Berechnung der ÄAF und Dimensionierung des Volumens und der Öffnung?!
  
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Di, 07. Februar 2012, 21:47
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Autor Thema: Berechnung der ÄAF und Dimensionierung des Volumens und der Öffnung?!  (Gelesen 1480 mal)
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« am: Mi, 14. Mai 2008, 21:31 »

Hallo liebe Leute,

ich habe mir ja in meinem Projektthread Gedanken zu einem HR gemacht.

Da mir die Frage, wie man den Absorbtionsfaktor und die ÄAF eines HR berechnet keiner beantworten konnte, habe ich weiterhin versucht im netz was entsprechendes zu finden. Leider ohne Erfolg. Also rief ich ganz frech mal wieder den Hunecke an und der war sehr nett wie immer.

Er hat mir auch erklärt, dass man das nicht wirklich und erst recht nicht einfach berechnen kann. Auf meine Frage, wie man die Größe der Öffnung dimensionieren sollte erklärte er mir, dass die Wandimpedanz des HR gleich sein sollte wie die Kennimpedanz von Luft. Dann ist die Wirkung am größten bei der Resonanzfrequenz. Das bedeutet eine entsprechende Anzahl an Öffnungen mit der entsprechenden Größe und Tunnellänge. Im Umkehrschluß bedeutet das, dass die ÄAF nicht größer werden kann, als die entsprechende Oberfläche des HR. Daraus lässt sich dann die voraussichtliche Nachhallzeitverringerung berechnen. Alles bis hier natürlich idealisiert. In der Praxis dürfte die ÄAF noch deutlich geringer ausfallen.

Nun stellen sich mir zwei Fragen

- Wie berechnet man die Impedanzen?
- Macht der Aufwand für max. ca. 0,5 Sekunden bei 40 Hz Sinn?

Hier mal noch ein Auszug einer Mail, welche ich nach dem Telefonat noch einmal schrieb:

Zitat
Ja, richtig.


Wandimpedanzen sind gut beschrieben in:


Heckl, M.; Müller, H. A.: Taschenbuch der Technischen Akustik
Springer Verlag, Berlin Heidelberg New York 1994
ISBN 3-540-54473-9




J. Hunecke









Hallo Herr Hunecke,


noch einmal vielen Dank für das Telefonat. Gleichzeitig habe ich dazu noch eine Verstöndnisfrage und stelle sie ganz frech auf diesem Wege ;-)


Wenn ich das richtig verstanden habe, ist im Idealfall die Wandimpedanz gleich der Kennimpedanz der Luft. Dann ist quasi die Fläche des HR eine vollständige äquivalente Absorbtionsfläche. Das wiederum bedeutet doch, dass die ÄAF nicht (deutlich) größer sein kann, als die Fläche des HR. Ist das so richtig?

Wenn das richtig ist, bedeutet das ja, wenn ich einen HR baue, der eine Grundfläche von 70 x 50cm und eine Höhe von 2,5mtr hat und in einer Ecke steht, die ÄAF max. 0,7+0,5mtr (wenn ich in beiden Flächen Öffnungen mache und es schaffe, dass die Impedanzen gleich sind) x 2,5mtr = 3 Quadratmeter sein kann.


Wenn es so richtig ist, kann darüber wiederum berechnen, wievel Nachhallzeit mir dieser HR nehmen kann, bei seiner Resonanzfrequenz.


Habe ich das so richtig verstanden?


Vielen Dank und Gruß



Stefan Becker



P.S. Haben Sie vielleicht noch einen Link oder Ähnliches, wo ich etwas über die Wandimpedanz eines HR lernen kann?

Das Buch habe ich mir gleich heute besorgt. Da steht das tatsächlich im Zusammenhang mit HR drin. Nur verstehen tu ich das nicht wirklich.

Nun wandelt sich die erste Frage in eine Bitte um:

- Wer kann mir helfen, das zu verstehen? Einen entsprechenden Auszug kann ich gern liefern.

Und außerdem bleibt es dabei:

- Lohnt sich der Aufwand?


Vielen Dank und Gruß

Stefan
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« Antworten #1 am: Mi, 14. Mai 2008, 23:03 »

Hallo Stefan,


was ich in den Ausführungen des Herrn Hunecke vermisse, sind die Anordnungsfaktoren.
Meines Wissens gibt es derer drei...

-Anordnung mittig einer Wand/Decke -> Faktor 1
-Anordnung in einer Raumecke (zweidimensional) -> Faktor 2
-Anordnung in einer Raumecke /dreidimensional) -> Faktor 4

Zum Rest kann ich morgen mal in den Fasold reinschauen. Heute wird das nichts mehr.
Ich weiß nur noch, dass es Zusammenhänge zwischen dem Volumen (Größe) des Resonators und der Größe (Oberfläche) der Öffnung(en) gibt. Je größer, desto höher auch die ÄAF.


