Brauche Hilfe bei der Auswahl eines Absorbers
  
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Di, 22. Mai 2012, 01:39
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Autor Thema: Brauche Hilfe bei der Auswahl eines Absorbers  (Gelesen 2513 mal)
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Mr. Wiggels
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« am: Di, 22. Juli 2008, 19:02 »

Hallo,   zustimm

ich brauch mal eure Hilfe bei der Auswahl eines Absorbers. Ich hatte jemanden von meinem Lautsprecherhersteller da, um meinen Raum zu vermessen.  Es wurde gemessen und ein Messprotokoll angefertigt. Das Ergebnis von mir etwas zusammengefasst.


Der linke LS ist nahezu perfekt. Die rechte Seite des Raumes bedarf der raumakustischen Verbesserung:

„Da im Rahmen der Untersuchungen auch die frequenzabhängige Nachhallzeit bestimmt wird, lassen sich „Problemfrequenzen“ aufzeigen. So steigt die Nachhallzeit für Frequenzen ab 500Hz bis 5Khz zu stark an.

Die sollte durch spezielle Absorber, die ihren höchsten Wirkungsgrad in diesem Frequenzbereich haben, verbessert werden. Aufgrund des guten Wirkungsgrades und der unproblematischen Platzierung bieten sich handelsübliche Kantenabsorber an.“

Ich hatte folgenden Kantenabsorber ins Auge gefasst, weil er der billigste war:

http://www.aixfoam.de/cgi-bin/shop/s...VOQ19JRD04MDA0

Dort sagen die mir, man würde für dieses Problem gar keine Kantenabsorber nehmen. Kantenabsorber seien eher für den Bass-Bereich gedacht. Man rät mir zu einem „normalen“ Plattenabsorber:

http://www.aixfoam.de/cgi-bin/shop/s...VOQ19JRD04MDA0

Was soll ich jetzt machen? Ist das der richtige? Von Kantenabsorbern hätte ich mir erhofft, dass man sie zum Musik hören hin- bzw. wieder wegstellen kann, wegen WAF.

Gibt es passendere Kantenabsorber? Solle ich lieber doch einen Plattenabsorber nehmen?
Und sind die von Aixfoam ok, oder brauch  ich was anderes?  nixweiss
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Ydope
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« Antworten #1 am: Di, 22. Juli 2008, 20:18 »

Hi,

erstmal Willkommen, ohne gute Raumakustik kein Hi-Fi.
Das Ergebnis dieses Messprotokolls klingt ehrlich gesagt reichlich merkwürdig. Wenn die sogenannte "Nachhallzeit" gemessen wurde, kann man gar nicht von "Problemfrequenzen" sprechen, weil dabei ganze Frequenzbänder gemessen werden. Der Rest klingt auch sehr mysteriös. Lautsprecherhersteller haben leider oft viel zu wenig Ahnung von Raumakustik.

Kannst du ein paar Angaben zum Raum und der Aufstellung machen und einige Informationen geben, wieviel Geld, Zeit und optische Kompromisse (WAF) du investieren kannst/willst? Dann könnte man sicher mit wirksamen Hinweisen helfen.

Gruß
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gto
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« Antworten #2 am: Di, 22. Juli 2008, 21:28 »

Die der Analyse zugrunde liegenden Messungen wären natürlich hilfreich.
Skizze Fotos von Raum und Lautsprecheraufstellung.
Dann würde man auch die Situation für die akustische Unsymmetrie und ev. Abhilfe dafür besser abschätzen können.

Wenn die Aufstellung nicht verändert werden soll/kann, dann wird eine WAF verträgliche Lösung IMHO nicht ganz einfach.

Kantenabsorber wurden ja schon als für den gemessenen Problembereich als ev. weniger geeignet erkannt.

Aber viel wichtiger, was an der Wiedergabe passt denn nicht? Verschobene Mitte......


Ydope, ich würde jetzt mal nicht auf Grund einer ev. vom Fragesteller etwas missverständlichen Zusammenfassung an der
Kompetenz der Messenden und ihrem Wissen zur Raumakustik zweifeln.  zwinkern

Grüsse Gerd


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asb
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« Antworten #3 am: Di, 22. Juli 2008, 23:20 »

Hallo Mr. Wiggels  smile

wie meine Vorredner schon angemerkt haben, ist die Betrachtung der akustischen Gesamtsituation durchaus ein wenig komplex und lässt sich durch solch dürftigen Angaben nicht hilfreich einschätzen.

Wenn es wirklich nur um die Reduzierung des Nachhalls im Bereich von 500 - 5000 Hz gehen soll, gibt es m.E. bessere Varianten, als Kantenabsorber oder Plattenresonatoren.
Plattenresonatoren halte ich, für den angesprochenen Frequenzbereich, für ungeeignet.
Poröse Absorber (Schäume, Wolle etc) haben den Nachteil, dass sie hohe Frequenzen besser absorbieren, als tiefe. Dem lässt sich mit einer geeigneten Abdeckung entgegenwirken. Flächig geschlossene Abdeckungen (zB Folie) verhindern übermässige Absorption ab ca 2 kHz (je nach Dicke der Folie).
Für den Frequenzbereich von 500 - 2000 Hz sind wohl Lochplatten (mit definierter Lochung) mit hinterliegendem porösen Material die beste Wahl.

