Digitale Raumkorrektur - Pro & Contra
  
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Di, 07. Februar 2012, 20:42
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Autor Thema: Digitale Raumkorrektur - Pro & Contra  (Gelesen 4800 mal)
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gto
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« Antworten #45 am: Mo, 16. Februar 2009, 19:38 »


Allerdings fand Holger die Korrektur nur für den Hörplatz besser als eine globale:


Kann eigentlich auch nicht wirklich anders sein, oder? zwinkern
In Sachen Einmessung mein Spruch für global, sozial, überall durchschnittlich, da bleib ich lieber Ego und habs an einem Platz super.  biggrinsen

Grüsse Gerd
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asb
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« Antworten #46 am: Mo, 16. Februar 2009, 20:01 »

In Sachen Einmessung mein Spruch für global, sozial, überall durchschnittlich, da bleib ich lieber Ego und habs an einem Platz super.  biggrinsen

 zustimm

Aber wer Stereophonie "erleben" möchte, ist eh nur auf einen sehr kleinen Hörbereich beschränkt (Exoten wie trinaural etc mal aussen vor).
Von daher.....


Grüsse, Andy
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paschulke2
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« Antworten #47 am: Mo, 16. Februar 2009, 21:09 »

der zweite Link bezieht sich auf den KRK mit der Lyngdorf Technik.

Da muss ich doch mal meine distinguierte hessische Kinderstube hervorkramen und fragen: Häähhh?

Ich habe einen AVR mit dem "kleinen" Audyssey MultEQ. Die Ergebnisse waren gut. Allerdings habe ich nur am Hörplatz optimiert, da Stereo für mich Priorität hat. Sobald ich verschiedene Plätze eingemessen habe wurde es am Hörplatz schlechter.

Gruß

Thomas
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paschulke2
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« Antworten #48 am: Mo, 16. Februar 2009, 21:15 »


Allerdings fand Holger die Korrektur nur für den Hörplatz besser als eine globale:


Kann eigentlich auch nicht wirklich anders sein, oder? zwinkern

Ich wollt' ja nur fair berichten ...

Die Frage ist doch eher, ob eine globale Entzerrung

(1) gut, wenn auch nicht so gut wie eine lokale

(2) besser als nix, aber auch nicht gerade ein Riesenfortschritt

(3) oder (jetzt kommt's) schlechter als gar keine Entzerrung

ist.

Manche EQ-Verächter geben einem ja durchaus zu verstehen, dass sie für Antwort 3 plädieren, weil man ja nur 10 cm weiter schon völlig andere ... ihr wisst schon. zwinkern

Gruß

Thomas
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« Antworten #49 am: Mo, 16. Februar 2009, 21:24 »

Hast Recht Thomas, habe jetzt noch mal die verlinkten Seiten etwas ausführlicher gelesen. Meine Verwirrung entstand hieraus:
Beim kleinen Audyssey gibt es keine Global und Focus Einstellung wie beim Lyngdorf/KRK. Audyssey empfiehlt das Mikro an 6 verschiedenen Plätzen zu platzieren und einzumessen, ich habe dreimal am Hörplatz einmessen lassen, das Ergebnis am Hörplatz (für Stereo) war dann besser. Wenn man natürlich ein Heimkino mit mehr als einem Platz hat sollte man schon versuchen eine größere Hörzone zu optimieren, das geht auf Kosten des Sweet Spots, und da bin ich nun mal egoistisch.

 smile

Gruß
Holger
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paschulke2
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« Antworten #50 am: Mo, 16. Februar 2009, 21:30 »

Meine Verwirrung entstand hieraus:
Beim kleinen Audyssey gibt es keine Global und Focus Einstellung wie beim Lyngdorf/KRK. Audyssey empfiehlt das Mikro an 6 verschiedenen Plätzen zu platzieren und einzumessen, ich habe dreimal am Hörplatz einmessen lassen, das Ergebnis am Hörplatz (für Stereo) war dann besser.

Ertappt! Du hast also geschummelt zwinkern

Geht man mal davon aus, dass der Schwerpunkt bei Audyssey in einem AVR ja das Ansehen von Filmen in einer Gruppe (Mama, Papa, Kinder, Oma, Hund) ist, dürfte das Messen an mehreren Stellen und damit eine etwas globalere Optimierung durchaus sinnvoll sein.

