine aktive Basssektion und das Verstärkermodul hat sogar einen separaten LFE-Eingang. So könnte man alle Boxen auf LARGE laufen lassen und hätte gleichzeitig sieben Subwoofer im Raum - sozusagen ein Multisubsystem mit sieben Subwoofern ohne separate Subwoofer! Der Frequenzgang der RC-A reicht bis knapp unter 30Hz bei +/-3db, was mir persönlich völlig ausreicht. Nebenbei hätte ich bei Stereo fullrange Boxen ohne Subwoofer und ohne was Umschalten zu müssen. Eine andere Möglichkeit wäre, alle Boxen im AVR auf SMALL zu stellen und dann nur das LFE-Signal jeder einzelnen RC-A zuführen. Somit wäre gesichert, dass JEDE Box im System dasselbe Bassignal bekommt. Allerdings müsste man da sicher sein, dass das Bassmanagement verlässlich "arbeitet" und nix "wegschneidet" oder weglässt wie einige AVR'sdas machen... Evtl. also auch mit HTPC statt mit AVR.

Starten würde ich mit nur fünf RC-A's und dann würde ich weiterschauen ob das reicht oder ob ich noch weitere RC-A's reinstelle. Alternativ kämen auch "richtige" Subwoofer (evtl. als SBA) als Ergänzung in Frage. Ein DBA würde ich nicht mehr realisieren wollen - siehe Nachteile: http://de.wikipedia.org/wiki/Double_Bass_Array - das deckt sich weitestgehend mit meinen Erfahrungen. Durch die "unsaubere" Auslöschungen gelingen phaseninvertierte Schallanteile zum Hörplatz, was die Wiedergabequalität erheblich mindert. (ist zumindest meine Meinung/Erfahrung - bitte an dieser Stelle keine weiteren Diskussionen dazu - wenn dann bitte per PN oder in einem anderen Thread)

Leinwand
Die Centerbox würde ich in der Rigipswand "versenken" (genauso wie alle Kabel und Beleuchtung). Als Leinwand würde ich ein schalldurchlässiges Tuch an die vordere schwarz angemalte Wand spannen. Ca. 2.5m bis 3m breit sollte sie sein und mit einer 21:9 Maskierung.

Das wars dann auch schon! Der Preis für Raum + Boxensystem wäre:

Steinwolle + Rigips ~ 3000EUR
Diffusoren ~ 600EUR
Total Akustik: 3600EUR (+ Arbeit - evtl. durch eine Gipserfirma machen lassen)

7 x Canton Ergo RC-A ~ 4200EUR (599EUR/Stück)

Also mit Kleinkram, Kabel usw. in Eigenregie realisiert Total ~ 8'000EUR. Im machbaren Bereich würd ich sagen.

Kommentare und/oder Ergänzungen/Vorschläge sind natürlich wie immer erwünscht!

Grüsse
Barnie

P.S. Jetzt seid ihr dran!  zwinkern
« Letzte Änderung: Mi, 20. Mai 2009, 15:24 von Barnie » Gespeichert

markus
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« Antworten #11 am: Mi, 20. Mai 2009, 15:46 »

An allen Wänden 0.5m dick Steinwolle deckenhoch gestapelt und mit 0.5 Abstand/Luft zu den Wänden, so dass pro Wand eine Gesamtdicke von je einem Meter realisiert werden könnte.

Das wird leider nix, denn normale Mineralwolle wird reflektiv wirken. Es muesste schon sehr fluffiges Material sein. Dadurch entsteht aber eine Verminderung der Absorptionsleistung. Zudem wird die Montage des Materials schwierig werden. Derartige Bauten gibt's ja – siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Schalltoter_Raum. Fuchs ("Schallabsorber und Schalldaempfer") spricht von Keillaengen von 1,7m fuer 50Hz.

In den ersten 2 Oktaven (20-80Hz) wirkt m.E. nur ein DBA optimal.

Gruss, Markus
« Letzte Änderung: Mi, 20. Mai 2009, 15:50 von markus » Gespeichert
markus
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« Antworten #12 am: Mi, 20. Mai 2009, 18:57 »

Keine parallelen Wände, idealerweise auch in der Höhe nicht.

Wieso waeren nicht-parallele Waende ideal? Moden bilden sich dessen ungeachtet aus. Der Raum wird m.E. nur schwieriger handhabbar, weil schwerer zu berechnen.
Interessant ist eine unregelmaessige Oberflaeche, um den Raum diffuser zu gestalten (siehe JAES Volume 57 Number 4 2009 April: S. J. Loutridis, "A Study on the Temporal Evolution and Sound-Field Homogeneity in Small Rooms"). Die Nachhallzeit sinkt dadurch. Ob man mit dem Resultat allerdings gluecklicher ist, sei dahingestellt.

Gruss, Markus
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paschulke2
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« Antworten #13 am: Mi, 20. Mai 2009, 19:36 »

Wieso waeren nicht-parallele Waende ideal? Moden bilden sich dessen ungeachtet aus. Der Raum wird m.E. nur schwieriger handhabbar, weil schwerer zu berechnen.

Ach so, es geht also um einen Raum, dessen Moden möglichst einfach zu berechnen sind. Dann plädiere ich für einen exakt würfelförmigen (B=H=T) Raum mit mindestens 1m dicken Stahlbetonwänden ...
« Letzte Änderung: Mi, 20. Mai 2009, 19:43 von paschulke2 » Gespeichert
markus
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« Antworten #14 am: Mi, 20. Mai 2009, 19:59 »

Ach so, es geht also um einen Raum, dessen Moden möglichst einfach zu berechnen sind. Dann plädiere ich für einen exakt würfelförmigen (B=H=T) Raum mit mindestens 1m dicken Stahlbetonwänden ...

Nein, darum ging es (mir) nicht – ich dachte eher an Reflexionsmusterberechnung. Die Forderung nach nicht-parallelen Waenden liesst man im Web ja an allen Ecken. Gerne im Zusammenhang mit Moden. Dies ist allerdings irrefuehrend.
Deswegen meine Frage: "Wieso waeren nicht-parallele Waende ideal?"

Gruss, Markus
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