Fragen zum Plattenreso
  
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Di, 07. Februar 2012, 05:10
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Autor Thema: Fragen zum Plattenreso  (Gelesen 2254 mal)
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« am: Di, 18. März 2008, 20:43 »

Hallo,

ich überlege ja im Moment, was ich unter meine Decke mache. Die Plattenreso Geschichte soll nicht zu kurz kommen. Nun habe ich recherchier und finde Berechnungsformeln etc. Aber zwei Fragen bleiben bei mir offen.

1. Es steht immer, das der Hohlraum mit einem offenporigem lockerem Material befüllt werden soll, damit der Wirkbereich erweitert wird. Aber nirgends steht, wie lock bzw. offenporig es sein soll. Kann da Jemand Aussagen zu treffen?

2. Auch steht nirgends geschrieben, welche Form die Platte haben soll. Muss sie rechtwinklig sein?


Gruß

Stefan
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asb
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« Antworten #1 am: Di, 18. März 2008, 20:55 »

Gute Fragen  smile


Meiner Recherche reicht einfache Trennwandewolle. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass sehr dichte Wolle nicht produktiv wäre. Frag mich jetzt aber nicht, wo (glaube im Nubert-Forum). Die Verlässlichkeit der Aussage ist aber auch fraglich.

Bei WVier gibt es einen Forenartikel zu dem Zusammenhang von Membrangrösse/material zur Effektivität der Absoprtion.
vieleckige oder runde Varianten wurden aber nicht erwähnt. Es wird auch mit anderen Formen funktionieren, welche Abstriche man dabei machen muss, kann ich nicht mal mutmaßen.

Vielleicht kann Markus was dazu schreiben, er hat ja das Buch von Mechel, welches solche Fragen klären sollte.



Grüsse Andy
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #2 am: Mi, 19. März 2008, 09:28 »

Form: Alles, was nicht kreisrund ist. Auch Länge/Breite sollte wohl 2/3 bis 1/3 sein.
Füllung: Nimm die Trittschallpllatten mit 50 Kg/m2, die sind auch gut zu verarbeiten und absorbieren im Tiefton. Bein mir hatte das geklappt. Aber dürfen nicht die Platte berühren. Aber das weißt du bestimmt.
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Jürgen
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« Antworten #3 am: Mi, 19. März 2008, 20:17 »

Form: Alles, was nicht kreisrund ist. Auch Länge/Breite sollte wohl 2/3 bis 1/3 sein.
Füllung: Nimm die Trittschallpllatten mit 50 Kg/m2, die sind auch gut zu verarbeiten und absorbieren im Tiefton. Bein mir hatte das geklappt. Aber dürfen nicht die Platte berühren. Aber das weißt du bestimmt.

Sorry, aber die Aussagen sind, laut WVIER und Hunecke so nicht ganz korrekt.

Ich rief heute zunächst bei WVIER an. Das war ein recht merkwürdiges Telefonat. Der Herr Kempe war recht abweisend und herablassend. Also gab ich das recht schnell auf.

Dann rief ich bei Hunecke an und hatte ein sehr interessantes Telefonat. Er sagte, dass Formen, außer rechteckig, recht schwierig zu berechnen seien, wenn man nicht die ganze Platte als Membran, also ganzes schwingendes System sieht, was ja der Fall ist, wenn man die Membran steif einspannt. Mein Gedanke war, den Korpus fest mit der Platte zu verbinden. Den Korpus jedoch schwingend mit der Decke. Die Platte auch schwingend an die Decke. Das fand er erst einmal gut. Dann den Hohlraum mit Mineralwolle befüllen, komplett. Also auch mit Berührung zur Membran. Jedoch nicht fest gestopft. Das Material sollte locker sein, aber dennoch schon schwehr. Also etwas mit rund 50 Kilo je Kubikmeter. Er sagte mir jedoch auch deutlich, das es schwierig ist, die Resonanzfrequenz im Vorfeld zu bestimmen. Auch sollte der Plattenreso relativ breitbandig sein. Wenn er nix geworden ist, könnte man ja auch Löcher rein machen und als Helmholtzreso berechnen/einsetzen. Er meinte jedoch, dass der Wirkungsgrad allgemein nicht so sehr hoch sei.

