Kinoschuppen, wie gebaut?
  
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Di, 22. Mai 2012, 01:47
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Autor Thema: Kinoschuppen, wie gebaut?  (Gelesen 2416 mal)
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Verrückter
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« am: So, 03. August 2008, 19:35 »

Hallo,

ich habe mal wieder krude Gedanken rolleyes

Ich habe diesen Thread in einem anderen Forum entdeckt und mich raumakustisch angespornt gefühlt. Dabei soll es aber nicht um das konkrete Projekt gehen, sondern vielmehr darum, wenn man Ähnliches plant, wie man es möglichst gut machen könnte. http://www.beisammen.de/thread.php?threadid=83884&sid=b530588ec24127d45084179f17512dd4

Kurzer Abriss: Die Wände sind innen 16cm, befüllt mit StandartMiWo, innen OSB Platte dran und mit dünnem Teppich bezogen, außen OSB Platte dran und darauf Latten. Fußboden und Decke sehr ähnlich.

Bilder:

Edit: Die Bilder sind auf Beisammen zu sehen oder hier: http://hcmuc.de/index.php?page=userpage&id=29


Szenario:

Mal einfach angenommen, ich würde mir auch so ein "Schuppen" bauen wollen. Er sollte etwa 5x8Meter sein, wobei zwei Räume entstehen sollen von etwa 5x6 und 5x2 Meter.

Wie würdet ihr die Wände aufbauen, damit eine gute Raumakustik gewährleistet ist? Außerdem muss natürlich auch ein guter Schallschutz gewährleistet sein, der Nachbarn wegen schreck

Bin gespannt auf eure Ideen wink


Stefan


edit asb/ Bilder bis auf weiteres entfernt
« Letzte Änderung: Di, 05. August 2008, 08:12 von Verrückter » Gespeichert
iceman
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« Antworten #1 am: So, 03. August 2008, 20:35 »

Dieser Thread und das hören in Andys Garten haben mich auf die Idee gebracht das ein Raum  mit Akkustisch transparenten Wänden und decken ganz gut wären. Ist zwar nichts mit Schallschutz, aber ich habe mal ein wenig weitergesponnen und mir Überlegt das ein großes Partyzelt, oder aus Diebstahlsicherungsgründen ein Gitterkäfig mit Plane überzogen auf einem Freien Feld "DER" Hörraum überhaupt wäre zwinkern

Gruß
Stefan
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« Antworten #2 am: So, 03. August 2008, 20:47 »

Namt,


ihr habt Sorgen  rolleyes smile

Das der Wandaufbau des Beispieles für einen ausreichenden Schallschutz im Tieftonbereich sorgen soll, kann ich mir nicht vorstellen. Aber das heisst ja nix.

Statt OSB Platten würde ich (aussen) doppelt zementgebundene Faserplatten nehmen....die bringen mehr Gewicht und damit besserer Schallschutz im Bassbereich mit. Wird aber bei einer Holzbauweise u.U. ein statisches "Problem". Problem im Sinne von erhöhten Materialaufwand.

Die 16 cm Wandstärke reduzieren, um innen alles mit VPR`s zupflastern.  zwinkern


Ist die Überlegung ernst gemeint, oder planst du Luftschlösser?


@ Stefan II

was meinst, was mir schon für lustige Gedanken durch den Kopf geschwirrt sind zwinkern


Grüsse Andy

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« Antworten #3 am: So, 03. August 2008, 21:03 »

Hallo,

@iceman: Das klingt gut, aber Essig ist mir nicht süß genug...

@andy: Naja, ernst gemeint. Ein Luftschloß ist es nicht, allerdings (noch) ein Schloß. Hast Du nen Link zu dem Zeug, welches Du meintest? Man könnte auch auf 16cm gehen und keine OSB Platte innen machen, sondern direkt das Blech. Ist nur das Problem Dampfsperre. Man könnte auch die 16cm so machen und dann auf die innere OSB Platte VPR´s nageln.

