Selbstbau-Helmholtzresonator
  
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Di, 07. Februar 2012, 03:59
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Autor Thema: Selbstbau-Helmholtzresonator  (Gelesen 10581 mal)
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asb
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« am: Sa, 29. September 2007, 19:13 »

Hallo,


Regen regt....den Basteltrieb an zwinkern

Also mich beigemacht und den 250 L (ein erster Versuch)HR zersägt, ein paar Reste Spanplatte zusammengeklaubt und ab in die Garage.

Aufgrund der unverhältnismässigen Wirkung der Glaswolle in den Ecken sollen jetzt hier zwei HR ihren Platz finden. Neuer Versuch sozusagen.
Da ich auf der linken Seite den Heizkörper im Wege habe, blieben nur kleine Gehäuse zu bauen.

Abmaße (innen) 26x26x88 = 59,5 L




Ziel war wieder die erste Quermode (44 Hz). Nach dem Onlinerechner von mhsoft gebaut....die Reflexrohre 2 cm länger gemacht...passt.




Die Rückwand habe ich mit 5 cm Glaswolle bedämpft (bei dem ersten Testdummy ergab ein unbedämpfter HR längeren Nachhall).
Hier schön zu sehen, dass sich auch der Nachhall verringert hat (Achtung....keine relative Nachhallmessung!). Zur besseren Veranschaulichung habe ich näher an der Rückwand gemessen, als sich der Hörplatz befindet. EQ -> Bypass

Amplitudenfrequenzgang




Wasserfall vorher




Wasserfall nachher




Sind zwar wieder "nur" ca 4 dB Minderung im Frequenzgang, aber diesmal auch ein geringerer Nachhall. Sie bleiben  smile



Grüsse Andy
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asb
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« Antworten #1 am: So, 30. September 2007, 10:24 »

Hab ich gestern in der Eile vergessen:

Die Reflexrohre haben einen Durchmesser von 58 mm (verzinktes Stahlblech) und sind 15 cm lang.

Ich habe gestern noch mal einen Hörtest gemacht....die Öffnungen zugeklebt...der Unterschied ist, trotzdem die Pegelabsenkung nicht mehr ist, als bei dem großen, deutlich hörbar.
Jetzt bin ich doch geneigt, den Pegeleinbrüchen versuchsweise mit HR auf den Pelz zu rücken. Warten wir den nächsten Regen ab.


Grüsse Andy
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iceman
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« Antworten #2 am: So, 30. September 2007, 12:23 »

Hallo,
ein paar fragen hätte ich.

1. Macht es füt dich mehr Sinn (akustisch) den FG mit Raumakustikmaßnahmen (Helmi, Reso) zu optimieren als durch dein EQ?
Hintergrund ist, das man mir im Hififorum empfohlen hat mein 45Hz Problem mit nem EQ anzugehen, mir wiederstrebt der Gedanke allerdings da noch ein Gerät mehr in den Signalweg zu legen.

2. Macht es einen unterschied für die Berechnung der Helmis ob die Rohre Bündig mit der Frontwand abschließen oder nach außen ragen?

3. Du hast drei Öffnungen benutzt, verhalten die sich so wie eine große?

Gruß
Stefan
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« Antworten #3 am: So, 30. September 2007, 13:46 »

Hallo Stefan,


Zitat
Macht es füt dich mehr Sinn (akustisch) den FG mit Raumakustikmaßnahmen (Helmi, Reso) zu optimieren als durch dein EQ?

Natürlich  zustimm immer.

Nur ist es nach meinen bisherigen Erfahrungen so, dass es in (m)einem Wohnraum (fast) unmöglich ist, einen ausgewogenen BSP nur mit raumakustischen Mitteln zu erreichen. Zumal der EQ auch nichts am Nachhall ändert. Trotzdem möchte ich diese Möglichkeit nicht mehr missen.
Negative Auswirkungen durch das zusätzliche Gerät habe ich noch nicht rausgehört. Ganz im Gegenteil.


