Raummoden: minimalphasig und mit PEQ korrigierbar - oder nicht???
  
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Di, 22. Mai 2012, 02:33
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Autor Thema: Raummoden: minimalphasig und mit PEQ korrigierbar - oder nicht???  (Gelesen 14410 mal)
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paschulke2
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« Antworten #30 am: Do, 18. Dezember 2008, 17:47 »

Und wie würdest du es bei tieferen Frequenzen machen wenn nicht per WF?

Also, wenn ich wirklich scharf drauf wäre: Analoger Sinusgenerator und Analoger Pegelanzeiger und langsam durchdrehen. Wenn da zwei Maxima sind, dann sieht man das auch.

Oder halt sehr langsam Sweepen bzw. sehr lange FFTs. Aber natürlich zwei dicht benachbarte Resonanzen mit unterschiedlichen Güten sieht man im WFD schon gut.

Außerdem hat er auch was zu der PEQ-Sache gesagt und ist der Meinung, dass es auch in der Praxis geht, man müsse dafür aber die Grundfrequenz auf 1/60-Oktave genau bestimmen und die Bandbreite auf 1/30 Oktave.

Das würde ich nach meinem Experiment gestern auch für realistisch halten.

Ferner bin ich auf einen Thread gestoßen, wo die Protagonisten des Winer-Tests die Versuchsreihe in aller Schärfe ausdiskutieren:

Danke für den Link. Wenn ich mal wieder zu viel Zeit habe (so wie gestern) zwinkern

edit: Hab's gerade mal angefangen zu überfliegen: Da scheint auch der feste Glaube zu herrschen, dass ein EQ nur was am Pegel machen kann und nicht genauso (wenn alles stimmt) am Ein- und Ausschwingen. Der Drops ist für mich gelutscht ...

Gruß
Thomas
« Letzte Änderung: Do, 18. Dezember 2008, 18:20 von paschulke2 » Gespeichert
asb
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« Antworten #31 am: Do, 18. Dezember 2008, 21:14 »

Hallo Thomas,


auch von mir ein merci für dieses Experiment. So einfach kann manches sein smile
Ich werde beizeiten versuchen, dass in einem grösseren Modell (Keller) nachzuvollziehen.

Zwei Fragen noch....

Du hast den Erreger (KH-Kapsel) mittig der Kiste platziert. Das wäre genau im Knoten der beschriebenen Mode.
Ich dachte bisher immer, bei solch einer Platzierung gäbe es gar keine Anregung? Misst du der Position des Erregers eine Bedeutung bei?

Müsste das nicht auch automatisch bei einer Pegelsenke funktionieren?



Grüsse, Andy
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Kingping
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« Antworten #32 am: Do, 18. Dezember 2008, 21:33 »

Ich dachte bisher immer, bei solch einer Platzierung gäbe es gar keine Anregung?
bei einem Monopol.
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markus
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« Antworten #33 am: Do, 18. Dezember 2008, 21:38 »

Genau. Dipol = Schnellewandler.
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Ydope
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« Antworten #34 am: Fr, 19. Dezember 2008, 00:19 »

edit: Hab's gerade mal angefangen zu überfliegen: Da scheint auch der feste Glaube zu herrschen, dass ein EQ nur was am Pegel machen kann und nicht genauso (wenn alles stimmt) am Ein- und Ausschwingen. Der Drops ist für mich gelutscht ...

Nur der kleine Hinweis: Die gegenteilige Ansicht ist mindestens genauso stark vertreten.

Gruß
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paschulke2
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« Antworten #35 am: Fr, 19. Dezember 2008, 09:59 »

Ich werde beizeiten versuchen, dass in einem grösseren Modell (Keller) nachzuvollziehen.

Und da wird das mit Sicherheit schwieriger sein, weil Du mit viel mehr Moden kämpfen musst.

Ich werde beizeiten versuchen, dass in einem grösseren Modell (Keller) nachzuvollziehen.
Du hast den Erreger (KH-Kapsel) mittig der Kiste platziert. Das wäre genau im Knoten der beschriebenen Mode.
Ich dachte bisher immer, bei solch einer Platzierung gäbe es gar keine Anregung? Misst du der Position des Erregers eine Bedeutung bei?

Tja  biggrinsen

Markus und Kingping haben es ja schon geschrieben. Der Kopfhörer ist ein Dipol (jedenfalls noch bei dieser Frequenz) und damit ein Schnellewandler. Die Anregung in der Mitte ist also optimal.

Messe ich der Position eine Bedeutung bei? Ja, die Wahl des Kopfhörers war Absicht und die Position in der Mitte auch. Das ganze war schon ein "richtiges Experiment" - Berufskrankheit zwinkern


1.) Wegen der optimalen Anregung wird der Kopfhörer kaum belastet und ich kriege trotzdem genug Pegel (über 80 dB SPL für die Resonanz).
2.) Es wird genau die Mode optimal angeregt, die ich untersuchen will.

Das Mikrofon war als Druckempfänger natürlich auch genau an der optimalen Stelle.

