Leistungsfähigkeit LS vs. Raumeinfluß - Bassauflösung
  
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Sa, 19. Mai 2012, 10:49
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Autor Thema: Leistungsfähigkeit LS vs. Raumeinfluß - Bassauflösung  (Gelesen 1830 mal)
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Torsten
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« am: Di, 19. Februar 2008, 13:40 »

Guten Tag,

mein erster Beitrag in einem sehr interessanten Forum, wie ich finde.

Ganz kurz zu meiner Hörsituation: Raum 32 m² - ca 4,5 * 7 m - nicht
ganz rechtwinklig. Die LS stehen "hínten", die hintere Wand ist etwas
länger als die vorne, daher nicht ganz rechtwinklig.

Vorne                                Hinten
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In den beiden hinteren Ecken stehen zwei ca. 80 cm hohe "Türme" aus
Akustiknoppenschaumstoff, abgedeckt mit einer Bettdecke.
Vor der Wand hinten stehen Bücherregale, links ist eine Fensterfront,
rechts CD-Regale.

Die Lautsprecher stehen bei jeweils ca. 1/5tel Raumlänge und Raumbreite.
Wohnsituation und Kabel geben aber fast jede Position her.

Die Anlage besteht aus einem Audio Aero Cd Player mit integrierter Vorstufe
an einer PS Audio Endstufe. Die LS sind den Intertechnik ExMotion nachempfunden,
aber mit dem 20-er Excel-Baß und einer Vifa-Ringkalotte als Hochtöner.

Höhen und Mitten sind sehr klar, gut aufgelöst und plastisch. Plastizität vs.
Breite der Bühne kann ich mit der Einwinklung der LS quasi beliebig beeinflußen,
wobei ich von paralleler Abstrahlung bis zur Kreuzung der Abstrahlung auf
1/2 Hörabstand schon alles versucht habe.

Was mir abr beim Hören einer Avalon am Wochenende aufgefallen ist: Die
Auflösung im Baß ist bei allen diesen Positionierungen immer relativ bescheiden.
(Mit Auflösung im Baß meine ich, daß z.B. ein Zupfen eines Kontrabasses ein
klar und eindeutig definiertes Ereignis und nicht ein dumpfer Ton ist)
Durch ganz verrrückte Aufstellung gegen jede Raumgeometrie habe ich
Verbesserungen erzielt, aber dann wird es unwohnbar.

Worüber ich aber immer noch keine endgültige Klarheit habe: Wo endet hier
das Leistungsvermögen der LS, wo das des Raumes und wie finde ich das
letztlich raus?

Müsste ich meine Eckabsorptionstürme deutlich höher machen?

Ich hoffe, ich habe nicht irgendeine wichtige Sache vergessen.

Ich bin gespannt auf Eure Ideen!


Viele Grüße
Torsten
















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« Antworten #1 am: Di, 19. Februar 2008, 14:09 »

Hallo Torsten,

herzlich willkommen.

Hast Du Messequipment? Lässt vermuten, dass Du die Lautsprcher selber bautest...


Stefan
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Ydope
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« Antworten #2 am: Di, 19. Februar 2008, 14:14 »

Hi,

was fehlt ist die Information, wo die Hörposition ist, denn ihr Einfluss ist mindestens ebenso groß wie der Ort der LS.
Es ist besser, die LS an die "vordere" Seite zu stellen, wenn diese etwas kürzer ist. Wenn der Raum 7 m lang ist, wäre ein guter Hörort dann etwa 2,50 - 3 m von der vorderen Wand entfernt und die LS so platziert, dass sich ein Stereodreieck ergibt und dabei doch etwas nher an der vordern Wand, so mit 50 cm - 1 m Abstand von ihr.
Genaueres lässt sich eigentlich nur mit richtiger Messung feststellen.
Was die Absorption angeht ist sicherlich noch die größte Verbesserung möglich und nötig.
Der Noppenschaumstoff ist aufgrund seiner geringen Masse im Bass ein Tropfen auf den heißen Stein. Nimm dichte Mineralwolle/Steinwolle-Platten und platziere sie raumhoch vor allen 4 Ecken, dann wirst du eine deutliche Verbesserung haben. Wenn du das Potential der LS annähernd ausreizen willst, sind leider immer große Maßnahmen bei der Verbesserung der Raumakustik an sich notwenig, außer die LS wären richtig schlecht.

gruß
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #3 am: Di, 19. Februar 2008, 17:08 »

Diese Aufstellungsart war bei mir (6x4) m ungünstig, am besten LS-Rückwand 60 cm weg von der Wand, Hörposition etwa 2,5 - 3 m von den LS entfernt.