Zitat
Macht es einen unterschied für die Berechnung der Helmis ob die Rohre Bündig mit der Frontwand abschließen oder nach außen ragen?

Bei denen, die ich bisher gebaut habe....nein. In einer Ausgabe der "Recording" war mal die Rede von unterschiedlicher Mündungskorrektur bei abschliessenden oder bündigen Öffnungen (einseitig, beidseitig und ungeflanscht)...ich habe bisher keine Unterschiede (im Raum) messen können.
In "Schallschutz und Raumakustik in der Praxis" ist auch nur die Rede von unterschiedlich anwendender Mündungskorrektur bei rechteckigen und runden Öffnungen. Allerdings gehen die Autoren immer nur von einfachen Löchern aus...nicht von Rohren.


Zitat
Du hast drei Öffnungen benutzt, verhalten die sich so wie eine große?

Nach meiner Recherche sind mehrere kleine Öffnungen effektiver, als eine grosse. Ich würde aber nicht unter 5 cm im Durchmesser gehen.
Ausserdem erreicht man mit mehreren Öffnungen eine grössere Fläche zur Absorption.


Angaben ohne Gewähr zwinkern



Grüsse Andy
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« Antworten #4 am: So, 30. September 2007, 22:05 »

Hallo Andy,

ich habe mich mit meinen Messungen noch einmal in Bezug auf EDT beschäftigt. War sehr interessant.

Hast Du bei Deinen Messungen die EDT ausgewertet? Würde mich interessieren, wie sich die verändert hat.


Gruß

Stefan

P.S. Hast Du den Teil in Deinem neuen Buch durch?
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asb
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« Antworten #5 am: So, 30. September 2007, 22:12 »

Hallo Stefan,


Nachhallmessungen kann ich erst nächste Woche machen. Den betreffenden Teil des Buchs hab ich auch noch nicht geschafft. Hatte erst noch mit den Helmholtz-Geschichten zu tun.
Aber auf den ersten Blick steht dort nicht allzuviel über die EDT drin, leider.

Dazu kommen noch andere Baustellen...  rolleyes



Grüsse Andy
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« Antworten #6 am: So, 30. September 2007, 22:16 »

Kein Thema.

Berichtest Du, wenn Du damit durch bist?

Danke

Stefan
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gto
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« Antworten #7 am: So, 07. Oktober 2007, 19:12 »

Andy, hast du schon mal die Hunecke Erklärung gelesen und mit Fließ hinter der Öffnung getestet?
http://www.hunecke.de/de/wissen/absorber/helmholtz-resonatoren.html

Grüsse Gerd
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« Antworten #8 am: So, 07. Oktober 2007, 19:22 »

Andy, hast du schon mal die Hunecke Erklärung gelesen und mit Fließ hinter der Öffnung getestet?
http://www.hunecke.de/de/wissen/absorber/helmholtz-resonatoren.html

Grüsse Gerd

Habsch gelesen  zustimm Und bei dem ersten HR getestet. Ergebnis war nicht zufriedenstellend.
Irgendwie liest sich das auch nicht ganz logisch (für meine Logik  smile )...ist doch Kompression der Luft in den Öffnungen auch Teil der Absorption.
Aber ich kann das ja mit den zwei Kleinen noch mal probieren.



Grüsse Andy
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« Antworten #9 am: So, 07. Oktober 2007, 19:28 »

Andy, hast du schon mal die Hunecke Erklärung gelesen und mit Fließ hinter der Öffnung getestet?
http://www.hunecke.de/de/wissen/absorber/helmholtz-resonatoren.html

Grüsse Gerd

Habsch gelesen  zustimm Und bei dem ersten HR getestet. Ergebnis war nicht zufriedenstellend.
Irgendwie liest sich das auch nicht ganz logisch (für meine Logik  smile )...ist doch Kompression der Luft in den Öffnungen auch Teil der Absorption.
Aber ich kann das ja mit den zwei Kleinen noch mal probieren.



