Wie funzt EDT?
  
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Di, 22. Mai 2012, 03:09
Seiten: 1   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Wie funzt EDT?  (Gelesen 1002 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Verrückter
Redaktion
*****
Offline Offline

Beiträge: 2295



« am: Mi, 26. September 2007, 09:46 »

Hallo,

wie in einem anderen Thread begonnen, möchte ich hier fortführen.

FARAD war so nett und hat mir eine kurze Erklärung gegeben.

Zitat
zur EDT kann ich leider auch nicht mehr sagen, als in Fasold / Veres Schallschutz und Raumakustik in der Praxis steht. Das Standardwerk ist ja bekannt und steht in jeder Bibliothek, ich müßte jetzt auch nachsehen. Die EDT sollte in aller Regel größer sein als die Nachhallzeit (es wird ja stets auf -60dB extrapoliert, das heißt, der Abfall sollte mit geringerer Steigung erfolgen, als bei der echten T60 Messung. Der Klang "trägt" an Stellen mit hoher EDT stärker als an Hörplätzen mit kurzer EDT. Sie ist deutlich stärker Sitzplatzabhängig als T60. Wenn für heimelige Hörräume eine T60 von 0,3... 0,5s als "gut" angesehen werden kann, dann sollte die EDT wohl im Bereich von 0,5...0,7s angesiedelt sein.

Für den Klangeindruck spielt EDT in aller Regel eine größere Rolle, weil der Abfall von 10db auch in normaler Musik vorkommt. -60dB ist hingegen eher ein "grober" Wert und auch schon in der Steinzeit gut zu messen, deswegen ist er so bekannt.

Ich glaub, ich muss mal in die Bibliothek, oder kann einer von euch?

Gruß

Stefan
Gespeichert
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #1 am: Mi, 26. September 2007, 09:55 »

Hallo Stefan,


auch hier...wie kann ein 10 dB Abfall länger (Zeit) sein, als ein 60 dB Abfall?

0,5-0,7 sek scheinen nicht sehr schwer erreichbar zu sein....


Grüsse Andy
Gespeichert
Verrückter
Redaktion
*****
Offline Offline

Beiträge: 2295



« Antworten #2 am: Mi, 26. September 2007, 09:58 »

Es steht doch dort. Es wird extrapoliert. Also hochgerechnet auf -60 dB. Das bedeutet, die Angabe bezieht sich nicht auf 10 dB sondern ist auf 60 dB hochgerechnet, obwohl der Abfall von 10 dB gemessen wurde.

Gruß

Stefan

P.S. Hast Du ne Bibliothek in der Nähe?
Gespeichert
HausL
Hero Member
*****
Offline Offline

Beiträge: 1097



WWW
« Antworten #3 am: Mi, 26. September 2007, 10:29 »

Hallo,

dann werde ich langsam auch aus diesem Diagramm etwas schlauer:
http://iem.kug.ac.at/~sontacchi/beschallung/Raumakustische%20Grundlagen.pdf
Seite 12.

Die linke Gerade ist die RT60 Messung, die rechte Gerade die EDT per Hochrechnung auf -60 dB erweitert. Aber was stellt dann die rechte Kurve dar?

Gruß
Holger
Gespeichert

Verrückter
Redaktion
*****
Offline Offline

Beiträge: 2295



« Antworten #4 am: Mi, 26. September 2007, 10:50 »

Du meinst die Kurve, die recht flach weiter läuft?!

Das ist die tatsächlich gemessene Abfallzeit. Die verläuft deshalb weiter, weil wir einen Ruhepegel im Raum haben. Die anderen beien Kurven sind einfach mit einem Lineal eingezeichnet...

Gruß

Stefan
Gespeichert
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #5 am: Mi, 26. September 2007, 10:55 »

Zitat
P.S. Hast Du ne Bibliothek in der Nähe?


Nicht wirklich in der Nähe. Welches Buch meinst du? Dickreiter?


Grüsse Andy
Gespeichert
Verrückter
Redaktion
*****
Offline Offline

Beiträge: 2295



« Antworten #6 am: Mi, 26. September 2007, 11:17 »

Ne, ich meine: Fasold / Veres Schallschutz und Raumakustik in der Praxis
Gespeichert
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #7 am: Do, 27. September 2007, 18:38 »

Hallo,


hab das Buch hier. Werde die Tage mal nachlesen.....


Grüsse Andy
Gespeichert
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #8 am: Di, 02. Oktober 2007, 14:02 »

Zwar nicht aus "dem" Buch, aber bei WVier noch was gefunden...
Leider gibt es auch dort keine Angaben über Richtlinien der EDT.

Zitat WVier

Zitat
Die EDT verdeutlicht dabei indirekt auch den Einfluß der frühen
Reflexionsanteile eines Raumes bezogen auf die unterschiedlichen Frequenzbänder und gibt
somit einen Eindruck von der Gewichtung zwischen früher und später Schallenergie im
Raum.

und

Zitat
Während die Frequenzabhängigkeit des Nachhalles mit steigender Raumgröße abnimmt und
die Nachhallwerte insgesamt zunehmen, unterliegt die Grundcharakteristik der EDT kaum
einem Einfluß der Raumgröße. Es wird zwar deutlich, daß das Verhältnis zwischen hohen und
tieferen Frequenzen der EDT mit steigender Raumgröße wechselt, eine zu hohen Frequenzen
hin abfallende Charakteristik jedoch beibehalten bleibt. In diesen Sachverhalten sind indirekt
die Eigenschaften der Raumoberflächen und ihrer Gestaltung für verschieden große Räume
ebenso enthalten, wie das Zusammenwirken mit dem Abstrahlverhalten konventioneller
Lautsprechersysteme.


Das Quellen-PDF im Anhang.



Grüsse Andy
Gespeichert
Seiten: 1   Nach oben
Drucken
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.15 | SMF © 2006, Simple Machines | Elegant by sloopz
Seite erstellt in 0.084 Sekunden mit 21 Zugriffen.