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Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
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Autor
Thema: Welcher Schaumstoff ist brauchbar? (Gelesen 8032 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Jann
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Beiträge: 15
Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
«
am:
So, 27. Januar 2008, 10:57 »
Hallo,
nachdem ich mich gestern stundenlang (ja, das geht auch im jungen Forum) hier durchgelesen habe, bin ich NATÜRLICH beim VPR stehengeblieben.
Zum Bau habe ich allerdings einige Fragen:
Muss es ein Schaumstoff wie Basotec oder Aixfoam sein oder kann man auch diese Matratzenschaumstoffe von Ebay nutzen??? Ein Beispiel:
http://cgi.ebay.de/9cm-Schaumstoff-Schaumgummi-Matratze-Schaumstoffplatte_W0QQitemZ330205819810QQihZ014QQcategoryZ54206QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem
Sind diese 10cm+Stahl+10cm willkürlich gewählt oder muss ich hierfür etwas spezielles rechnen??? 10cm+Stahl+5cm gefiele mir deutlich besser!!! Das Buch mit den Inhalten ist mir mit 99,95€ etwas zuviel des Guten.....
Muss ich auch hier auf >=1:1 <=2:1 achten oder kann der VPR auch 200cm*70cm groß sein???
Zur Befestigung an der Wand muss ja nun ein Rahmen oder dergleichen her. Ich habe mir gedacht, dass ich die Schaumstoffplatten zu jeder Seite hin 1cm größer machen könnte als die dazwischenliegende Stahlplatte. Danach das gesamte Konstrukt in einen MDF-Rahmen oder dergleichen montieren?! Vorteil wäre, dass die Schaumstoffplatten nicht noch ihr eigenes Gewicht neben der Stahlplatte tragen müssten.
Ist die Stahlplatte in der Dicke festgelegt??? 1mm oder 1,5mm oder was sollte genommen werden? Im anderen Thread war von 1mm die Rede und 2,5mm wäre zuviel?! Was verändert man mit der Dicke/Gewicht??? Die untere Grenzfrequenz oder die Breitbandigkeit???
Welchen Kleber würdet ihr hier empfehlen??? Ich habe kurz an P1 gedacht, aber da müsste ich ja hunderte Tuben nutzen. Wie dick sollte die Klebeschicht sein und muss ganzflächig verklebt sein (fast schon retorisch die Frage, möchte sie aber trotzdem bestätigt haben!)
So, tausend Fragen und ich hoffe einige Antworten zu bekommen :-)
Liebe Grüße,
Jann
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer
Re: Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
«
Antworten #1 am:
So, 27. Januar 2008, 11:18 »
Je schwerer die Platte, umso tiefer die Resonanzfrequenz. Muss man probieren, wo es mitschwingt. Das ist fühlbar. Die vordere Schicht erhöht ja auch noch das Gewicht, muss also berücksichtigt werden. Ich genke, über 1mm ist zu schwer. Kleben würde ich mit Teppichbodenkleber, ist preiswert und elastisch.
Der Schaumstoff muss offenporig sein. Wie wäre es mit verdichteter Steinwolle, Heralan TP? Mit Bezugstoff kein Problem und viel preiswerter.
Alles ohne Gewähr, habe diese Art von Absorbern noch nie gebaut.
«
Letzte Änderung: So, 27. Januar 2008, 11:20 von moby dick
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Freundliche Grüße
Jürgen
Jann
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Re: Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
«
Antworten #2 am:
So, 27. Januar 2008, 11:41 »
Grüße dich Jürgen,
lies dir bitte den anderen Thread nochmal durch. Steinwolle kann ja gar nicht funktionieren, jedenfalls fällt mir keine Idee ein, die Stahlplatte auf Mineralwolle ordentlich aufzukleben!!!
Desweiteren sind 1mm Stahl ein Wert, der auch bei den originalen VPRs verwendet wird....
Jann
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asb
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Re: Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
«
Antworten #3 am:
So, 27. Januar 2008, 12:02 »
Hallo Jann,
ich habe diese Art Absorber auch noch nie gebaut und bisher auch wenig darüber gelesen. Daher auch folgende Versuche von Antworten ohne Gewähr
Zitat
Muss es ein Schaumstoff wie Basotec oder Aixfoam sein oder kann man auch diese Matratzenschaumstoffe von Ebay nutzen???
So lange er offenporig ist, wird er auch funktionieren. Nur eben undefiniert. Schäume für akustische Verwendung sind sehr feinporig, um die Oberfläche der Kanäle und Hohlräume zu erhöhen und damit die Effektivität der Absorption.
