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Psychoakustik
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"Modenfreiheit" VS. glatter Frequenzgang
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Autor
Thema: "Modenfreiheit" VS. glatter Frequenzgang (Gelesen 3863 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
moby dick
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Beiträge: 565
Steinalter Lautsprecher-Bauer
Re: "Modenfreiheit" VS. glatter Frequenzgang
«
Antworten #60 am:
Mi, 30. Januar 2008, 12:40 »
Zitat von: Verrückter am Mi, 30. Januar 2008, 10:37
Zitat von: moby dick am Mi, 30. Januar 2008, 10:15
Aber das ist doch Wissensstandard, dass es nur mit el. Equalising nix wird.
Dein Wissensstand
Zitat
Man kann den F-Gang mit Sinus wunderbar linear machen. Trotzdem klingt es nichts, da hier die Moden angeregt wurden. Kommt jetzt ein Impuls im Bereich, wo die Mode ist, wird der zu leise wiedergegeben!
Naja, wieso mit sinus? Und wir sprechen hier vom Bassbereich, wo Direktschall keine große Rolle spielt, sondern die Energie im Raum. Die wäre linear. Richtig ist, die Box gibt an dieser Stelle weniger Energie ab. Braucht sie aber auch nicht, denn der Raum hält die Energie. Es wird sicherlich problematisch, wenn der Raum die Energie zu lange hält. Aber genau das ist doch meine Frage.
Im übrigen stellt sich da auch gleich die nächste Frage, habe ich lieber ein solches Loch oder eine unbehandelte Überhöhung? Man bedenke, nicht viele Menschen haben die Möglichkeit viel mit riesen, monströsen Absorbern zu arbeiten.
Stefan
Es ist egal, ob Sinus oder sonst was. Hauptsache, der Raum ist "eingeschwungen", dann gilt das. Ob direkt oder indirekt, ist irrelevant.
Absorber müssen nicht riesig sein. Man kann sie verstecken, Beispiel gibt es hier und im Visaton-Forum.
Wo sie hinmüssen, steht hier:
http://www.realtraps.com/lf-noise.htm
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Letzte Änderung: Mi, 30. Januar 2008, 12:42 von moby dick
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Freundliche Grüße
Jürgen
Barnie
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Beiträge: 527
Re: "Modenfreiheit" VS. glatter Frequenzgang
«
Antworten #61 am:
Mi, 30. Januar 2008, 13:25 »
Zitat von: Verrückter am Mi, 30. Januar 2008, 12:02
Zitat von: Barnie am Mi, 30. Januar 2008, 10:26
Zitat von: Verrückter am Mi, 30. Januar 2008, 09:53
Zitat von: Barnie am Mi, 30. Januar 2008, 09:51
Bei WVier gibt es ein Beispiel wo sie den FG mittels
Erhöhung der Modenanzahl
glätten...
Hast Du nen Link?
http://www.wvier.de/download.htm
so heisst der Download:
"Veränderung der tieffrequenten Modenstruktur eines Raumes - ein Beispiel"
Vielen Dank!
Interessant! Vor allem gleichmäßige Modenverteilung und geringe Nachhallzeit...
Interessant wäre es zu wissen wie genau sie den Nachhall so kurz bekommen haben. Da steht was von Absorbern und Diffusoren aber leider nichts Genaueres...
Aber die Jungs scheinen echt was von ihrem Handwerk zu verstehen. Jedenfalls wenn ich einen Akustiker anheuern würde, dann wüsste ich wen...
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Mein Heimkino
asb
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Re: "Modenfreiheit" VS. glatter Frequenzgang
«
Antworten #62 am:
Mi, 30. Januar 2008, 14:09 »
Hallo,
zum Thema: "erfasst eine FG-Messung den komplett eingeschwungenen Zustand im Bassbereich?" mal ein kleiner Versuch....
Erste Messung mit Arta. maximale Auflösung (256k - ergibt eine Länge des Messsignals von 5,5 sek) 1/24 Glättung.
Dann ein Sinus generiert (20 - 200 Hz, Länge 20 sek), auf CD gepackt und aufgenommen.
Grüsse Andy
edit asb/ zweite Grafik korregiert
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Letzte Änderung: Mi, 30. Januar 2008, 15:38 von asb
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Ydope
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Re: "Modenfreiheit" VS. glatter Frequenzgang
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Antworten #63 am:
Mi, 30. Januar 2008, 15:22 »
Zitat von: Verrückter am Mi, 30. Januar 2008, 09:48
Naja, es ist aber schon ein Unterschied, der Pegel und die Dauer. Ich könnte den FG glatt machen, indem ich bei der Mode einfach einen Kerbfilter setze. Aber die Resonanz, sprich die Mode bleibt. Zwar nicht im Pegel, aer in der Zeit.
