Multisub-Aufstellung nach Earl Geddes
  
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Di, 07. Februar 2012, 05:08
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 »   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Multisub-Aufstellung nach Earl Geddes  (Gelesen 15011 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
markus
Hero Member
*****
Offline Offline

Beiträge: 1471


« am: Mo, 24. November 2008, 21:27 »

Hallo,

wie schon oefters angerissen, verwende ich 3 Subs, die nach einem Vorschlag von Earl Geddes aufgestellt sind.

Nochmal zum Verfahren: Bei der Multisubmethode nach Geddes wird ein Sub in eine Raumecke nahe der Hauptlautsprecher platziert. Der zweite Sub kann relativ frei platziert werden, aber nicht in einer Raumecke. Die Mitte von Seiten- oder Rueckwand sind geeignete Orte. Der dritte Sub kann beliebig platziert werden, aber moeglichst weit weg von den ersten beiden. Wenn man einen der Subs oberhalb der vertikalen Raummitte platzieren kann, waere dies vorteilhaft.
Eingemessen wird mit einem FFT Realtime Analyzer und weissem Rauschen. Es wird ein Sub nach dem anderen zugeschaltet und jeweils so lange Lautstaerke, Trennfrequenz und Phase justiert, bis ein zufriedenstellender Frequenzgang entsteht.

Beispiel (nur Hauptlautsprecher = gruen / mit 3 Subs = gelb):



Viele Gruesse, Markus
Gespeichert
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #1 am: Di, 25. November 2008, 19:06 »

Hallo Markus,


nach meinem Verständnis ist Geddes Ziel mit dieser Variante eine möglichst gleichmässige Anregung aller Raummoden incl. der (möglichen?) Kompensierung von Auslöschungen durch Aufstellung eines Subs in den Knotenpunkten der ersten Horizontalmoden, oder sehe ich das falsch?

Interessant, dass das funktioniert.
Denn...ich habe vor einiger Zeit meine Subs interessehalber mal im Druckknoten der ersten Längstmode (44 Hz) aufgestellt und musste ordentlich am Pegelsteller drehen, um sie hörbar zu machen.

Auch hatte ich bis vorhin so meine Bedenken, was die Analyse mit einem RTA angeht. Ich hatte da immer nur eine zapelnde Linie in Erinnerung.
Also eben mal eine Messung mit einem Sinus-Sweep mit der Anzeige des RTA verglichen:



Man muss nur weit genug vom Grundrauschen der Umgebung weg....dann ist die Kurve auch einigermassen konstant. Muss man ja erst mal wissen... zwinkern
Auf jeden Fall kann man mit der RTA wunderbar die Effekte der Phasenlage auf die Betriebsschallpegelkurve in Echtzeit sichtbar machen.

Wenn es finanziell machbar ist, werd ich Anfang nächsten Jahres noch zwei Subs basteln. Dann schau ich mal, was mit Geddes Variante geht. Eigentlich sollten die auch wieder symmetrisch in den Raum (hinter den Hörplatz).

PS Differieren die Pegel der Subs, oder sind ist er bei allen gleich? Stelle mir das ansonsten ziemlich tricky vor....



Grüsse, Andy
« Letzte Änderung: Di, 25. November 2008, 19:35 von asb » Gespeichert
markus
Hero Member
*****
Offline Offline

Beiträge: 1471


« Antworten #2 am: Di, 25. November 2008, 22:30 »

Hi Andy,

erstaunliche Aehnlichkeit der beiden Kurven. Wie lange war der Sweep?
Ist die Kurve des RTA eine zeitliche Mittelung? Das muss unbedingt geschehen, da weisses Rauschen nicht zu jedem Zeitpunkt jede Frequenz enthaelt.

Hier die ganze Multisubgeschichte ausfuehrlich:
http://www.mehlau.net/audio/multisub_geddes/
Bilder und Korrekturen folgen noch.

Viele Gruesse, Markus
Gespeichert
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #3 am: Mi, 26. November 2008, 19:24 »

Hallo Markus,


erstaunliche Aehnlichkeit der beiden Kurven. Wie lange war der Sweep?


Sequenzlänge 512 k -> ~12 sek (für einen Sweep von 20 Hz - 20 kHz)

Zitat
Ist die Kurve des RTA eine zeitliche Mittelung? Das muss unbedingt geschehen, da weisses Rauschen nicht zu jedem Zeitpunkt jede Frequenz enthaelt.

Das mit der Mittelung kann ich gar nicht genau sagen (weiss bis dato nicht genau, wie REW das händelt), aber die Lage der Kurve war ziemlich konstant....kaum Schwankungen. Allerdings musste ich dafür beachtliche Pegel liefern. Bei weissem Rauschen klingelt es da schon ordentlich in den Ohren.

Gibt es für die verlinkte Ausführung auch eine deutschsprachige Fassung? zwinkern


Grüsse, Andy
Gespeichert
markus
Hero Member
*****
Offline Offline

Beiträge: 1471


« Antworten #4 am: Do, 27. November 2008, 02:21 »

Nein, es gibt keine deutsche Version. Die englische Version zu erstellen war schon anstrengend genug zwinkern

Bzgl. des "Rausch"-Pegels: nimm die tiefpassgefilterte Version von meiner Seite. Das ist wesentlich angenehmer.

Viele Gruesse, Markus
Gespeichert
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #5 am: Do, 27. November 2008, 17:38 »

Zitat
Bzgl. des "Rausch"-Pegels: nimm die tiefpassgefilterte Version von meiner Seite. Das ist wesentlich angenehmer.