Nun ist noch die Frage, wie viel Fläche an geeignetem Absorber benötigt wird (äquivalente Absorptionsfläche), um den Nachhall zu den angrenzenden Frequenzbereichen zu linearisieren und wo/wie man diese dann anbringen kann.
Wäre das u.U. teilweise Abhängen der Decke eine Option? Da gibt es auch optisch ansprechende Möglichkeiten.

Für das Herstellen einer akustischen Symmetrie links/rechts wären die Messdiagramme und die örtlichen Gegebenheiten auf jeden Fall Voraussetzung. Aber damit wiederhole ich Gerd und Julius....



Grüsse Andy
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #4 am: Mi, 23. Juli 2008, 06:24 »

@Mr Wiggels

Na, hast auf mich gehört. prost

Plattenabsorber heißt hier (bei uns) eine feste Platte auf Schaum für Tieftonabsorption.

Du meinst eine Schaumstoffplatte. zwinkern
« Letzte Änderung: Mi, 23. Juli 2008, 06:59 von moby dick » Gespeichert

Freundliche Grüße
Jürgen
Mr. Wiggels
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« Antworten #5 am: Mi, 23. Juli 2008, 10:09 »

@all

Vielen Dank für eure freundliche Aufnahme und all die kompetenten Hinweise.


@Moby Dick

Natürlich hab’ ich Deinen Rat befolgt.  Der ist ja auch gut. Hä, Hä.
Ich meinte natürlich eine Schaumstoffplatte.


Gerne geb’ ich noch etwas Input:

a)   Geld = wäre nicht so das Problem, wäre bereit für mein Hobby was auszugeben.
b)   Zeit = könnte man auch investieren.
c)   WAF = da bin ich eingeschränkt, wenn man eine Lösung hätte die man aufbauen oder abbauen könnte, dann würde alles gehen. Ansonsten ist bei WAF wichtig, dass alles in Weiß sein muss, oder hinter Kunstwerken versteckt.
d)   Was bei mir schlecht geht ist Basteln. Bin kein Bastler. Nur gekaufte Sachen.


Hier eine Draufsicht des Raumes. Laut Messtechniker sollten die akustischen Elemente in der rechten, hinteren Raumecke angebracht werden. Rechts, seitlich vom  LS soll ein Diffusor (Bücherregal) aufgestellt werden.






Ah, hab rausgefunden, was ich falsch gemacht hab. Habs falsch hochgeladen

Hier alle Schriebe nochmal.










« Letzte Änderung: Mi, 23. Juli 2008, 16:06 von Mr. Wiggels » Gespeichert
HausL
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« Antworten #6 am: Mi, 23. Juli 2008, 10:27 »

Ich kann auf den Bildern leider nicht so viel erkennen, kannst du die etwas größer posten?

Grüße
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iceman
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« Antworten #7 am: Mi, 23. Juli 2008, 11:19 »

Ein herzliches willkommen auch von mir,
tja die Diagramme sind echt ein wenig klein geraten.

Zu den Tipps des Akkustikers. Ich kann Sie durch aus nachvollziehen. Das Regal (difuser) rechts wahrscheinlich deshalb weil links auch eins steht und er einen unsymetrishcen Raum vorgefunden hat. Alternativ dazu, das linke regal aus dem Raum entfernen und gezielt Akkustische Elemente anbringen falls nötig.
Ein Akkustisches Element (Eckabsorber) rechts hinten -> würde links nicht die Tür sein hätte er dir dort wahrscheinlich auch eins empholen. Ich nehme an vorne gehts nicht wegen der Dachsräge? Reicht die bis zum Boden?, evtl könnteman dort trotzdem noch etwas installieren.

Wenn deine Punkte A und B in ausreichenden mengen vorhanden sind klappts auch mit C. Nur dein Punkt D ist doch ein wenig hinderlich was die Raumintigration betrifft zwinkern.

Falls du wirklich nur in dem genannten bereich Probleme hast sollte die eher leichter zu bekämpfen sein als der Bass.

Gruß
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gto
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« Antworten #8 am: Mi, 23. Juli 2008, 11:31 »

Ja, bitte etwas größer, so das wenigstens die Skalierung der Messungen sichtbar wird.

Wenn ich deine Skizze richtig verstehe, dann dürfte sich die akustische Unsymmetrie vermutlich durch die unterschiedlichen Seitenwandsituationen  ergeben. Links Wand mit Bücherregal, rechts Dachschräge nackt, oder?
Wenn ich richtig gelesen habe, dann wurde die gemessene Nachhallzeit auf den Raum gemittelt, oder?