Ganz interessant war jedoch seine Einschätzung zu Notchfiltern. Im Prinzip sieht er das auch so, wie ich. Nämlich sind sie ein gutes Mittel um Moden nicht so sehr anzuregen und sollten als Ergänzung zu raumakustischen Maßnahmen eingesetzt werden.

Auch ganz interessant, seine Einschätzung zu meiner Idee, den Halbkreis als porösen Absorber auszuführen. Er meint auch, dass das im Bassbereich wohl nicht allzu viel bringt, aber immerhin. Jedoch muss man aufpassen, das man zu hohen Frequenzen hin nicht überdämmt.

Tja, jetzt muss ich mal viel nachdenken...


Gruß

Stefan
« Letzte Änderung: Mi, 19. März 2008, 22:21 von Verrückter » Gespeichert
Ydope
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« Antworten #4 am: Mi, 19. März 2008, 22:26 »

Dann den Hohlraum mit Mineralwolle befüllen, komplett. Also auch mit Berührung zur Membran.
Also wie das kenne, ist die wichtigste Regel immer, dass die Platte frei von Berührung schwingen können muss, Scheint mir auch plausibel, vom Kontruktionsprinzip her soll die Membran ja schwingen.

Wenn er nix geworden ist, könnte man ja auch Löcher rein machen und als Helmholtzreso berechnen/einsetzen. Er meinte jedoch, dass der Wirkungsgrad allgemein nicht so sehr hoch sei.

Das klingt ein wenig verdächtig, als wären die Vorschläge nicht erprobt.  grübel
Ich würde da eher auf bewährte Rezepte zurückgreifen, warum willst du keinen konventionellen Plattenreso bauen? Muss es denn eigentlich halbrund sein? Dann wirst du um Try&Error wohl nicht herumkommen
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asb
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« Antworten #5 am: Mi, 19. März 2008, 22:39 »

Wenns unbedingt halbrund sein muss, könnte man ja auch einen rechteckigen PR bauen (bis an die Schnittpunkte) und die Differenzen zum Halbkreis mit porösem Material "auffüllen" (nur um den Platz nicht sinnlos zu verschwenden). Das ganze Konstrukt dann mit Stoff abgespannt und gut ist. So geht man evtl. bösen Überraschungen aus dem Weg.

Oder du erklärst dich zum Testdummy zwinkern


Grüsse Andy
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gto
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« Antworten #6 am: Mi, 19. März 2008, 23:55 »

Na ja, IMHO wird die Platte durch Berührung mit lose eingebrachtem Material vermutlich nicht sonderlich am Schwingen behindert werden.
Aber ev. die Wirkung durch mehr Füllmaterial halt schwerer berechenbar oder so.
Hätte ich Platz für würd ich ja sowieso lieber noch mehr Versuche mit VPRs starten. smile

Grüsse Gerd
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« Antworten #7 am: Do, 20. März 2008, 09:32 »

Dann den Hohlraum mit Mineralwolle befüllen, komplett. Also auch mit Berührung zur Membran.
Also wie das kenne, ist die wichtigste Regel immer, dass die Platte frei von Berührung schwingen können muss, Scheint mir auch plausibel, vom Kontruktionsprinzip her soll die Membran ja schwingen.

In diesem Fall soll aber nicht eine eingspannte Membran schwingen, sondern das ganze System, quasi.

Zitat
Wenn er nix geworden ist, könnte man ja auch Löcher rein machen und als Helmholtzreso berechnen/einsetzen. Er meinte jedoch, dass der Wirkungsgrad allgemein nicht so sehr hoch sei.

