Lautsprecher/Hörplatzpositionierung anhand eines Beispieles
  
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Di, 22. Mai 2012, 01:59
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Autor Thema: Lautsprecher/Hörplatzpositionierung anhand eines Beispieles  (Gelesen 4082 mal)
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asb
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« am: So, 16. September 2007, 19:57 »

Hallo,

hier mal der Versuch aufzuzeigen,wie wichtig die Wahl des Hörplatzes und der Lautsprecher ist.

Raumgrösse in diesem Beispiel 3,90 x 4,85 x 2,45 m.

Ausgangssituation die Variante, die oft in Wohnräumen vorzufinden ist. Wir fangen mit dem Hörplatz 50 cm vor der Rückwand an und wandern mit dem Mikro in 25 cm Schritten in Richtung Raummitte. Dabei ist die rote Linie die Ausgangssituation (50 cm vor der Rückwand und die andersfarbigen Linien die aktuellen Positionen).

Zum Vergrössern anklicken!




Dabei ergibt sich folgender Frequenzgang (Abstand Hörplatz zur Rückwand 50 cm)



Schieben wir den Hörplatz 25 cm weiter vor, folgende Veränderung im Frequenzgang



Weitere 25 cm weiter in den Raum...(100 cm vor der Rückwand)



125 cm vor der Rückwand



150 cm vor der Rückwand (das wäre die 38% Regel, also theoretisch optimal)


Man sieht schön, dass die erste Mode in der Raumtiefe (44 Hz) hier schon die Dominanz verliert und sich ein relativ ausgeglichener Frequenzgang einstellt. Der Vollständikeit halber noch zwei weitere Schritte bis zur Raummitte.


175 cm vor der Rückwand



200 cm - Raummitte. Hier ist das Druckminimum der ersten Mode, was auch hier sehr gut zu sehen ist. Tendenziell wieder unausgeglichener...




Wenn man nun alle Diagramme miteinander vergleicht, kann man doch festhalten, dass die 38% Regel auch hier zutrifft. Da die Lautsprecher aber immer noch sehr ungünstig stehen und sich auch kein Stereodreieck an dem aktuellen Hörplatz ergibt, geht es ans Verrücken der Lautsprecher. Nach diversen Hörvergleichen habe ich mich für eine Basisbreite von 1,20 m entschieden. Hier kam die Phantommitte am überzeugendsten.

Dadurch verändert sich der Frequenzgang ein weiteres Mal. (rote Linie die alte Position, grün die neue)


Im Raum sieht das jetzt so aus...



Wer jetzt noch über einen Equalizer verfügt, kann sich nun noch beimachen und die beiden Kanäle angleichen, sowie Korrekturen (die dann nur für den Hörplatz gültig sind!!!) vornehmen.

Dazu betrachten wir beide Kanäle getrennt...

Linker Kanal (rote Linie ohne EQ, blau mit EQ)


Rechter Kanal (rote Linie ohne EQ, hell mit EQ)



Abschliessend schauen wir uns nochmal die erste und die letzte Messung im Vergleich an. (rote Linie die erste Messung, lila die aktuelle)



Fertig.

Das Ergebniss ist sicherlich nicht perfekt, sorgt aber für eine einigermassen frequenzneutrale Wiedergabe und Kanalgleicheit. Mein Raum ist aber auch ein schwieriger Fall zwinkern
Dazu muss man beachten, dass dies nur eine Raumdimension war. In meinem Fall ist eine andere Aufstellung raumseitig nicht möglich.



Grüsse Andy

 


« Letzte Änderung: Fr, 21. September 2007, 15:31 von asb » Gespeichert
asb
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« Antworten #1 am: Di, 18. September 2007, 20:21 »

Hallo,


es gab einen Hinweis, dass die Linien in den Diagrammen schlecht zu lesen sind.

Wenn dieses Problem noch jemand hat -> bitte PN an mich.



Grüsse Andy
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Barnie
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« Antworten #2 am: Mi, 19. September 2007, 14:43 »

Beim letzten (und interessantesten) Diagramm bekomme ich immer diese Fehlermeldung hier http://mb.abovenet.de/error404.html

 ätsch

Darf ich das Diagramm trotzdem auch sehen?  rolleyes
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asb
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« Antworten #3 am: Mi, 19. September 2007, 14:58 »

Komisch....aber jetzt kannst auch du dir das Diagramm ansehen zwinkern

Danke für den Hinweis  prost
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Barnie
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« Antworten #4 am: Mi, 19. September 2007, 15:15 »

Der FG sieht ja traumhaft aus! Aber der Einbruch bei 7-8kHz ist seltsam... grübel Woher kommt sowas?? Die Abstrahlung in dem Bereich sollte ja eigentlich schon ziemlich gebündelt sein, so dass das Mikro mehr Direkt- als reflektiertes Signal bekommen müsste...  grübel
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asb
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« Antworten #5 am: Mi, 19. September 2007, 15:23 »

Gute Frage.

