Hallo zusammen,
ich hätte da nochmal eine Frage an das Forum. Es geht (mir immer noch) um den Bau einer Musik-Übungskabine für Drums, in Trockenbauweise, 2-schalig. Die Recherche im Internet zeigt, dass man mit möglichst biegenweichen, aber dennoch möglichst schweren Wandschalen bei möglichst hohem Wandzwischenraum gute Ergebnisse erziehlt. Die beiden Schalen sollten möglichst entkoppelt sein. So weit, so gut.
Nun gibt es aber leider zwei konträre Fundstellen zu der Frage, ob eine 3. Schale (zwischen den anderen beiden) einen Dämmvorteil oder -nachteil bringt. Die beiden Fundstellen sind:
http://www.drummerforum.de/forum/index.php?page=Thread&threadID=31922&pageNo=3&highlight=kabineund
http://www.xella.at/downloads/aus/konstruktionen/fermacell_Konstruktionsfolder_2008_WEB.pdf.
Der erste Link enthält einen Beitrag, der eine Übersicht zitiert, bei der allein die Entfernung einer 3. Schale zwischen den anderen Schalen einen Dämmvorteil von +7dB erbringt ("stc" steht für sound transmission class, eine Dämmwertkategorie).
Der zweite Link ist von Xella, Fermacell. Nach Ausführungsbeispiel 1 S 32/A2 soll eine 3. Schale den Dämmwert ganz erheblich verbessern, das Ausführungsbeispiel hat den bei weitem höchten bewerteten Dämmwert von 87 dB (!).
Weis jemand, was davon nun richtig ist?
Pro 3. Schale: Wenn die 3. Schale nicht die gleiche Flächenmasse wie die anderen hat, dann "verstimmt" sie zum einen die Resonanzfrequenz im tiefen Bereich und gleichzeitig die Grenzfrequenz im oberen Bereich, der Dämmeinbruch ist daher etwas breitbandiger, aber dafür vermutlich deutlich weniger stark. Und: Jeder Impedanzsprung ist eine Hürde für die Schallenergie.
Contra 3. Schale: Die "Luftfeder" wird kleiner, dass soll negativ für die Dämmung wirken. Ausserdem kostet Holz/Gipskarton Geld, es würde teuerer werden.
Es spielt also die zusätzliche ungleiche Masse gegen die Größe der Luftfeder zwischen den Schalen.
Wer gewinnt?
Grüße