Nachhallzeit > Spezialraum
  
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Di, 22. Mai 2012, 01:56
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Autor Thema: Nachhallzeit > Spezialraum  (Gelesen 1842 mal)
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alex8529
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« am: Di, 26. August 2008, 12:59 »

Hi,

bin ratlos..........

Also

Wir bauen einen neuen Testraum mit den Maßen B=12 m / T=8 m / H=10 m

Nun habe ich den Raum mit der Sabinschen Formel berechnet und komme bei Mauerwerk + Teppichboden auf
4,6 sek Nachhall.

Das Ziel sind aber 0,4-0,5 sek.

Berechnung:

   Material   Fläche   Absorbtion   A-Teilmengen

Wand 1   Stein   120   0,03   3,6
Wand 2   Stein   120   0,03   3,6
Wand 3   Stein   80   0,03   2,4
Wand 4   Stein   80   0,03   2,4
Decke   Metall   96   0,03   2,88
Boden   Teppich   96   0,2   19,2
            34,08

Volumen   960         

A-Gesamt   34,08         

Formel   T=0,163*V/A         

Nachhall   4,591549296
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alex8529
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« Antworten #1 am: Di, 26. August 2008, 13:05 »

nach überschlägigen Berechnungen würden an allen Wänden (ca. 400 qm) Absorber mit ca. 0,7 Absorbtionsgrad
benötigt, um auf die geforderten Werte zu kommen.

Das ist natürlich mit herkömmlichen Mitteln viel zu teuer.

1. Frage: ist die Sabinsche Formel einigermaßen verlässlich ?

2. Frage: was könnten Schallsegel bringen ?

3. Frage: wer hat andere Ideen

Grüße Frank
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asb
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« Antworten #2 am: Di, 26. August 2008, 14:14 »

Hallo Frank,


ich komme auch auf 4,61 sek.

1. Antwort: ja, ich denke für dieses Raumvolumen sollte die Formel von Sabine passen. Nur für kleine Räume mit niedrigen Nachhallzeiten greift eher die Formel nach Eyring

2. keine Ahnung...habe noch keine Absorptionswerte von solch Konstruktionen gesehen.

3. ich leider nicht....so spontan.
Eine Akustikdecke (flächig, Lochplatten mit Mineralwollauflage, Deckenabstand 20 cm) würde die Nachhallzeit auf ca 1,4 sek senken (über die Oktavbänder von 125 - 4000 Hz gemittelt).


Mal ein paar Fragen von mir:

1. Warum so niedrige Nachhallzeiten?

2. Wozu soll der Raum denn genutzt werden?

In so einem grossen Raum auf solch niedrige Nachhallzeiten kommen, da bedarf es nunmal einiges an Maßnahmen. Das wird nicht billig...



Grüsse Andy
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alex8529
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« Antworten #3 am: Di, 26. August 2008, 14:25 »


1. Warum so niedrige Nachhallzeiten?

2. Wozu soll der Raum denn genutzt werden?

Hi Andy,

Es wird ein Vorführraum für Maschinen an die der Kunde bestimmte Anforderungen an die Lautstärke hat.
Da wir natürlich das Produkt nicht lauter erscheinen lassen wollen, als es ist, die RA-Maßnahmen.
Als Frequenzbereich gehen wir von ca. 300 Hz. 2000 Hz aus, also MT/HT

Grüße Frank
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asb
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« Antworten #4 am: Di, 26. August 2008, 14:40 »

Zitat
Als Frequenzbereich gehen wir von ca. 300 Hz. 2000 Hz aus, also MT/HT

Was die Sache ja ein wenig vereinfacht. Damit wäre die Wahl einer Lochplatte mit Hinterfüllung ja goldrichtig.
Problem bleibt die grosse Oberfläche des Raumes.
Zu der Decke noch eine Wand flächig verkleidet....und du liegst bei 0,7 sek im benannten Frequenzbereich.
Ich denke, dass ist (im Verhältnis zum Raumvolumen) schon ziemlich gut.
Sind aber auch gute 200 m²...


Grüsse Andy
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Ydope
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« Antworten #5 am: Di, 26. August 2008, 14:46 »

Hi,

stimme Andy zu. 0,4 Sekunden sind schon ziemlich wenig für so einen großen Raum. Dass es nicht um tiefe Frequenzen geht, vereinfacht die Lage natürlich.
Würde auch erst mit einer Akustikdecke starten, die möglichst alles schluckt, was oben ankommt.
Dann noch rundum einen guten Teil der Wandfläche bis 2 m Höhe mit MiWo, Basotect, o.ä. versehen und die Lage sollte eigentlich ganz gut sein. Zumindest unter der Annahme, dass die Geräusche auch alle unterhalb der 2 m erzeugt werden.