Super....und besser smile


Grüsse, Andy
Gespeichert
markus
Hero Member
*****
Offline Offline

Beiträge: 1471


« Antworten #6 am: Mo, 01. Dezember 2008, 19:04 »

Hi Andy,

weisst Du wie gross die Frequenzaufloesung Deiner REW-RTA-Messung ist?

Viele Gruesse, Markus
Gespeichert
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #7 am: Mo, 01. Dezember 2008, 19:54 »

Hi Markus,


nach meinem Verständnis hatte die Messung (bei einer FFT lenght von 65536) eine Auflösung von 1 Hz. Wenn es das ist, was du meintest...?
Aber nur eine Mittelung aus zwei Messungen.

Soll ich das mit mehreren Messungen (bis zu 64 "Averages") wiederholen? Du "klingst" so ungläubig.... zwinkern



Grüsse, Andy
Gespeichert
markus
Hero Member
*****
Offline Offline

Beiträge: 1471


« Antworten #8 am: Mo, 01. Dezember 2008, 20:20 »

Ist angeboren smile

1 Hz hoert sich gut an und ist m.E. auch das Minimum, wenn man in Musiknoten denkt (20-40 Hz = 1 Oktave. 20 Messpunkte entspricht so fast einem Halbton).
2 Messungen sind normalerweise zu wenig, es sei denn, REW macht pro Messung schon einen Durchschnitt. Wenn ich in Echtzeit messe, komme ich ab ca. 35 Durschnittsmessungen in einen statischen Bereich. Sprich: das Ergebnis ist dann rechtskraeftig.
Gespeichert
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #9 am: Mo, 01. Dezember 2008, 20:28 »

Zitat
Sprich: das Ergebnis ist dann rechtskraeftig.

Hehe...auch gut  smile

Ich werde bei Gelegenheit die Geschichte mit mehreren Messungen wiederholen und mit der obigen Variante vergleichen.


Grüsse, Andy


Gespeichert
paschulke2
Full Member
***
Offline Offline

Beiträge: 183


« Antworten #10 am: Sa, 13. Dezember 2008, 13:18 »

Eingemessen wird mit einem FFT Realtime Analyzer  ...
Hallo Markus,

würdest Du evtl. verraten, welches Programm das ist? Wenn ich nach "fft analyzer mac os" suche, finde ich jedenfalls nichts, was dem gezeigten entspricht. Ist bei diesem Program einstellbar, wieviele Zyklen gemittelt werden?

Gruß

Thomas
Gespeichert
asb
Team
*****
Offline Offline

Beiträge: 1573



« Antworten #11 am: Sa, 13. Dezember 2008, 17:12 »

Hallo Thomas und willkommen hier.

Eine RTA kannst du mit einigen Programmen durchführen.
Markus nutzt (als Apfel-Besitzer) meines Wissens FuzzMeasure.
Für PC User bieten sich zB ARTA und REW an. Mit beiden kannst du auch externe Signale verwenden, sowohl auf einen internen Generator mit verschiedenen Anregungssignalen zurückgreifen.
Die beiden letzgenannten habe ich mal kurz verglichen: http://www.casakustik.de/forum/index.php/topic,297.msg6001.html#msg6001
Es gibt aber sicherlich noch einige andere Programme....



Grüsse, Andy
Gespeichert
Ydope
Team-Mitglied
*****
Offline Offline

Beiträge: 1133



« Antworten #12 am: Sa, 13. Dezember 2008, 17:26 »

würdest Du evtl. verraten, welches Programm das ist?

Bin kein Mac User, aber es müsste dieses sein:
http://www.faberacoustical.com/products/signalscope/fft_analyzer/

Gruß
Gespeichert

Dies ist keine Signatur
paschulke2
Full Member
***
Offline Offline

Beiträge: 183


« Antworten #13 am: Sa, 13. Dezember 2008, 17:46 »

Markus nutzt (als Apfel-Besitzer) meines Wissens FuzzMeasure.

Tut er, das weiß ich aus den diyaudio.com Threads. Aber FuzzMeasure, das ich auch habe, kann kein RTA.

Bin kein Mac User, aber es müsste dieses sein:
http://www.faberacoustical.com/products/signalscope/fft_analyzer/

Sieht schwer danach aus. Danke!

Gruß
Thomas
Gespeichert
paschulke2
Full Member
***
Offline Offline

Beiträge: 183


« Antworten #14 am: Sa, 13. Dezember 2008, 19:06 »

wie schon oefters angerissen, verwende ich 3 Subs, die nach einem Vorschlag von Earl Geddes aufgestellt sind.

Nachdem ich mich jetzt mal durch die entsprechenden Threads bei diyaudio.com geackert habe, frage ich mich:

1.) Teilweise wird da von einer Trennfrequenz von 100Hz mit 12dB/Oktave geredet. Werden die Subs unter diesen Bedingungen nicht ortbar?
2.) Was macht man, wenn man nicht die Geddes'schen Hauptlautsprecher hat? Jene gehen ja nur bis ca. 80 Hz runter und werden dementsprechend nicht mit einem Hochpass abgetrennt.
3.) Diese Frage folgt aus 1.) und 2.): Sehe ich das richtig, dass eine steilere Trennung z.B. 80Hz/4. Ordnung das Prinzip ad absurdum führt, weil die gewünschte Überlappung mit den Hauptlautsprechern entfällt?

Gruß

Thomas
Gespeichert
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 »   Nach oben
Drucken
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.15 | SMF © 2006, Simple Machines | Elegant by sloopz
Seite erstellt in 0.072 Sekunden mit 20 Zugriffen.