In die Ecken gehören Kantenabsorber, je mehr, um so besser.



http://www.ethanwiner.com/density/density.html

Ich nehme Heralan TP für solche Zwecke, für 50 Euro kann man 3-6 Absorber bauen.
« Letzte Änderung: Di, 19. Februar 2008, 17:09 von moby dick » Gespeichert

Freundliche Grüße
Jürgen
Torsten
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« Antworten #4 am: Mi, 20. Februar 2008, 13:10 »

Hallo zusammen,

Stefan: Als Messequipment habe ich nur ein Schalldruckmeßgerät.
Immerhin kann ich beim Vergleichshören so auf gleiche Pegel kommen (mit rosa Rauschen).

Ich habe die LS nicht selbst gebaut, sondern bei eBay gekauft.

Ydope: Hörposition werde ich experimentell zu optimieren versuchen.
Gibt es im Raum Stuttgart jemand mit Equipment, der sich gerne auf
einen guten Wein einladen läßt? Der Noppenschaumstoff ist bei mir relativ schwer.
Ich habe große Matten in Quadrate geschnitten und die aufeinander gelegt, also
das Maß der "Bauwerke" ist 80 x 80 x 80 cm. Ich hab noch Reserve und werde mal
die Bauhöhe erhöhen.
Ist es wichtig, ob die Grundfläche quadratisch ist oder soll ich in die Ecken passende
Dreiecke draus machen?

Moby: Danke!

Viele Grüße
Torsten


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Ydope
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« Antworten #5 am: Mi, 20. Februar 2008, 16:08 »

Der Noppenschaumstoff ist bei mir relativ schwer.
Ich habe große Matten in Quadrate geschnitten und die aufeinander gelegt, also
das Maß der "Bauwerke" ist 80 x 80 x 80 cm. Ich hab noch Reserve und werde mal
die Bauhöhe erhöhen.
Ist es wichtig, ob die Grundfläche quadratisch ist oder soll ich in die Ecken passende
Dreiecke draus machen?

Angenommen, du schneidest die Quadrate diagonal so durch, dass eine Hälfte passend in der Ecke ist und die andere (identische) die Wände nur noch an zwei Punkten berührt, dann wäre es besser, die Hälfte in der Ecke zu entfernen, anstatt die Hälfte die weiter im Raum ist. Die Wirkung ist nämlich besser, je weiter man aus der Ecke rausgeht (bis zu einem gewissen Grad). Das Material, was ganz hinten in der Ecke ist, hat z.b. wie keine Wirkung.
Ansonsten hängt die Wirkung entscheidend davon ab, wieviel Kantenfläche insgesamt im Raum verdeckt ist. Die Absorber saugen ja nicht den Schall raus, sondern absorbieren lediglich von dem, was sie trifft etwas.
Wenn du also die Quadrate wie oben beschrieben durchschneidest und das Dreieck, das dann in den Ecken ist, rausnimmst und in zwei andere Kanten umgekehrt stellst (also analog den dann noch vorhandenen Hälften) ist die Gesamtwirkung sicher besser.

Ich glaube trotzdem, dass Dämmwolle mit 50+ kg/m³ wirkungsvoller wäre. So wie iceman das hier http://www.casakustik.de/forum/index.php/topic,37.0.html gemacht hat. Den Schaumstoff kannst du dann immer noch  zu Absorption von Mitten/Höhen verwenden.

Das benötigte Equipment für Messungen ist übrigens nicht viel: Ein Mikro, eine Soundkarte und ein Computer. Die Software gibts umsonst.

Gruß
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markus
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« Antworten #6 am: Mi, 20. Februar 2008, 22:17 »

ein bild sagt mehr als 1000 worte:



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« Antworten #7 am: Mi, 20. Februar 2008, 23:01 »

Hallo Torsten,


und willkommen im Forum.
Ich würde auch erst mal versuchen, dem Bassbereich möglichst viel Energie zu entziehen. In den meisten Räumen herrscht zu höheren Frequenzen dahingehend ein ziemlich hohes Ungleichgewicht. Die Präzision im Bassbereich nimmt meiner Erfahrung nach mit abnehmendem Nachhall zu.
Das Abklingen eines LS steht in keinem Verhältnis mit der Zeit des Abklingens von Schallenergie im Raum. So schlecht kann kaum ein LS sein zwinkern

Tipps dahingehend findest du hier schon einige.