Zitat
Sind diese 10cm+Stahl+10cm willkürlich gewählt oder muss ich hierfür etwas spezielles rechnen??? 10cm+Stahl+5cm gefiele mir deutlich besser!!!
Die Werte sind nicht willkürlich gewählt. Sicherlich in Anlehnung an den verwendeten Schaumstoff und seinen Absorptionseigenschaften wird man bei "nur" 5 cm Dicke auf der Stahlplatte einen Einbruch des Absorptionswertes im oberen Bassbereich-Mitteltonbereich hinnehmen müssen. Er absorbiert dann nicht mehr linear über den Frequenzbereich.
Zitat
Ist die Stahlplatte in der Dicke festgelegt??? 1mm oder 1,5mm oder was sollte genommen werden? Im anderen Thread war von 1mm die Rede und 2,5mm wäre zuviel?! Was verändert man mit der Dicke/Gewicht??? Die untere Grenzfrequenz oder die Breitbandigkeit???
Dicker würde ich die Platte nicht machen. Ich bin so schon skeptisch, wie eine, mit dem Untergrund verklebte (auch wenn flexibel), Paltte ausreichend in Schwingung versetzt werden kann. Mit steigendem Gewicht sinkt die Resonanzfrequenz (wie Jürgen schon schrieb). Die Überlegung der Aufhängung klingt gut.
Zitat
Welchen Kleber würdet ihr hier empfehlen??? Ich habe kurz an P1 gedacht, aber da müsste ich ja hunderte Tuben nutzen. Wie dick sollte die Klebeschicht sein und muss ganzflächig verklebt sein (fast schon retorisch die Frage, möchte sie aber trotzdem bestätigt haben!)
Auf jeden Fall muss er flexibel sein. Ob es reicht, in punkt oder streifenförmig aufzukleben, würde mich auch interessieren.
Die VPR`s sind eine interessante Sache, werde mich evtl da auch mal ranwagen. Wenn du dahingehend mal etwas bauen solltest, würden mich deine Erfahrungen interessieren
Grüsse Andy
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Jann
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Re: Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
«
Antworten #4 am:
So, 27. Januar 2008, 12:17 »
Ja, bauen würde ich ihn gerne. Lukrativ alleine schon deswegen, weil er mehr absorbiert als nur ein Plattenresonator. Platz ist geschaffen für Plattenresonatoren, also kann auch ein VPR genutzt werden *G*
20cm Tiefe wären das totale Maximum.......5cm Schaumstoff+1mm Stahl+5cm Schaumstoff erscheinen mir dagegen als viel zu dünn, vielleicht eine 0,5mm Platte nutzen, dann dürfte es wieder passen, der Absorptionsgrad dürfte aber sinken, gerade im Bassbereich.
Da mein Mikrofon noch nicht da ist, muss ich noch warten, aber der grundlegende Aufbau eines solchen VPR sollte für mich geklärt sein, bevor ich ihn baue. Er würde zudem um ein vielfaches teurer werden als ein Plattenresonator, daher auch meine Angst, Geld auszugeben und am Ende kein befriedigendes Ergebnis erzielt zu haben....
Jann
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asb
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Re: Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
«
Antworten #5 am:
So, 27. Januar 2008, 12:42 »
Zitat
Er würde zudem um ein vielfaches teurer werden als ein Plattenresonator, daher auch meine Angst, Geld auszugeben und am Ende kein befriedigendes Ergebnis erzielt zu haben....
....verständlich. Aber jeder, der sich einen professionellen Akustiker "spart", bastelt mehr oder weniger. Da gibt es auch mal Enttäuschungen. Und dafür sind dann die Foren da, um anderen diese Enttäuschungen zu sparen
Ich habe im Vistonforum gelesen, dass du "nur" den Nachhall minimieren möchtest. Dafür sind die VPR`s eine gute Wahl, imho.
Und da man damit sogar RAR realisieren kann, werden sie schon funktionieren.
Ich würde mich im Groben an den "Vorgaben" halten. Desto weniger Risiko gehst du ein.
Ach ja...eine Sache habe ich vergessen:
Zitat
Muss ich auch hier auf >=1:1 <=2:1 achten oder kann der VPR auch 200cm*70cm groß sein???
Gute Frage. Diese "Regel" gilt eigentlich für allseitig eingespannte Membrane. Inwiefern sich das auf nicht eingespannte Membrane übertragen lässt, weiss ich leider auch nicht.
Die eigentliche Erklärung (habe sie von wvier) lässt mich aber
vermuten
, dass es sich bei frei schwingenden Systemen nicht viel anders verhalten wird. Aber wie gesagt: nur Vermutung.
Grüsse Andy
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Jann
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Re: Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
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Antworten #6 am:
So, 27. Januar 2008, 12:59 »
OK, dann vorsichtshalber zwei 100cm*70cm und übereinander montieren....
