Messreihe zur Bewertung der Effizienz von Eckabsorbern
  
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Sa, 19. Mai 2012, 11:17
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Autor Thema: Messreihe zur Bewertung der Effizienz von Eckabsorbern  (Gelesen 12819 mal)
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asb
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« am: Mo, 14. April 2008, 21:33 »

Hallo,


im Rahmen eines kleinen Forentreffens wollen wir versuchen, die Effizienz von porösen Absorbern (vor allem von Homatherm flexCL) unterschiedlicher Dicke zu testen. Sicherlich auch im Rahmen unserer laienhaften Möglichkeiten.
Vielleicht ergibt sich auch noch die Möglichkeit, das flexCL "gegen" herkömmliche Mineralwolle zu testen.

Homatherm flexCL ist ein Dämmstoff aus recyceltem Zellulose und weist gegenüber herkömmlicher Mineralwolle einen recht hohen lägenbezogenen Strömungswiderstand auf.
Die Frage, ob zur Absorption tieffrequenten Schalls ein hoher Strömungswiderstand die oftmals nicht gegebene Möglichkeit der Ausbildung hinreichend dicker Absorber wenigstens ansatzweise kompensieren kann, wollen wir versuchen zu klären.
Klären, wie gesagt, im Rahmen unserer Möglichkeiten. Messungen zu dem Thema sind bisher rar.

Als "Messraum" wird ein 18 m² grosser Kellerraum zur Verfügung stehen. Wände, Decke, Boden (bis auf die Tür und ein kleinen Anteil Trennwand in Trockenbauweise) sind massiv. Sprich Mauerwerk (mind. 26 cm) und Beton. Boden ist ein gefliester schwimmender Estrich aus Anhydrit. Somit relativ definierte Umstände.

Um sich vorab ein paar Gedanken zum Testaufbau machen zu können, folgend eine Zeichnung und eine 3D Ansicht des Raumes.






Messequipment wird ein Behringer ECM 8000 mit Terratec Phase X24 FW, ARTA und RoomEQ sein.
Vorschläge für eine möglichst aussagekräftige Messreihe sind natürlich willkommen.


In diesem Sinne,


Grüsse Andy
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Heimkino
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« Antworten #1 am: Di, 15. April 2008, 07:40 »

Moin Andy,

dass ist doch das was Du schon lange suchst, DEIN NEUES HEIMKINO biggrinsen lolwech

Sorry, für den Offtopic, den konnte ich mir nicht verkneifen.

schönen Tag noch

Werner
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Ydope
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« Antworten #2 am: Di, 15. April 2008, 11:00 »

Das Zeug ähnlich im Raum verteilen, wie bei Ethans density tests. Erstmal nur 4 cm dick, dann sukzessive bis 16 oder 20 cm Dicke erweitern, falls die Menge reicht.
Danach noch 8 cm dick nehmen und möglichst das gesamte Material weitflächig verteilen um zu sehen, wie das beste Ergebnis ungefähr aussieht.
Dannach könnte man noch ein anderes Material testen in der gleichen Weise wie bei Schritt 1.
Falls deine anderen Absorber mobil sind, könnte man die auch noch mal reinstellen und messen.
Alles der Reihe nach durchmessen, und die Auswertung im Nachhinein machen.

Vorher könnte man noch mit verschiedenen Hörpositionen experimentieren, das sollte man evtl. schon ein paar Tage vorher machen, dann könnte man die Ergebnisse in Ruhe auswerten und die Absorberexperimente mit der besten (bzw. einer guten) Position machen.

Gruß
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Ydope
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« Antworten #3 am: So, 11. Mai 2008, 13:27 »

Hi,

hier mal erste Ergebnisse:
Nackter Raum:

Mit 6 cm dick Rockwool Termorock 50 in den kompletten 4 senkrechten Kanten:

Mit Hometherm flexCL in der genau gleichen Weise:


6 cm sind nicht die Welt und 4 Kanten sind auch noch nicht sehr viel, daher werden Unterschiede nicht so deutlich, wie mit mehr Material.
FlexCL scheint etwas schwächer um die 100 Hz und etwas stärker bei der 48 Hz Mode. Welches von beiden Materialien insgesamt besser ist, ist schwer zu sagen, tendenziell wohl die Steinwolle. Jedenfalls funktionieren beide.
Soweit erstmal...

Gruß

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gto
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« Antworten #4 am: So, 11. Mai 2008, 13:46 »

Cool, Bunkertests bei Andy daumenhoch
Na dann hast ja die nächste Zeit viel zu tun. lolwech

Danke für den Anfang, wird jetzt sozusagen die Kammer der Wahrheit, wo sich alles selbst gewastelte stellen muss. biggrinsen

Grüsse Gerd
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« Antworten #5 am: So, 11. Mai 2008, 16:19 »

Das ist aber doch nicht alles. Oder?

Habt ihr nur gesoffen und im Garten gehummelt? zwinkern

Stefan
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asb
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« Antworten #6 am: So, 11. Mai 2008, 16:39 »

Nein, ist noch nicht alles.... smile

Werd versuchen, das heute Abend zu vervollständigen.