Das klingt ein wenig verdächtig, als wären die Vorschläge nicht erprobt.  grübel
Ich würde da eher auf bewährte Rezepte zurückgreifen, warum willst du keinen konventionellen Plattenreso bauen? Muss es denn eigentlich halbrund sein? Dann wirst du um Try&Error wohl nicht herumkommen

Natürlich ist das nicht erprobt. Und halbrund soll es aus dem eigentlichen Grund sein, also wegen der Optik in Bezug auf das Bild. Ich schrieb ja auch, das ich erst einmal viel überlegen muss. Try & Error ist es auf jeden Fall. Das steht fest. Ich dachte aber auch, dass das aus meinem Text hervorgeht. Wohl nicht. Habe ich schlecht formuliert...

Stefan
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« Antworten #8 am: Do, 20. März 2008, 09:33 »

Wenns unbedingt halbrund sein muss, könnte man ja auch einen rechteckigen PR bauen (bis an die Schnittpunkte) und die Differenzen zum Halbkreis mit porösem Material "auffüllen" (nur um den Platz nicht sinnlos zu verschwenden). Das ganze Konstrukt dann mit Stoff abgespannt und gut ist. So geht man evtl. bösen Überraschungen aus dem Weg.

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Grüsse Andy

Das klingt auch nicht schlecht...
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« Antworten #9 am: Do, 20. März 2008, 09:34 »

Na ja, IMHO wird die Platte durch Berührung mit lose eingebrachtem Material vermutlich nicht sonderlich am Schwingen behindert werden.
Aber ev. die Wirkung durch mehr Füllmaterial halt schwerer berechenbar oder so.
Hätte ich Platz für würd ich ja sowieso lieber noch mehr Versuche mit VPRs starten. smile

Grüsse Gerd

Sehe ich eigentlich auch so.

VPR ist sicherlich reizvoll, aber ich trau mich nicht. Nicht, das mir da was auf den Kopf fällt. Oder meinen Kindern oder so...
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moby dick
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« Antworten #10 am: Do, 20. März 2008, 12:45 »

Meine Ausssage war schon korrekt, wenn das andere nicht berechnen können, ist das deren Bier. biggrinsen

An Berechnen glaube ich in dem Fall sowieso nicht, jedenfalls hatten meine PResos nie da resoniert, wo sie sollten. Aber wenn man sie etwas leichter baut, hat man Spielraum mit Zusatzgewichten.

Mit losem Material bekommst du keine 50 kg/m³, das ist die Dichte von Basotect PR. Gegen die 2 Reso-Platten spricht nichts, nur wird der einzige Effekt geringeres Gewicht sein, nicht mehr Wirkung. Es sei denn, du machst die PR doppelt so dick.
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Jürgen
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« Antworten #11 am: Sa, 12. April 2008, 20:01 »

Mh, wie berechnet man denn den Absorbtionsgrad eines Plattenresos? Jemand Ideen?

Stefan
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« Antworten #12 am: So, 13. April 2008, 02:24 »

Hallo Stefan,


ich vermute, das wird aufgrund der vielen Variabeln (Elastizität, innere Dämpfung und Masse der Membran; Gehäusetiefe; eventuelle Bedämpfung des Gehäuses etc) recht komplex.


Ich habe mal was (glaube im Fasold) von 0,8 (im günstigen Fall) gelesen.


Grüsse Andy
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #13 am: So, 13. April 2008, 10:18 »

http://www.wipo.int/pctdb/en/wo.jsp?wo=2000036240&IA=WO2000036240&DISPLAY=DESC

http://www.raumakustikforum.de/Plattenresonatoren.htm
« Letzte Änderung: So, 13. April 2008, 10:37 von moby dick » Gespeichert

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Jürgen
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« Antworten #14 am: So, 13. April 2008, 11:09 »

Hallo Herr Wal,

vielen Dank für Deine Links. Obwohl ich den Zusammenhang zur Berechnung des Absorbtionsgrades nicht sehe.

Hiergeht es um ein Patent zu porösen Absorbern und hier
Zitat
steht auch nix zur Berechnung des Absorbtionsgrades.

Habe ich etwas überlesen?


Gruß

Stefan
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