Messbox, nicht nur für Arta
  
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Di, 07. Februar 2012, 04:06
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Autor Thema: Messbox, nicht nur für Arta  (Gelesen 6323 mal)
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Verrückter
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« am: Do, 27. September 2007, 21:13 »

Hallo ihr Lieben,

ich habe zusammen mit TIKI eine Messbox gebaut, die wir für Arta entwickelt haben, jedoch auch für alle anderen Programme nutzbar ist.

Hier mal ein Bild von der Box:




Und hier ein Bild vom Innenleben:





Gruß

Stefan
« Letzte Änderung: Do, 27. September 2007, 21:15 von Verrückter » Gespeichert
gto
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« Antworten #1 am: Do, 27. September 2007, 21:27 »

Wow, Respekt, is das noch Hobby, oder arbeitet da wer an seiner beruflichen Zukunft? biggrinsen

Gibts genaueres dazu? Was kann das Teil, wo liegen die Vorteile usw.

Grüsse Gerd
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iceman
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« Antworten #2 am: Do, 27. September 2007, 21:53 »

Mich würde auch interssieren was man mit dem Teil macht. Sieht sauber aus, sind das Standard Platinen die Ihr zusammen gefast habt? Wofür ist das silberne Kästchen wo die 4 Bananen Stecker drinn sind?
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« Antworten #3 am: Do, 27. September 2007, 22:04 »

Berufliche Zukunft. Ha, das ist gut. Also, es gibt tatsächlich Verhandlungen, die Box in einer deutlich abgespeckten Version für einen Vertrieb zu entwickeln und produzieren.

Naja, was macht man damit? Messen! Was man genau kann, das will ich später mal schreiben, hab jetzt keinen Nerv mehr.

Es ist übrigens keine Standartplatinen, sondern selbst layoutete und hergestellte. Das ganze Gerät ist eine Eigenentwicklung. Die einzigen beiden fertigen Platinen sind das UCD Modul hinten rechts in der Ecke und der silberne Kasten mit den Cinch-Anschlüssen, ist eine Edirol Soundkarte.

Gruß

Stefan
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asb
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« Antworten #4 am: Do, 27. September 2007, 22:18 »

Hallo Stefan,

 respect das sieht ordentlich aus!

Näheres (auch Kostenpunkt) würde mich auch interessieren.


Grüsse Andy
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« Antworten #5 am: Fr, 28. September 2007, 10:41 »

Tja, was kann die Messbox so?

Also, sie besteht ganz bewusst aus Modulen, wie zu erkennen ist.

- Mikrofonvorverstärker:

Dieses Modul hat einen Mic Eingang inkl. schaltbarer 48V Phantomspeisung und einen symmetrischen sowie asymmetrischen Line Ausgang. Außerdem ist eine VU Anzeige integriert. Die Verstärkung lässt sich in 10 dB Schritten von 0 bis 70 dB einstellen und innerhalb der Schritte feinregeln. Es gibt außerdem einen Phasenschalter und einen -20 dB Schalter.


- Endstufe:

Es ist ein Hypex UCD 180 Modul eingebaut


- Soundkarte:

Wie schon gesagt, eine Edirol USB Soundkarte


- Zweiteiliges Matrixmodul:

Mit dem ersten Teil des Moduls lässt sich zunächst eine Intern/Extern Umschaltung einstellen. Intern bedeutet, das jede einzelne Baugruppe, auch die Soundkarte, autark genutzt werden können.
Außerdem ist die Arta Geschichte (Ähnlich wie im Kompendium beschrieben) integriert. Also ein Schalter für Impedanz/Response und Impedanz Kalibration.
Der Pegel, welcher an die Endstufe gelangt, ist in 5 dB Schritten auf -60 dB absenkbar.
Es gibt einen smmetrischen und asymmetrischen Eingang für die Endstufe. Sowie einen Ausgang für die Endstufe.
Weiterhin sind die asymmetrischen Ein- und Ausgänge der Soundkarte nach Außen geführt.