Grüsse Andy
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« Antworten #7 am: So, 11. Mai 2008, 17:10 »

Immer mit der Ruhe...
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #8 am: So, 11. Mai 2008, 17:45 »

Sehr schön, das bestätigt meine Ergebnisse. Natürlich habt ihr es profimäßig gemacht. Es lebe die Steinwolle.
« Letzte Änderung: So, 11. Mai 2008, 18:10 von moby dick » Gespeichert

Freundliche Grüße
Jürgen
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« Antworten #9 am: So, 11. Mai 2008, 20:59 »

Sehr schön, das bestätigt meine Ergebnisse. Natürlich habt ihr es profimäßig gemacht. Es lebe die Steinwolle.

Naja, so kann man das auch nicht sagen. In unserem "Test" hatte das FlexCL im Tiefbassbereich und oberhalb von 150 Hz die "Nase leicht vorn". Aber im Grunde nicht in dem Maße, was der höhere Strömungswiderstand suggerieren würde.


Aber zum Rest der Messaktion....

Bei den ersten Tests ging es um den direkten Vergleich zwischen der Termarock50 und der FlexCL von Homatherm.
Alle Messungen wurden zweimal durchgeführt, um Messfehler (zumindest fast) auszuschliessen.

Hier noch der Messaufbau (Lage von Micro und LS nicht maßstabsgetreu). Orange die Lage der Wolle,rot die Lage des Micros (h= 1,2 m)




Raum ohne Wolle







Erster Durchgang

6 cm Termarock50 in alle vier Raumecken, raumhoch (2 m). Nachfolgen ist die rote Linie immer der Raum im "Rohzustand".






Zweiter Durchgang

6 cm FlexCL in alle vier Raumecken, raumhoch.






Dritter Durchgang

12 cm Termarock50 in alle vier Raumecken, halbhoch (leider hat das Material nicht für einen raumhohen Aufbau gereicht).






Vierter Durchgang

12 cm FlexCL in alle vier Raumecken, raumhoch (Achtung....durch unterschiedliche Höhe nicht mit dem vorhergehendem Durchgang vergleichbar!)






Um zunehmende Dicke zu testen, mussten wir uns auf 2 Raumecken beschränken. Die folgenden Messungen sind daher wieder nicht mit den vorhergehenden vergleichbar.
Wir haben uns für die am einfachsten zugänglichen Ecken entschieden:





Fünfter Durchgang

12 cm FlexCL in zwei Raumecken, raumhoch.






Sechster Durchgang

24 cm FlexCL in zwei Raumecken, raumhoch.





Zum Schluss aus Jux und Dallerei einfach alles Material (bis auf das Termarock) im Raum verteilt (siehe Fotos).









Zu guter Letzt noch eine Bemerkung:

Das Homatherm lässt sich mit einem Cutter kaum schneiden, staubt wie der Teufel (wie auf den Bilder gut zu sehen) und ist nicht eigenstabil. Bedarf also einer Konstruktion, um übereinander gestapelt werden zu können.


So, und nun viel Spass beim Auswerten smile



Grüsse Andy
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« Antworten #10 am: So, 11. Mai 2008, 21:59 »

Mh, weniger drastisch als ich dachte/hoffte.

Hast Du auch RT-60 Auswertungen?


Gruß

Stefan


P.S. Was sagt denn der Test zu der Fasold Formel bezüglich des Stömungswiderstandes? Darum ging es doch originär. Oder?
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asb
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« Antworten #11 am: So, 11. Mai 2008, 22:33 »

Zitat
Mh, weniger drastisch als ich dachte/hoffte.

Findest du?

In Anbetracht der ÄAF (und z.T. der Dicke) finde ich die Effekte beachtlich.

Zitat
Hast Du auch RT-60 Auswertungen?

Klar, wenn die noch gewünscht sind, kommen die noch nach.


Zitat
Was sagt denn der Test zu der Fasold Formel bezüglich des Stömungswiderstandes? Darum ging es doch originär. Oder?

Demnächst dazu mehr...für heute reichts mir zwinkern


Grüsse Andy
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #12 am: Mo, 12. Mai 2008, 08:47 »

Andy, bei mir wollte ich die 100 Hz wegbekommen, dazu war die Steinwolle optimal.

Wenn ihr nochmal Lust  biggrinsen auf Messen habt, wäre ein Vergleich mit in Folie eingepackt interessant. Einfach 2 Gelbe Säcke über jeden Absorber streifen...
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Freundliche Grüße
Jürgen
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« Antworten #13 am: Mo, 12. Mai 2008, 19:02 »

Hallo Jürgen,


die Folie wird sich nicht nur um die 100 Hz "kümmern" zwinkern
Um den Bereich der 100 Hz fallen in dem Raum drei Moden zusammen, daher die Extreme.


Aber hier noch die RT60 aller Messungen:



Ich hoffe, es ist alles zu erkennen.

Bis auf "grün" sieht eigentlich alles plausibel aus.



Grüsse Andy
« Letzte Änderung: Mo, 12. Mai 2008, 19:13 von asb » Gespeichert
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« Antworten #14 am: Mo, 12. Mai 2008, 19:05 »

Ich sehe grad, das die Forensoftware aus den Bildern doch 750 px in der Breite macht (jedenfalls bei der Auflösung meines Bildschirms).
Wer das gleiche Problem hat: Rechtsklick auf die Grafik(en) -> Grafik anzeigen.
Im Original müssen es 800x435 px sein.
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