Steht das L-förmige Hörplatzsofa wirklich an der Wand?
Wie groß ist der Raum, ungefähre Bemassung?

Sorry für die vielen Fragen, aber je genauer die Angaben, desto besser eventuelle Vorschläge.

Und nochmals die Frage, was ist nach deinem subjektiven Hörurteil verbesserungswürdig?

Grüsse Gerd

Etwas überschnitten mit Iceman biggrinsen
 
« Letzte Änderung: Mi, 23. Juli 2008, 11:33 von gto » Gespeichert
moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #9 am: Mi, 23. Juli 2008, 11:55 »

Glückwunsch, der Raum und die Aufstellung (neu) sehen gutmütig aus. Schräge Wände sind meist günstig.
Die Nachhallzeit liegt gut bis auf die Mitten, aber die bekommt man in den Griff mit den genannten Absorbern oder, indem man in das Regal Absorberfächer einbaut.

Ich glaube, damit liegst du richtig, mikorperforierte Absober:
http://www.domino-design.de/071304_-_Produktbeschr._Kurve_und_UVP.pdf
« Letzte Änderung: Mi, 23. Juli 2008, 12:01 von moby dick » Gespeichert

Freundliche Grüße
Jürgen
gto
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« Antworten #10 am: Mi, 23. Juli 2008, 12:23 »

Schräge Wände sind meist günstig.


Wenn ich die Skizze halbwegs richtig interpretiere scheinen sie hier aber Teil der Probleme zu sein, Stichwort akustische Unsymmetrie. zwinkern

Grüsse Gerd
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Ydope
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« Antworten #11 am: Mi, 23. Juli 2008, 12:42 »

Hi,

also diese Messungen überzeugen mich wirklich nicht. Ich will sie nun nicht im einzelenen zerlegen, aber davor warnen, sie als einzige Entscheidungsbasis für evtl. Maßnahmen zu verwenden. Insbesondere der Schluss, dass die Mitten ein größeres Problem wären, als der Bassbereich.
Was noch fehlt, ist die Information, wie groß der Raum ist.
Der Raum stellt dich vor ein Dilemma. Einerseits möchte man akustische Symmetrie haben, d.h. es wäre schlecht, auf einer Seite eine Schräge zu haben auf der anderen eine senkrechte Wand. Andererseits muss man weg von der Rückwand. Das ginge aber nur, wenn man den Raum um 90° dreht, womit man wieder das Symmetrieproblem hätte.

Unabhängig von der Aufstellung, brauchst du das was jeder Raum braucht:
- Absorption der frühen Reflexionen an Rückwand und Decke (und Seiten, außer der Raum ist sehr groß). Dafür kannst du z.B. diese Aixfoam-Platten nehmen.
- Bassabsorption soviel wie möglich in Ecken und Kanten. Was dafür das beste kommerzielle Produkt ist, weiß ich nicht. Zumindest in Deutschland. Ich weiß zumindest, dass es viele schlechte gibt, wie z.B. Eckabsorber aus Schaumstoff. Sehr gut sind die Produkte dieses Anbieters : http://www.realtraps.com Das kommt aber nur in Frage, wenn du wirklich Asche hast, weil es importiert werden müsste.

Gruß

PS: Noch was: Mit einem Absorber allein wirst du keine bemerkenswerte Veränderung erzielen. Nur viel hilft viel.
« Letzte Änderung: Mi, 23. Juli 2008, 12:44 von Ydope » Gespeichert

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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #12 am: Mi, 23. Juli 2008, 12:44 »

gto,

Stimmt wohl auch, keine Wirkung ohne Nebenwirkung.

Ideal sind schräge Wände, wenn sie so sind wie bei mir, also "parallel" zur Boxenfront.
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Freundliche Grüße
Jürgen
HausL
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« Antworten #13 am: Mi, 23. Juli 2008, 12:53 »

Mist, ich krieg's nicht größer hin. Weiß jemand, woran es liegen kann?

Grüße
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Mr. Wiggels
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« Antworten #14 am: Mi, 23. Juli 2008, 12:53 »

gto,

Stimmt wohl auch, keine Wirkung ohne Nebenwirkung.

Ideal sind schräge Wände, wenn sie so sind wie bei mir, also "parallel" zur Boxenfront.

Hi,

der Kniestock ist parallel zur Boxenfront. Die gestrichelte Linie der ersten Skizze symbolisert das.

http://img401.imageshack.us/img401/4043/seitenansichtfu2.jpg

Die asymetrie des Raumes ergibt sich in dieser Aufstellung nicht aus der Dachschräge.


Der Raum ist 6,5 x 7m groß.

Das Sofa steht direkt an der Rückwand, könnte aber weiter vorgrückt werden, das ginge schon.

@got

Mein subjektives empfinden hat zu wenig Erfahrung. Da würde ich nx ableiten wollen.

Gruß

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