Akustik im Epidaurus Theater bei Athen
  
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Di, 22. Mai 2012, 03:20
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Autor Thema: Akustik im Epidaurus Theater bei Athen  (Gelesen 1445 mal)
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Ydope
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« am: Mo, 20. April 2009, 22:43 »

Hi,

das antike Theater in Epidaurus bei Athen ist seit Jahrhunderten bekannt für sein extem gute Akustik. Es war schon lange Thema vieler Spekulationen, was genau die Ursache ist. Nun haben amerikanische Forscher anscheinend herausgefunden, dass es hauptsächlich an der Form der Sitzreihen liegt, die Frequenzen < 500 Hz zu absorbieren scheinen. Das meiste an nicht gewollten Geräuschen und Lärm spielt sich unterhalb dieses Bereichs ab und gleichzeitig ist es nicht so schlimm für Sprachverständlichkeit wenn dieser Bereich fehlt; Ein Effekt, den man vom Telefon kennt. Insgesamt ergibt sich so eine sehr gute Akustik.



Der Artikel (englisch) ist sehr technisch, aber evtl trotzdem für den ein oder anderen interessant: http://www.me.gatech.edu/declercq/JASApaperEPID.pdf

Gruß
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Barnie
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« Antworten #1 am: Di, 21. April 2009, 09:53 »

Ich hätte jetzt auf die kuscheligen Bäume im Hintergrund getippt... Ich hab auch schon ein paar Konzerte hier gesehen:

http://www.rostseite.de/fotos2/istrien_pula_arena.jpg

Die Akustik war auch jedes mal hammermässig!
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markus
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« Antworten #2 am: Di, 21. April 2009, 15:05 »

Hallo,

interessantes Paper. Leider haben sie voellig vergessen den akustischen Einfluss von menschlichen Koerpern (Zuschauer) auf den Sitzreihen mit einzubeziehen.

Viele Gruesse, Markus
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terrine
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« Antworten #3 am: Di, 21. April 2009, 16:50 »

Viel interessanter find ich, dass das teil einfach schon mehrere tausend jahre auf dem buckel hat :-) ...nichts mit messmikrofonen und geometrierechnern. Glaub auch kaum, dass sie damals schon das hörspecktrum in frequenzen unterteilt haben und den "raum" einpfeiffen konnten biggrinsen

Sehr interessant  zustimm
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iceman
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« Antworten #4 am: Di, 21. April 2009, 18:15 »

Zitat
...und geometrierechnern. Glaub auch kaum, dass sie damals schon das hörspecktrum in frequenzen unterteilt haben und den "raum" einpfeiffen konnten...

Da wäre ich mir nicht so sicher. Oder sie haben sich der Methode "Bauen, anhören, abreißen, neubauen" bedient. Diese Methode wird wohl auch gerade wieder in Berlin an den "neuen" Regierungsgebäuden angewandt.

Gruß
Stefan
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Ydope
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« Antworten #5 am: Di, 21. April 2009, 20:40 »

interessantes Paper. Leider haben sie voellig vergessen den akustischen Einfluss von menschlichen Koerpern (Zuschauer) auf den Sitzreihen mit einzubeziehen.

Vergessen haben sie es nicht, sondern angemerkt, dass sie das nicht modellieren konnten. Aber du hast sicher recht, dass das der profundeste Kritikpunkt an der Theorie ist.
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Ydope
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« Antworten #6 am: Di, 21. April 2009, 20:44 »

Viel interessanter find ich, dass das teil einfach schon mehrere tausend jahre auf dem buckel hat :-) ...nichts mit messmikrofonen und geometrierechnern. Glaub auch kaum, dass sie damals schon das hörspecktrum in frequenzen unterteilt haben und den "raum" einpfeiffen konnten biggrinsen

Anscheinend war es eher ein Zufallsprodukt und man wusste nicht so 100% woran die gute Akustik liegt. Andere ähnliche Theater wurden mit anderen Sitzformen gebaut und hatten anscheined schlechtere Ergebnisse. Direkt kann man es nicht vergleichen, denn kein Theater dieser Bauweise ist annähernd so gut erhalten. Ich war selber mal da und der Effekt ist wirklich erstaunlich. Wenn jemand in der Mitte spricht ist es oben glasklar zu hören.

Gruß
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