Wenn man sich die Diagramme der einzelnen Kanäle anschaut, ist dort von einem Einbruch nichts zu sehen. Erst wenn man beide Kanäle gleichzeitig misst.
Eventuell sind es auch Überlagerungen von dem Schlitzabsorber, der in den Bereichen schon reflektiert. Der wird demnächst ausgetauscht, dann bin ich schlauer.
Ich habe heute den Lizenz für ARTA bekommen, jetzt können Messungen auch endlich gespeichert werden und bedürfen nich immer der sreenshots.

Werd mal heute Abend noch ein bischen was probieren.



Grüsse Andy
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focal 93
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« Antworten #6 am: Do, 20. September 2007, 22:53 »

Hallo Andy,

hochinteressante Dokumentation!  Wenn bei mir die Messtechnik demnächst eintrifft und ich damit klarkomme, muss ich unbedingt die gleiche Analyse machen.

Grüsse

Uwe
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asb
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« Antworten #7 am: Fr, 21. September 2007, 20:32 »

Hallo,


der Pegeleinbruch um 7 kHz rührte tatsächlich von der Verlattung des Schlitzabsorbers....

Dort mal 8 cm Polyesterschaum (Aixfoam) auf Kopfhöhe angebracht, sieht das gleich ganz anders aus....





Grüsse Andy
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Barnie
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« Antworten #8 am: Mo, 24. September 2007, 15:38 »

Wie wirkt sich der Unterschied klanglich aus, hörbar?

P.S. Bekomme immer noch keine Benachrichtigung...  heul
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asb
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« Antworten #9 am: Di, 25. September 2007, 10:49 »

Hörbar...?

Schwierig....da einige Minuten dazwischen lagen. Aber ich würde sagen eher nicht. Oder besser: nicht dramatisch zwinkern

Das mit den Benachrichtigungen kapier ich nicht....bei mir funktionieren alle  nixweiss


Grüsse Andy
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #10 am: So, 23. Dezember 2007, 13:00 »

Die Aufstellung der LS an der breiten Wand regt Moden stärker an als Aufstellung an der Schmalseite.

Sagt Ethan Winer. Er belegt es auch.
Er sagt auch, der beste Hörplatz ist 38% von der Wand entfernt, also bei 6 m Länge 2,28 von der LS-Wand oder(sinnvoller) 2,28 m von der Rückwand weg. Gilt für rechteckige Räume.

Der ist genial-verrückt zustimm

http://www.ethanwiner.com/   Tolle Seite, mit Musik

http://www.realtraps.com/art_room-setup.htm  LS-Aufstellung

http://www.realtraps.com/info.htm  Absorber
« Letzte Änderung: So, 23. Dezember 2007, 13:15 von moby dick » Gespeichert

Freundliche Grüße
Jürgen
markus
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« Antworten #11 am: So, 23. Dezember 2007, 14:11 »

ich sage, dass dies eine unzulässige vereinfachung ist und die 38%-regel in keinem normalen wohnraum zuverlässig funktioniert: das von ethan zugelassene verschieben der boxen beeinflusst die anregung der moden, die position der bassabstrahlenden chassis beeinflusst die anregung der moden, die sitzhöhe beeinflusst die wahrnehmung der moden.
selbst wenn man bei 38% die ausgeglichenste modenintensität erreicht, heisst das noch lange nicht, dass dröhnen und zu lange nachhallzeiten verschwunden sind.
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Ydope
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« Antworten #12 am: So, 23. Dezember 2007, 14:57 »

Breite vs. schmale Seite hat mehr mit dem Abstand zur Rückwand zu tun als mit Moden.

Bzgl 38%-Regel sagt Ethan:

"I mention in my Room Setup article that 38 percent from the rear wall is a good compromise. But really, the only way to know the best speaker and listener placements is to measure while you move things around. Anything else is just guessing. Too much can vary in a room to be able to follow any method blindly."
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markus
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« Antworten #13 am: So, 23. Dezember 2007, 16:04 »

eben. aber bei den leuten bleibt "38% = optimum" hängen. und das stimmt in der realität einfach nicht.
« Letzte Änderung: So, 23. Dezember 2007, 16:11 von markus » Gespeichert
moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #14 am: So, 23. Dezember 2007, 18:03 »

that the best listening position is 38 percent into the length of the room

Er spricht vom Hörplatz, zur Boxenaufstellung sagt er probieren und er sagt nicht, dass alle Moden und Nachhall weg sind, denn sonst bräuchte man ja die Bassfallen nicht mehr, die so lobt.

Nehmt es doch einfach als Anregung und probiert es aus. prost
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Freundliche Grüße
Jürgen
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