Gruß

Thomas
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« Antworten #51 am: Mo, 16. Februar 2009, 21:36 »

Ist es nicht so, dass die Moden im tiefern Bassbereich doch großflächiger sind? Ich habe in meinem Wohnzimmer eine Längsmode bei 38Hz gehabt. Die habe ich an extrem vielen und unterschiedlichen Stellen im Raum gemessen.

Klar, wenn es etwas hochfrequenter wird (ab ca. 200 oder 300 Hz?) sieht die Sache sicher anders aus.

Also, wenn das so ist, bedeutet es doch, dass ein PEQén auch nur im tieferen Bassbereich sinn macht. Und Audyssey macht es doch ach so. Oder?

Stefan
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« Antworten #52 am: Mo, 16. Februar 2009, 21:42 »

Meine Verwirrung entstand hieraus:
Beim kleinen Audyssey gibt es keine Global und Focus Einstellung wie beim Lyngdorf/KRK. Audyssey empfiehlt das Mikro an 6 verschiedenen Plätzen zu platzieren und einzumessen, ich habe dreimal am Hörplatz einmessen lassen, das Ergebnis am Hörplatz (für Stereo) war dann besser.

Ertappt! Du hast also geschummelt zwinkern

Nö, ich hatte doch geschrieben wie ich eingemessen habe.  biggrinsen


Geht man mal davon aus, dass der Schwerpunkt bei Audyssey in einem AVR ja das Ansehen von Filmen in einer Gruppe (Mama, Papa, Kinder, Oma, Hund) ist, dürfte das Messen an mehreren Stellen und damit eine etwas globalere Optimierung durchaus sinnvoll sein.

Logisch  zwinkern

Allerdings macht es für mich leider wenig Sinn solange ich nicht zwei Messungen abspeichern kann: Abstand LS -> Musikhörplatz 2,1 m, Abstand LS -> Kinohörplätze 2,6/3,6 m
Da macht dann nur eine globale Optimierung Sinn die für Musikhören leider wenig Sinn macht.  hammeraufkopf
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HausL
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« Antworten #53 am: Mo, 16. Februar 2009, 21:44 »

Also, wenn das so ist, bedeutet es doch, dass ein PEQén auch nur im tieferen Bassbereich sinn macht. Und Audyssey macht es doch ach so. Oder?

Stefan

Hallo Stefan,

Audyssey optimiert den gesamten Bereich, allerdings waren die Eingriffe oberhalb von 500 Hz? sehr marginal.

Gruß
Holger
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Barnie
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« Antworten #54 am: Mo, 16. Februar 2009, 23:28 »

2. Situation: +10db raumbedingte Überhöhung im FG wird per EQ linearisiert - die Attackphase ist nun 10db zu leise und die Sustainphase linear aber immer noch 10db lauter als die Attackphase. Der Hörer hört in diesem Bereich praktisch nur noch den eingeschwungenen Bass. Es wummert deutlich weniger oder garnicht aber der "Punch" fehlt weil eben der "Attack" in diesem Bereich 10db zu leise ist.

Seufz ...*) Ein EQ, der eine Überhöhung kompensiert hat im ersten Moment keine Dämpfung. So, wie die Raummode einschwingt (sich also der Pegel der Überhöhung langsam aufbaut), schwingt auch der EQ erst ein (die Dämpfung baut sich auch erst auf). Das kann man sich hier:

http://www.casakustik.de/forum/index.php/topic,309.msg6388.html#msg6388

schön ansehen: Beim per PEQ entzerrten tone burst (4. Bild) ist der Pegel zu Beginn praktisch der gleiche wie beim nicht entzerrten tone burst (2. Bild).

Eine Frage hab ich jetzt aber noch, warum braucht ein digitaler EQ Zeit um einzuschwingen??  grübel
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markus
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« Antworten #55 am: Di, 17. Februar 2009, 00:15 »

Hat er auch z.B. 30 cm (= 3 Winer) weiter die Wirkung des EQ gemessen? Sonst hat so eine Messung m.E. nur geringe Aussage.

