Luftspalt vs. 3. Schale
  
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Di, 22. Mai 2012, 01:58
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Autor Thema: Luftspalt vs. 3. Schale  (Gelesen 638 mal)
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Tim_S
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« am: Mo, 08. September 2008, 21:50 »

Hallo zusammen,

ich hätte da nochmal eine Frage an das Forum. Es geht (mir immer noch) um den Bau einer Musik-Übungskabine für Drums, in Trockenbauweise, 2-schalig. Die Recherche im Internet zeigt, dass man mit möglichst biegenweichen, aber dennoch möglichst schweren Wandschalen bei möglichst hohem Wandzwischenraum gute Ergebnisse erziehlt. Die beiden Schalen sollten möglichst entkoppelt sein. So weit, so gut.

Nun gibt es aber leider zwei konträre Fundstellen zu der Frage, ob eine 3. Schale (zwischen den anderen beiden) einen Dämmvorteil oder -nachteil bringt. Die beiden Fundstellen sind:
http://www.drummerforum.de/forum/index.php?page=Thread&threadID=31922&pageNo=3&highlight=kabine
und
http://www.xella.at/downloads/aus/konstruktionen/fermacell_Konstruktionsfolder_2008_WEB.pdf.
Der erste Link enthält einen Beitrag, der eine Übersicht zitiert, bei der allein die Entfernung einer 3. Schale zwischen den anderen Schalen einen Dämmvorteil von +7dB erbringt ("stc" steht für sound transmission class, eine Dämmwertkategorie).
Der zweite Link ist von Xella, Fermacell. Nach Ausführungsbeispiel 1 S 32/A2 soll eine 3. Schale den Dämmwert ganz erheblich verbessern, das Ausführungsbeispiel hat den bei weitem höchten bewerteten Dämmwert von 87 dB (!).

Weis jemand, was davon nun richtig ist?

Pro 3. Schale: Wenn die 3. Schale nicht die gleiche Flächenmasse wie die anderen hat, dann "verstimmt" sie zum einen die Resonanzfrequenz im tiefen Bereich und gleichzeitig die Grenzfrequenz im oberen Bereich, der Dämmeinbruch ist daher etwas breitbandiger, aber dafür vermutlich deutlich weniger stark. Und: Jeder Impedanzsprung ist eine Hürde für die Schallenergie.

Contra 3. Schale: Die "Luftfeder" wird kleiner, dass soll negativ für die Dämmung wirken. Ausserdem kostet Holz/Gipskarton Geld, es würde teuerer werden.

Es spielt also die zusätzliche ungleiche Masse gegen die Größe der Luftfeder zwischen den Schalen.

Wer gewinnt?

Grüße
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Ydope
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« Antworten #1 am: Mo, 08. September 2008, 22:27 »

Hi,

Nun gibt es aber leider zwei konträre Fundstellen zu der Frage, ob eine 3. Schale (zwischen den anderen beiden) einen Dämmvorteil oder -nachteil bringt.
...
Wer gewinnt?

Meines Wissens ist dritte Schale von Nachteil, siehe hier: http://www.gearslutz.com/board/1748957-post2.html
Vier ist noch schlechter als drei.

Gruß
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« Antworten #2 am: Di, 09. September 2008, 16:51 »

Ich müsste mich damit beschäftigen, aber vom Gefühl her, könnte ich mir eine 3 Sschalige Version besser vorstellen, wenn denn die Luftfeder(n) tief genug sind. Also auf jeden Fall müsste die 3 schalige Variante deutlich dicker werden.

Ich würde mir aber stark Gedanken über das Thema Entkopplung machen...

Stefan
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Tim_S
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« Antworten #3 am: Di, 09. September 2008, 20:01 »

Hallo Zusammen,

danke fürs verschieben und die Statements.

Ich hatte parallel zum Thread mal Xella Austria angeschrieben und gefragt, woher die beachtliche Dämmwertsteigerung durch Einfügen einer 3. Schale kommen soll. Überraschende Antwort (ich habe leider den Text jetzt nicht da): Der Prospekt ist an der Stelle falsch, es sei versehentlich das Flächengewicht in die Spalte für das Luftdammmaß gerutscht. Der tatsächlich Dämmwert sei 70 dB.

Tja, ich würde sagen, das hat diese Frage geklärt.

Danke nochmal,

Tim
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« Antworten #4 am: Di, 09. September 2008, 20:39 »

Wieviel dB sind es denn bei zweischalig?

Stefan
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Tim_S
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« Antworten #5 am: Di, 09. September 2008, 20:48 »

ich habe keine genau entsprechende 2-schalige Wand gefunden, eine andere 2-schalige mit mehr Abstand aber etwas weniger Wandmasse hat bereits 71 dB.

Wobei ich nicht weis, welche von den Angaben in dem Prospekt noch falsch sind. Ich will aber nicht zu sehr auf Xella rumhacken, die haben wirklich super-schnell geantwortet und zwar von einem Techniker glaube ich. Das hat man auch nicht so oft.

Grüße
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« Antworten #6 am: Di, 09. September 2008, 21:05 »

Vielleicht mal bei anderen Anbietern, beispielsweise Knauf, mal schauen, die Daten passen eigentlich immer einigermaßen untereinander.

Stefan

P.S. Achte auf dei Entkoppelung...
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asb
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« Antworten #7 am: Di, 09. September 2008, 21:31 »

Hallo,


finde folgendes PDF recht aufschlussreich:

http://irc.nrc-cnrc.gc.ca/pubs/fulltext/ir761/ir761.pdf

Sehr gut die Resonanzfrequenzen einlagig beplankter Trockebauvarianten, die alle um die 100 Hz ihren maximalen Durchlass haben.

@ Tim_S


Ich kann die Tage gern mal einen Blick in den Fasold/Veres werfen. Heute komm ich nicht mehr dazu. Vielleicht ergibt sich dort ja auch noch die ein oder andere Idee. Habe mich mit dem Thema noch nicht wirklich intensiv beschäftigt.



Grüsse Andy
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