Stereo - Hören....eine Frage der Gewöhnung?
  
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Di, 07. Februar 2012, 21:24
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Autor Thema: Stereo - Hören....eine Frage der Gewöhnung?  (Gelesen 2534 mal)
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Heimkino
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« Antworten #30 am: Mi, 10. Dezember 2008, 23:55 »

Ich kann es eigentlich nicht unterscheiden ob bei mir der Center mit läuft oder nicht (zumindest nicht von der Lokalisation her, die Klangfarben sind dann leider doch etwas unterschiedlich).

Gruß
Stefan

Ich kann es bei mir sehr gut unterscheiden. Stereo ist die Stimme deutlich höher abgebildet und etwas breiter angesiedelt.
Die Klangfarbe passt bei mir sehr gut, sind ja auch drei gleiche Speaker, nur der Bass ist etwas für die wandnahe Aufstellung eingebremst.

Werner
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« Antworten #31 am: Do, 11. Dezember 2008, 07:42 »

@ Holger
Was gefällt Dir denn nicht?

Gruß werner

Moin,

ich kann es nicht genau erklären, ich finde den Klang etwas verwaschen, eine Ortung ist kaum möglich. Außerdem ist es unmöglich das ganze leise zu hören, dann verschmiert es noch mehr. Mit Bild und bei gehobener Zimmerlautstärke oder lauter  biggrinsen  ist es allerdings ganz gut und macht richtig Spaß.
Da meine "Surround Anlage" nicht zum Musik hören taugt höre ich Musik DVDs in Stereo, der DVD Spieler ist analog an den Stereo Verstärker angeschlossen, so kann ich zwischen CD und DVD (Stereo 2.0) hin und her schalten. Wie gesagt, kein Unterschied.

Sorry für OT.

 prost

Gruß
Holger
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terrine
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« Antworten #32 am: Mi, 14. Januar 2009, 10:05 »

Moin smile

Ich greif das Thema noch einmal auf, da ich es sehr interessant finde.
Ich weiß nimmer wo, aber ich hab mal gelesen (oder gehört), dass kleine Kinder grundsätzlich keine Phantomschallquelle orten können, weil sich ihr Kopf noch nicht auf eine solche einstellen kann. Wenn man ein Kleinkind in die Mitte einer guten Stereoanlage setzt und es fragt, wo denn der Sänger oder das Instrument herkommen würde, zeigt es auf eine der Boxen: "Daher!"

Erst mit dem Alter kommt das ordentliche Orten der Phantomschallquelle, wobei ich nicht sagen kann ab welchem Alter es gehäuft vorkommt smile Ein Sohn eines "mit-Sehring-Besitzers" der zu diesem Zeitpunkt 4 oder 5 war, rannte einmal suchend zwischen seine Lautsprecher und versuchte den Sänger zu finden. Vielleicht liegt es auch an der Konzentration. Kleinkinder können sich noch nicht auf eine spezielle Sache einlassen, da sie A) nicht wissen worauf man hinaus will und B) viel zu viele andere Einflüsse in den Gesamteindruck hineinspielen... das Gehirn kann noch nicht richtig filtern.

Ich speziell glaub aber nicht, dass Robert generell keine Phantommitte mehr orten kann. Das beruht natürlich alles auf Spekulation, da keiner in seine Psychoakustik hineinschauen kann smile
Ich denke eher, dass ist eine kleine trotzreaktion... "Sie kann nicht existieren, also will ich sie auch nicht hören".
Man kann sie allerdings ignorieren...funktioniert allerdings nicht bewusst. Bei mir ist es meistens so, wenn ich einfach müde und unkonzentriert bin. Dann wird das generelle Klangbild verawaschen und ich muß mich ein klein wenig zwingen auf die Phantommitte und Räumlichkeit zu achten. Das ist für mich meistens der Moment, wo ich eindeutig ins Bett muß zwinkern
Eine weitere kleine Sache:
Ich hab auf meinem Schreibtisch in der Firma 2 kleine, billige aktivlautsprecher zu stehen. Wenn ich etwas länger keine Musik mehr über meine Hochwertige Anlage gehört hab, empfinde ich auch hier (in der Firma) eine Phantomschallquelle. Erst bei längerem hören über die kleenen "verschwindet" sie nach einer weile, oder wenn ich eine Phase des vielhörens zuhause hab. Dann hat sie keine changse zwinkern

So...genug Text smile Zum Abschluß hab ich noch einen Link zu einer kleinen Abhandlung bez. Phantomschallquelle. Vielleicht kennt ihr die Seite schon...:

http://www.syntheticwave.de/Phantomschallquellen.htm

Gruß,
Moritz  prost
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Poison Nuke
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« Antworten #33 am: Di, 03. Februar 2009, 23:32 »

is ja interessant, wenn so über einen geredet wird und man selbst davon nix weiß, fast schon befremdlich  biggrinsen


also, da will ich doch mal selbst was zu dem Thema sagen:

