Hallo,
hier mal der Versuch aufzuzeigen,wie wichtig die Wahl des Hörplatzes und der Lautsprecher ist.
Raumgrösse in diesem Beispiel 3,90 x 4,85 x 2,45 m.
Ausgangssituation die Variante, die oft in Wohnräumen vorzufinden ist. Wir fangen mit dem Hörplatz 50 cm vor der Rückwand an und wandern mit dem Mikro in 25 cm Schritten in Richtung Raummitte. Dabei ist die rote Linie die Ausgangssituation (50 cm vor der Rückwand und die andersfarbigen Linien die aktuellen Positionen).
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Dabei ergibt sich folgender Frequenzgang (Abstand Hörplatz zur Rückwand 50 cm)

Schieben wir den Hörplatz 25 cm weiter vor, folgende Veränderung im Frequenzgang

Weitere 25 cm weiter in den Raum...(100 cm vor der Rückwand)

125 cm vor der Rückwand

150 cm vor der Rückwand (das wäre die 38% Regel, also theoretisch optimal)

Man sieht schön, dass die erste Mode in der Raumtiefe (44 Hz) hier schon die Dominanz verliert und sich ein relativ ausgeglichener Frequenzgang einstellt. Der Vollständikeit halber noch zwei weitere Schritte bis zur Raummitte.
175 cm vor der Rückwand

200 cm - Raummitte. Hier ist das Druckminimum der ersten Mode, was auch hier sehr gut zu sehen ist. Tendenziell wieder unausgeglichener...

Wenn man nun alle Diagramme miteinander vergleicht, kann man doch festhalten, dass die 38% Regel auch hier zutrifft. Da die Lautsprecher aber immer noch sehr ungünstig stehen und sich auch kein Stereodreieck an dem aktuellen Hörplatz ergibt, geht es ans Verrücken der Lautsprecher. Nach diversen Hörvergleichen habe ich mich für eine Basisbreite von 1,20 m entschieden. Hier kam die Phantommitte am überzeugendsten.
Dadurch verändert sich der Frequenzgang ein weiteres Mal. (rote Linie die alte Position, grün die neue)

Im Raum sieht das jetzt so aus...

Wer jetzt noch über einen Equalizer verfügt, kann sich nun noch beimachen und die beiden Kanäle angleichen, sowie Korrekturen (die dann nur für den Hörplatz gültig sind!!!) vornehmen.
Dazu betrachten wir beide Kanäle getrennt...
Linker Kanal (rote Linie ohne EQ, blau mit EQ)

Rechter Kanal (rote Linie ohne EQ, hell mit EQ)

Abschliessend schauen wir uns nochmal die erste und die letzte Messung im Vergleich an. (rote Linie die erste Messung, lila die aktuelle)

Fertig.
Das Ergebniss ist sicherlich nicht perfekt, sorgt aber für eine einigermassen frequenzneutrale Wiedergabe und Kanalgleicheit. Mein Raum ist aber auch ein schwieriger Fall

Dazu muss man beachten, dass dies nur eine Raumdimension war. In meinem Fall ist eine andere Aufstellung raumseitig nicht möglich.
Grüsse Andy