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SBA/DBA/Multisub-Systeme
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Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
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Autor
Thema: Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten (Gelesen 1642 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Ydope
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Beiträge: 1133
Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
«
am:
Do, 06. November 2008, 15:55 »
Hallo,
Stefan/iceman hat in seinem Raum 4 baugleiche Subwoofer stehen und freundlicherweise einige Messungen durchgeführt, um der Wirkung von zusätzlichen Subs auf die Nachklingzeiten im Bass auf den Grund zu gehen.
Es spielten keine anderen Lautsprecher.
Um einen konstanten Gesamtpegel zu gewährleisten, sind die Einzelsubs jeweils 6dB lauter und die Doppelsub-Kombinationen jeweils 3dB lauter als alle vier zusammen.
Infos zum Raum und der Aufstellung hier:
http://www.casakustik.de/forum/index.php/topic,37.0.html
1 Sub:
1:
2:
3:
4:
2 Subs:
1+2:
1+3:
2+4:
3+4:
4 Subs:
invers:
NHZ-Graph:
(Rot ist hierbei 4 Subs invers und nicht Sub 1 allein)
Leider ist durch die JPEG-Komprimierung das Bild schlecht lesbar, die beiden
längsten
NHZ im tiefsten Frequenzbereich ergeben sich bei den beiden 4-Sub-Varianten.
Bei freier Wahl würde ich die Variante 1+3 (beige/ockerfarben) nehmen, das scheint am ausgeglichensten zu sein.
Natürlich gibt es noch viele Konfigurationen, die nicht getestet wurden aber es zeigt, dass
zusätzliche Subs an sich erstmal nichts in Bezug auf Nachklingzeiten verbessern.
Gruß
«
Letzte Änderung: Do, 06. November 2008, 16:04 von Ydope
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markus
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Beiträge: 1471
Re: Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
«
Antworten #1 am:
Do, 06. November 2008, 17:24 »
Zitat von: Ydope am Do, 06. November 2008, 15:55
... es zeigt, dass
zusätzliche Subs an sich erstmal nichts in Bezug auf Nachklingzeiten verbessern.
Gruß
Warum sollten sie auch? Es wird ja keine Energie "vernichtet", sprich: in eine andere Energieform umgewandelt. Mehrere Subs koennen aber sehr effektiv die Auswirkungen des Modalfeldes eines Raumes auf den Frequenzgang durch entsprechende "Moden-Ankopplung" minimieren. Zumindest innerhalb einer bestimmten Hoerzone.
Nur ein DBA bietet im Ergebnis theoretisch die selbe Wirkung wie ein schalltoter Raum. Die Funktionsweise ist jedoch eine komplett andere. Ein DBA wirkt durch Interferenz, ein schalltoter Raum durch Energieumwandlung (Absorber).
Viele Gruesse, Markus
P.S. Eine Skizze, in der man die Nummer und Aufstellung des jeweiligen Subs und vor allem auch des Messmikros sehen kann, waere wuenschenswert.
Alle Frequenzgaenge sind nicht sehr gut fuer Multisub - da geht mehr.
«
Letzte Änderung: Do, 06. November 2008, 17:32 von markus
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Ydope
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Beiträge: 1133
Re: Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
«
Antworten #2 am:
Do, 06. November 2008, 18:58 »
Zitat von: markus am Do, 06. November 2008, 17:24
Zitat von: Ydope am Do, 06. November 2008, 15:55
... es zeigt, dass
zusätzliche Subs an sich erstmal nichts in Bezug auf Nachklingzeiten verbessern.
Gruß
Warum sollten sie auch? Es wird ja keine Energie "vernichtet"
Seh' ich genauso.
Zitat von: markus am Do, 06. November 2008, 17:24
Nur ein DBA bietet im Ergebnis theoretisch die selbe Wirkung wie ein schalltoter Raum.
Praktisch nicht. Aber das klärt dieses Experiment nicht.
Bzgl. Skizze müsstest du dich an Stefan wenden. Er hat mir nur die Messdaten geschickt.
Die Subs standen m.W. mittig an den Seitenwänden.
