Der Bau meines Dodekaeder (Dodo)
  
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Sa, 19. Mai 2012, 11:00
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Autor Thema: Der Bau meines Dodekaeder (Dodo)  (Gelesen 2330 mal)
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« am: Sa, 08. September 2007, 14:06 »

Hallo ihr Lieben,

auf vielfachen Wunsch möchte ich hier einen kurzen Bericht über den Bau meines Dodo´s einstellen.

Nun zunächst die Frage, warum ich mir einen Dodo bauen wollte. Der Grund ist eigentlich ganz einfach, ich wollte ein kleines Kino bauen. Da die Raumakustik besonders schlecht war, lud ich einen Profiakustiker ein. Der hat dann die Nachhallzeit des Raumes mit einem Dodo gemessen. Dann habe ich mich sehr viel mit Raumakustik beschäftigt und stellte fest, dass man richtige Nachhallzeitmessungen nur mit einem Kugelstrahler machen kann. Der Dodo stellt eine recht gute Annäherung dar. Außerdem hatte ich Schallschutzprobleme. Soll heißen, ich konnte keinen Film schauen, ohne das unsere Kinder im Raum darüber aufwachten. Also musste der Dodo richtig Pegel machen können, damit ich auch Schallschutzmessungen machen konnte. Näheres kann man auch hier nachlesen: http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&back=1&sort=lpost&forum_id=72&thread=1244 und hier: http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&back=1&sort=lpost&forum_id=72&thread=1653


Nun standen die Kriterien:

1. Kugelstrahler, also Dodo
2. Möglichst hoher Pegel soll möglich sein (auch im Tiefton)
3. Kosten sollten sich im Rahmen halten

Letztendlich fiel die Wahl auf folgendes Chassis von Monacor (SP-6/150PA) http://www.monacor.de/de/produktseite_suche.php?artid=1992&spr=DE&typ=full

Dieses Chassis stellt aus meiner Sicht den besten Kompromiss dar, zwischen möglichst tiefer Grenzfrequenz in dem extrem kleinen Gehäuse (je Chassis ca. 1,5 Liter, eher weniger), Belastbarkeit und somit Pegel und zu guter Letzt der Preis. Leider habe ich das Gewicht vernachlässigt. Wer möchte kann sich etwa ausrechnen, was das Ding wiegt.

So, Chassis ausgewählt, MDF gekauft. Nun kanns losgehen.

Ich entschied mich für einen möglichst kleinen Dodo, in dem aber die Chassis rein passen sollten. Also kalkulierte ich knapp. Und die Schablone ist geschnitten:




Der erste Schnitt ist gesägt:




Nachdem alle Bretter die ersten Winkel und Schnitte hinter sich haben, kam der erste Test, ob es passt. Auf jeden Fall muss man sau genau arbeiten, damit alles am Ende passt. Mal schauen, ob es passt:




So, alle Bretter sind gesägt, inkl. einer Reserve:




Und die ersten Bretter sind probehalber mit Klebeband verbunden, um zu schauen, ob wirklich alles fluppt:




Scheint alles ist gut. Also kamen die Löcher für die Chassis per Fräse rein:




Und das Chassis passt auch. Hoffentlich passen auch alle in den Dodo, ich alkulierte ja nun knapp:




Die ersten Bretter sind verleimt:




Schwups, sind alle Bretter verleimt. Die Spannung steigt, ob die Chassis wirklich passen:




Während der Trocknung schnitt ich die Halterungsbleche für das Rohr, welches an den Dodo sollte, damit er auf ein Stativ gestellt werden kann:




Dodo ist trocken und geschliffen. Die ersten Anbauteile sind dran und der Chassistest stand bevor:




Und siehe da, sie passten zu knapp. Also entschied ich mich für Distanzringe, welche ich aus Alu fertigte:




Dodo ist grundiert:




Und nun auch lackiert:




Und die Ringe sind auch schwarz:




Das letzte Chassis fehlt noch, aber man sieht, dass es eng ist:




So, da ist er nun. Aber irgendwie hatte ich Sorge, dass der Dodo zu wenig Bass machen wird. Und das ist ja nun der wichtige Bereich:




Da fiel mir ein, dass ich ja noch einen Diabolo 30er habe:




Also entschied ich mich, ein Gehäuse für den Bass zu bauen, welches gleichzeitig als Ständer herhält. Denn auf ein Stativ wird nicht gehen, aufgrund des Gewichtes (wer hat nachgerechnet?)




Und so wurde das Verbindungsstück zwischen Bass und Dodo:




Und hier montiert:




Da stand er nun.Leider ist der Bass noch nicht lackiert (und wahrscheinlich wird das Gehäuse auch nicht mehr schwarz. Ja der Mensch ist faul…):




So, jetzt musste der Dodo zeigen, was er kann. Also flux in den genormt aufgebauten Hallraum und der Energiefrequenzgang nachgemessen. Die Messergebnisse folgen später:




Und zu guter letzt noch überflüssigerweise in den RAR und dort der Frequenzgang vermessen und das Rundstrahlverhalten. Die Ergebnisse folgen:





So, nun die Messergebnisse des Dodo im Hallraum:


Nur Dodo unbehandelt:




Nur Dodo entzerrt:




Dodo und Bass entzerrt:





Die Messergebnisse aus dem RAR möchte ich hier nicht vorstellen, denn eine Interpretation ist sehr schwierig bis überflüssig. Ein Dodo soll nicht einen linearen Freifeldfrequenzgang haben, sondern einen linearen Energiefrequenzgang.


So, nun haut drauf!

Stefan
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« Antworten #1 am: Sa, 08. September 2007, 20:03 »

Hi Stefan,


saubere Arbeit  respect macht Lust auf Nachbau!

Ich hab da noch einige Fragen, muss aber gleich auf die Autobahn,wieder Richtung Heimat.

Morgen dann mehr.



Grüsse Andy
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« Antworten #2 am: So, 16. September 2007, 13:01 »

Hallo Stefan,


was mich dabei noch interessieren würde....

Wie treibst du das Dodo an? Wie und wo trennst du zum Sub?

Und vor allem: Frequenzweiche??


Danke und Grüsse

Andy
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markus
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« Antworten #3 am: Sa, 01. Dezember 2007, 09:04 »

was mich ganz grundsätzlich mal interessieren würde: wird ein chassis in seinen eigenschaften beeinflusst, wenn das magnetfeld anderer sehr nah montierter chassis einstrahlt?
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« Antworten #4 am: Sa, 01. Dezember 2007, 11:47 »

was mich ganz grundsätzlich mal interessieren würde: wird ein chassis in seinen eigenschaften beeinflusst, wenn das magnetfeld anderer sehr nah montierter chassis einstrahlt?

Ich meine nein. Denn das Magnetfeld ist im Bereich der Spule mit Abstand am stärksten. Die Beeinflussung, wie beispielsweise bei meinem Dodo, düfte äußerst gering sein. Im Anwendungsfall Dodo wäre es nahezu Wurscht, da so ein Ding nicht allzu linear sein muss.

Stefan
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