Poröse Absorber vs. Resonatoren
  
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Sa, 19. Mai 2012, 11:06
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Autor Thema: Poröse Absorber vs. Resonatoren  (Gelesen 1100 mal)
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« am: Mo, 24. März 2008, 14:29 »

Hallo,

ich schrieb hier in #136 folgendes http://www.casakustik.de/forum/index.php?topic=104.msg2476;topicseen#msg2476:

Zitat
Ich finde, die WF zeigen eindeutig, dass die Nachhallzeit runter geht, nicht jedoch das modale Verhalten. Da hat sich doch nicht wirklich was, also signifikant, getan. In der Nachhallzeit schon. Was sich mit der RT-60 Messung eindeutig nachweisen lässt und auch im WF erkennbar ist. Was man hier auch sehr schön sieht, ist, dass man sein Werkzeug mit Bedacht und zielorientiert einsetzen muss. Will ich Nachhallzeitveränderungen nachvollziehen, muss man eine RT-60 Messung machen. Will ich das modale Verhalten nachvollziehen, brauche ich WF-Messungen.

Soll ich jetzt als Quint Essenz sagen, dass poröse Absorber im Bassberich, unter "normalen" Umständen keine oder kaum modale Veränderungen hervorrufen? Klingt für mich auch logisch, denn poröse Absorber haben ja eine breitbandige Wirkung. Will ich das modale Verhalten verändern, muss ich wohl eher mit schmalbandigen Absorbern arbeiten.

Und in #139 schrieb Julius

Zitat
Als erstes kannst du erklären, was "Nachhall" im Bass anderes sein soll, als das modale Nachklingen. Für mich ist das nämlich das gleiche.

Also gut, hier http://www.casakustik.de/forum/index.php/topic,157.0.html habe ich den Begriff Nachhallzeit erklärt. Die Nachhallzeit beinhaltet auf jeden Fall das modale Verhalten eines Raumes. Allerdings nicht nur, denn nicht sämtliches Abklingen im Bass ist auf Moden zurück zu führen.

Poröse Absorber können aus meiner Sicht das modale Verhalten nicht wirklich verändern, da sie breitbandig wirken. Sie können sämtliche Moden im Verhältnis zueinander reduzieren, aber nicht einzelne. Gut man könnte noch sagen, dass sie tiefere Moden weniger als höherer bedämpfen. Aber auch nur deshalb, weil sie zu tieferen Frequenzen weniger wirken.

@Julius: Jetzt erkläre doch bitte, was Du daran anders siehst. Aber bitte so, das doofe wie ich das auch verstehen zwinkern

Stefan
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« Antworten #1 am: Mo, 24. März 2008, 15:09 »

Poröse Absorber können aus meiner Sicht das modale Verhalten nicht wirklich verändern, da sie breitbandig wirken. Sie können sämtliche Moden im Verhältnis zueinander reduzieren, aber nicht einzelne. Gut man könnte noch sagen, dass sie tiefere Moden weniger als höherer bedämpfen. Aber auch nur deshalb, weil sie zu tieferen Frequenzen weniger wirken.

Ich glaube, das sehe ich nicht so viel anders als du.
Per porösem Absorber kann man jedenfalls einen Raum von hier:

nach hier:

bringen.
Quelle: http://www.johnlsayers.com/phpBB2/viewtopic.php?t=4038&postdays=0&postorder=asc&start=0
Das ist natürlich ein Extrembeispiel, wo 6 m³ Material in einen recht kleinen Raum gebracht wurden und das ganze schon Richtung reflexionsarmer Raum geht.
Aber es würden sämtliche Moden im Verhältnis zueinander reduziert und die nicht-modalen und modalen Frequenzen wurden außerdem aneinander angeglichen. Und das ist doch beides genau, was man will. Hätte man das mit Resonatoren machen können? Glaub ich nicht, weil nicht genug Platz da wäre. Aber ein Reso, der nicht extrem schmalbandig wirkt, macht prinzipiell das gleiche, wie der poröse, nur in einem kleineren Frequenzbereich.

Zu Nachhall vs. mod. Nachklingen. Dazu hab ich noch ein paar Gedanken, die ich im anderen Thread kund tun werde, hat was mit dem zu tun was mordac gesagt hat. Demnächst...

Gruß
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« Antworten #2 am: Mo, 24. März 2008, 15:27 »

Ich habe mir nur mal die Bilder angesehen, aber das reicht um zu sagen, dass Dein Beispiel letztlich ein schlechtes Beispiel ist,d a viel zu krass. Schränken wir doch mal ein klein wenig ein und sagen, in halbwegs normalen Räumen.

Außerdem stellt sich auch hier die Frage, ob man das nicht auch mit Resonatoren hinbekommen hätte.