Gruß
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iceman
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Re: Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
«
Antworten #3 am:
Fr, 07. November 2008, 18:54 »
Zitat
Bzgl. Skizze müsstest du dich an Stefan wenden. Er hat mir nur die Messdaten geschickt.
Hab ich ja wohl
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Heimkino
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Re: Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
«
Antworten #4 am:
Fr, 07. November 2008, 19:38 »
Moin moin,
Stefan sagte ich Dir schon, dass der "Erker" oder was das auch immer ist, einen geilen Technikraum gäbe
Sorry für das Offtopic
allen ein schönes WE
Werner
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markus
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Re: Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
«
Antworten #5 am:
Fr, 07. November 2008, 23:16 »
Technikraum? Wofuer?
Hier mal eine Animation, was man mit 3 Subs erreichen kann (Echtzeit-FFT mit bei 200 Hz tiefpassgefiltertem, weissem Rauschen):
Da geht noch mehr - sind aber die einzigen Daten die ich derzeit fuer eine Animation zur Hand habe.
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Heimkino
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Beiträge: 229
Re: Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
«
Antworten #6 am:
Sa, 08. November 2008, 10:22 »
Moin Markus,
wofür? Natürlich für das ganze Geraffel was wir so in unseren Kinos herumstehen haben. Außerdem sind damit alle Diskussionen um zu helle LED an den Geräten und lauten Lüfter vom Tisch.
Außerdem finde ich es persönlich geil, wenn man nichts außer dem Bild sieht.
schönes We
Werner
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markus
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Re: Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
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Antworten #7 am:
Sa, 08. November 2008, 14:25 »
Das Geblinke gehoert doch dazu
Ansonsten gibt's alles auch luefterlos.
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Barnie
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Re: Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
«
Antworten #8 am:
Mo, 10. November 2008, 11:02 »
Zitat von: markus am Do, 06. November 2008, 17:24
Nur ein DBA bietet im Ergebnis theoretisch die selbe Wirkung wie ein schalltoter Raum. Die Funktionsweise ist jedoch eine komplett andere. Ein DBA wirkt durch Interferenz, ein schalltoter Raum durch Energieumwandlung (Absorber).
Du sprichst jetzt von einem DBA wo die Arrays phasenverkehrt laufen und eines davon um die Raumlänge zeitverzögert ist oder? Wie ist denn eigentlich die Wirkung ohne Phaseninvertierung und Zeitverzögerung zu erklären? Bei mir ergab sich dadurch ein noch besserer FG und auch kürzerer Nachhall als mit Phaseninvertierung und Delay. (Habs letztens erst nachgemessen aber bin nicht mehr dazu gekommen, die Resultate hier einzustellen.. Werde ich aber noch nachholen.) Ist das bei mir Zufall oder gibt's dafür auch ne Erklärung?
Gruss
Barnie
«
Letzte Änderung: Mo, 10. November 2008, 11:04 von Barnie
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markus
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Re: Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
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Antworten #9 am:
Mo, 10. November 2008, 14:29 »
Ein DBA besteht per Definition immer aus einem phasen- und zeitverzoegerten, symmetrisch ausgebauten Front- und Ruecksystem. Alles andere ist Multisub.
Die Wirkung einer Multisubaufstellung basiert aber wie ein DBA auf Interferenz. Die einzelnen Subs sind faktisch Moden, die dem Modalfeld des Raumes ueberlagert sind. Dadurch ergibt sich je nach Position, Lautstaerke, Phase, Bandbreite eines Subs eine Aenderung des Frequenzganges im Raum.
Ein Verminderung der Nachhallzeit kann ich mir nicht erklaeren. Vielleicht ein Messfehler oder falsche Messmethode. Im Uebrigen macht es auch nur Sinn den eingeschwungenen Zustand im Bereich unter 100 Hz zu messen und zu optimieren, weil dort die Moden alles Andere ueberdecken.
Viele Gruesse, Markus
«
Letzte Änderung: Mo, 10. November 2008, 14:31 von markus
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Barnie
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Re: Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
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Antworten #10 am:
Mo, 10. November 2008, 15:06 »
Zitat
Ein Verminderung der Nachhallzeit kann ich mir nicht erklaeren.