Und genau das ist nun meine Frage, auf die ich hinaus möchte. Wenn ich den FG glatt mache, ist das dann für die Wahrnehmung ausreichend? Wenn ja, dann brauche ich nicht so extrem viel Aufwand auf raumakustische Maßnahmen legen, insbesondere im Bassbereich wo die Maßnahmen auch gleich heftig werden, sondern kann einiges auch durch nen EQ wegbügeln. Stellt sich nur die Frage, ab wann wird das Problematisch etc.
Ich denke das kann man am besten am Wasserfall erkennen. Wenn man den FG per EQ glattbügelt, ändert das ja wie du schon gesagt hast, nichts am zeitlichen Verlauf. Das Hauptproblem mit EQ ist sicher, dass der FG auch bei tiefen Frequenzen stark vom Ort abhängt. Selbst wenn man das ignoriert, hört man bei den Resonanzen nicht, wann die Töne aufhören, zu spielen.
Interessant sind hierfür die Wasserfälle hier (beim Abschnitt "CONCLUSION") :
http://www.realtraps.com/art_audyssey.htm
Zitat von: asb am Mi, 30. Januar 2008, 14:09
Erste Messung mit Arta. maximale Auflösung (256k - ergibt eine Länge des Messsignals von 5,5 sek) 1/24 Glättung.
Es wäre genauer, einen Sweep als Messsignal zu benutzen, statt rosa Rauschen. Das steht auch so in der ARTA Anleitung.
Wenn man dann die gate time lang genug wählt, durfte der FG recht genau der manuellen Messung mit einem langsamen Sweep entsprechen.
Gruß
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Ydope
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Re: "Modenfreiheit" VS. glatter Frequenzgang
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Antworten #64 am:
Mi, 30. Januar 2008, 15:39 »
Zitat von: Barnie am Mi, 30. Januar 2008, 09:51
Bei WVier gibt es ein Beispiel wo sie den FG mittels
Erhöhung der Modenanzahl
glätten...
Aber was sie da gemacht haben, ist doch von allen möglichen Methoden sicher die aufwändigste. Hier wurde ja eine komplette Raumseite neu gemauert.
In der Realität muss man dagegen meist mit den existierenden Raumdimensionen arbeiten.
Gruß
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asb
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Re: "Modenfreiheit" VS. glatter Frequenzgang
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Antworten #65 am:
Mi, 30. Januar 2008, 15:47 »
Zitat von: Ydope am Mi, 30. Januar 2008, 15:22
Zitat von: asb am Mi, 30. Januar 2008, 14:09
Erste Messung mit Arta. maximale Auflösung (256k - ergibt eine Länge des Messsignals von 5,5 sek) 1/24 Glättung.
Es wäre genauer, einen Sweep als Messsignal zu benutzen, statt rosa Rauschen. Das steht auch so in der ARTA Anleitung.
Wenn man dann die gate time lang genug wählt, durfte der FG recht genau der manuellen Messung mit einem langsamen Sweep entsprechen.
Gruß
Ich habe noch nie einen Unterschied zwischen den verschiedenen Signalen feststellen können. Und wieso gate? Damit fällt der Bassbereich ja raus....
Zumindest kann man (denke ich) festhalten, dass Arta den eingeschwungenen Zustand misst. Auch bei einer Anregungsdauer von 5,5 sek. Die Skalierung in Audition (ehem. CoolEdit) ist ein wenig anders...
Grüsse Andy
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Ydope
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Re: "Modenfreiheit" VS. glatter Frequenzgang
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Antworten #66 am:
Mi, 30. Januar 2008, 16:04 »
Zitat von: asb am Mi, 30. Januar 2008, 15:47
Und wieso gate? Damit fällt der Bassbereich ja raus....
Zumindest kann man (denke ich) festhalten, dass Arta den eingeschwungenen Zustand misst. Auch bei einer Anregungsdauer von 5,5 sek. Die Skalierung in Audition (ehem. CoolEdit) ist ein wenig anders...
Ich meinte ja nur, dass man eine ausreichend lange gate time einstellen sollte. Wenn sie < 50 ms ist, fehlen prinzipbedingt die tiefsten Frequenzen, wie gesagt. Wenn man sicher sein will, dass es ein eingeschwungener Zustand ist, setzt mans halt auf den Maximalwert und gut ist. Das nennt man dann anscheinend un-gegatet.
Wann das System eingeschwungen ist, müsste man daran erkennen, dass sich bei gradueller Erhöhung der gate time irgendwann keine Veränderung mehr im FG zeigt. Das ist dann der Zeitpunkt ab dem ein konstanter Zustand herrscht. Da sind wir uns wohl alle einig drin.