Das die 16cm im Sinne von Schallschutz reichen, wage ich auch zu bezweifeln. Aber er sagt es ja so... Ich glaube nicht, dass er Messungen machen kann...


Stefan
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« Antworten #4 am: So, 03. August 2008, 21:14 »

Nur als Beispiel von Fermacell:

http://fermacell.xella.de/html/deu/de/fermacell_gipsfaserplatten_produkte.php?language_id=1&countries_id=1&area_code=3&product_id=928&sub_detail_type_id=1&dyn_section=sub_detail

Gibt noch andere Hersteller.

Wie du schon angesprochen hast....wegen dem Thema Dampfsperre wird ein geschlossener Wandaufbau nötig sein.
Bei dünnen Wänden kommt dann auch das Thema Taupunktverlagerung dazu. Das heisst dann, alles, was dämmend wirkt, muss mit Abstand zur Wand montiert werden.

Alle Angaben natürlich ohne Gewähr....die entsprechende Schule liegt ein wenig zurück zwinkern


Grüsse Andy
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« Antworten #5 am: So, 03. August 2008, 21:28 »

Wie du schon angesprochen hast....wegen dem Thema Dampfsperre wird ein geschlossener Wandaufbau nötig sein.

Aber wenn ich, von außen gesehen, Latten, OSB, MiWo, Folie machen würde, dürfte es doch reichen. Oder?

Zitat
Bei dünnen Wänden kommt dann auch das Thema Taupunktverlagerung dazu. Das heisst dann, alles, was dämmend wirkt, muss mit Abstand zur Wand montiert werden.

Kannst Du das etwas näher erläutern? Vielleicht noch ein Beispiel?

Zitat
Alle Angaben natürlich ohne Gewähr....die entsprechende Schule liegt ein wenig zurück zwinkern


Grüsse Andy

Passt schon zwinkern

Stefan
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« Antworten #6 am: So, 03. August 2008, 21:32 »

Statt OSB Platten würde ich (aussen) doppelt zementgebundene Faserplatten nehmen....die bringen mehr Gewicht und damit besserer Schallschutz im Bassbereich mit. Wird aber bei einer Holzbauweise u.U. ein statisches "Problem". Problem im Sinne von erhöhten Materialaufwand.

49 Kilo je Quadratmeter schreck

Das grenzt dann ja schon an massive Wand. Der Vorteil eines Aufbaus, wie im Beisammenthread, ist ja auch, dass eine Modenausbildung reduziert wird, da viel Energie durch geht. Die Kunst ist, denke ich, den richtigen kompromiß aus schallweich und dennoch ausreichendem Schallschutz zu finden. Meinst Du nicht, dass mit den von Dir benannten Platten der kompromiß zu sehr in Richtung Schallschutz geht?

Stefan
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« Antworten #7 am: So, 03. August 2008, 21:41 »

49 Kilo je Quadratmeter schreck

Das grenzt dann ja schon an massive Wand. Der Vorteil eines Aufbaus, wie im Beisammenthread, ist ja auch, dass eine Modenausbildung reduziert wird, da viel Energie durch geht. Die Kunst ist, denke ich, den richtigen kompromiß aus schallweich und dennoch ausreichendem Schallschutz zu finden. Meinst Du nicht, dass mit den von Dir benannten Platten der kompromiß zu sehr in Richtung Schallschutz geht?

Stefan


Nimmst eben eine andere Platte. Die o.g. ist ja eigentlich ein Trockenestrichelement.

http://fermacell.xella.de/html/deu/de/fermacell_gipsfaserplatten_produkte.php?language_id=1&countries_id=1&area_code=3&product_id=26&sub_detail_type_id=1&dyn_section=sub_detail

Musst dich dort mal durchschnüffeln....


Das mit der Taupunktberechnung muss ich nachlesen...zu lange her und zu selten gebraucht, als das sowas aus dem Kopf geschossen kommt.