Grüsse Andy
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« Antworten #2 am: Do, 15. Mai 2008, 08:38 »

Danke Andy!

Doch am Telefon hat er das gesagt und auch im ewähnten Buch steht das drin.

Im Fasold habe ich zu der Impedanzegschichte nix gefunden. Aber Deine Version ist, glaube ich, auch ne Neuere...

Gruß

Stefan
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Ydope
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« Antworten #3 am: Do, 15. Mai 2008, 13:24 »

Hi,

Absorptionsfaktor und ÄAF kannst du nicht berechnen. Das einzige was du berechnen kannst, ist die Resonanzfrequenz.
Letztendlich willst du doch wissen, ob er viel bringt oder wenig. Das kannst du dir überlegen, wenn du bedenkst, wie breitbandig er ist, wieviel Volumen verglichen mit dem Gesamtraum er hat, an welchem Anteil der Gesamt-Wand/Kantenfläche er wirkt. Unterm Strich wirds wohl eher in Richtung "ein Tropfen auf den heißen Stein" gehen.

Gruß
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« Antworten #4 am: Do, 15. Mai 2008, 13:30 »

Laut Müller kann man den AF und die ÄAF schon berechnen, nämlich über die Impedanzen. Nur leider verstehe ich das nicht. Ist zu hoch für mich. Du?

Aber ich fürchte, es wird wirklich nur der Tropfen, weshalb ich schon fast wieder Abstand nehme. Aber die Reduktion der 40 und/oder 80 Hz Moden wären schon reizvoll. Außerdem ist der Halbkreis auch noch nicht gestorben...


Stefan
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iceman
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« Antworten #5 am: Do, 15. Mai 2008, 13:51 »

Und außerdem, steter Tropfen höhlt den Stein zwinkern

Wenn das Wort Impedanz wie in der E-Technik belegt ist müßte sich der Widerstand der Luft aus zwei Komponenten ergeben die vektoriell in unterschiedliche Richtungen Zeigen. Hab bisher aber auch noch nichts davon gehört.
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« Antworten #6 am: Do, 15. Mai 2008, 13:53 »

Ja, Stefan, so scheint es zu sein. Aber es ist zu hoch für mich.

Außerdem stellt sich die Frage, wie stetig der Tropfen sein kann. Wenn ich diese Ecke opfere und den Halbkreis und keine Halbierung der Mode schaffe, dann kann ich es auch sein lassen.

Stefan
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« Antworten #7 am: Do, 15. Mai 2008, 14:35 »

Kennst Du denn schon die beiden Komponenten. Ich nenn sie jetzt mal "Wirkwiderstand der Luft" und "Blindwiderstand der Luft"? Wenn ja und der Winkel ist auch noch 90° kommt man ja an den "Scheinwiderstand" ganz simpel über den Pythagoras, wenn nicht rechtwinklig ist auch nicht so viel schwerer. Nur müßten halt die Beträge und Winkel der beiden Komponenten bekannt sein.
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« Antworten #8 am: Do, 15. Mai 2008, 14:51 »

Die Berechnung der Kennimpedanz der Luft ist ja noch relativ simpel. Aber die Berechnung der Wandimpedanz des HR ist da schon ne andere Hausnummer...


Stefan
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« Antworten #9 am: Fr, 16. Mai 2008, 12:40 »

Laut Müller kann man den AF und die ÄAF schon berechnen, nämlich über die Impedanzen. Nur leider verstehe ich das nicht. Ist zu hoch für mich. Du?

Nein, für mich scheitert das schon daran, dass die Wirkung in jedem Aufstellungsort anders sein wird. Wie soll man das vorher berechnen? Da mir auch auf einer anschaulichen Ebene noch unklar ist, wie ein HHR nun genau wirkt, ist mir das zu hoch.
Wie groß die Wirkung ist, weißt du definitiv erst, wenn dus tatsächlich ausprobiert und gemessen hast.

Gruß
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« Antworten #10 am: Fr, 16. Mai 2008, 13:46 »

Naja, aber ne Einschätzung wäre ja mal was...
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« Antworten #11 am: Fr, 16. Mai 2008, 15:05 »

An Stelle 3 wirds kaum was bringen und an Stelle 4 wirds mehr bringen. Kannst ja nochmal den Pegelmesser nehmen und schauen, wo die anvisierte Frequenz am lautesten ist.
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