Raummoden: minimalphasig und mit PEQ korrigierbar - oder nicht???
  
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Di, 22. Mai 2012, 02:32
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Autor Thema: Raummoden: minimalphasig und mit PEQ korrigierbar - oder nicht???  (Gelesen 14410 mal)
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paschulke2
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« Antworten #135 am: Sa, 27. Dezember 2008, 09:48 »

Sorry an alle, die von der Geddes Diskussion gelangweilt waren, falls ich das Thema weiter ergründen sollte, werde ich dafür nicht mehr diesen Thread strapazieren.

Nö, so gelangweilt war ich davon jedenfalls nicht. Ich würde den Geddes-Standpunkt dazu inzwischen als "Es funktioniert - glaubt es einfach oder lasst es bleiben" zusammenfassen. Und das finde ich etwas knapp. Und nachdem meine Vermutung, die Geddes-Methode funktioniere wegen der Minimalphasigkeit im Moden-dominierten Frequenzbereich, der Startpunkt für diesen Thread und das Experiment war, passt Geddes schon ein wenig hier rein. Ich finde es schon richtig, seinen Ansatz zu hinterfragen und zu kritisieren - vor allem weil der Ansatz eigentlich weder dokumentiert noch seine Wirksamkeit irgendwie nachgewiesen ist.

Damit kommen wir zu

Hier die angeforderten bunten Bildchen.

Na, allzu berauschend sieht das ja nicht aus. Erstens scheint der Hintergrundgeräuschpegel immer noch recht hoch zu sein und zweitens sieht es nicht so aus, als würden Raummoden schneller abklingen (Beispiel 50Hz). Damit wäre der Ansatz "Minimalphasig -> besserer Amplitudengang -> besseres Transientenverhalten" erstmal nicht zu belegen. Meine erste Frage beim Betrachten der WFDs ist allerdings: Wo ist die Zeitskala? Meine zweite wäre: Ist hinsichtlich der Optimierung schon das Ende der Fahnenstange erreicht? Mit diesen Bildern ließe sich IMHO prima Werbung für Audyssey oder Ethan Winer machen ...zwinkern

Gruß

Thomas
« Letzte Änderung: Sa, 27. Dezember 2008, 09:56 von paschulke2 » Gespeichert
Ydope
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« Antworten #136 am: Sa, 27. Dezember 2008, 16:23 »

Mit diesen Bildern ließe sich IMHO prima Werbung für Audyssey oder Ethan Winer machen ...zwinkern

Wieso denn für Audyssey? Das ist doch noch viel mehr "glaubt es einfach!"

Gruß
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paschulke2
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« Antworten #137 am: Sa, 27. Dezember 2008, 16:27 »

Wieso denn für Audyssey? Das ist doch noch viel mehr "glaubt es einfach!"

Es ging ja mehr um hübsche oder nicht so hübsche WFD-Bildchen. Findest Du, dass die von Markus gezeigten WFDs besonders gut aussehen? Überzeugen Dich diese WFDs davon, dass die Geddes-Multisub-Anordnung (in der Version von Markus) ein Weg zu hochwertiger Tieftonwiedergabe sind?

Gruß
Thomas
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« Antworten #138 am: Sa, 27. Dezember 2008, 16:40 »

Es ging ja mehr um hübsche oder nicht so hübsche WFD-Bildchen. Findest Du, dass die von Markus gezeigten WFDs besonders gut aussehen? Überzeugen Dich diese WFDs davon, dass die Geddes-Multisub-Anordnung (in der Version von Markus) ein Weg zu hochwertiger Tieftonwiedergabe sind?

Aussehen: Wie du bemerkt hast, fehlt die Zeitskala, also kann ich nicht sagen, ob die 50 Hz besonders langsam ausklingen oder nicht. Falls du das rein optische meinst, kann ich mit den WFs von REW oder ETF mehr anfangen, weil letztendlich mehr Details zu erkennen sind.
Diese WFs überzeugen mich nicht davon, dass mehrere Subs das Nachklingen reduzieren. Evtl. helfen sie aber, es über mehr modale Frequenzen zu verteilen, so dass z.B. nicht alle Energie in die 50 Hz-Mode fließt.
Was des öfteren funktioniert hat, ist eine Glättung des Frequenzgangs durch mehrere Subs und das ist auf jeden Fall gut. Wenn der WF auch plötzlich so flach wäre, wäre es aber noch viel besser.

Gruß
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markus
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« Antworten #139 am: Sa, 27. Dezember 2008, 17:07 »

Na, allzu berauschend sieht das ja nicht aus.