Gruß
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alex8529
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« Antworten #6 am: Di, 26. August 2008, 14:59 »

Hi,

danke fürs Feedback.... daumenhoch


Eine Akustikdecke geht nicht, da das Dach aus Bindern mit gedämmten Dachplatten (leider aus Blech) besteht.

Die Maschinen hängen jedoch in 9 m Höhe und ca. 1-2 m von der Wand (8 m Breite) ab.

An dieser Stelle will ich richtig stark dämmen ( so ca. 3 m breiter Streifen ).

Zwischen die Binder könnte man aber auch Akustik-Kästen mit Löchern hängen.

Als qm-Preis für Lochplatten, incl. Anbau wurden mir 50-60 E/qm genannt.

Grüße Frank

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asb
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« Antworten #7 am: Di, 26. August 2008, 15:06 »

Zitat
Zwischen die Binder könnte man aber auch Akustik-Kästen mit Löchern hängen.

Würde ich auf jeden Fall machen. Also alles, was nach frühen Reflexionen riecht. Denn das kommt in Summe "unten" doppelt an.
"Stark" dämmen ist auf einen Absorptionskoeffizienten von 1 beschränkt. Da macht es dann nur die Fläche.

Bei Preisen muss ich passen. Die Arbeitshöhe wird aber sicherlich auch zu Buche schlagen (Rüstung etc).



Grüsse Andy
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moby dick
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« Antworten #8 am: Di, 26. August 2008, 15:08 »

Da bieten sich Industriebaffeln an. Rockfon macht so etwas.
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Jürgen
alex8529
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« Antworten #9 am: Di, 26. August 2008, 15:43 »

Da bieten sich Industriebaffeln an. Rockfon macht so etwas.

Danke das Zeug macht einen guten Eindruck.  danke

Der Beratungstermin findet schon am kommenden Do. statt
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alex8529
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« Antworten #10 am: Fr, 29. August 2008, 11:42 »

Berater war da.

Das Zeug ist Mineralwolle mit aufgeklebten Akustik-Vlies, da sind ca. 20-30 € / qm ganz schön happig.

Die Werte sind sehr gut, gehen bei manchen FG-Bereichen rauf 1

Kurze überschlägige Berechnung zeigt, dass das Ziel möglich ist, wenn alle Wände und die Decke behandelt werden.


   Material   Fläche   Absorbtion   A-Teilmengen

Wand 1   Stein   120   0,9   108
Wand 2   Stein   120   0,9   108
Wand 3   Stein   80   0,9   72
Wand 4   Stein   80   0,9   72
Decke   Metall   96   0,5   48
Boden   Teppich   96   0,2   19,2
            427,2

Volumen   960         

A-Gesamt   427,2         

Formel   T=0,163*V/A         

Nachhall   0,366292135
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alex8529
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« Antworten #11 am: Mo, 01. September 2008, 17:36 »

weiter zur Info


da die Sache mir zu heiß wird, habe ich ein Akustikbüro mit der Planung und Abnahme beauftragt.
Mitarbeiter kommt die nächsten Tage zur Besprechung.

sicher ist besser, oder so......

in heutigen Gespräch ergab sich eine für mich neue Erkenntnis.

Wenn Lochplatten verwendet werden, ist der Lochanteil meist so bei ca. 10-30 %.

Macht erstmal nix, sagt der Fachmann.

Es kommt auf die Flächen/Breiten der Stege an, um die die Schallwellen sich beugen können,
und somit die Stege akustisch "unsichtbar" werden lassen.



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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #12 am: Mo, 01. September 2008, 18:10 »

Ist wie beim Licht-Mikroskop: Objekte kleiner als die Wellenlänge "erkennt" das Licht nicht.
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Jürgen
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« Antworten #13 am: Mo, 01. September 2008, 20:52 »

Hallo Frank,


na da bin ich ja mal gespannt. Halte uns auf dem Laufenden  prost


Grüsse Andy
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« Antworten #14 am: Di, 02. September 2008, 07:36 »

Hallo Frank,


na da bin ich ja mal gespannt. Halte uns auf dem Laufenden  prost


Grüsse Andy

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