Grüsse Andy
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« Antworten #8 am: Mi, 20. Februar 2008, 23:13 »

ein bild sagt mehr als 1000 worte:

Danke, auch wenn ich glaub ich nur ca. 950 worte gebraucht habe, um das Bild zu beschreiben.   prost
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #9 am: Do, 21. Februar 2008, 06:32 »

Unpräziser Bass kann auch an den LS liegen. Bei selbstgebauten Boxen weiß man nie, ob die korrekt konstruiert sind.

Und die Avalon muss auch nicht optimal sein, die Amis übertreiben die Bässe gerne.
« Letzte Änderung: Do, 21. Februar 2008, 06:39 von moby dick » Gespeichert

Freundliche Grüße
Jürgen
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« Antworten #10 am: Do, 21. Februar 2008, 11:49 »

Mahlzeit,


Zitat
Unpräziser Bass kann auch an den LS liegen.

Natürlich, keine Frage.


Aber die Frage von Torsten war

Zitat
Wo endet hier
das Leistungsvermögen der LS, wo das des Raumes und wie finde ich das
letztlich raus?


Daraus folgt für mich eigentlich die nächste Frage: Wie ist die Gewichtung zwischen LS und Raum für einen impulsgetreuen Bass?

Vergleichen wir doch mal die Abklingzeiten von LS und Raum (folgend mal meine Gegebenheiten, da ich dazu Diagramme habe)

K+H O300 :

-25 dB in ca 8 ms (BR-Systeme werden noch um einiges höher liegen)

mein Raum (Hörplatz) :

-25 dB in ca 400 ms


Das Problem ist, den beiden Gegebenheiten eine Gewichtung zuzuordnen. Was ist (subjektiv) effektiver...eine Verringerung der Abklingzeit im Bassbereich im Raum, oder die Einsparung von vielleicht 10-20 ms durch einen "besseren" Lautsprecher?
Gute Frage, für die es wohl keine pauschale Antwort geben dürfte und die jeder für sich durch Vergleiche herausfinden muss.
Interessant wäre auch zu wissen, wieviel Anteil der Direktschall im Bassbereich auf den Höreindruck hat.

Schönes Thema smile


Grüsse Andy
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« Antworten #11 am: Fr, 22. Februar 2008, 01:12 »

Sollte sich Avalon treu geblieben sein, empfinde ich den Klang eigentlich eher Analytisch schlank. Also gänzlich unamerikanisch. Revel übrigens auch, was ist eigentlich mit den Amis los lolwech
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer


« Antworten #12 am: Fr, 22. Februar 2008, 06:48 »

M.Meinung nach is der Raum viel höher zu gewichten als der LS. Daher ist es auch fast egal, ob ein LS CB oder BR ist. Allerdings meinte ich mit unpräzise einen übertrieben lauten Bassanteil, der stört immer!

Herausfinden kann man das nur mit Veränderung der Raumakustik und, wenn möglich, Messungen.
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Freundliche Grüße
Jürgen
Torsten
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« Antworten #13 am: Fr, 22. Februar 2008, 09:30 »

Am Wochenende ist Bastel- und Testzeit vorhanden.
Dann gibt's ein Update.

Viele Grüße und Danke an alle Ratgeber!

Torsten
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Torsten
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« Antworten #14 am: So, 24. Februar 2008, 17:12 »

Das ist das vorläufige Ergebnis des Samstags:



Die Hörrrichtung ist jetzt rd. 20° gegen die Raumrichtung versetzt.

Die Lautsprecher stehen jetzt 2,70 auseinander, die Hörposition ist 3,30 - 3,90 entfernt, je nachdem
wie man sich genau setzt.

Habe auch die LS noch etwas mehr gedämmt und bin gerade ganz einverstanden damit,
wie das geht.

Liebe Grüße
Torsten
« Letzte Änderung: So, 24. Februar 2008, 17:17 von Torsten » Gespeichert
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