Hallo,
danke erst mal fürs feedback.
Also ich seh bei allen mehr oder weniger eine Welligkeit.
mit "Welligkeit" meinte ich eher die extremen dips im Amplitudengang. Mit der (m.E.) geringen Welligkeit der anderen Graphen magst du Recht haben. Bleiben wir mal bei den Folien....

Erste Auslöschung bei ca 780 Hz (lambda= 44 cm) -> passt doch super: da der Abstand Sender - Folie 11 cm (lambda/4) betrug.
Zweite Auslöschung bei ca 2,3 kHz (lambda = 15 cm) -> könnte (unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Mitteltöner der O300 etwa 3 cm vor dem Hochtöner sitzt) auch passen.
usw.
Kannst Du die Frequenzgaenge mit REW in Bezug zum Frequenzgang ohne Material zwischen Box und Mic normalisieren? Also so, dass Rot eine durchgehende Linie wird und alle anderen Frequenzgaenge sich entsprechend darauf beziehen. Dann erkennt man mehr.
Ich weiss zwar nicht genau was du meinst, aber bis auf die Funktion "seperate traces" und dem generellen Pegelangleich ist mir keine weitere Funktion in REW bekannt. Sorry.
Man muss bedenken, dass das Material, wenn es frei im Raum hängt, möglicherweise weniger reflektiert, als wenn es auf einer Dämmplatte liegt.
Jep, sicher richtig. Die Folien werden eigentlich immer frei schwingend befestigt.
Der Schall, der nicht durchgelassen wird, kann auch in Wärme übergehen oder zerstreut werden (Dissipation). Wenn wenig durchgelassen wird, heißt das also nicht, dass viel reflektiert wurde.
Meinst du, dass sich das bei solch dünnen Materialien so sehr bemerkbar macht? Eine "Richtungsänderung" wird es sicher auch geben (unterschiedliche Medien etc), aber die sollte m.E. zu vernachlässigen sein, da es nach dem weiteren Übergang (Folie - Luft) zu keiner weiteren Reflexion kommen sollte. Zumindest nicht im betrachteten Frequenzbereich (denke ich).
Beispielsweise reflektiert die "gelochte" Folie in der Praxis wohl mehr hohe Frequenzen als das Basotect, obwohl man von den Messungen her das Gegenteil annehmen könnte.
Mehr als Basotect auf jeden Fall, das Polyester ist in dem Zusammenhang eher interessant. Wird es doch als Akustikschaum verkauft und verhält sich doch sehr anders als das Basotect und leichte Mineralwolle (die sich zum Basotect übrigens kaum unterschied).
Aber die Schäume/Molton habe ich nur zum Vergleich und aus Neugierde gemessen. Es ging primär um die Folien.
Letztendlich interessiert ja der Reflexionsgrad und nicht die Schalldurchlässigkeit.
In Feststoffen ist das Reflexionsverhalten (vor allem oberhalb der Resonanzfrequenz, bzw der Biegewellenresonanz) proportional abhängig von der flächenbezogenen Masse. Müsste sich also grob bestimmen lassen.
Könnte man die Auslöschungen durch Interferenzen einfach "auffüllen", um sich einem idealisierten Verlauf anzunähern?
Also zB 1/1 oct Glättung...?
Grüsse, Andy