Ja, vor allem der Nachhall macht mir Sorgen. Der Bass gefällt mir im Moment schon sehr gut. Was nun aber demnächst ist, wenn der Center hinzukommt, kann ich noch nicht sagen....
Da der VPR ja aber auch die Resonanzen absenken dürfte, hätte ich ja zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen?!
Der Nachhall, nur nochmal zur Verdeutlichung, ist so extrem, dass es sich wie ein kahler Raum anhört, wenn man in die Hände klatscht! So verschmiert die Bühne sehr schnell, auch wenn sie von den Lautsprechern her sehr gut reproduzierbar wäre....
Jann
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moby dick
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Re: Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
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Antworten #7 am:
So, 27. Januar 2008, 15:38 »
Kleben geht bei verdichteter Steinwolle mit Sicherheit.
Gruß
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Jürgen
Jann
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Re: Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
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Antworten #8 am:
So, 27. Januar 2008, 15:52 »
Hast du mal ein Bild davon?! *G* Ich glaube, ich hab gerade ganz andere Vorstellungen davon!!!
Jann
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer
Re: Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
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Antworten #9 am:
So, 27. Januar 2008, 16:01 »
Na klar. Aus dem Concorde-Fred. Und ich habe es eben probiert, geht ohne Probleme. Faust-Universalkleber auf Wasserbasis mit Spachtel auftragen, Platte andrücken. Fertig. Das Heralan 4 cm dick kostet etwa 5 Euro pro m². 2 Schichten "hinten" Kleber Stahl (verzinkt am besten) Kleber 1 Schicht. Stoff drum. Testen.
Gibt es im Baustoffhandel, zB. Raab-Karcher. Nimm mal einen Pack für 20 Euro in der Stärke 30/5. Auf alle Fälle geeignet als Mitten und Höhenabsorber für Seitenwand und zwischen den Boxen oder wie bei mir in der Decke.
http://www.world-direct.at/heraklith/attachments/documents/DE/Produktdatenblaetter/Heralan-TP.pdf
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Letzte Änderung: So, 27. Januar 2008, 16:19 von moby dick
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Jürgen
Jann
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Re: Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
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Antworten #10 am:
So, 27. Januar 2008, 16:37 »
Ich glaube, im April wird mal ein wenig VPR gebastelt :-) Mit dem Material habe ich keinerlei Probleme Geld auszugeben!!! Zwei 30er Stärken aufeinanderlegen, dann ne Stahlplatte, dann nochmal zwei 30er......so komme ich auch 130mm Tiefe inkl. etwas Zusatz............und dann werde ich mal den Unterschied des Nachhalls messen und den Frequenzgang!
Gebaut werden 6 110cm*80cm-VPRs, wenn das den erwünschten Effekt gebracht hat, dann baue ich weitere!!!
Jann
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Re: Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
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Antworten #11 am:
So, 27. Januar 2008, 16:56 »
Hmmm....
Es muss in jedem Fall gewährleistet sein, dass die Stahlplatte noch schwingen kann.
Die angeführten Steinwolleplatten finden ihren Einsatz als Trittschallplatte und werden dementsprechend dicht und steif sein. Ich hätte Bedenken, dass damit die Bewegungsfreiheit der Stahlplatte nicht mehr gegeben ist.
Nur so eine Überlegung...
Grüsse Andy
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Jann
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Re: Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
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Antworten #12 am:
So, 27. Januar 2008, 17:26 »
Aber ist basotec/aixfoam nicht auch in gewisser Weise steif???
Jann
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moby dick
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Steinalter Lautsprecher-Bauer
Re: Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
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Antworten #13 am:
So, 27. Januar 2008, 17:47 »
Zu Basotect kann ich nichts sagen. Das Heralan ist etwas nachgiebig, ohne weiteres zusammendrückbar. Es kommt wohl auf den Versuch an.
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Jürgen
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Re: Welcher Schaumstoff ist brauchbar?
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Antworten #14 am:
So, 27. Januar 2008, 17:55 »
Also aus Erfahrungen meines Berufes würde ich sagen, Basotect wie auch das Polyester (wie es Aixfoam verwendet) würde sich nicht als Trittschallplatte eignen.
Da Trittschallplatten ein recht geringes Quetschmaß aufweisen müssen (zur Aufnahme der Verkehrslasten) behaupte ich mal ohne direkte Vergleichsmöglichkeiten, sie sind fester/steifer als Basotect & Co. Es gibt aber Mineralwollplatten, die weicher sind (Fassadendämmung zB).
Es war nur ein Gedanke....muss ja nicht stimmen.
Grüsse Andy
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