Absorptionswert vs. Strömungswiderstand bei Kantenabsorbern
  
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Di, 22. Mai 2012, 02:15
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Autor Thema: Absorptionswert vs. Strömungswiderstand bei Kantenabsorbern  (Gelesen 1924 mal)
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HausL
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« Antworten #15 am: Mo, 20. Oktober 2008, 20:14 »

Ydope, ganz einfach, durch die höhere Dicke ist der Abstand zur Wand größer

Logisch, zwangsläufig.  biggrinsen

30 cm max. Wandabstand, 34 cm Kantenabsorber, 62 cm breit.
Bei einem Kantenabsorber muss die ganze Kante bedeckt sein, richtig? Würde also bedeuten, wenn ich 40 cm Wandabstand wähle müssten die KA breiter sein, statt 62 cm komme ich dann auf ca. 83 cm. Das kostet natürlich mehr.
Bist du der Meinung, dass ein KA mit 40 cm Wandabstand und 34 cm dicke dann mehr Wirkung hat weil er näher an der Schallschnelle liegt? Ich kenne nur die Optimierungsformel max. Wandabstand gleich Materialdicke.

Hätte er bei 30 cm ein Material mit optimalem (kleinerem) Strömungswiderstand genommen, dann wäre die Absorption vermutlich noch besser gewesen.

Wie ich schon sagte, im nächsten Raum kommt Rockwool 100 zum Einsatz!
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Ydope
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« Antworten #16 am: Mo, 20. Oktober 2008, 20:19 »

Ydope, ganz einfach, durch die höhere Dicke ist der Abstand zur Wand größer, d.h. mehr Absorber in der Schallschnelle = mehr Wirkung. Oder habe ich den Aufbau falsch interpretiert? Bildchen?

Das ist eine plausible Erklärung, die schon erwähnt wurde.

Hätte er bei 30 cm ein Material mit optimalem (kleinerem) Strömungswiderstand genommen, dann wäre die Absorption vermutlich noch besser gewesen.
Vermutlich. Ich vermute anders. Jedenfalls bringt die Verschiebung um 10 cm mehr als das Verlassen des Optimalbereichs um Faktor 1,5 oder mehr ausmacht. Was für diesen Kontext eine geringe Relevanz des theoretischen Optimalbereichs impliziert, selbst wenn die Theorie "an sich" stimmt.

Aber in der realen Welt ist vieles anders als berechnet.

Danke. Das war der Punkt.
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Ydope
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« Antworten #17 am: Mo, 20. Oktober 2008, 20:22 »

Bei einem Kantenabsorber muss die ganze Kante bedeckt sein, richtig? Würde also bedeuten, wenn ich 40 cm Wandabstand wähle müssten die KA breiter sein, statt 62 cm komme ich dann auf ca. 83 cm. Das kostet natürlich mehr.

Nein, muss nicht. An den Seiten könnten auch Lücken sein. Aber breiter bringt mehr. Klar.
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markus
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« Antworten #18 am: Mo, 20. Oktober 2008, 20:28 »

Holger, wirf mal Excel mit dem Calculator an, dann kannst Du den Einfluss des Wandabstandes gut sehen. Solange das Material von Schallwellen durchdrungen werden kann, gibt es gratis noch die Absorption beim Rückweg der Welle dazu - ist der Strömungswiderstand zu gross kann man das leider nicht mehr ausnutzen. Wenn nun der Wandabstand vergrößert wird, wirft die Absorbtionskurve Wellen. Relativ "dünnes" Material mit großem Wandabstand kann also auch nicht das wahre sein. Dicke = Wandabstand scheint eine gute Faustformel darzustellen.
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HausL
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« Antworten #19 am: Mo, 20. Oktober 2008, 20:36 »

Dicke = Wandabstand scheint eine gute Faustformel darzustellen.

Dann sind wir uns ja einig.

Hier die Erklärung, warum die KA oben und unten so dick (44 cm) sind. Das ist sicher etwas viel aber nur so komme ich auf eine dicke von 24 cm vor den KA.

http://www.casakustik.de/forum/index.php/topic,205.msg5205.html#msg5205

Julius, schiebst du die beiden Posts noch hinterher? Danke.
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asb
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« Antworten #20 am: Mo, 20. Oktober 2008, 20:58 »

Dicke = Wandabstand scheint eine gute Faustformel darzustellen.

Kann man da eine Art "Beweisführung" zu erbringen? Das Thema Absorverdicke vs. Wandabstand hat mich kürzlich auch beschäftigt.
Das man mit dem Wandabstand bestimmte Frequenzbereiche "tunen" kann, steht auch im Fasold.
Im Grunde auch logisch, da man durch einen bestimmten Wandabstand nur die Maximas der Schallschnelle erwischt, die mit lambda/4 in die Dicke des Absorbers oder eben in den Bereich des Wandabstandes fallen.
Nur diese "Faustformel" Absorberdicke = Wandabstand kriege ich nicht hergeleitet....


Grüsse, Andy
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markus
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« Antworten #21 am: Mo, 20. Oktober 2008, 21:12 »

Calculator anwerfen und ein bisschen rumspielen. Dann siehst Du wie sich die Wellenbildung in der Absorptionskurve durch den Wandabstand linearisieren lässt. Der Optimalbereich aus möglichst linearer Absorption und möglichst tiefer Wirksamkeit ergibt sich ungefähr bei einem Verhältnis von 1:1 von Absorberdicke und Wandabstand.
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