Grüsse Andy

Unlogisch klingts für mich nicht, sonst würden ja auch sämtliche Lochplattendecken von Rigips und Co auch nur unbefriedigend funktionieren.
Die haben ja auch alle Fließ drauf und da gibts ja auch Messungen von Prüflabors dazu.
Hab ja auch keine Ahnung, denk halt manchmal laut. biggrinsen

Grüsse Gerd
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« Antworten #10 am: So, 07. Oktober 2007, 19:36 »

Wollte ja auch nicht sagen, dass mein einer Test deren Theorie verwirft. In diesem einen, speziellen Fall hats nichts gebracht.
Hast du noch die Worte von Joachim im Kopf, der meinte, Dämmmaterial möglichst weit weg von den Öffnungen zu positionieren?
Welche Messungen das immer sind, die die Trockenbaufirmen veröffentlichen, weiss ich aus dem Stehgreif nicht mehr. Mir deucht jedoch, dass es immer nur die nackten Platten mit dahinterliegender Wolle war. Kann mich auch irren (wahrscheinlich).

Zitat
Hab ja auch keine Ahnung, denk halt manchmal laut

Willkommen im Club  prost  zwinkern


Grüsse Andy
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« Antworten #11 am: So, 07. Oktober 2007, 19:57 »

Bei Rigips gibts Rieselschutz oder Akustikfließ, aber Wolle auf Löcher oder dünnes Fließ dahinter is halt auch noch ein Unterschied, scheint aber mit beiden zu funktionieren. Obs dann aber noch das Helmholtzprinzip is das Wirkt. nixweiss
http://www.rigips.com/web/at/prodsys/akustik/akustik_rightnav/akustik_lochplatten_1.php
Meine 2 Lochabsorber haben ja auch dünnes Fließ dahinter und funktionieren. Ev. sollte ich das bei dem Dritten tiefer abgestimmten,wo mich die
Wirkung nicht überzeugt, mal nachrüsten und messen. biggrinsen

Grüsse Gerd

 
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« Antworten #12 am: So, 07. Oktober 2007, 20:31 »

Hi Gerd,


in der Literatur (Fasold/Veres) ist auch die Rede von einer Bedämpfung im Resonatorhals mittel porösem Material, oder einem Vlies.

Was ich bei dem Vlies nicht kapiere, die sind meist hauchdünn und schalldurchlässig. Was soll da dämpfen?  grübel

Ich werd morgen mal die Öffnungen mit ein wenig Glaswolle füllen und Vergleichsmessungen machen. Interessiert mich ja auch.
Bei dem ersten, den ich gebaut habe, war das Abdecken der Öffnungen kontraproduktiv. Daher bin ich davon ab. Aber ich lass mich ja gern eines Besseren überzeugen  zustimm



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« Antworten #13 am: So, 07. Oktober 2007, 20:50 »

Wollt ja nur ein wenig Verwirrung stiften, is mir doch gelungen, oder? biggrinsen
Versuchs bitte mal auch mit was dünnem und einfacher Watte oder so.
Das mit dem dämpfen, ja is mir auch ein Rätsel, wie sovieles Andere auch. biggrinsen
Aber es verhindert ja sicher auch keine sich bewegende Luftsäule, bremst sie halt ev. mehr oder weniger, und wiederspricht IMHO etwas der Gegenschalltheorie, oder auch nicht. hammeraufkopf
Na ja, die Theorien. rolleyes

Grüsse Gerd
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« Antworten #14 am: So, 07. Oktober 2007, 21:18 »

Zitat
Aber es verhindert ja sicher auch keine sich bewegende Luftsäule, bremst sie halt ev. mehr oder weniger, und wiederspricht IMHO etwas der Gegenschalltheorie, oder auch nicht.


Jupp...alles gute Fragen.

Nur leider für uns schwer allgemeingültig zu beantworten. Aber das irren im Dunkeln kann ja auch spannend sein    smile

Mal sehen, was sich morgen ergibt.



Grüsse Andy
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