Die Echtzeitanalyse (RTA)
  
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Autor Thema: Die Echtzeitanalyse (RTA)  (Gelesen 1642 mal)
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asb
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« am: Sa, 13. Dezember 2008, 17:08 »

Hallo,


bezugnehmend auf den Thread Multisub-Aufstellung nach Earl Geddes gönne ich der RTA mal einen eigenen Thread.

Einzig zum Vergleich habe ich mal ein paar Messungen mit ARTA und REW gemacht.
Bei Arta stellen die Diagramme eine Mittelung aus 36 Messungen, bei REW eine Mittelung aus 32 Messungen dar.
Sample Rate bei beiden Programmen 44,1 kHz, FFT length bei ARTA 65536 (Auflösung 1 Hz).

Gemessen wurde mit drei verschiedenen Anregungssignalen: Rosa Rauschen, Weisses Rauschen und das weisse Rauschen von Markus (Link zum download im o.g. Thread).


ARTA Rosa Rauschen


ARTA Weisses Rauschen


ARTA Weisses Rauschen "Markus"


REW Rosa Rauschen


REW Weisses Rauschen


REW Weisses Rauschen "Markus"



Und noch zwei Vergleiche mit einem Sinussweep (rosa + weisses Rauschen). Obige Linie= Sinus-Sweep.

Sine Sweep vs. Pink Noise


Sine Sweep vs. White Noise



Was ich nicht ganz verstehe: man sieht, dass es bei der RTA mit rosa Rauschen einen höhreren Pegel zu tiefen Frequenzen hin gibt und weisses Rauschen gut mit der Messung eines Sinus-Sweeps koerreliert.
Die RTA im Behringer DEQ zeigte mir beim weissen Rauschen jedoch einen steigenden Pegel bei zunehmender Frequenz (obwohl weisses Rauschen ja eine konstante Amplitude über den Frequenzbereich gewährleisten sollte)?



Grüsse, Andy
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paschulke2
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« Antworten #1 am: Sa, 13. Dezember 2008, 18:25 »

Was ich nicht ganz verstehe: man sieht, dass es bei der RTA mit rosa Rauschen einen höhreren Pegel zu tiefen Frequenzen hin gibt und weisses Rauschen gut mit der Messung eines Sinus-Sweeps koerreliert.
Die RTA im Behringer DEQ zeigte mir beim weissen Rauschen jedoch einen steigenden Pegel bei zunehmender Frequenz (obwohl weisses Rauschen ja eine konstante Amplitude über den Frequenzbereich gewährleisten sollte)?

Weißes Rauschen hat bei allen Frequenzen die gleiche Leistung/Bandbreite, also z.B. von 1kHz bis 2 kHz und von 15kHz bis 16kHz. Trägt man das Spektrum gegen eine lineare Frequenzachse auf, sieht man einen konstanten Pegel.

Der Behringer wird aber eine logarithmische Frequenzachse haben, d.h. pro Balken eine bestimmte relative Bandbreite, z.B. 1/3 Oktave. Die Bandbreite nimmt also mit der Mittenfrequenz zu - so auch der Pegel innerhalb des Bands bei weißem Rauschen. Konstante Leistung in Bändern mit gleicher relativer Bandbreite hat sog. "rosa" Rauschen.

Gruß
Thomas

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asb
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« Antworten #2 am: Sa, 13. Dezember 2008, 18:51 »

Danke für die Erklärung   danke

Mir ging es dabei um einen Versuch des Vergleiches, welches Anregungssignal für welchen Zweck sinnvoll/richtig ist.
Geddes schreibt ja auch vom weissen Rauschen. Jetzt ergibt das für mich einen Sinn.


Grüsse, Andy
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markus
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« Antworten #3 am: Sa, 13. Dezember 2008, 19:35 »

Danke fuer die Grafiken!

Viele Gruesse, Markus
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Cpt. Baseballbatboy
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« Antworten #4 am: Do, 01. Januar 2009, 14:37 »

Moin,

Was ich nicht ganz verstehe: man sieht, dass es bei der RTA mit rosa Rauschen einen höhreren Pegel zu tiefen Frequenzen hin gibt und weisses Rauschen gut mit der Messung eines Sinus-Sweeps koerreliert.
Die RTA im Behringer DEQ zeigte mir beim weissen Rauschen jedoch einen steigenden Pegel bei zunehmender Frequenz (obwohl weisses Rauschen ja eine konstante Amplitude über den Frequenzbereich gewährleisten sollte)?