Im Vergleich zu was?

Meine erste Frage beim Betrachten der WFDs ist allerdings: Wo ist die Zeitskala?

1000 ms. Die Zeitskale versteckt sich hinter dem Diagram. Laut Autor keine triviale Aufgabe die Beschriftung bei jedem Betrachtungswinkel lesbar "anzubringen".

Meine zweite wäre: Ist hinsichtlich der Optimierung schon das Ende der Fahnenstange erreicht?

Nein. Ich werde die Subs noch viel hoeher laufen lassen, um eine Glaettung bis 200 Hz zu erreichen.

Viele Gruesse, Markus
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paschulke2
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« Antworten #140 am: Sa, 27. Dezember 2008, 17:23 »

Na, allzu berauschend sieht das ja nicht aus.

Im Vergleich zu was?

Absolut. Man erkennt wenig und es scheinen immer noch Umgebungsgeräusche reinzuspielen (keine Mittelung verwendet?).

Zum Ergebnis an sich: Man sieht eben ausklingende Moden (z.B. ca. 30Hz, ca. 50Hz). Die ca. 30Hz-Mode kommt mit dem 2. Woofer dazu und der dritte ändert daran nichts (mehr). Daraus müsste man dann also schließen, dass nur der Amplitudengang und nicht das transiente Verhalten optimiert wird.

Also nächstes müsste man sich dann tatsächlich fragen, inwiefern das Ein- und Ausklingen der Moden hörbar ist, wenn der Amplitudengang ok ist. Ich denke, dass man Earls Antwort ("nicht hörbar") gut vorhersehen kann.
 
1000 ms. Die Zeitskale versteckt sich hinter dem Diagram

Im ersten Diagramm ist es weniger.

Nein. Ich werde die Subs noch viel hoeher laufen lassen, um eine Glaettung bis 200 Hz zu erreichen.

Du möchtest die Subs gerne orten können?

Gruß
Thomas
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markus
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« Antworten #141 am: Sa, 27. Dezember 2008, 18:13 »

Du möchtest die Subs gerne orten können?

a) Die Linearisierung des Frequenzgangs im Modalbereich ist Prioritaet Nr. 1. b) Mir wurde berichtet, dass sogar Trennungen bis 180 Hz ohne unerwuenschte Ortung moeglich sind. Im Zweifelsfall probiere ich das gerne selber aus, bevor ich angelesene Meinungen zu meinen eigenen mache.

P.S. Alle Diagramme zeigen 500 ms (nicht 1000 ms) - steht alles im urspruenglichen Post.
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« Antworten #142 am: Sa, 27. Dezember 2008, 18:30 »

a) Die Linearisierung des Frequenzgangs im Modalbereich ist Prioritaet Nr. 1. b) Mir wurde berichtet, dass sogar Trennungen bis 180 Hz ohne unerwuenschte Ortung moeglich sind. Im Zweifelsfall probiere ich das gerne selber aus, bevor ich angelesene Meinungen zu meinen eigenen mache.

Dann mach mal. Wenn Du nachweisen kannst, dass bis 180Hz keine Lokalisation möglich ist, solltest Du aber schon über ein JAES-Paper nachdenken.

P.S. Alle Diagramme zeigen 500 ms (nicht 1000 ms) - steht alles im urspruenglichen Post.

Da steht: "Fenster 500 ms (rectangular)". Das hat mit der Zeitskala nichts zu tun und das Fenster kann für die gezeigten WFDs auch nicht stimmen - weder die 500ms noch 'rectangular'.

Gruß
Thomas
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« Antworten #143 am: Sa, 27. Dezember 2008, 18:45 »

Das hat mit der Zeitskala nichts zu tun und das Fenster kann für die gezeigten WFDs auch nicht stimmen - weder die 500ms noch 'rectangular'.

Na da liesst Du aber bitte nochmal die Bedienungsanleitung von FM.
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« Antworten #144 am: Sa, 27. Dezember 2008, 18:55 »

Also nächstes müsste man sich dann tatsächlich fragen, inwiefern das Ein- und Ausklingen der Moden hörbar ist, wenn der Amplitudengang ok ist. Ich denke, dass man Earls Antwort ("nicht hörbar") gut vorhersehen kann.

Das ist der Punkt, der mich auch sehr interessiert.
Ethans Antwort würde ca. so aussehen: Flacher FG ist wichtig, mindestens genauso wichtig sind kurze Nachklingzeiten und mindestens genauso wichtig wie diese beiden ist ein Senken der Qs der Resonanzen.