Nochmal (auch für Ydope): Es ging mir ja nicht um die praktische Verwendbarkeit oder Nicht-Verwendbarkeit von PEQ gegen Raummoden, sondern um die prinzipielle Frage nach der Minimalphasigkeit von Moden und um eine kleine experimentelle Demonstration des Ein- und Ausschwingens. Deswegen wollte ich möglichst eindeutige Bedingungen und das heißt eben in diesem Fall: Nur eine Mode.

Gruß
Thomas
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paschulke2
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« Antworten #36 am: Fr, 19. Dezember 2008, 10:22 »

Nur der kleine Hinweis: Die gegenteilige Ansicht ist mindestens genauso stark vertreten.

Ich hab's ja nur überflogen... Aufgehört habe ich bei "Der Peak wird nur leiser und schwingt genauso aus wie ohne EQ. Weil der Peak aber leiser ist, wird schneller der Rauschgrund bzw. die Hörschwelle erreicht und damit stört so ein EQ-behandelter Peak dann weniger."  rolleyes

Gruß
Thomas
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gto
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« Antworten #37 am: Fr, 19. Dezember 2008, 11:16 »

Mal ein Danke sag, sehr interessant, macht Freude mit zu lesen. danke prost

Grüsse Gerd
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« Antworten #38 am: Fr, 19. Dezember 2008, 11:57 »

Mal ein Danke sag, sehr interessant, macht Freude mit zu lesen. danke prost

Grüsse Gerd

Das unterschreibe ich voll.

Wieso Berufskrankheit? Was machst Du denn beruflich?

Stefan
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« Antworten #39 am: Fr, 19. Dezember 2008, 12:27 »

ich lese auch sehr fleißig mit, verstehe aber nach wie vor überhaupt nichts davon dank mangelnder praxis. macht trotzdem spaß  zustimm
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paschulke2
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« Antworten #40 am: Fr, 19. Dezember 2008, 12:52 »

Wieso Berufskrankheit? Was machst Du denn beruflich?

Physiker ... Spurenelementanalytik mittels Sekundärionenmassenspektrometrie im Bereich Geowissenschaften/Mineralogie/Geochemie. Also weit weg von Akustik.

Elektronik war mal bis zum Vordiplom mein Nebenfach und danach habe ich dann auch ein paar Jährchen Elektronikpraktika geleitet.

Gruß
Thomas
« Letzte Änderung: Fr, 19. Dezember 2008, 12:56 von paschulke2 » Gespeichert
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« Antworten #41 am: Fr, 19. Dezember 2008, 13:25 »

ich lese auch sehr fleißig mit, verstehe aber nach wie vor überhaupt nichts davon dank mangelnder praxis. macht trotzdem spaß  zustimm

Dann wäre ja Lernen durch Schmerz das Richtige für Dich. Mach doch mal einen Thread im Bereich Begriffserklärungen auf, mit dem Titel Minimalphasig schreck


Stefan
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« Antworten #42 am: Fr, 19. Dezember 2008, 13:45 »

ja, dieses wort ist mir in den letzen tagen öfter unter gekommen. trotzdem verstehe ich nach wie vor nur bahnhof. ich werde mich wohl erst an großphasige sachen rantasten müssen, bevor es dann weiter ins detail geht   grübel
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« Antworten #43 am: Fr, 19. Dezember 2008, 13:49 »

Nene, ich meinte das schon ernst. Dann verstehst Du das alles auch.

Stefan

P.S. Bist Du das im Avatar grübel
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paschulke2
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« Antworten #44 am: Fr, 19. Dezember 2008, 17:06 »

So, jetzt habe ich das Ganze nochmal wiederholt, allerdings diesmal mit Dämpfung durch zwei Lagen Frottee-Handtuch in der Kiste. Damit wollte ich eine Resonanz erreichen, die wirklich gut mit dem PEQ von Audacity zu kompensieren ist. Weiterhin wollte ich wissen, ob sich durch die Dämpfung etwas an der Minimalphasigkeit (Kompensierbarkeit durch minimalphasigen PEQ) ändert. Den Tone Burst habe ich diesmal mit 0.2s kürzer als vorher gemacht, damit man das kürzere Ein- und Ausschwingen noch gut sehen kann. Ansonsten ist der Aufbau unverändert geblieben.

Voilà:

Amplitudengang unkompensiert und kompensiert mit PEQ 555.2Hz, Q=10, -20dB:



Parameter der Resonanz: f=555.2Hz, -3dB-Bandbreite=46.8Hz -> Q=11.7
edit: Sehr hübsch sieht man jetzt übrigens auch die Mode der diagonal gegenüberliegenden Ecken. Der Eckenabstand beträgt 45.9cm, daraus ergibt sich f=343/(2*.459m)=374Hz. Das Ausschwingen dieser Mode sieht man dann allerliebst im WFD mit PEQ-Kompensation. Ansonsten dominiert natürlich die 555Hz(30cm)-Mode

Systemantwort auf Tone Burst ohne PEQ (Anregung oben, Antwort unten):




Wasserfalldiagramm ohne PEQ:




Systemantwort auf Tone Burst mit PEQ (Anregung oben, Antwort unten):





Wasserfalldiagramm mit PEQ:




Hat alles etwas besser geklappt als beim ersten Mal ...

Gruß

Thomas


« Letzte Änderung: Fr, 19. Dezember 2008, 19:17 von paschulke2 » Gespeichert
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