Maskierungseffekte durch lange Nachhallzeiten?
  
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Sa, 19. Mai 2012, 10:52
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Autor Thema: Maskierungseffekte durch lange Nachhallzeiten?  (Gelesen 1958 mal)
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markus
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« Antworten #15 am: Mo, 20. Oktober 2008, 16:43 »

Ja eben, genau das ist der Zielkonflikt: entweder mehr Räumlichkeit wegen höherem Reflexions-Pegel oder schärfere Lokalisation wegen niedrigerem Reflexions-Pegel.
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HausL
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« Antworten #16 am: Mo, 20. Oktober 2008, 18:28 »

Bei vielen Leuten die ich kenne ist das kein Konflikt mehr, wenn auch nicht bei allen  biggrinsen
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markus
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« Antworten #17 am: Mo, 20. Oktober 2008, 19:02 »

Das werden aber keine Konzertgänger sein. In einem Konzertsaal dominieren Reflexionen die Wahrnehmung. Im Ergebnis herrscht ein solch grosses Mass an Räumlichkeit und "Eingehülltsein", dass gar keine Lokalisation ohne Zuhilfenahme der Augen mehr möglich ist. Für solch ein Umfeld wurden klassische Stücke geschrieben. Da darf man schon fragen, ob eine trockene Abhöre sinnvoll ist.

Viele Grüße, Markus
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HausL
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« Antworten #18 am: Mo, 20. Oktober 2008, 19:12 »

Das werden aber keine Konzertgänger sein.

Da hast du recht.  daumenhoch

In einem Konzertsaal dominieren Reflexionen die Wahrnehmung. Im Ergebnis herrscht ein solch grosses Mass an Räumlichkeit und "Eingehülltsein", dass gar keine Lokalisation ohne Zuhilfenahme der Augen mehr möglich ist.

Das sehe ich nicht ganz so, auch mit geschlossenen Augen kann man einiges lokalisieren, wobei ein Orchester natürlich auch Unmengen an Informationen abbildet und ich dazu sagen muss, dass meine Erfahrungen im Hinblick auf klassische Konzerte sehr überschaubar sind.  zwinkern

Da darf man schon fragen, ob eine trockene Abhöre sinnvoll ist.

MMn ja, ansonsten würde auf der kleinen Bühne die LS nun mal darstellen alles ineinander verschwimmen.
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markus
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« Antworten #19 am: Mo, 20. Oktober 2008, 19:18 »

Das sehe ich nicht ganz so, auch mit geschlossenen Augen kann man einiges lokalisieren, wobei ein Orchester natürlich auch Unmengen an Informationen abbildet und ich dazu sagen muss, dass meine Erfahrungen im Hinblick auf klassische Konzerte sehr überschaubar sind.  zwinkern

Hör mal in Boston oder Wien 'rein, da is nix mehr mit rechts-links. Da kannst Du froh sein, wenn Du überhaupt noch vorne und hinten unterscheiden kannst. Ausserdem: wenn Du den Ort einer Schallquelle einmal gesehen hast, dann ist es nicht mehr möglich die Resettaste für Richtungswahrnehmung zu drücken.
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HausL
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« Antworten #20 am: Mo, 20. Oktober 2008, 19:55 »

Ausserdem: wenn Du den Ort einer Schallquelle einmal gesehen hast, dann ist es nicht mehr möglich die Resettaste für Richtungswahrnehmung zu drücken.

Richtig. Aber was ist dann so falsch daran das Ohr durch die "trockene Abhöre" zu unterstützen?
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markus
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« Antworten #21 am: Mo, 20. Oktober 2008, 21:06 »

Ausserdem: wenn Du den Ort einer Schallquelle einmal gesehen hast, dann ist es nicht mehr möglich die Resettaste für Richtungswahrnehmung zu drücken.

Richtig. Aber was ist dann so falsch daran das Ohr durch die "trockene Abhöre" zu unterstützen?

Das Ohr wird dadurch nicht unterstützt, sondern behindert. Nur ein reflexionsstarker Raum könnte dies kompensieren (Stichwort stärkerer Räumlichkeitseindruck durch Seitenreflexionen).
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KlausR.
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« Antworten #22 am: Di, 21. Oktober 2008, 13:27 »

Hallo Andy,

Also ich finde die Nachhallzeiten verschiedener Wohnzimmer deutlich different.

Änderungen der Nachhallzeit: Schwellenwerte hängen von der Art der Musik ab und sind auch individuell unterschiedlich. Als Mittelwert wurde 0.057 s angegeben, d.h. eine Änderung der Nachhallzeit um diesen Betrag ist wahrnehmbar (je nach Musikmaterial liegen die Werte zw. 0.043 und 0.072 s):

Niaounakis et al., “Perception of reverberation time in small listening rooms”, J. of Audio Eng. Soc. 2002, p.343


Zitat
Davon ab bin ich aber auch immer wieder überrascht, wie sehr sich (bei wenig bündelnden LS) die seitliche Bedämpfung auf die Phantomschallquellen, in durchschnittlichen Räumen, auswirkt.

Liegt vielleicht weniger am Bündelungsmass BM an sich als daran, wie die Kurve des BM verläuft. Floyd Toole hat im Laufe der Jahre recht klare Vorgaben erarbeitet dahingehend, wie die verschiedenen Frequenzgänge von Lautsprechern aussehen sollten.


Zitat
Zugegeben sind meine Hörvergleiche nicht annähernd so wissenschaftlich und unbefangen wie die Test aus den papers, aber einige Beispiele fand (nicht nur) ich ziemlich eindeutig und nie überflüssig oder sogar kontraproduktiv.

Eines der Probleme bei dieser Art „unwissenschaftlicher“ Vergleiche sehe ich darin, daß man vermutlich mehrere Parameter gleichzeitig ändert und nicht nur den, den man untersuchen will.


Klaus
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