Ich bin auf weiter Posts diesbezüglich von Dir gespannt. Und ich freue mich umso mehr, wenn wir hier eine Diskussion führen, die vielleicht auch etwas globaler ist und nicht auf ein spezielles Projekt bezogen, zumindestens nicht ausschließlich.


Stefan


P.S. Trotzdem würde mich die Nachhallzeit von dem von Dir angeführten Projekt interessieren.

P.P.S. Ich habe dort nicht gefunden, welche Rockwool er nahm. Weißt Du das? Bist Du da unterwegs und könntest ggf. nachfragen?
« Letzte Änderung: Mo, 24. März 2008, 15:39 von Verrückter » Gespeichert
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« Antworten #3 am: Mo, 24. März 2008, 17:00 »

jungs, sorry wenn ich euch 2 unterbreche, aber über was diskutiert ihr hier? grundsätzlich ist die nachhallzeit in wohnräumen im bass immer zu lange (allein schon wegen kugelförmiger abstrahlung der lautsprecher). ohne breitbandige absorption kommt man nirgendwo hin. durch nachhallminderung vermindere ich auch reflexionen, die den einzigen grund für die entstehung von moden darstellen.
einzelne tiefe moden sind dann mit schmalbandigen resonatoren zu mildern. aber entweder benötigen derartige einrichtungen viel platz (wenn sie wirksam sein sollen) oder man verstärkt dadurch modale ausprägungen an anderen orten im raum.
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« Antworten #4 am: Mo, 24. März 2008, 18:14 »

jungs, sorry wenn ich euch 2 unterbreche, aber über was diskutiert ihr hier? grundsätzlich ist die nachhallzeit in wohnräumen im bass immer zu lange (allein schon wegen kugelförmiger abstrahlung der lautsprecher). ohne breitbandige absorption kommt man nirgendwo hin. durch nachhallminderung vermindere ich auch reflexionen, die den einzigen grund für die entstehung von moden darstellen.
einzelne tiefe moden sind dann mit schmalbandigen resonatoren zu mildern. aber entweder benötigen derartige einrichtungen viel platz (wenn sie wirksam sein sollen) oder man verstärkt dadurch modale ausprägungen an anderen orten im raum.

Du brauchst Dich nicht entschuldigen, denn das ist genau das, was ich sagte bzw. meinte.


Stefan
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markus
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« Antworten #5 am: Di, 25. März 2008, 15:29 »

Außerdem stellt sich auch hier die Frage, ob man das nicht auch mit Resonatoren hinbekommen hätte.

nur mit resonatoren hätte man keine so starke verminderung der gesamtnachhallzeit erreicht.
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« Antworten #6 am: Di, 25. März 2008, 16:52 »

Außerdem stellt sich auch hier die Frage, ob man das nicht auch mit Resonatoren hinbekommen hätte.

nur mit resonatoren hätte man keine so starke verminderung der gesamtnachhallzeit erreicht.

Ich habe mich schlecht ausgedrückt. Ich meinte die Linearität des FG.

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markus
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« Antworten #7 am: Di, 25. März 2008, 17:04 »

 prost

man hätte wohl so viele resonatoren gebraucht, dass vom (kleinen) raum nichts mehr übrig geblieben wäre. denke sein ansatz war der richtige, wenn's um praktikabilität geht. ansonsten hätte ich die bessere, aber auch teurere lösung mit vpr favorisiert.
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« Antworten #8 am: Di, 25. März 2008, 17:18 »

Hallo Markus,

vielleicht hast Du auch ne Meinung zu meinem Raum?!

Los gehts bei #151 bzw. #169 hier: http://www.casakustik.de/forum/index.php/topic,8.150.html


Gruß

Stefan
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« Antworten #9 am: Di, 25. März 2008, 18:50 »

Ich habe mir nur mal die Bilder angesehen, aber das reicht um zu sagen, dass Dein Beispiel letztlich ein schlechtes Beispiel ist,d a viel zu krass. Schränken wir doch mal ein klein wenig ein und sagen, in halbwegs normalen Räumen.

P.S. Trotzdem würde mich die Nachhallzeit von dem von Dir angeführten Projekt interessieren.

P.P.S. Ich habe dort nicht gefunden, welche Rockwool er nahm. Weißt Du das? Bist Du da unterwegs und könntest ggf. nachfragen?

Es ging mir um einen prinzipiellen Nachweis, weil es oft heißt, poröse Absorber können dies nicht oder das nicht. Der Raum selber ist ja normal, wenn auch relativ klein, man sieht wie jede weitere versehene Fläche das Ergebnis sukzessive verbessert.
Die Nachhallzeit weiß ich nicht, das Projekt ist schon ein paar Jahre alt, in dem Forum bin ich auch nicht angemeldet.
Seine Rockwool hatte 50kg, mehr weiß ich darüber auch nicht. Vielleicht stehts irgendwo im Thread.

Soweit Gruß
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