Die Messung hat sehr wohl Aussagekraft, da sie zeigt, wie ein EQ neben dem Frequenzbereich auch den Zeitbereich korrigiert. Dies war Tooles Absicht.

Will man mit einem EQ eine Hoerposition optimieren, macht es wohl am meisten Sinn, die Position an Kopfmitte mit einem EQ geradezubiegen, statt eine Position neben dem Kopf.

Hier mal 4 Messungen von meinem Hoerplaetzchen, 30-300Hz:



Mitte, 3 Winer nach links, 3 Winer nach rechts, 3 Winer nach vorne

Gemessen wurde mit weissem Rauschen, 60 Averages

Viele Gruesse, Markus
« Letzte Änderung: Di, 17. Februar 2009, 00:28 von markus » Gespeichert
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« Antworten #56 am: Di, 17. Februar 2009, 08:38 »

2. Situation: +10db raumbedingte Überhöhung im FG wird per EQ linearisiert - die Attackphase ist nun 10db zu leise und die Sustainphase linear aber immer noch 10db lauter als die Attackphase. Der Hörer hört in diesem Bereich praktisch nur noch den eingeschwungenen Bass. Es wummert deutlich weniger oder garnicht aber der "Punch" fehlt weil eben der "Attack" in diesem Bereich 10db zu leise ist.

Seufz ...*) Ein EQ, der eine Überhöhung kompensiert hat im ersten Moment keine Dämpfung. So, wie die Raummode einschwingt (sich also der Pegel der Überhöhung langsam aufbaut), schwingt auch der EQ erst ein (die Dämpfung baut sich auch erst auf). Das kann man sich hier:

http://www.casakustik.de/forum/index.php/topic,309.msg6388.html#msg6388

schön ansehen: Beim per PEQ entzerrten tone burst (4. Bild) ist der Pegel zu Beginn praktisch der gleiche wie beim nicht entzerrten tone burst (2. Bild).

Eine Frage hab ich jetzt aber noch, warum braucht ein digitaler EQ Zeit um einzuschwingen??  grübel

Weil ein IIR Filter minimalphasig ist. Er arbeitet genauso wie ein analoger (fast). Warum ein Filter ein- und ausschwingt, steht im Tietze/Schenk recht gut erklärt. Was minimalphasig bedeutet, habe ich immer noch nicht 100%ig gerafft...

Stefan
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Ydope
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« Antworten #57 am: Di, 17. Februar 2009, 13:43 »

Hat er auch z.B. 30 cm (= 3 Winer) weiter die Wirkung des EQ gemessen? Sonst hat so eine Messung m.E. nur geringe Aussage.

Die Messung hat sehr wohl Aussagekraft, da sie zeigt, wie ein EQ neben dem Frequenzbereich auch den Zeitbereich korrigiert. Dies war Tooles Absicht.

Dass das für einen Punkt geht, bezweifelt ja keiner.
Nochmal: Ich sehe kein Problem damit, einen EQ bei 45 Hz einzusetzen. Richtig angewendet wird es besser als ohne EQ sein. Bei der doppelten Frequenz halte ich es aber für fraglich, noch weiter oben für Humbug.
Um ein oder zwei sehr tieffrequente Moden zu entschärfen, braucht man aber kein automatisches Einmesssystem und der Begriff "Raumkorrektur" ist m.E. irreleitend, er weckt ganz falsche Erwartungen, die weit über die Grenzen des damit Machbaren hinausgehen.

Mir kommt dieser Standpunkt nicht sonderlich radikal vor.

Gruß
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« Antworten #58 am: Di, 17. Februar 2009, 13:55 »

Zitat
Dass das für einen Punkt geht, bezweifelt ja keiner.

Wie groß würdest Du den Punkt einschätzen?
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Ydope
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« Antworten #59 am: Di, 17. Februar 2009, 15:09 »

Zitat
Dass das für einen Punkt geht, bezweifelt ja keiner.

Wie groß würdest Du den Punkt einschätzen?

Naja, hängt immens davon ab, was es für eine Frequenz ist und wie groß der Raum ist, etc. 
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