Bei dem zweiten Teil des Matrixmoduls lässt sich eine externe Endstufe symmetrisch oder asymmetrisch anschließen, wenn die Interne mal zu klein ist. Auch die Zweikanalmessung und Impedanzmessung ist mit der externen Endstufe möglich.
Außerdem kann man ein asymmetrisches Signal einschleifen (Beispielsweise ne Ultradrive oder Ultracurve).



Bei allen Modulen wurde sehr viel Wert auf Störsicherheit gelegt. Also Übersteuerung der Eingänge ist unproblematisch, genauso wie ESD und EMV.

Die Standartanwendung ist einfach: Man steckt ein Mikro ein. Außerdem den Lautsprecher, das USB Kabel und das Netzkabel der Messbox. Fertig! Keine Strippen zwischen den Modulen etc...


Tja, der Kostenpunkt ist sehr schwierig zu benennen. Der Prototyp war sehr teuer (Einige Hnderter). Die abgespeckte Version würde günstiger, wenn man es selber baut. Wenn das ein Vertrieb an Endkunden die abgespeckte Version verkaufen würde, in einem professionellen Gehäuse etc., dann kostet das mit sicherheit deutlich über 1000 Euro.

Abgespeckte Version bedeutet, ich kann die einzelnen Module nicht einzeln nutzen, keine Zweikanal und Impedanzmessung mit einer externen Endstufe machen, allerdings eine einkanalige Messung schon.


Zu sehen ist die Messbox und auch der Dodo übrigens hier: http://www.hifi-music-world.de/ unter Aussteller und Raum S002



Gruß

Stefan

P.S. Ich hoffe die "Werbung" ist ok, ansonsten bitte den "Werbeteil" raus löschen. Danke.
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iceman
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« Antworten #6 am: Fr, 28. September 2007, 11:30 »

Ich muß sagen ich versteh fast nur Bahnhof, Mic verstärker ist ja kar aber der rest grübel

Bin aber auch nicht so der Messprofi, bin da Gelesenkrichen nicht so weit weg ist und der Termin ja auch noch in der Zukunft liegt bin ich gerade am überlegen da mal vorbei zu schauen.

Was mir aber noch spontan aufgefallen ist, warum habt ihr denn teure Trafos verwendet und dann auch noch jede Einheit einen eigenen Spendiert. Schaltnetzteile sind docj um einiges günstiger und die Filterwerke kosten doch auch nicht die Welt, oder täusche ich mich da.
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« Antworten #7 am: Fr, 28. September 2007, 11:48 »

Schön, das Du erscheinen möchtest. Aber frag mich vorher, wann ich da bin. Denn ich bin nicht täglich da. Wahrscheinlich nur Samstag.

Zu den restlichen Fragen antworte ich später.

Stefan
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« Antworten #8 am: Fr, 28. September 2007, 12:23 »

Also, warum so viele Trafos: Wir haben versucht, die Einstreuungen so gering wie möglich zu halten. Und da die Phantomspeisung ein äußerst sensibler Punkt in dr ganzen Kiste ist, hat sie einen eigenen Trafo bekommen, zusammen mit dem MicPre. Und die Matrix hat einen eigenen bekommen, da das Endstufennetzteil die entsprechenden Spannungen einfach nicht abgab. Der Kostenpunkt war geringer, als bei dem für uns hergestellten Trafo zwei Sonderwicklngen drauf zu haun.

Schaltnetzteile gibt es zwar, aber die hätten reingestreut wie sau und für die Endstufe wäre es noch viel kritischer geworden. Außerdem wäre es teurer geworden. Aber das Thema Schaltnetzteil für Endstufen ist äußerst interessant. So weit ich weiß, hat Hypex was in der Pipeline. Das wird äußerst interessant!

Ich habe mal eine kleine Doku über die Baugruppen erstellt. Ich hau die mal rein. Wenn danach noch Fragen sind, bitte gezielt stellen. Ich beantworte sie alle gern.