Ja, das kann ich mir auch nicht erkären...
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Ydope
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Re: Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
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Antworten #11 am:
Mo, 10. November 2008, 15:09 »
Zitat von: markus am Mo, 10. November 2008, 14:29
Die einzelnen Subs sind faktisch Moden, die dem Modalfeld des Raumes ueberlagert sind.
Bitte definiere mal den Begriff "Mode", denn so ergibt dieser Satz keinen Sinn.
Ich probiers mal: Eine Raummode ist eine diskrete Resonanzfrequenz, die
durch die Maße des Raums
bestimmt ist. Wie stark einzelne Moden angeregt werden, ist durch Art und Ort der Schallquelle(n) beeinflussbar.
Zitat von: markus am Mo, 10. November 2008, 14:29
Im Uebrigen macht es auch nur Sinn den eingeschwungenen Zustand im Bereich unter 100 Hz zu messen und zu optimieren, weil dort die Moden alles Andere ueberdecken.
Auch das verstehe ich nicht. Wenn man z.B. durch den Abstand Hörort-Rückwand eine nicht-modale Auslöschung bei einer Frequenz hat, kann das auch eine Raummode überdecken, sodass ein modaler Gipfel im FG doch zu einer Null wird. Sprich: Der FG wird i.A. durch viele nicht-modale Interferenzen beeinflusst, auch < 100 Hz.
Die große Frage bleibt, wieso Multi-Sub-Anordungen teilweise zu sehr glatten Frequenzgängen führen, zumindest in einem gewissen Frequenzbereich. Eine vernünftige Erklärung dieses Phänomens wäre sehr erhellend.
@ Barnie:
Es bleibt eigentlich nur Zufall, zumindest was die Wirkung auf den Nachhall betrifft. Ist ja auch nicht zu erklären, wieso Stefan bei 1 Sub mehr Nachhall hat als bei 2 Subs, aber bei 4 Subs mehr als bei 2 Subs.
Gruß
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Barnie
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Re: Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
«
Antworten #12 am:
Mo, 10. November 2008, 15:18 »
Zitat von: markus am Mo, 10. November 2008, 14:29
Ein DBA besteht per Definition immer aus einem phasen- und zeitverzoegerten, symmetrisch ausgebauten Front- und Ruecksystem. Alles andere ist Multisub.
Ich wollte nur sicher sein, dass wir das Gleiche meinen, denn DBA heisst ja eigentlich nur "Double Bass Array" - mehr erstmal nicht. Und das muss noch nicht unbedingt bedeuten, dass die Arrays zeitverzögert und phaseninvers laufen.
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markus
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Re: Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
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Antworten #13 am:
Di, 11. November 2008, 17:53 »
Ydope, wenn Du die Moden-Problematik ein fuer alle Mal durchdringen willst, dann unterhalte Dich mit Earl Geddes. Der Mann hat seine Doktorarbeit ueber Moden geschrieben. Hier ist z.B. eine gute Gelegenheit:
http://www.diyaudio.com/forums/showthread.php?postid=1655703#post1655703
Viele Gruesse, Markus
«
Letzte Änderung: Di, 11. November 2008, 17:55 von markus
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Ydope
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Re: Test zur Wirkung von mehreren Subs auf Nachklingzeiten
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Antworten #14 am:
Di, 11. November 2008, 18:55 »
Danke, aber ich wollte eigentlich nur deine Äußerung durchdringen, dass Subs faktisch Moden seien und dass Moden unter 100 Hz "alles überdecken".
Das ist mit einer herkömmlichen Definition von "Mode" nämlich beides schlicht Unsinn. Und zu deinen Äußerungen kann ich schlecht jemand anderes befragen. Falls Earl Geddes das wirklich so geschrieben hat, kannst du mir bitte den Link geben.
Gruß
P.S. Was die sehr glatten FG angeht, würde mich ein Link zu einer Erklärung von Earl Geddes natürlich auch interessieren.
«
Letzte Änderung: Di, 11. November 2008, 18:58 von Ydope
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