Wo finde ich eine detailierte Anleitung zu FuzzMeasure?

Gruß
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« Antworten #145 am: Sa, 27. Dezember 2008, 18:59 »

Na da liesst Du aber bitte nochmal die Bedienungsanleitung von FM.
Wenn Du meinst.

Wo ist im Plugin die Länge und die Form (meines Wissens 'Half-Bingham') des Fensters einstellbar?

Nirgends.

Was hat die Form und die Länge des Fensters für die 'normalen' Messungen (Magnitude Response usw.) mit dem WFD zu tun? Nichts.

Kann die Länge (und der Offset) der Zeitachse des WFDs unabhängig von der Fensterlänge der 'normalen' Messung eingestellt werden? Ja.
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« Antworten #146 am: Sa, 27. Dezember 2008, 19:07 »

Na da liesst Du aber bitte nochmal die Bedienungsanleitung von FM.
Wenn Du meinst.

Wo ist im Plugin die Länge und die Form (meines Wissens 'Half-Bingham') des Fensters einstellbar?

Nirgends.

Was hat die Form und die Länge des Fensters für die 'normalen' Messungen (Magnitude Response usw.) mit dem WFD zu tun? Nichts.

Kann die Länge (und der Offset) der Zeitachse des WFDs unabhängig von der Fensterlänge der 'normalen' Messung eingestellt werden? Ja.


Fuerchterliche Art der Diskussion. Seite 34: "The duration setting in the Waterfall PlugIn is used to calculate within the windowed impulse response as determined in the main document window."
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« Antworten #147 am: Sa, 27. Dezember 2008, 19:08 »

Also nächstes müsste man sich dann tatsächlich fragen, inwiefern das Ein- und Ausklingen der Moden hörbar ist, wenn der Amplitudengang ok ist. Ich denke, dass man Earls Antwort ("nicht hörbar") gut vorhersehen kann.

Das ist der Punkt, der mich auch sehr interessiert.

Da werden wir uns dann vielleicht auch mal durch die Papers durcharbeiten müssen, die uns Klaus im Verlauf dieses Threads angeboten hat (muss ich noch machen). Und wir sollten nicht vergessen, dass die Moden nicht nur ausklingen, sondern auch erst Einschwingen müssen. Das alles wird man also nicht unabhängig vom Programmmaterial betrachten können.

Wo finde ich eine detailierte Anleitung zu FuzzMeasure?

Nirgends  rolleyes

Wo finde ich eine detailierte Anleitung zu FuzzMeasure?

Im Hilfe-Menü. Wenn Du Fuzzmeasure nicht hast oder mangels Mac nicht laufen lassen kannst, kann ich sie Dir auch per eMail schicken (PDF).

Gruß
Thomas


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« Antworten #148 am: Sa, 27. Dezember 2008, 19:19 »

Fuerchterliche Art der Diskussion.

Du setzt den Standard.

Seite 34: "The duration setting in the Waterfall PlugIn is used to calculate within the windowed impulse response as determined in the main document window."

Da steht nur, dass sich die Daten, die im WFD verwendet bzw. gezeigt werden, innerhalb des im "main document window" gesetzten Fensters befinden. Die "duration" kann aber natürlich kürzer sein. Und mit dem Fenster, das für die Berechnung des WFDs verwendet wird, hat das gar nichts zu tun.

edit: Ach ja, auch auf S. 34:
"For room acoustics measurements, it is best to work with a duration of 1000ms or more.  The
waterfall plugin uses the data within the analysis window for a given record, so make sure the
analysis window’s duration is longer than 1000ms to ensure you capture all the data you need
for the waterfall."
« Letzte Änderung: Sa, 27. Dezember 2008, 19:23 von paschulke2 » Gespeichert
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« Antworten #149 am: Sa, 27. Dezember 2008, 19:20 »

Na da liesst Du aber bitte nochmal die Bedienungsanleitung von FM.
Wenn Du meinst.

Wo ist im Plugin die Länge und die Form (meines Wissens 'Half-Bingham') des Fensters einstellbar?

Nirgends.

Was hat die Form und die Länge des Fensters für die 'normalen' Messungen (Magnitude Response usw.) mit dem WFD zu tun? Nichts.

Kann die Länge (und der Offset) der Zeitachse des WFDs unabhängig von der Fensterlänge der 'normalen' Messung eingestellt werden? Ja.


Fuerchterliche Art der Diskussion.

Du meinst wegen der Formulierungen? Die sind doch ähnlich der Deinen.

Das meine ich nicht böse, lediglich als Feststellung.

Stefan
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