Weißes Rauschen hat bei allen Frequenzen die gleiche Leistung/Bandbreite, also z.B. von 1kHz bis 2 kHz und von 15kHz bis 16kHz. Trägt man das Spektrum gegen eine lineare Frequenzachse auf, sieht man einen konstanten Pegel.

Auch bei logarithmischer Frequenzachse ergibt weisses Rauschen eine horizontale Linie. Ebenso, wenn man statt der Amplitude die Leistung aufträgt. Erst wenn man die Leistung in Bändern mit relativer Bandbreite aufsummiert (und nicht auf die Anzahl der Stützstellen normiert, das wäre eine Glättungsfunktion) hat man eine steigende Funktion, und zwar wiederum unabhängig von der Art der X-Achse.

Cpt.
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paschulke2
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« Antworten #5 am: Fr, 02. Januar 2009, 11:06 »

Moin,

Was ich nicht ganz verstehe: man sieht, dass es bei der RTA mit rosa Rauschen einen höhreren Pegel zu tiefen Frequenzen hin gibt und weisses Rauschen gut mit der Messung eines Sinus-Sweeps koerreliert.
Die RTA im Behringer DEQ zeigte mir beim weissen Rauschen jedoch einen steigenden Pegel bei zunehmender Frequenz (obwohl weisses Rauschen ja eine konstante Amplitude über den Frequenzbereich gewährleisten sollte)?

Weißes Rauschen hat bei allen Frequenzen die gleiche Leistung/Bandbreite, also z.B. von 1kHz bis 2 kHz und von 15kHz bis 16kHz. Trägt man das Spektrum gegen eine lineare Frequenzachse auf, sieht man einen konstanten Pegel.

Auch bei logarithmischer Frequenzachse ergibt weisses Rauschen eine horizontale Linie. Ebenso, wenn man statt der Amplitude die Leistung aufträgt. Erst wenn man die Leistung in Bändern mit relativer Bandbreite aufsummiert (und nicht auf die Anzahl der Stützstellen normiert, das wäre eine Glättungsfunktion) hat man eine steigende Funktion, und zwar wiederum unabhängig von der Art der X-Achse.

Cpt.

Ich hätte das sicher noch etwas präziser formulieren können, aber hier ging es um ein Balkendiagramm auf dem Behringer. Wenn man davon ausgeht, dass die Balkenbreite die Bandbreite repräsentiert, dann gilt:

- weißes Rauschen und Balken konstanter absoluter Bandbreite -> konstanter Pegel und konst. Balkenbreite auf linearer Frequenzachse
- rosa Rauschen und Balken konstanter relativer Bandbreite -> konstanter Pegel und konst. Balkenbreite auf logarithmischer Frequenzachse

Gruß
Thomas
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Cpt. Baseballbatboy
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« Antworten #6 am: Fr, 02. Januar 2009, 13:10 »

Moin,

die beiden Aussagen sind zwar richtig, aber unnötig einschränkend.

Mach es doch einfach so:

- weisses Rauschen und Balken konstanter absoluter Bandbreite -> konstanter Pegel
- rosa Rauschen und Balken konstanter relativer Bandbreite -> konstanter Pegel

Die Art der X-Achse ist dabei völlig unerheblich. Man sollte das auch noch erweitern:

- weisses Rauschen und Balken konstanter relativer Bandbreite -> steigender Pegel
- rosa Rauschen und Balken konstanter absoluter Bandbreite -> fallender Pegel

Die optisch sichtbare Balkenbreite ist dagegen von der Art der X-Achse abhängig:

- Balken konstanter absoluter Bandbreite -> konstante Balkenbreite bei linearer, abnehmende Breite bei log. X-Achse
- Balken konstanter relativer Bandbreite -> konstante Balkenbreite bei log, zunehmende Breite bei linearer X-Achse

Cpt.
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