Hallo und direkt Sorry für's Doppelpost

Am Samstag hatte ich Dank des Besuchs von Uli Brüggemann einen sehr netten, interessanten und lehrreichen Vormittag.
Uli war mit einem Linux PC mit einer Delta 1010LT Soundkarte angerückt der direkt vom USB Stick bootet und ein direktes Abspielen und Aufnehmen des Logsweeps ermöglicht. Das ganze wird dann in einem Windows Rechner mit der Acourate Software berechnet und eine Korrekturkurve erstellt. Diese Korrekturdatei, in unserem Fall minimalphasig, wird auf den USB Stick kopiert, anschließend wird Linux neu gebootet und man kann direkt die korrigierte Version hören und per Tastatureingabe zwischen korrigierter und unkorrigierter Version hin und herschalten, das ganze Unterbrechungsfrei.
Den genauen Vorgang kann man detaillierter auf der Homepage in den Tutorials betrachten
AcourateDer Pegel wird durch die Korrektur um ca. 3,5 dB abgesenkt, dadurch werden die Löcher im Frequenzgang kleiner ohne dass sie stark angehoben werden müssen. Deshalb wurde eine zweite Korrekturdatei erstellt, die keine Frequenzgangkorrektur vornahm sondern den Pegel ebenfalls um 3,5 dB absenkte. Somit waren beide Signale gleich laut.
Dann wurde gehört, zuerst mit mir unbekannter Musik. Für mich waren die Unterschiede am Anfang sehr klein, erst als wir dann gezielt "meine" Musik spielten die auch die Probleme im Bassbereich herausstellten war der Unterschied für mich sofort hörbar. Bei der Raumtiefe, Abbildung und Ortung waren die Unterschiede für mich sehr gering, teilweise meinte ich etwas zu hören was aber auch Einbildung gewesen sein kann.
Das lag vielleicht zum einen an meinem schlechten Gehör

zum anderen aber auch an der von Uli attestierten sehr guten Kanalgleichheit der O410 und am "sauber installierten Raum".
Wie auch Gerd schon feststellte ist das Verbesserungspotenzial in einem guten Raum mit guten LS geringer, wobei es im Bassbereich wahrscheinlich immer Verbesserungspotenzial gibt.
Wir haben dann noch einiges an Musik gehört und zwischendurch immer mal wieder hin und her geschaltet. Beim unkorrigierten Signal fehlte mir mit der Zeit etwas, allerdings kann ich da nicht genau beschreiben was es war. Vielleicht kann Uli da ja noch etwas zu sagen.
Insgesamt ist das System ein Gewinn!
Noch etwas zur Konfiguration: Wer schon mal Batchdateien unter DOS erstellt hat wird nach einiger! Einarbeitungszeit keine Probleme haben das System nach den eigenen Wünschen zu konfigurieren. Ob Stereo + Sub(s), Mehrkanal oder als aktive Frequenzweiche, alles kein Problem

ein paar Tage Urlaub muss man aber einplanen. Nur die Parameter der Soundkarte müssen bekannt sein, das ist bei neuen Karten sehr aufwändig zu erarbeiten.
Mit Linuxkenntnissen ist es kein Problem aus dem Convolver PC einen Vorverstärker mit analogen und digitalen Eingängen, Fernbedienung mit Lautstärkeregelung usw. zu bauen.
Gruß
Holger
PS. Kleiner Nachtrag: Die Zielkurve kann selbst erstellt werden. Egal ob man jetzt etwas mehr Bass oder Höhen oder wasauchimmer hören möchte, alles kein Problem. Auch der zu korrigierende Bereich kann festgelegt werden. So ist z.B. auch nur eine Korrektur bis 500 Hz möglich.