ich selbst kenne den Effekt, dass man aufspringt und suchend zwischen den Boxen hin und her rennt und den Center sucht auch, hatte schon früher ab und an dieses Gefühl gehabt, eine messerscharfe Lokalisation der Mitte vor mir zu haben, die man fast schon anfassen könnte, so klar konturiert war sie.
Aber seit nun bald 5 Jahren höre ich meine Musik fast ausschließlich in Surround mit derzeit sogar 3 Centerkanälen (also 5 verschiedene Kanäle vorn). Über meine Soundkarte wird das auch entsprechend gut versorgt, wenn da ein Signal aus der Mitte kommt, dann kann man auch im Raum umherlaufen und sich umdrehen und was auch immer, es kommt immer von dort. Wenn etwas "halbmittig" kommt, also Mitte zwischen Center und Front, dann kommt es bei mir auch real nur aus dieser Richtung.
Dadurch könnnen meine Ohren ausschließlich über die HRTF orten....denn es gibt ja zwei Methoden, wie unser Gehirn die Richtung bestimmt: einmal aus Laufzeit und Pegelunterschieden zwischen beiden Ohren (nur damit ist die Phantomschallquelle möglich), aber den Hauptteil der Ortung macht die HRTF aus...durch die wir sogar mit einem (!) Ohr Geräusche exakt lokalisieren können. Nur bei Stereo scheint es wohl so zu sein, dass das Gehör darauf trainiert wird, eher über die Laufzeitunterschiede zu orten, was dann ja auch ganz gut funktioniert.


Und ja, meine Ortungsfähigkeit ist noch sehr gut denke ich. Ab und an mache ich selbst auch mit mir den Test im freien, weil ich dem selbst auch nicht ganz vertraue (weil wenn man soviel über die Anlage hört, dann zweifelt man schon selbst daran, was nun noch real ist und was nicht), ich stell mich z.B. einfach mal mitten ins Freie, schließe die Augen und warte dass irgendwas passiert und wenn ich dann mit geschlossenen Augen in die Richtung zeige, wo das Geräusch herkam, dann stimmte das oft sogar sehr genau. Ich denke die Sache, wie man im Filmen sieht, dass jemand ohne hinschauen jemandem eine Kugel in den Kopf schießt ist gar nicht so abwegig.


Das mit den Ortungsproblemen hatte ich übrigens das erste mal beim Probehören der K&H O500C festgestellt. Reinhardt hatte diese für mich in einer perfekten Aufstellung in einem überaus guten Raum aufgestellt...bei der Konfiguration würde den meisten wohl die Ohren bluten, weil die Abbildung so scharf ist. Aber bei mir war da immer nur eine recht verschwaschene Abbildung, also ich konnte da keine wirkliche Bühne vor mir aufbauen. Auch Stimmen zogen sich eher über die ganze Breite der LS und tendentiell hörte ich die einzelnen LS raus.
Und ich hatte da nichtmal bewusst drauf geachtet, bzw es ist auch keine Trotzhaltung gegenüber Stereo...obwohl ich so gesehen schon eine Abneigung gegen Stereo habe, so ist es nicht...bin ja drauf und dran, die 3D Wellenfeldsynthese bei mir umzusetzen, sollte es für mich realisierbar sein  engel
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viele grüße

Poison Nuke
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markus
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« Antworten #34 am: Mi, 04. Februar 2009, 00:51 »

Hi Poison Nuke,

Dadurch könnnen meine Ohren ausschließlich über die HRTF orten....

? Interaural Pegel- und Laufzeitunterschiede treten auch bei Einzelschallquellen auf.

denn es gibt ja zwei Methoden, wie unser Gehirn die Richtung bestimmt: einmal aus Laufzeit und Pegelunterschieden zwischen beiden Ohren (nur damit ist die Phantomschallquelle möglich), aber den Hauptteil der Ortung macht die HRTF aus.

Dies wird in der Fachliteratur gegenteilig beschrieben: interaural Pegel- und Laufzeitunterschiede haben eine dominante Wirkung gegenueber der HRTF.
Die genau Funktionsweise der Summenlokalisation ist leider nach wie vor unklar.

Gruss, Markus
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Poison Nuke
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« Antworten #35 am: Mi, 04. Februar 2009, 08:06 »

mach doch einfach mal den Test und halte dir ein Ohr zu, sodass du durch das möglichst wenig hörst und dann versuche mal von nicht allzu tieffrequenten Einzelschallquellen die Position zu ermitteln.
Ich finde das geht noch sehr gut und bei der massiven Pegeldifferenz zum anderen Ohr sollten ja die Laufzeit und Pegelunterschiede meines erachtens weniger damit zu tun haben.

Aber andererseits kann es vllt auch sein, dass es da sowas wie eine "persönliche Gewichtung" gibt, weil schlussendlich kann man es wirklich kaum rausfinden, was beim hören die meiste Priorität hat.

Halt ausgehend von meinen Erfahrungen, die ich zum Thema HRTF vs interaureal bei meinen ersten 7.1 Versuchen gemacht habe...wo es nämlich mir unmöglich war, NICHT die seitlichen LS einzeln zu hören, trotz optimalen Bedingungen. Aus meiner Sicht hieß es, dass das Gehirn hier einfach primär die HRTF bewertet und die sagte ihm ja, dass das Signal genau seitlich kommt, weil auch wenn ich dann manuell eine Phantomschallquelle zwischen den SurroundLinks und dem SurroundbackLinks platzierte, so hörte ich immer den seitlichen LS einzeln und diffus dann auch den hinteren dazu. Was überdies der Auslöser dafür war, dass ich mich mit dem Thema "SurroundArray" beschäftigte, um das ganze zu umgehen biggrinsen
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viele grüße

Poison Nuke
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