Raummoden: minimalphasig und mit PEQ korrigierbar - oder nicht???
  
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Di, 07. Februar 2012, 20:57
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Autor Thema: Raummoden: minimalphasig und mit PEQ korrigierbar - oder nicht???  (Gelesen 12608 mal)
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« Antworten #195 am: Fr, 23. Oktober 2009, 14:57 »

Barnie, das gilt bei IIR Filtern. Da ist es technisch so, dass es passt, wenn Du die Güte, den Pegel und die Frequenz korrekt einstellst. Bei FIR sieht die Welt anders aus.
Das ist nicht richtig, ein ausreichend langes FIR-Filter kann das exakte Verhalten eines IIR haben (das gilt grundsätzlich, weil FIR -- diskrete Konvolution -- ist die Übermenge von allem, die "Mutter aller Filter"). "Ausreichend lang" ist dann gegeben, wenn der enstehende Fehler irrelevant wird, und das wird er hier recht schnell.

Dann habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Ich meinte nicht, dass FIR Filter das nicht können. Ich meinte, FIR Filter sind anders einzustellen. Dass sie sich exakt wie ein IIR Filter verhalten können wollte ich nicht abstreiten. Aber die Bedienung ist anders und das verhalten muss auch nicht so sein.

Stefan
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« Antworten #196 am: Fr, 23. Oktober 2009, 20:08 »

Dann habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Ich meinte nicht, dass FIR Filter das nicht können. Ich meinte, FIR Filter sind anders einzustellen. Dass sie sich exakt wie ein IIR Filter verhalten können wollte ich nicht abstreiten. Aber die Bedienung ist anders und das verhalten muss auch nicht so sein.
Ah, OK. Sagen wir so: bei einem FIR-Filter gibt es keine "Bedienung" an sich (ausser man stellte die womöglich tausenden Koeffizienten -- selbst mindestens 24-bittig oder besser Gleitkomma -- von Hand ein, was aber weder theoretisch noch praktisch sinnvoll ist). Ein Datensatz für ein FIR-Filter resultiert fast immer aus einem Samplingvorgang. So kann man z.B. einen Dirac-Puls (ein einziges Sample mit Vollaussteuerung) durch ein IIR-Filter jagen (oder durch ein analoges) und diese Impulsantwort ist dann die FIR-Version des betreffenden Filters. Im Falle einer Raum-Korrektur ist es dann eine umfangreich manipulierte, aber ursprünglich (zumeist indirekt) gemessene Impulsantwort. Die ganz grundsätzliche Manipulationsidee ist hier die Inversion, also ein Filterkern, der einen Dirac-Puls so vorausverzerrt, dass am Messort wieder ein Dirac-Puls herauskommt, durch die lineare(!) Verzerrung des LS+Raumes. Praktisch ist das so direkt natürlich nur sehr bedingt möglich, aus etlichen Gründen. Eine andere Möglichkeit der Generierung eines FIR-Filterkerns ist per inverser FFT aus einem beliebig vorgebbaren komplexen Frequenzgang. Und es gibt noch weitere, bzw überlappen/kombinieren sich die verschiedenen Methoden, bei "dickeren" Tools wie DRC und Acourate.

Grüße, Klaus
« Letzte Änderung: Fr, 23. Oktober 2009, 20:18 von KSTR » Gespeichert
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