Hallo liebe Leute,
ich habe mir ja in meinem Projektthread Gedanken zu einem HR gemacht.
Da mir die Frage, wie man den Absorbtionsfaktor und die ÄAF eines HR berechnet keiner beantworten konnte, habe ich weiterhin versucht im netz was entsprechendes zu finden. Leider ohne Erfolg. Also rief ich ganz frech mal wieder den Hunecke an und der war sehr nett wie immer.
Er hat mir auch erklärt, dass man das nicht wirklich und erst recht nicht einfach berechnen kann. Auf meine Frage, wie man die Größe der Öffnung dimensionieren sollte erklärte er mir, dass die Wandimpedanz des HR gleich sein sollte wie die Kennimpedanz von Luft. Dann ist die Wirkung am größten bei der Resonanzfrequenz. Das bedeutet eine entsprechende Anzahl an Öffnungen mit der entsprechenden Größe und Tunnellänge. Im Umkehrschluß bedeutet das, dass die ÄAF nicht größer werden kann, als die entsprechende Oberfläche des HR. Daraus lässt sich dann die voraussichtliche Nachhallzeitverringerung berechnen. Alles bis hier natürlich idealisiert. In der Praxis dürfte die ÄAF noch deutlich geringer ausfallen.
Nun stellen sich mir zwei Fragen
- Wie berechnet man die Impedanzen?
- Macht der Aufwand für max. ca. 0,5 Sekunden bei 40 Hz Sinn?
Hier mal noch ein Auszug einer Mail, welche ich nach dem Telefonat noch einmal schrieb:
Ja, richtig.
Wandimpedanzen sind gut beschrieben in:
Heckl, M.; Müller, H. A.: Taschenbuch der Technischen Akustik
Springer Verlag, Berlin Heidelberg New York 1994
ISBN 3-540-54473-9
J. Hunecke
Hallo Herr Hunecke,
noch einmal vielen Dank für das Telefonat. Gleichzeitig habe ich dazu noch eine Verstöndnisfrage und stelle sie ganz frech auf diesem Wege ;-)
Wenn ich das richtig verstanden habe, ist im Idealfall die Wandimpedanz gleich der Kennimpedanz der Luft. Dann ist quasi die Fläche des HR eine vollständige äquivalente Absorbtionsfläche. Das wiederum bedeutet doch, dass die ÄAF nicht (deutlich) größer sein kann, als die Fläche des HR. Ist das so richtig?
Wenn das richtig ist, bedeutet das ja, wenn ich einen HR baue, der eine Grundfläche von 70 x 50cm und eine Höhe von 2,5mtr hat und in einer Ecke steht, die ÄAF max. 0,7+0,5mtr (wenn ich in beiden Flächen Öffnungen mache und es schaffe, dass die Impedanzen gleich sind) x 2,5mtr = 3 Quadratmeter sein kann.
Wenn es so richtig ist, kann darüber wiederum berechnen, wievel Nachhallzeit mir dieser HR nehmen kann, bei seiner Resonanzfrequenz.
Habe ich das so richtig verstanden?
Vielen Dank und Gruß
Stefan Becker
P.S. Haben Sie vielleicht noch einen Link oder Ähnliches, wo ich etwas über die Wandimpedanz eines HR lernen kann?
Das Buch habe ich mir gleich heute besorgt. Da steht das tatsächlich im Zusammenhang mit HR drin. Nur verstehen tu ich das nicht wirklich.
Nun wandelt sich die erste Frage in eine Bitte um:
- Wer kann mir helfen, das zu verstehen? Einen entsprechenden Auszug kann ich gern liefern.
Und außerdem bleibt es dabei:
- Lohnt sich der Aufwand?
Vielen Dank und Gruß
Stefan