Gruß
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Letzte Änderung: Mi, 30. Januar 2008, 16:06 von Ydope
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Re: "Modenfreiheit" VS. glatter Frequenzgang
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Antworten #67 am:
Mi, 30. Januar 2008, 16:21 »
Zitat von: Ydope am Mi, 30. Januar 2008, 15:22
Ich denke das kann man am besten am Wasserfall erkennen. Wenn man den FG per EQ glattbügelt, ändert das ja wie du schon gesagt hast, nichts am zeitlichen Verlauf.
Ändert es wirklich nichts am zeitlichen Verlauf? Ich denke, es müsste etwas kürzer werden. Oder?!
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Ydope
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Re: "Modenfreiheit" VS. glatter Frequenzgang
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Antworten #68 am:
Mi, 30. Januar 2008, 16:40 »
Zitat von: Verrückter am Mi, 30. Januar 2008, 16:21
Zitat von: Ydope am Mi, 30. Januar 2008, 15:22
Ich denke das kann man am besten am Wasserfall erkennen. Wenn man den FG per EQ glattbügelt, ändert das ja wie du schon gesagt hast, nichts am zeitlichen Verlauf.
Ändert es wirklich nichts am zeitlichen Verlauf? Ich denke, es müsste etwas kürzer werden. Oder?!
Der EQ ändert nichts am zeitlichen Verlauf relativ zur Lautstärke.
Mit oder ohne EQ hat eine gewisse Frequenz bei einer gewissen Lautstärke eine gewisse Abklingdauer. Anders gesagt, der EQ ändert nicht die Q der Resonanzen.
Er ändert aber die Lautstärke der Frequenz und verkürzt auch automatisch ihre Gesamtnachklingdauer. Allerdings nicht in dem Maße, dass es sich an nicht-modale Frequenzen angleicht, die ja alle blitzschnell abklingen.
Gruß
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Re: "Modenfreiheit" VS. glatter Frequenzgang
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Antworten #69 am:
Mi, 30. Januar 2008, 16:48 »
Zitat von: Ydope am Mi, 30. Januar 2008, 16:40
Der EQ ändert nichts am zeitlichen Verlauf relativ zur Lautstärke.
Deine nächste Aussage widerspricht dieser Aussage.
Zitat
Mit oder ohne EQ hat eine gewisse Frequenz bei einer gewissen Lautstärke eine gewisse Abklingdauer. Anders gesagt, der EQ ändert nicht die Q der Resonanzen.
Er ändert aber die Lautstärke der Frequenz und verkürzt auch automatisch ihre Gesamtnachklingdauer. Allerdings nicht in dem Maße, dass es sich an nicht-modale Frequenzen angleicht, die ja alle blitzschnell abklingen.
Gruß
Das unterschreibe ich voll und ganz! Meine Frage ist aber doch nun, ob sich damit ein guter Kompromiss erreichen lässt?
Stefan
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gto
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Re: "Modenfreiheit" VS. glatter Frequenzgang
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Antworten #70 am:
Mi, 30. Januar 2008, 17:44 »
Zitat von: Verrückter am Mi, 30. Januar 2008, 16:48
Meine Frage ist aber doch nun, ob sich damit ein guter Kompromiss erreichen lässt?
Also ich empfinde die PEQ Korrekturen im Bassbereich bei mir als Gewinn, würde daher eindeutig mit ja Antworten.
Grüsse Gerd
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Ydope
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Re: "Modenfreiheit" VS. glatter Frequenzgang
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Antworten #71 am:
Mi, 30. Januar 2008, 19:13 »
Zitat von: Verrückter am Mi, 30. Januar 2008, 16:48
Zitat von: Ydope am Mi, 30. Januar 2008, 16:40
Der EQ ändert nichts am zeitlichen Verlauf relativ zur Lautstärke.
Deine nächste Aussage widerspricht dieser Aussage.
Nicht, wenn du das auf einzelne Frequenzen und ihre Lautstärken beziehst. Es ist genau die gleiche Aussage wir der dort nachfolgende Satz.
Zitat
Mit oder ohne EQ hat eine gewisse Frequenz bei einer gewissen Lautstärke eine gewisse Abklingdauer.
Zitat von: Verrückter am Mi, 30. Januar 2008, 16:48
Meine Frage ist aber doch nun, ob sich damit ein guter Kompromiss erreichen lässt?
Das hängt von den Rahmenbedingungen ab.
Bei den tiefsten Resonanzen kann ein EQ eigentlich immer helfen, ihre Ausprägung zu verringern, da diese noch weniger stark von der Hörposition abhängen.
Trotzdem wird man nicht vermieden können, dass Frequenzen länger nachklingen je tiefer sie sind, dh. dass auch die Nachhallzeit im Bass nach unten hin ansteigt und schnell über den 0,3 - 0,4 s liegt die offiziell 'gut' wären.
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