Gruß

Stefan
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« Antworten #9 am: Fr, 28. September 2007, 12:46 »

Messbox für die Arta-Software
Erste interne, grobe Vorabinfo


Es handelt sich bei diesem System um eine komplette Messbox, welche modular aufgebaut ist. Die einzelnen Module sind mit der Hilfe des Schalters „Intern/Extern“ entweder komplett intern verdrahtet, so dass nur noch ein Mikrofon, der Lautsprecher und der PC angeschlossen werden muss. Oder einzeln von außen zugänglich. Gedacht ist die Box für die Software Arta, sollte jedoch auch mit anderer Software funktionieren, welche ähnlich funktioniert.

Außerdem wurde großes Augenmerk auf die Qualität der Bauteile und die Störsicherheit und Einstreusicherheit gelegt. So sind beispielsweise sämtliche Kontakte (Schalt- und Steckkontakte) vergoldet, mit Ausnahme der Speakonbuchsen und der Cinchbuchsen.


Mikrofonvorverstärker:





Der Pegel ist von -70 bis 0dB per Drehschalter einstellbar und zusätzlich innerhalb der jeweiligen Stufe per Poti fein regelbar. Der Ausgangspegel ist max. +/-18V Spitze/Spitze. Die Phase ist schaltbar und eine Abschwächung von 20dB ist schaltbar. Ebenso die 48V Phantomspeisung. Die grüne LED deutet auf den eingeschalteten Betrieb hin. Der Ausgang ist asymmetrisch und symmetrisch verfügbar.


Mikrofonvorverstärkernetzteil:





Hier das passende Netzteil. Auffällig die starke Siebung und die aufwändige Regelung für die Phantomspannung, damit eine möglichst geringe Restwelligkeit besteht.


Hauptumschaltmatrix:





An dieser Hauptumschaltmatrix lässt sich der Pegel, welcher zur Endstufe gelangen soll, mit der Hilfe eines Drehschalters in 12 Schritten einstellen. Außerdem lässt sich hier der Eingang der Class-D Endstufe (180Watt sinus an 4 Ohm und 105Watt sinus an 8 Ohm) symmetrisch oder asymmetrisch anbinden. Außerdem hier die Schalter für Response/Impedance, Imdedance Calibration/Measurement und Intern/Extern. Die interne Soundkarte lässt sich hier anbinden (In/Out je Rechts und Links). Außerdem der Lautsprecheranschluß.


Nebenumschaltmatrix:





Hier die Nebenplatine der Matrix. Die Messbox lässt sich komplett ohne dieses Modul betreiben. Dieses Modul beinhaltet die Möglichkeit eine externe Endstufe anzuschließen (asymmetrisch oder symmetrisch), statt der Internen, und es entsprechend umzuschalten. Jedoch ist die Belastbarkeit bei der Impedanzmessung eingeschränkt. Wie weit, lässt sich im Moment noch nicht exakt benennen, dürfte aber bei 2KW liegen und mit leichter Modifizierung bei 5KW kurzzeitig. Außerdem lässt sich ein „Effektgerät“, wie beispielsweise ein parametrischer EQ, einschleifen. Auch diese Funktion ist schaltbar.
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tthorsten
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« Antworten #10 am: Mo, 22. Dezember 2008, 16:36 »

kkkk
« Letzte Änderung: So, 05. September 2010, 15:32 von tthorsten » Gespeichert

www.take-sat.de -Satlive die beste MEssofteware der Welt
www.tb-audio.de MUFU und ARLSMOD
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« Antworten #11 am: Mo, 22. Dezember 2008, 16:57 »

Vor allem fertig und praxiserprobt.

Stefan
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« Antworten #12 am: Do, 17. September 2009, 21:42 »

Ich hab das Teil ja schon mal in "echt" gesehen und durfte es ja sogar mal in aktion erleben.

Finde ich wirklich bewundernswert was Ihr da zustande gebracht habt!

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Gruß Dennis
Cubetribe | Ihr Tonstudio in Oldeburg




Schreibfehler sind specialeffects meiner Tastatur.
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« Antworten #13 am: Do, 17. September 2009, 21:43 »

Danke, danke!

Gruß

Stefan
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