Zitat
Aber wenn ich, von außen gesehen, Latten, OSB, MiWo, Folie machen würde, dürfte es doch reichen. Oder?

Denke schon. Die innere Lage OSB (oder was auch immer) hat ja "nur" verkleidende Fuktion.



Grüsse Andy
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« Antworten #8 am: So, 03. August 2008, 21:46 »

Das mit der Taupunktberechnung muss ich nachlesen...zu lange her und zu selten gebraucht, als das sowas aus dem Kopf geschossen kommt.

Mach mal halblang. Was meinst Du überhaupt damit?
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« Antworten #9 am: So, 03. August 2008, 21:52 »

Zitat
Mach mal halblang.

 confused

Bevor ich Stuss schreibe, schau ich lieber noch mal nach (was natürlich kein Garant dafür ist, kein Stuss zu schreiben).... Was ist daran halblang?

So ungefähr:

Der Taupunkt ist der Ort in einer Wand, an dem bei hinreichender Temperaturdifferenz das Wasser (besser: Wasserdampf) aus der Luft kondensiert. Bringe ich dämmendes Material an eine Aussenwand, hole ich mir diesen Punkt u.U. in den Innenbereich. Was dann feuchte Wände bedeuten kann.
Sowas passiert auch häufig bei mangelhaft ausgeführter Wärmedämmung....Kältebrücken.


Grüsse Andy
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« Antworten #10 am: So, 03. August 2008, 21:55 »

Mit halblang meinte ich, mach mal langsam. Also nicht zu genau und professionell. Zunächst reicht mir oberflächliches Wissen.

Ich glaube, ich habe das mit der Verlagerung verstanden. Aber was meinst Du dann mit
Zitat
Das heisst dann, alles, was dämmend wirkt, muss mit Abstand zur Wand montiert werden.

Stefan
« Letzte Änderung: So, 03. August 2008, 22:21 von Verrückter » Gespeichert
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« Antworten #11 am: So, 03. August 2008, 21:59 »

Wenn Dämmmaterial (zB der Schaum von VPR`s nicht auf der Wand aufliegt, wird es hinterlüftet und addiert sich nicht zu den (wärme)physikalischen Eigenschaften der restlichen Wand.
Nenn es meinetwegen entkoppelt, um den Bogen zum HiFi zu schlagen zwinkern
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« Antworten #12 am: So, 03. August 2008, 22:22 »

Aja, ok. Wenn also der Taupunkt innerhalb der Wand liegt, kann er sich nach außerhalb, also in den Raum hinein, verschieben, wenn ich zusätzliche Miwo auf die Wand nagel. Richtig?

Wenn der Taupunkt innerhalb der Wand liegt, entsteht dort tatsächlich Feuchtigkeit?

Stefan
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« Antworten #13 am: So, 03. August 2008, 22:32 »

Zitat
Wenn also der Taupunkt innerhalb der Wand liegt, kann er sich nach außerhalb, also in den Raum hinein, verschieben, wenn ich zusätzliche Miwo auf die Wand nagel. Richtig?

Richtig.


Zitat
Wenn der Taupunkt innerhalb der Wand liegt, entsteht dort tatsächlich Feuchtigkeit?


Wenn Wasserdampf bis dorthin gelangen kann....ja.
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« Antworten #14 am: So, 03. August 2008, 22:34 »

Zitat
Wenn also der Taupunkt innerhalb der Wand liegt, kann er sich nach außerhalb, also in den Raum hinein, verschieben, wenn ich zusätzliche Miwo auf die Wand nagel. Richtig?

Richtig.

Wo ist denn der superhüpffreusmiley? Das liegt nicht an mir, dass ich keine Smileys nutze, sondern daran, dass die Auswahl unpasend ist lolwech

Zitat
Zitat
Wenn der Taupunkt innerhalb der Wand liegt, entsteht dort tatsächlich Feuchtigkeit?


Wenn Wasserdampf bis dorthin gelangen kann....ja.

Wo könnte denn der Wasserdampf herkommen?

Stefan
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