Automatischer Subwoofer-EQ
  
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Di, 22. Mai 2012, 02:44
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Autor Thema: Automatischer Subwoofer-EQ  (Gelesen 6070 mal)
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« Antworten #60 am: So, 21. Juni 2009, 10:37 »

Ähm, da steht
Zitat
zur Kompensation von Phasenverzerrungen
Also muss der doch eine Phasenverschiebung/Zeitverzögerung aufweisen und somit auch minimalphasig sein. Mal ganz plump, sobald eine Laufzeit in einem passiven System vorliegt, kann man in aller Regel von einem minimalphasigem System sprechen.

Stefan
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« Antworten #61 am: So, 21. Juni 2009, 12:47 »

Äh, die typische Frequenzweiche ist ein Allpass, also eben nicht minimalphasig...
nein, woher denn? Die typische Frequenzweiche enthält keinen Allpass. Ein dusseliges LCR-Glied, egal in welcher schaltungstechnischen Kombination, ist kein Allpass.
Ich denke mal, dass Klaus die Summe der Übertragungsfunktionen der einzelnen Wege einer Weiche meint. Zum Beispiel LR 4. Ordung HP+TP: Konstanter Amplitudengang, nicht konstante GLZ -> Allpass.
Grünau! Was an der Weiche oft**) minimaplphasig ist, sind die einzelnen Wege für sich betrachtet, da lag wohl das Missverständnis.

**) Wenn eben nicht noch etwa Allpass-Delays zur Korrketur eingesetzt werden. Bei Aktivsystem ja relativ häufig...

Und mit Rauschen meinte ich nicht das Rechenrauschen (da bin ich bei dir, Cpt), sondern das des Signals, also typischerweise mindestens dessen Dither bzw. schon jegliches in der Aufnahme seiendes.

Grüße, Klaus
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« Antworten #62 am: So, 21. Juni 2009, 13:13 »

Stefan,

du möchtest wirklich nochmal mit den Grundlagen ins Gebet gehen... weil mir scheint da sind noch einige Knoten zuviel in deinem Denken.... (keine Sorge, waren es bei mir auch lange Zeit**)

Minimalphasig bedeutet: Du hast einen (beliebigen) Amplitudenfrequenzgang gegeben (also den Betrag einer komplexen Übertragungsfunktion), und sucht dazu die eine (und nur die eine mögliche) komplexe ÜF mit dem selben(!) Betrag, welche den *minimalsten*, d.h. mathematisch "einfachsten" Phasengang dazu erzeugt. Das ist die minimalphasige ÜF des Systems, und was übrigbleibt ist ein Allpass, der die Differenz zwischen Soll und Ist an Phase beiträgt, diese Differenz ist die Exzessphase des Systems.

Einfachstes Beispiel, regularer Allpass (frequenzabhängiger Phasenschieber, u.U. sogar bis zu einer oberen Grenze praktisch konstante Gruppenlaufzeit):
Hat überall Betrag mag(h(s))=1, aber die Phase ph(h(s)) eiert umeinander. Die einfachste komplexe Funktion die denselben Betrag hat ist h(s)=1, d.h. sie ist gar nicht komplex, also Phase überall gleich Null. D.h. eine Allpass-ÜF stellt auch zugleich den Anteil seiner eigenen Exzessphase dar.

Eine etwaige vorhandene konstante reine Laufzeit (also komplett frequenzunabhängiges Delay, wie z.B. eine Latenz durch Pufferung in einem DSP) wird dabei ignoniert bzw vorher abgezogen, bei der Betrachtung.

**) Kannst du z.B. alles ohne trockene Theorie mit LTspice simulieren und dir die Zusammenhänge reinziehen, dort gehen komplexe Übertragungsfunktionen direkt in Laplace-Notation, und auch reine Laufzeiten. Das hilft schneller weiter in der Erkenntnis als alles "rumgefore"...

Grüße, Klaus
« Letzte Änderung: So, 21. Juni 2009, 13:17 von KSTR » Gespeichert
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« Antworten #63 am: So, 21. Juni 2009, 13:21 »

Gut, ich werde beten.

Danke Klaus.

Gruß

Stefan
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Hörbert
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Und was habt Ihr gegen Raummoden?


WWW
« Antworten #64 am: So, 08. November 2009, 03:13 »

Hallo,
Auch auf die Gefahr hin, dass ich die momentane Unterhaltung etwas kille, engel

hatte hier was von AM8033 vs. Audissey gelesen, und ab der Auto-EQ im Vergleich zu Audissey was bringt.
Habe vor einiger Zeit mit dem Antimode-Hersteller VLSI diskutiert und mich hernach selbst davon überzeugt.

Fazit: Es bringt auf jeden Fall was, da der Antimode im Bassbereich (also 16...144Hz) deutlich mehr Rechenauflösung (und schiere Anzahl enorm steiler Filter) anbietet. Das Resultat im Bass wird also mit Antimode deutlich sauberer, Verbesserung mehrerer Moden, auch in Zeitdomäne. Paar anschauliche MESSKURVEN HIER (runterscrollen).

Ähnliche Erfahrungen werden von einer englisch-sprachigen Seite hier berichtet.

Aber man kann das Audissey-System auch gewinnbringend weiternutzen, um die (an sich vernachlässigbare) DSP-Verzögerung des Antimode noch auszugleichen, und um das Lautstärkeverhältnis (Sub zu Mains) optimal und bequem einzupassen. Also das Audissey am besten nach erfolgter Kalibration durch Antimode noch mal durchlaufen lassen.

Gruss Hörbert. wink
« Letzte Änderung: So, 08. November 2009, 10:56 von Hörbert » Gespeichert

www.upgrade-sound.de
Und was habt Ihr gegen Raummoden?

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